Broschiertes Buch

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Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.
Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne…mehr

Produktbeschreibung
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird.

Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ...
  • Produktdetails
  • Numbers Bd.1
  • Verlag: Chicken House Bei Carlsen
  • Originaltitel: Numbers - Time to Run
  • Seitenzahl: 362
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren
  • Erscheinungstermin: 17. März 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 133mm x 33mm
  • Gewicht: 450g
  • ISBN-13: 9783551520074
  • ISBN-10: 3551520070
  • Artikelnr.: 27981618
Autorenporträt
Rachel Ward, geboren 1964, wuchs in Surrey südlich von London auf und studierte Geografie in Durham. Erst mit 40 Jahren widmete sie sich dem Schreiben. Auf Anhieb landete ihr Debüt Numbers auf zahlreichen Nominierungslisten englischer Jugendbuchpreise. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Bath, England.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 17.03.2010

Das Mädchen mit der entsetzlichen Gabe

Wegschauen wäre besser: Rachel Wards Debüt "Numbers" verbindet das populäre Mystery-Genre mit einem authentisch erzählten Jugendschicksal vom Rande der Gesellschaft.

Von Eva-Maria Magel

Den Tod im Blick": Der reißerische Untertitel der deutschen Ausgabe von "Numbers" stimmt nicht ganz. Das Geheimnis der 15 Jahre alten Jem ist viel komplexer und bitterer. Schaut Jem einem anderen Menschen in die Augen, erscheint in ihrem Geist eine Zahl: der Sterbetag ihres Gegenübers.

Es ist eine schreckliche Bürde, die das junge Mädchen mit sich herumschleppen muss, seit sie als kleines Kind ihre Mutter aufgefunden hat, gestorben an einer Überdosis Heroin. Kaum jemandem hat Jem seither in die Augen gesehen. Rachel Ward, 1964 geboren und zuvor niemals schriftstellerisch tätig, hat mit "Numbers" einen in Großbritannien sehr erfolgreichen Erstling vorgelegt. Nun bringt ihn der deutsche Chicken House Verlag, ein neues Tochterunternehmen des deutschen Carlsen Verlags, in seinem ersten Frühjahrsprogramm heraus.

Jem ahnt dank ihrer übersinnlichen Fähigkeit ein Attentat am Riesenrad London Eye voraus und flüchtet mit ihrem Freund Spinne, als sie verdächtigt werden, an dem Anschlag beteiligt zu sein. Ward gewinnt dem allfälligen "Mystery"-Genre parapsychologischer Krimis eine ungewöhnliche Seite ab. Zwar endet ihre aktionsgeladene Hetzjagd durch England leider arg melodramatisch im Kirchenasyl der Kathedrale von Bath. Aber Wards Ich-Erzählerin Jem hat eine packende, ganz eigene Stimme, die im besten Sinne hellsichtig ist: In oft krudem, authentisch wirkendem Jargon geht es um die Gefühle eines Mädchens - und um das Lebensgefühl am Rand der Gesellschaft.

Jem ist eine jener vielen Jugendlichen, bei deren Anblick die ehrenwerten Leute froh sind, dass sie nicht mit ihren Kindern auf dieselbe Schule gehen, wie sie selbst ganz nüchtern feststellt. Von einer Pflegefamilie in die nächste weitergereicht, sitzt Jem in einer Schule für die Aussortierten, durch ihre Gabe doppelt isoliert - bis aus Spinne, dem schwarzen Gelegenheitsdealer und Klassenkameraden, erst ein Vertrauter und dann, auf der Flucht, der Geliebte wird. Die schroffe, vorsichtige Annäherung und die innigen Liebesszenen dieser beiden, der eine ein ewig ungewaschen riechender Schlaks, die andere bis dahin unfähig, Gefühle zu zeigen, sind sensibel und mit einem gewissen Witz erzählt und ganz ohne das Mystery-Brimborium. Das ist mit einer überraschenden Volte am Ende für Jem ausgestanden.

Schon aber ist in England "Numbers 02" angekündigt: Jems Sohn Adam, belegt mit der gleichen Gabe, wird auch deren Bürde zu spüren bekommen. Etwas Ähnliches scheint für Kinderbuchautoren, zumal Debütanten, das Gesetz der Serie zu sein. Ihm hat sich auch Ward offenbar nicht entziehen können - oder wollen.

Rachel Ward: "Numbers - Den Tod im Blick". Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschahn. Verlag Chicken House Deutschland, Hamburg 2010. 364 S., geb., 13,95 [Euro]. Ab 14 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.05.2012

Gut und günstig

Taschenbücher
MARTIN WIDMARK: Detektivbüro LasseMaja – Das Schulgeheimnis – Das Mumiengeheimnis. Aus dem Schwedischen von Maike Dörries. Mit Bildern von Helena Willis. Gulliver (1323) 2012. 176 Seiten, 7,95 Euro.
Im schwedischen Städtchen Valleby betreiben die Schulfreunde Lasse und Maja ihr Detektivbüro. Wer nun glaubt, in einer so idyllischen Stadt, wo fast jeder jeden kennt, gäbe es keine Schurken, der irrt sich gewaltig. Natürlich gibt es auch einen Polizeiinspektor, aber bei der Aufklärung der Schandtaten vor Ort ist er ganz auf Lasse und Majas Spürsinn angewiesen. Im ersten Fall kursieren jede Menge Blüten in den örtlichen Geschäften. Ja sogar im Klingelbeutel hat der Pastor falsche Scheine entdeckt. „Da kann man ja den lieben Herrgott gleich persönlich beklauen!“ Ganz klar, das ist ein Fall für Lasse und Maja, zumal die Spur in ihre Schule führt. Dass der Täter allen bekannt ist, macht die Sache besonders spannend.
Im zweiten Teil geht es um zwei wertvolle Gemälde, die aus dem örtlichen Museum verschwinden und um eine Mumie, die Angst und Schrecken verbreitet. Natürlich sind es wieder Lasse und Maja, die die richtigen Schlüsse ziehen. Kein Wunder, dass die Geschichten um die beiden pfiffigen Detektive viele begeisterte Leser finden! (ab 8)
[?] 
RACHEL WARD: Numbers – Den Tod im Blick. Aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn. Carlsen Taschen-buch (1151) 2012. 368 Seiten, 8,95 Euro .
Es ist faszinierend, dass Autoren von Fantasy- und Science-Fiction-Romanen bei der Fülle der Titel aus dieser Gattung noch immer etwas Neues einfällt. So ist die Idee, die Rachel Wards ihrem Debüt-Roman Numbers zugrunde legt, ungewöhnlich originell und trägt die packende Handlung bis zum dramatischen Ende des Romans. (Zwei Fortsetzungen sind bereits als Hardcover erschienen.) 
Es geht um Jem, die schon immer Zahlen sah, wenn sie anderen Menschen in die Augen schaute. Aber erst beim Tod ihrer Mutter begreift sie, dass diese Zahl das Datum des Todes bedeutet. Von da an geht Jem den Menschen aus dem Weg, um ihnen nicht in die Augen schauen zu müssen. Am glücklichsten ist sie an ihrem Lieblingsplatz am Kanal, ganz allein mit sich selbst. Aber jetzt hat ein Typ aus ihrer Schule ihren Platz entdeckt. Es ist der großmäulige, riesige „Spinne“, mit dem sie nichts zu tun haben will. Doch weil sie seine Zahl gesehen hat, die auf seinen baldigen Tod hinweist, lässt sie sich auf ihn ein. So lernt sie seine Großmutter kennen, eine ganz besondere alte Frau, die Jems Geheimnis durchschaut. Eine vorsichtige Freundschaft zwischen Jem und Spinne entwickelt sich, und die beiden Jugendlichen verbringen immer mehr Zeit miteinander. Doch als sie einen Ausflug zum Londoner Riesenrad machen, fällt Jem auf, dass alle Menschen dort in der Schlange die gleiche Zahl haben, das Datum des heutigen Tages. Etwas Furchtbares wird geschehen, und Jem drängt Spinne zur Flucht. Von der Brücke aus sehen sie die Bombenexplosion, und da sie beobachtet wurden, stehen sie unter Terrorverdacht. Es folgt eine dramatische Verfolgungsjagd durch England und eine zärtliche, für Jem verzweifelte Liebesgeschichte, denn Spinnes Zeit läuft ab.
Es ist diese Kombination von knisternder Spannung und sensibler Liebesgeschichte, die diesen Roman so packend und lesenswert macht, und die Jugendjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis so begeisterte, dass sie das Buch auf die Nominierungsliste 2011 setzte. (ab 13)
HILDE ELISABETH MENZEL
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Rezensentin Siggi Seuss findet, dass die Prämisse dieses Jugendromans von Autorin Rachel Ward durchaus Spannung verspricht: Ein junges, isoliert lebendes Mädchen sieht bei Begegnungen mit anderen Menschen deren Todesdatum. Mit der Umsetzung der Geschichte ist die Rezensentin aber nicht sonderlich zufrieden. Seuss versteht weder, was die Autorin mit ihrer Geschichte sagen will, noch, warum sie eine so fatalistische Haltung dem Schicksal gegenüber einnimmt. Da können auch die zugegebenermaßen gelungene Dramaturgie und der "nervenaufreibende Showdown" nicht mehr viel ausrichten. Siggi Seuss jedenfalls besteht darauf, dass ihre Zukunft noch nirgends festgeschrieben ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Eine begeisterte Leseempfehlung von mir!", imnamendererdbeere.blogspot.de, 20.05.2013