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  • Format: ePub


Notabene 45, Kästners literarisches Tagebuch, nachträglich entstanden aus seinen Notizen, die er in der ersten Hälfte des Jahres 1945 anfertigte, ist eine sarkastische und messerscharfe, erschütterte und erschütternde Schilderung der letzten Monate der NS-Zeit und des Alltags in den Zeiten des schwierigen Neubeginns: ein einzigartiges Zeitdokument und ein zeitloser Aufruf zu Mitmenschlichkeit.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 1.56MB
Produktbeschreibung
Notabene 45, Kästners literarisches Tagebuch, nachträglich entstanden aus seinen Notizen, die er in der ersten Hälfte des Jahres 1945 anfertigte, ist eine sarkastische und messerscharfe, erschütterte und erschütternde Schilderung der letzten Monate der NS-Zeit und des Alltags in den Zeiten des schwierigen Neubeginns: ein einzigartiges Zeitdokument und ein zeitloser Aufruf zu Mitmenschlichkeit.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Atrium Verlag
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 01.08.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783037920282
  • Artikelnr.: 37496695
Autorenporträt
Erich Kästner, geboren am 23. Februar 1899 in Dresden, studierte nach dem Ersten Weltkrieg Germanistik, Geschichte und Philosophie in Leipzig. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann er als Theaterkritiker und freier Mitarbeiter bei verschiedenen Zeitungen. Ab Ende der 1920er Jahre verzeichnete er erste Erfolge mit den Gedichtbänden "Herz auf Taille" 1928, "Lärm im Spiegel" 1929 und "Gesang zwischen den Stühlen".
Mit dem Großstadtroman "Fabian" 1931 verfasste er einen der bedeutendsten sozialkritischen Romane der Weimarer Republik; daneben entstanden die Jugendbücher "Emil und die Detektive" 1929, "Pünktchen und Anton" 1932 sowie "Das fliegende Klassenzimmer 1933, die auch international zu großen Erfolgen wurden.
Im Jahre 1933 wurden seine Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt. Kästner erhielt hierauf totales Publikations- und Schreibverbot.
Von 1945 bis zu seinem Tode am 29. Juli 1974 lebte Kästner in München und war dort Mitbegründer des Kabaretts "Kleine Freiheit". Neben dem Schreiben von Romanen arbeitete er u.a. als Feuilletonchef der "Neuen Zeitung". 1957 erhielt er den Georg-Büchner-Preis.
Erich Kästner starb am 29. Juli 1974 in München.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 24.01.2013

Geisterjagd

"Wasser verwandelt sich bei großer Kälte und Hitze, der Mensch unter großem Druck. Dass er bis zur Unkenntlichkeit veränderbar ist, fällt nicht sofort auf, da er den aufrechten Gang und die gewohnten Gesichtszüge beibehält." Und das macht es besonders gruselig. Diese ersten, tastenden Versuche, das deutsche Charakterinferno intellektuell zu durchdringen, macht Erich Kästner am 15. Juni 1945. Sie ergreifen uns nicht nur, weil sie schlicht zutreffen, sondern weil wir durch Bombennächte auf sie zulaufen. In dieser Unmittelbarkeit besteht die Kraft von Tagebüchern, wie Kästner im Vorwort schreibt: Sie "präsentieren gewesenes Präsens". Auch Irrtümer und falsche Gerüchte seien daher beizubehalten. Einzig so könne sich ein Buch dieser Zeit angemessen nähern, die zu einem großen Roman nicht tauge, konstatierte der Autor bei der Erstveröffentlichung 1961. Zu Beginn sitzen wir mit dem "Asphaltliteraten" im Herzen der Finsternis, in Berlin, und hören es flüstern, dass die SS eine "blutige Abschiedsfeier" plane: "Auch mein Name stünde auf der Liste." Wir begleiten Kästner auf gefährlicher Fahrt durch das Land unter dem Vorwand, bei Filmaufnahmen gebraucht zu werden. Eine gesamte Geister-Crew hat es so ins Zillertal geschafft, wo man das Kriegsende abwartet. Kästner meidet die Opferrolle. Er rechnet ab. Allein die hier für die Ewigkeit aufbewahrten, aus dem Februar 1945 stammenden Richtlinienänderungen bei der Nähmaschinennadelversorgung inklusive Handhabungshinweisen für ein neues "Formblattschema" - ein hochkomisch zu lesender, bürokratischer Super-GAU, während das Land dem Komplettzusammenbruch entgegengeht - gleichen einem ins Herz der deutschen Gründlichkeit getriebenen Holzpflock. So erledigt man Vampire. (Erich Kästner: "Notabene 45". Ein Tagebuch. Atrium Verlag, Zürich 2012. 246 S., geb., 19,95 [Euro].)

oju

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