Verbrechen und Strafe, 3 MP3-CD - Dostojewskij, Fjodor M.

38,45
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
19 °P sammeln

  • MP3 Audio CD

1 Kundenbewertung

Russland, 1860. Der verarmte Student Rodion Raskolnikow erschlägt kaltblütig eine alte Pfand-leiherin und deren Schwester. Wucherisch sei die eine, geistig zurückgeblieben die andere gewesen. Raskolnikow glaubt, "lebensunwertes" Leben vernichten zu dürfen. Dazu - der Notgroschen der Alten ist ihm mehr als willkommen. Als es nicht gelingt, ihn des Mordes zu überführen, scheint das Verbrechen perfekt. Doch Raskolnikow hat seine Rechnung ohne jene Regung gemacht, die den Menschen erst Mensch sein lässt - das eigene Gewissen. Voller Schuldgefühle fällt er in ein tiefes Delirium, an dessen Ende nur…mehr

Produktbeschreibung
Russland, 1860. Der verarmte Student Rodion Raskolnikow erschlägt kaltblütig eine alte Pfand-leiherin und deren Schwester. Wucherisch sei die eine, geistig zurückgeblieben die andere gewesen. Raskolnikow glaubt, "lebensunwertes" Leben vernichten zu dürfen. Dazu - der Notgroschen der Alten ist ihm mehr als willkommen. Als es nicht gelingt, ihn des Mordes zu überführen, scheint das Verbrechen perfekt. Doch Raskolnikow hat seine Rechnung ohne jene Regung gemacht, die den Menschen erst Mensch sein lässt - das eigene Gewissen. Voller Schuldgefühle fällt er in ein tiefes Delirium, an dessen Ende nur eines steht: der Wunsch, das eigene Verbrechen zu büßen.

Ungekürzte Lesung mit Sylvester Groth
3 mp3-CDs ca. 24 h 46 min
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Audio Verlag, Dav
  • Anzahl: 3 MP3 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 1486 Min.
  • Erscheinungstermin: 10. Februar 2017
  • ISBN-13: 9783742400505
  • Artikelnr.: 47018567
Autorenporträt
Fjodor Michailowitsch Dostojewskij, geboren 1821 in Moskau, zählt zu den bedeutendsten Autoren der Weltliteratur. Der Sohn eines Arztes besuchte 1838-1843 die Ingenieurschule der Petersburger Militärakademie. Nach kurzer Tätigkeit als technischer Zeichner im Kriegsministerium wurde er freier Schriftsteller. Wegen seiner Teilnahme an einem revolutionären Zirkel wurde er 1849 verhaftet und zu Zwangsarbeit und anschließendem Militärdienst in Sibirien verurteilt. 1859 kehrte er nach Petersburg zurück, »Verbrechen und Strafe« erschien 1866. Er setzte in den folgenden Jahren sein schriftstellerisches Schaffen mit »Der Spieler« (1868), »Der Idiot« (1868), »Die Dämonen« (1872), »Der Jüngling« (1875) sowie seinem vielleicht wichtigsten Werk neben »Verbrechen und Strafe«, dem Sozial- und Sittengemälde »Die Brüder Karamasow« (1879/80) fort. Nach ausgedehnten Reisen nach Deutschland, Frankreich, England und Italien starb er 1881 in Petersburg. Sylvester Groth, geboren 1958, ist Schauspieler
Rezensionen
Besprechung von 19.08.1996
1866
Fjodor Dostojewskis "Verbrechen und Strafe"

Der geradezu kindisch ungerechte Nabokov, den sein Freund Wilson bei solchen Gelegenheiten ganz vergeblich zur Vernunft der Erwachsenen mahnt, hat Dostojewski für einen drittklassigen Schriftsteller gehalten. Und von einer der für besonders grandios geltenden Szenen aus "Verbrechen und Strafe" - wie es inzwischen heißt - (wo Sonja die Hure dem Mörder Raskolnikow bei sibirischem Kerzenlicht etwas ziemlich Erbauliches aus der Bibel liest) hat Nabokov gemeint, sie suche an Stupidität ihresgleichen in der ganzen erzählenden Literatur. Darf man so ungerecht sein? Dostojewski, der von der Idee besessen war, Literatur sei zu wenig, wenn sie nur Literatur sei, hat seinen Lesern den sonderbaren Ruf verschafft, man dürfe gegen ihren Helden so wenig etwas sagen wie gegen das Idol einer religiösen Minderheit. Und ist nicht, wer sich so tausendseitig wie Dostojewski von der bohrenden Macht des schlechten Gewissens überzeugt zeigt, moralisch tiefer angelegt als jener, der, wie etwa Maugham (oder Ambler, oder ich), kühl die Welt betrachtet und feststellt, daß Übeltäter sehr viel weniger Gewissen haben, als die Freunde ihrer Opfer so gern glauben? Das Vorbeilesen an Dostojewski scheint dann darin zu bestehen, daß wir uns von ihm nicht dazu überreden lassen, im tiefsten und nur dem schärfsten (im Grunde göttlichen) Auge unverborgenen Innern unsrer Seelen jene Größe zu sehn, die auch der schlechteste Mensch habe. Unsern Blick scharf und göttlich zu machen, damit er sieht, wie enorm wir sind, das macht den mitreißenden Schwung dieses Romans aus. Nur, wenn wir am Ende womöglich doch nichts sehn, dann wollen wir uns nicht sagen lassen, unsre Seelen hätten eben nicht die Schwingen, die sie haben sollten. Nabokov wollte Schmetterlinge und Falter sammeln - du liebe Güte, was gehn denn die Schmetterlinge, was gehn denn die Falter die Abgründe an, die wir, die wir nicht einmal fliegen, nicht einmal flattern können, da unten in unsern bodenverhafteten Seelen haben sollen? (Fjodor Dostojewski: "Verbrechen und Strafe". Aus dem Russischen übersetzt von Swetlana Geier. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1996. 766 Seiten, br., 24,90 DM.) R.V.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr