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4 Kundenbewertungen

Geschenkausgabe in hochwertiger Leinenausstattung, mit der Illustration von Walter Trier und dem handlichen Originalformat von 1936 Gedichte für jede Lebenslage. Ein unverwüstlicher Klassiker und ein unverzichtbares »Nachschlagewerk, das der Behandlung des durchschnittlichen Innenlebens« gewidmet ist - zeitlos, weise und höchst amüsant.…mehr

Produktbeschreibung
Geschenkausgabe in hochwertiger Leinenausstattung, mit der Illustration von Walter Trier und dem handlichen Originalformat von 1936
Gedichte für jede Lebenslage. Ein unverwüstlicher Klassiker und ein unverzichtbares »Nachschlagewerk, das der Behandlung des durchschnittlichen Innenlebens« gewidmet ist - zeitlos, weise und höchst amüsant.
Autorenporträt
Erich Kästner, 1899 in Dresden geboren, begründete gleich mit zwei seiner ersten Bücher seinen Weltruhm: >Herz auf Taille< (1928) und >Emil und die Detektive< (1929). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden seine Bücher verbrannt, sein Werk erschien nunmehr in der Schweiz im Atrium Verlag. Erich Kästner erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. den Georg-Büchner-Preis. Er starb 1974 in München.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 05.07.2003

DAS HÖRBUCH
Mit Inbrunst
Gert Fröbe macht sich über die Hausapotheke her
„Einmalige, historische Amateuraufnahme aus dem Jahr 1988” heißt es auf dem Hörbuch „Gert Fröbe liest aus Doktor Erich Kästners Lyrischer Hausapotheke” anpreisend und entschuldigend zugleich. Tatsächlich gewinnt man anfangs den Eindruck, ein Besucher des „Kursanatoriums Ambach”, wo Fröbe wenige Tage vor seinem Tod im August 1988 auftrat, habe die Darbietung manuell in eine Schellackplatte geritzt. Hat man sich allerdings an das Verhuschte, Volksempfängerhafte der Aufnahme gewöhnt, ist jedes Wort zu verstehen. Sonst bleibt noch das Beiheft, in dem Kästners Gedichte dankbarerweise abgedruckt sind.
Ja, eigentlich passt das Klangbild recht gut zum historischen Umfeld der „Hausapotheke”, den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, als „Der Streichholzjunge” seine Familie durchbringen muss und Maskenbälle erstmals von „Jazzkapellen” begleitet werden. Entsprechend schlägt der Klavierbegleiter Fröbes, Walter Sahm, vergnüglich-schwermütige Salonmusik der 20er Jahre an.
Fröbes Lesung ist völlig unbefangen und von beeindruckender Vitalität und Beweglichkeit. Den betrunkenen Schauspieler in „Hamlets Geist” rülpst er mit einer Inbrunst, die ihresgleichen sucht, das „Hotelsolo für eine Männerstimme” hingegen, die Klage eines Verlassenen, weiß er still vor sich hinzujammern. Klug wiegt er einzelne Textpassagen gegeneinander ab, verschärft über Strophen hinweg das Tempo, um dann wieder einzelne Verse ruhig atmen zu lassen. Den Sachsen hört man ihm an keiner Stelle an, einzig mit „Frau Großhennig schreibt an ihren Sohn” erweist er seiner Heimat, die auch Erich Kästners war, seine Referenz. Gestochenes Hochdeutsch wäre hier wohl fehl am Platz: „Ach, Krauses älteste Tochter hat kürzlich ein Kind gekriegt!/ Wer der Vater ist, weiß kein Mensch. Und sie soll es selber nicht wissen./ Ob denn das wirklich bloß an der Gymnasialbildung liegt?”
TOBIAS LEHMKUHL
ERICH KÄSTNER: Lyrische Hausapotheke. Gelesen von Gert Fröbe. Kein und Aber Verlag, Zürich 2003. 1 CD, 34 Minuten, 17,50 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Herausgeber Salomon Korn hat die Rezension geschrieben. Er fragt sich zunächst, weshalb es ausgerechnet die Lyrik Erich Kästners war, die für das Ehepaar Reich-Ranicki im Warschauer Getto von so grosser Bedeutung war, und nicht etwa die "erhabene Lyrik" etwa von Eichendorff oder Rilke. Er erklärt sich dies so, dass Kästner in seiner "Lyrischen Hausapotheke" die Sorgen des Alltags benennt und gerade dieses Benennen möglicherweise geholfen hat, die Last einen Hauch erträglicher zu machen. Besonders aufschlussreich ist für ihn dabei sowohl die Auswahl Marcel Reich-Ranickis von 1941, wie auch die Anstreichungen von Tosia Reich-Ranickis aus der Zeit nach dem Krieg. Dies lasse einen Einblick in die jeweile "Seelenlage" zu. Tosia Reich-Ranicki bestätigt dies indirekt mit ihrer Anmerkung, dass sie sich bisweilen "`seelischen Nachhilfeunterricht von Erich Kästner`" erhofft hatte. Korn zeigt sich in seiner Rezension spürbar bewegt von dieser Faksimile-Ausgabe und der Geschichte dieses Heftes. Wichtig sei jedoch, dass man es nicht wörtlich, sondern vor allem "atmosphärisch" lese.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Schon der Text ist weitgehend zeitlos und aktuell. Das Ganze eine wunderschöne bibliografische Kostbarkeit. Und Recht hat er meistens, der alte Kästner.« nds - Die Zeitschrift der Bildungsgewerkschaft, 6/12