Marktplatzangebote
8 Angebote ab € 1,70 €

Bewertung von unbekanntem Benutzer

Wer sich für eine gesunde Ernährung interessiert, dem kann ich dieses Buch nur an`s Herz legen . Bei uns es war nach der Lektüre vorbei mit "Fertiggerichten" und "mal eben …


Produktdetails
  • Verlag: Droemer/Knaur
  • Seitenzahl: 320
  • Erscheinungstermin: 26. Februar 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 198mm x 123mm x 23mm
  • Gewicht: 384g
  • ISBN-13: 9783426276310
  • ISBN-10: 3426276313
  • Artikelnr.: 39925747
Autorenporträt
Hans-Ulrich Grimm, geboren im Allgäu, lebt in Stuttgart. Er war von 1989 bis 1996 Korrespondent des Nachrichtenmagazins Der Spiegel, ist seither freier Autor (u.a. für Stern, Geo, Neue Zürcher Zeitung und Zürcher Tagesanzeiger). Sein wichtigstes Werk 'Die Suppe lügt', in viele Sprachen übersetzt, gilt als Klassiker der modernen Nahrungkritik.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt:
1. Diskrete Welt-Macht:
Die Geschmacks-IndustrieÜber einen erstaunlich bescheidenen Konzern in New York. Wozu Bäcker einen Geheimdienst brauchen. Sinnestäuschung von früh bis spät, von Müsli bis Spinat. Jeden Tag ein Pfund Essen mit Geschmack aus der Retorte.

2. Organisierter Etikettenschwindel:
Das Kennzeichnungsrecht
Vom Segen der Natur:Über das Kunststück, australischen Sägespänen das"natürliche"Aroma von Erdbeeren zu entlocken. 12 = 600. Welch akrobatische Leistungen ein Etiketten-Poet vollbringen darf. Dichterische Freiheit und die unschöne Wahrheit.

3. Die Logik des Menüs:Über die Geschichte des Geschmacks
Das Dessert zum Schlußoder der komplizierte Weg zur Ordnung der Speisen bei Tisch. Ein Mann namens Maggi und die Segnungen der Chemie. Die Erfindung des Geschmacks und weshalb wir heute von allem eine härtere Dosis brauchen.

4. Das dressierte Kind:
Der Kampf um die Kleinen
Das Geheimnis des grünen Büschels. Kreuzberger Türkenkinder kennen ihre Kräuter.Warum Mickymaus für Maggi so wichtig ist. Mehr Horrorwerbung für Kinder! Zuckerkrank und knochenschwach: Die neuen Leiden der Kids.

5. Doppel-Blind-Versuche:
Die Ohnmacht staatlicher Kontrolleure
Warum ein Beamter einmal während der Arbeitszeit ein hochprozentiges Wässerchen brennen mußte. Der freundliche Herr aus Kanada kennt die verborgenen Geschmacksqualitäten australischer Sägespäne nicht. Je weniger Gift, desto schlimmer?

6. Geschmacks-Verirrung:
Die schleichende Legalisierung verbotener Metzgermethoden
Warum das Würstchen unter die Dusche darf. Weshalb Rauch neuerdings flüssig ist und wie das Etikett immer schön sauber bleibt. Endlich nimmt der Speck Rücksicht auf Natur und Nachbarn.

7. Die Suppe lügt:
Der Betrug am KörperÜber die Botschaft des Bratens an Hirn und Bauch. Das Essen als Fetisch. Fehlalarm im Verdauungstrakt: Weshalb der Geschmack eigentlich eine wichtige Aufgabe hat. Und wie das Warnsystem des Körpersüberlistet wird.

8. Dicker Hund:
Wohlgeschmack als Masthilfsmittel
Warum Katzen Whiskas wollen. Weshalb Herr und Hund sich zivilisatorisch angleichen. Und: Allergische Katzen können jetzt wieder Hoffnung schöpfen. Dick dank Aromen: Ein Bekenntnis der Geschmacksindustrie - und ein dürftiges Dementi.

9. Heimlich light:
Der unmerkliche Siegeszug des Süßstoffs
Weshalb saure Gurken bei Mastkuren sehr zu empfehlen sind. Warum Plastik für süße Gefühle sorgen kann. Vom Segen der Chemie:Über blühende Geschäfte mit Illusionen, gefälschte Studien und Schäden am Hirn.

10. Müll mit Maske:
Aus Abfall werden Lebensmittel
Die Metamorphose der Meeresbewohner: Wie sich ein Leuchtkrebs in ein Frankfurter Würstchen verwandeln kann. Wie aus Klärschlamm Gulasch wird. Und warum trotzdem alles lecker schmecken kann.

11. Der Schock-O-Riegel:
Versteckte Risiken für die Gesundheit
Weshalb für manche Menschen eine"Lila Pause"lebensgefährlich sein kann. Woran Sarah Redding, 17, so plötzlich gestorben ist. Der Doktor als Detektiv:Über die schwierige Suche nach den Krankheitsauslösern im Essen.

12. Das Geschmacks-Kartell:
Der Kampf der Giganten im Food-Business
Lebensmittelgeschäfte mit krimineller Note: Weshalb das amerikanische FBI einen Agenten ins Aroma-Milieu einschleusen mußte. Wie sich ein Bauchemie-Konzern ums Ei verdient gemacht hat. Functional Food: Die gesunden Rezepte der Pharma-Köche.

13. Lieber lecker:
Die Zukunft des Geschmacks
Wie ein ehrlicher Konzernlenker geballten Hausfrauenzorn auf sich lenkte. Weshalb die Tütensuppe eigentlich purer Luxus ist.Über die Werbung. Und endlich:Die Wiederkehr des Wohlgeschmacks.
Rezensionen
"Wer wissen will, was er in Wirklichkeit alles zu sich nimmt, sollte dieses Buch als Pflichtlektüre sehen. Aber Vorsicht: die Antwort ist erschreckend." wochenendspiegel.de, 01.10.2015

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 02.02.1998

Aromatherapie
Verhagelte Buchstabensuppe

Nein, meine Suppe ess' ich nicht! spricht der Rezensent und beendet die Lektüre angewidert auf Seite 47. Von einer Besprechung des Buches "Die Suppe lügt" kann im folgenden also keine Rede sein, denn eine Besprechung setzt mindestens vollständige Lektüre voraus, das zu besprechende Buch hat aber 189 Seiten. Sein Autor mag Verdienste erworben haben. Er beschäftigt sich mit einem neuen, mächtigen Industriezweig, der Aromastoffe für Lebensmittel produziert. Ohne solche Aromen gäbe es, folgt man dem Autor, offenbar keine industrielle Lebensmittelproduktion. In Deutschland, so liest man auf Seite 16, werden jährlich 15000 Tonnen dieser Substanzen verkauft, genug, um fünfzehn Millionen Tonnen Lebensmittel zu aromatisieren. Woraus sie hergestellt werden, wie sie den Geschmack beeinflussen und verderben, erfährt man in diesem vielgelobten Buch.

Vorausgesetzt, man bringt es fertig, die Buchstabensuppe, die Hans-Ulrich Grimm hier angerührt hat, zu sich zu nehmen. Das allerdings setzt einen verdorbenen sprachlichen Geschmackssinn voraus. Der Autor war bis vor einem Jahr "Spiegel"-Redakteur, und nun würzt er seine Suppe, wie er es in dieser journalistischen Großküche gelernt hat: mit einer Vielzahl krasser, künstlicher Aromen. Das Huhn heißt bei Grimme dementsprechend "Federvieh", Bazillen sind "kleine Gesellen", es wird nicht gegessen, sondern "restlos weggeputzt", Werbesprüche laufen ins Leere - und so weiter und so fort, jeder Satz ist ein neues Beispiel: wenn nicht für dumme Witze, grelle Bilder, achtlose Zerrsprache, dann für einen flapsigen Ton, der weder den Leser noch das Thema wirklich ernst nimmt. Für Grimmes Sprache gilt leider auch, was der Autor über die künstlichen Aromen in modernen Lebensmitteln sagt: "Der Esser wird, ohne es zu merken, zum Aroma-Abhängigen." Oder er merkt es eben und wird es nicht. VOLKER ZASTROW

Hans-Ulrich Grimm: "Die Suppe lügt". Die schöne neue Welt des Essens. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1997. 189 S., geb., 36,- DM.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr