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¿Chemda Horovitz liegt in ihrem Bett und blickt mit schwindendem Bewusstsein auf ihr Leben zurück. Sie denkt an ihre Kindheit im Kibbuz, an ihre Ehe und ihre zwei Kinder, von denen sie eines zu sehr und das andere zu wenig liebte. Ihr geliebter Sohn Avner ist zu einem Mann herangewachsen, dessen Erfolg als Anwalt ihn nicht von seiner tiefen Verbitterung erlösen kann. Er verfällt einer geheimnisvollen Frau, die seine Liebe nicht erwidert. Chemdas Tochter schenkt alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Als diese sich immer weiter von ihr entfernt, entsteht in ihr das mächtige Verlangen, ein…mehr

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Produktbeschreibung
¿Chemda Horovitz liegt in ihrem Bett und blickt mit schwindendem Bewusstsein auf ihr Leben zurück. Sie denkt an ihre Kindheit im Kibbuz, an ihre Ehe und ihre zwei Kinder, von denen sie eines zu sehr und das andere zu wenig liebte. Ihr geliebter Sohn Avner ist zu einem Mann herangewachsen, dessen Erfolg als Anwalt ihn nicht von seiner tiefen Verbitterung erlösen kann. Er verfällt einer geheimnisvollen Frau, die seine Liebe nicht erwidert. Chemdas Tochter schenkt alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Tochter. Als diese sich immer weiter von ihr entfernt, entsteht in ihr das mächtige Verlangen, ein Kind zu adoptieren und noch einmal von vorne zu beginnen. Doch der Widerstand ihrer Familie treibt sie in eine Sackgasse. Sie kann den Traum nicht überwinden, der das zu sprengen droht, was er eigentlich retten soll: ihre Familie. In Für den Rest des Lebens erzählt Zeruya Shalev von den elementaren Kräften zwischen Eltern und Kindern, von Wut, Enttäuschung und Sehnsucht, von Verletzungen und Liebe und davon, wie sich die Familienbande als stärker und beständiger erweisen als alles Sehnen und Streben, diese zu zerschneiden, und stärker als alle Kräfte, die uns trennen.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Berlin Verlag
  • Seitenzahl: 528
  • Erscheinungstermin: 21.01.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783827075437
  • Artikelnr.: 37492118
Autorenporträt
Zeruya Shalev, 1959 in Israel geboren, studierte nach ihrer Militärzeit Bibelwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem. Sie arbeitet als Schriftstellerin und Verlagslektorin. Ihre Romane wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. 2012 erhielt sie für ihr literarisches Gesamtwerk den "Welt"-Literaturpreis.Seit 1993 ist sie mit dem Schriftsteller und Journalisten Eyal Megged verheiratet. Zeruya Shalev lebt mit ihrem dritten Mann, zwei Kindern aus verschiedenen Ehen und einem Adoptivkind in Jerusalem. Am 29. Januar 2004 wurde sie dort bei einem Anschlag eines Selbstmordattentäters erheblich verletzt.
Rezensionen
"Die Botschaft dieses literarisch und psychologisch so kunstvollen wie süffig zu lesenden Textes: So schwierig das Leben auch insgesamt sein mag, so große Fehler wir auch machen, so viele Wiedersprüche wir aushalten und so viele Schläge und Niederlagen wir einstecken müssen: Nichts ist starr in diesem Leben; Veränderung ist möglich. Und damit die Hoffnung.", Süddeutsche Zeitung Extra, 13.09.2012

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 27.09.2012

Familienglück
Zeruya Shalev in Frankfurt

Eine alte Frau denkt an ihr Leben zurück, ein Mann fühlt sich in seiner Ehe gefangen, eine Frau wünscht sich ein zweites Kind. Drei Alltagssituationen, die Zeruya Shalev in ihrem vierten Roman zueinander in Beziehung setzt. Im Gespräch mit Felicitas von Lovenberg, Leiterin der Literaturredaktion dieser Zeitung, stellte Shalev "Für den Rest des Lebens" nun im Frankfurter Literaturhaus vor. Das im Januar erschienene Buch handelt von einer Frau, die bereit ist, für die Adoption eines kleinen Jungen das Glück ihrer Familie zu riskieren. Ist am Klischee der klammernden jüdischen Mutter also etwas dran? Es stimme schon, sagt Shalev, die jüdische Mama erwarte von ihren Kindern viel und lasse einfach nicht los. Das habe einen einfachen Grund. "Familie hat in Israel eine andere Bedeutung als in Europa. Die allgegenwärtige existentielle Bedrohung lässt Familien enger zusammenrücken, das hat nicht unbedingt etwas mit Liebe, sondern auch mit Sorge und Angst zu tun."

In Shalevs Roman - die deutschen Passagen liest Maria Schrader - hält Dina bis zum Ende des Buches an ihrer Entscheidung fest, einen kleinen sibirischen Jungen zu adoptieren. Die Entwicklung der Geschichte hat die Autorin überrascht, ursprünglich sollte das Buch nicht mit der Adoption enden. "Dinas Willen war stärker als meiner", sagt Shalev. "Ich musste ihr den Wunsch nach einem Sohn einfach erfüllen, obwohl ich das am Anfang nicht vorhatte. Aber sie hat mich in diese Richtung gedrängt." Charaktere besäßen eine eigene Kraft, die sie auf den Autor wirken ließen, um ihm den Weg zu weisen. Neben den Figuren hat aber auch Shalevs Heimat Einfluss auf den Roman genommen, ein Werk, das von Konflikten handelt, die unüberwindlich scheinen. "Es ist das israelischste meiner Bücher."

REBECCA ROTH

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 11.02.2012

Adoption als Erlösung
In ihrem neuen Roman „Für den Rest des Lebens“ errichtet die israelische Autorin Zeruya Shalev das Denkmal einer Mutter
Bruder und Schwester in der Mitte des Lebens, dazu ihre alte Mutter, die im Sterben liegt, das sind die drei Hauptfiguren des neuen Romans von Zeruya Shalev, die für die Wucht ihrer Sprache bekannt ist. Krisen und Tabubrüche sind das Thema der 1959 geborenen Israelin. In „Liebesleben“ erzählte sie von der erotischen Leidenschaft einer jungen Frau, die sich in eine Affäre mit einem älteren Mann stürzte, der ein Freund ihres Vaters und der frühere Geliebte der Mutter war. „Mann und Frau“, der zweite Roman ihrer Trilogie über die moderne Liebe, erzählte vom Auseinanderbrechen einer Ehe, mit rasender Wut, Schleifen voller Hass und wieder aufflammender Liebe. „Späte Familie“ schilderte den täglichen Kampf einer Patchworkfamilie mit alten Abhängigkeiten und neuen Problemen. Alle drei Romane waren die reinsten Kraftwerke: groß, stark und ungerecht, erzählt aus der Ich-Perspektive einer Frau.
„Für den Rest des Lebens“ ist anders. Das liegt zum einen an den drei Innenperspektiven, in die Zeruya Shalev mit dem Stilmittel der erlebten Rede abwechselnd eintaucht. Dieser Roman will gerechter sein, vielstimmiger und versöhnlicher als die bisherigen Bücher. Und es liegt zum anderen daran, dass die zentrale Krise abgepolstert wird durch Nebenschauplätze. Das ist einleuchtend. Denn es geht um eine Krise, über die man eigentlich nicht spricht. Dina ist in den Wechseljahren und reagiert darauf, wie ihr Mann Gideon zugeben muss, ziemlich originell: Sie will ein Kind adoptieren.
Mit all seiner Absonderlichkeit ist dieser Wunsch das Zentrum des Romans. Die Szenen, die um ihn kreisen, sind die stärksten des Romans: Wie Dina heimlich am Computer sitzt und sich mit anderen Frauen austauscht. Wie sie ihrem Mann vorsichtig die Idee nahebringt. Wie Gideon es zunächst mit Vernunft versucht: Sie habe doch bereits eine Tochter, könne, wenn Nizan bald aus dem Haus sei, ihre Dissertation fertigschreiben, die neue Zweisamkeit genießen, mit ihm auf Reisen gehen. Und wie sein Ton langsam schärfer wird: Sie sei nicht ganz normal, das habe er immer schon gewusst! Sie zerstöre eine glückliche Familie! Warum sie sich keinen Liebhaber nehme, wenn er ihr nicht genüge? Alles sei besser als ein Kind!
Auch die Tochter, ein ebenso zartes wie zielstrebiges Geschöpf, reagiert mit blankem Entsetzen. Sie solle ausgetauscht werden, einfach ausgetauscht, nur weil sie sich langsam von der Mutter löse! Solche Szenen wiederholen sich, immer und immer wieder, und Zeruya Shalev ist hier ganz auf der Höhe ihrer Kunst. Der Leser wird durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, in steten Schleifen, auf und ab. Lange ist er auf der Seite Gideons, zittert mit, wenn die beiden miteinander ins Bett gehen und alles gut zu laufen scheint, bis sie die Intimität unterbricht und von vorne anfängt. Als Gideon sie zur Feier ihres sechsundvierzigsten Geburtstags in ein Hotel am Schwarzen Meer einlädt, scheint alles perfekt. Und schon geht es wieder los. Nicht einmal, als er ihr droht, er werde sie verlassen, kommt sie zur Vernunft. Dann werde sie ihr Projekt eben alleine durchziehen!
Mit der Zeit aber ist der Leser seiner Sache nicht mehr ganz so sicher. Das Verständnis für Gideon, einen erfolgreichen Fotografen, nimmt nicht unbedingt ab. Aber das Verständnis für Dina, die an einem College Geschichte lehrt, wächst. Und wenn sie recht hätte? Wenn es wirklich, wie sie sagt, Menschen gibt, die Freiheit brauchen, und andere wie sie, denen Liebe und Nähe am wichtigsten sind? Und vielleicht kann sie ja tatsächlich einem Kind helfen? Ist es nicht ein Akt der Nächstenliebe, wenn eine Frau diesen Schritt wagt? Und was ist mit Naomi, ihrer Freundin, die im gleichen Alter ein viertes Kind geboren hat?
Doch die Kunst, familiäre Konflikte so weit auf die Spitze zu treiben, dass sie die Grundfesten unserer Überzeugungen erschüttern, ist Zeruya Shalev dieses Mal nicht genug. Als würde sie den Motiven Dinas nicht trauen, umgibt sie ihre Heldin mit einer Familiengeschichte, die ihr Vorhaben erklärt und überhöht, bis es sakrale Züge annimmt.
Anders als ihr jüngerer Bruder Avner hat Dina die Mutterliebe, die sie zu geben wünscht, niemals am eigenen Leib erfahren. Sie kam auf die Welt, als ihr Großvater starb. Für ihre Mutter verband sich die Geburt der Tochter mit dem Tod des eigenen Vaters. Und schon Chemda Horowitz selbst kannte keine Mutterliebe. Ihre Eltern gehörten zur ersten Kibbuz-Generation. Die Mutter arbeitete in der Stadt oder war auf Reisen, um Geld für den Kibbuz aufzutreiben. Sie kam nur manchmal als schicker Gast zu Besuch, während der Vater das kleine Mädchen aufzog und ihm die Verträumtheit austrieb, um es zu einem tatkräftigen Mitglied der Gemeinschaft zu formen.
Zeruya Shalev legt die alte Chemda Horowitz gleich am Anfang des Romans aufs Sterbebett, und gibt ihr die bange Ahnung mit, selbst zum Sterben sei „ein gewisses Maß an Liebe“ nötig. Sie muss nun fünfhundert Seiten lang immer wieder in ihre Erinnerungen hinabtauchen, um jene Geschichten zu erzählen, die sie bisher unterdrückte. So liegt sie im kleinsten Zimmer ihrer Jerusalemer Wohnung, ein zartes Häufchen aus Haut und Knochen, zu dem mal die Enkelin, mal die Tochter unter die Decke kriecht, um dort den Trost zu finden, den eine Mutter geben kann, wenn sie einfach nur daliegt, statt ständig durch die Gegend zu sausen. Am Ende ist Chemda ein geradezu erleuchtetes Wesen geworden, das ihrer Tochter in Gedanken Geleitschutz geben kann. Als Dina in einem sibirischen Kinderheim ihren Adoptivsohn in Empfang nimmt, erfährt sie, dass ihre Mutter soeben gestorben ist.
Auch ihr Bruder Avner, ein Rechtsanwalt, der sich für Menschenrechte engagiert und sich besonders für die Beduinen einsetzt, wird gleich zu Beginn des Romans auf Liebe eingeschworen. Als seine Mutter nach einem Sturz ins Krankenhaus kommt, beobachtet er ein Paar. Der Mann ist sterbenskrank, die Frau beugt sich über ihn. Beide leuchten förmlich vor Liebe. Das Bild erweckt in ihm eine so starke Sehnsucht, dass er nicht nur herausbekommen will, wer die beiden sind, sondern sein Leben umkrempelt. Er verlässt seine Familie und begibt sich auf die Suche nach Liebe.
Zeruya Shalev und David Grossman waren lange Zeit dafür bekannt, ihre Romane gegen das Eindringen des Politischen abzuschotten. Beide verteidigten das Recht eines jeden Menschen auf eine private Sphäre, auch und gerade in einem Land wie Israel. Die Kraft ihrer Romane hatte immer auch damit zu tun, dass die familiären Konflikte den politischen Konflikten abgetrotzt waren, zu denen sie gleichwohl eine allegorische Beziehung unterhalten konnten. Wie David Grossman in seinem großen Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“ zeigt nun auch Zeruya Shalev, die 2004 bei einem Bombenattentat verletzt wurde, dass in Israel selbst die privatesten Beziehungen von der politischen Situation geprägt sind. Doch während es Grossman gelingt, die Verletzlichkeit des Menschen auf eine allgemeingültige Weise darzustellen und zugleich begreiflich zu machen, was es heißt, in Israel zu leben, wirkt der neue Roman von Zeruya Shalev in dieser Hinsicht merkwürdig hilflos. Sowohl der Erzählstrang um Chemda, in den die Geschichte Israels eingeflochten ist – von der Kibbuz-Bewegung, über die Trockenlegung des Chulasees, bis hin zur Nivellierung des Hebräischen durch europäische Immigranten –, als auch der um Avner, der die politische Wirklichkeit der Gegenwart integrieren soll, werden allzu deutlich in den Dienst von Dinas Adoptionsvorhaben genommen. Bald geht es nur noch um eines: um die Liebe als Allheilmittel.
In all ihren Büchern bedient sich die Bibelwissenschaftlerin Zeruya Shalev biblischer Motive. Hier sind sie nicht nur Stilelemente erzählerischer Pracht, sondern zielen auf religiöse Erlösung. Einem Roman schadet es jedoch, wenn man ihn in Liebe ertränkt, und sei es die Liebe einer Mutter. Als Dina von Chemdas Tod erfährt, legt sie die Hand auf den geschorenen Kopf des sibirischen Jungen. Fast sieht man den Heiligenschein, wenn sie sagt: „Wir werden ihn Chemdat nennen.“ Die Adoption wird zur Apotheose.
MEIKE FESSMANN
ZERUYA SHALEV: Für den Rest des Lebens. Roman. Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler. Berlin Verlag, Berlin 2012. 521 Seiten, 22,90 Euro.
Dieser Roman will gerechter sein,
vielstimmiger und versöhnlicher
als die bisherigen Bücher Shalevs
Wenn die Geschichte Israels in den Dienst der These genommen wird, Liebe sei ein Allheilmittel, liegt die Apotheose nah: Mutter mit Kind an der Klagemauer in Jerusalem. Foto: Regina Schmeken
Zeruya Shalev
Foto: laif
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