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Caryl Lewis

1. Wenn die Bienen schweigen

Wenn die Bienen schweigen

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

836

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Aileen Wrozyna

Spieldauer

8 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

155

Verlag

Argon Kinder- und Jugendhörbuch

Übersetzt von

Anu Stohner

Sprache

Deutsch

EAN

9783732490837

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

836

Gesprochen von

Aileen Wrozyna

Spieldauer

8 Stunden und 5 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

16.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

155

Verlag

Argon Kinder- und Jugendhörbuch

Übersetzt von

Anu Stohner

Sprache

Deutsch

EAN

9783732490837

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  • queck

    4/5

    12.07.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Was, wenn sie eines Tages wirklich schweigen?

    Das Buch lässt sich leicht lesen und regt definitiv zum Nachdenken an. Auch heute spricht man schon vom Bienensterben. Was wird sein, wenn es wirklich so kommt. Die Menschen werden die Pflanzen tatsächlich von Hand bestäuben müssen, weil sie sonst verhungern. Aber werden sie rechtzeitig reagieren? Eigentlich möchte ich gar nicht darüber nachdenken. Aber, genau das ist das Problem! Man darf die Augen nicht davor verschließen. Grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es mir etwas an Tiefe gefehlt hat. Es zeigt, dass man durch Freundschaft und Zusammenhalt mehr erreichen kann, als man denkt. Aber auch, dass die Menschen, die eine gewisse Macht haben, diese immer ausnutzen werden. Meine persönliche Meinung ist, dass die gleichzeitige Nutzung von Gegenwartsform und Ichform einer Geschichte immer etwas von der Spannung nimmt. Das habe ich auch hier so empfunden. Aber vielleicht ist das nur mein Empfinden.

  • Bewertung

    5/5

    20.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Intensive, anregende Dystopie für Jugendliche

    Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt immer weiter aus dem Gleichgewicht. Um die Obstplantagen überhaupt noch bewirtschaften zu können, werden Mädchen bereits im Kindesalter in Camps gebracht und dazu gezwungen, Blüten per Hand zu bestäuben. Bildung, Kunst und Selbstbestimmung spielen längst keine Rolle mehr. Auch Jess lebt in einem dieser Lager. Doch sie erinnert sich an die Geschichten ihrer Mutter und weiß, dass ein Pinsel für weit mehr geschaffen wurde, als Blüten zu bestäuben. Als sie beginnt, ihre Kreativität auszuleben, setzt sie ungewollt etwas in Bewegung, das sich schon bald nicht mehr aufhalten lässt. "Wenn die Bienen schweigen" greift eine Thematik auf, die erschreckend aktuell wirkt. Das Aussterben der Bienen bildet dabei zwar den Ausgangspunkt der Geschichte, doch schnell wird deutlich, dass der Roman weit mehr erzählen möchte als eine klassische Klimadystopie. Vielmehr beschäftigt er sich mit den Folgen gesellschaftlicher Rückschritte, mit Unterdrückung, Machtmissbrauch und der Frage, wie viel Freiheit Menschen bereit sind aufzugeben, wenn Angst ihren Alltag bestimmt. Gerade diese Verbindung aus Umweltkrise und gesellschaftlicher Entwicklung empfand ich als ausgesprochen gelungen, weil sie niemals konstruiert wirkt, sondern eine bedrückende Konsequenz des geschilderten Szenarios darstellt. Dabei schlägt Caryl Lewis überraschend ruhige Töne an. Wer eine actionreiche Dystopie erwartet, dürfte zunächst etwas Geduld brauchen. Die Geschichte entwickelt sich behutsam und setzt weniger auf spektakuläre Wendungen als auf ihre Atmosphäre und die schleichende Erkenntnis, wie tief sich das System bereits in das Leben der Menschen eingegraben hat. Genau darin liegt für mich allerdings eine der größten Stärken des Romans. Die sanfte, stellenweise fast melancholische Erzählweise entfaltet ihre volle Wirkung erst nach und nach. Je weiter ich gelesen habe, desto beklemmender wurde die Geschichte und desto häufiger habe ich mich dabei ertappt, einzelne Szenen noch lange nachwirken zu lassen. Besonders überzeugt hat mich Jess als Protagonistin. Obwohl sie erst dreizehn Jahre alt ist, wirkt sie erstaunlich reflektiert, ohne dabei überzogen erwachsen zu erscheinen. Ihre Neugier und ihre kreative Art machen sie zu einer Figur, mit der ich gerne Zeit verbracht habe. Vor allem mochte ich, dass ihr Widerstand nicht aus blinder Rebellion entsteht, sondern aus dem Wunsch heraus, sich ihre Menschlichkeit zu bewahren. Gerade die kleinen Momente, in denen sie sich an Geschichten, Farben oder die Natur erinnert, verleihen ihr eine inspirierende Stärke, die nie aufgesetzt wirkt. Auch die übrigen Figuren fügen sich stimmig in die Geschichte ein. Freundschaften, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung spielen eine wichtige Rolle, ohne dabei den ernsten Grundton des Romans aufzuweichen. Gleichzeitig wird immer wieder deutlich, wie sehr Angst und Kontrolle das Verhalten der Menschen bestimmen. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, in der selbst kleine Gesten der Menschlichkeit plötzlich eine enorme Bedeutung bekommen. Insgesamt ist "Wenn die Bienen schweigen" eine eindringliche Dystopie, die weniger durch große Action als durch ihre Atmosphäre, ihre wichtigen Themen und ihre kluge Protagonistin überzeugt. Wer Geschichten schätzt, die zum Nachdenken anregen, dabei aber dennoch durchgehend spannend bleiben und lange nach dem Zuklappen des Buches im Kopf nachhallen, sollte sich diesen Roman unbedingt näher ansehen. 5/5 Sterne

  • Kati

    5/5

    19.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Erschreckende Dystopie

    Mein Mann sollte für mich das Buch lesen, er brach nach 50 Seiten ab, weil es ihm schlechte Laune bereitete. Diese „schlechte Laune“ kann man als erschreckendes mögliches Szenario einer Welt beschreiben, in der es keine Bienen mehr gibt, keine Jahreszeiten und wo Bäume und Pflanzen von Mädchen per Hand bestäubt werden müssen. Die Mädchen leben in Camps, wo sie tagein, tagaus diese harte Arbeit verrichten. Mit den Protagonisten Jess und Cass erlebt man als Leser einen trostlosen Alltag und es wird deutlich, dass die vorangegangenen Generationen die Erde kaputt gemacht haben. Dieses Szenario einer Welt wie sie aufgrund des fortgeschrittenen Klimawandels aussehen könnte ist äußerst bedrückend und das Buch schafft es, dass es sehr lange nachhallt und zum Nachdenken anregt. Auch wenn es am Ende zu einem kleinen, feinen Lichtblick kommt.

  • Bewertung

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    tiefgehend

    Wie das Cover und der Titel schon vermuten lässt geht es in dem Buch um die Folgen wenn keine Bienen mehr existieren. Folglich müssen die Mädchen ab 11 in ein Camp um die Blüten per Hand zu bestäuben. Die Jungen hingegen müssen quasi "klassisch" zum Militär. Das ist aber quasi nur die Aufhänger des Buches. Das Buch geht so viel tiefer. Es hat mich komplett überzeugt. Es geht um ein patriarchales System, Ungleichheit, Zwang, Klimawandel, gesellschaftliche Zerstörung, politische Macht... Ich finde es wirklich Hammer mäßig umgesetzt. Das ganze setting. Die Figuren und deren Charakterisierung sind sehr sehr gut gelungen. Ein Buch was (leider) erschrecken realistisch ist. Ich würde mir wünschen dass mehr Menschen (vor allem Menschen in der Politik) dieses Buch lesen und verstehen was für weitreichende Folgen das Aussterben der Bienen haben würde. Was realistisch passieren kann wenn wir so weiter machen wie bisher. Wirklich ein sehr tolles Buch das ich nur empfehlen kann. Wenn auch keine leichte Lektüre.

  • antjep78

    aus Haldensleben

    5/5

    16.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn die Welt ganz leise verstummt…

    „Die Welt endete Jahre, bevor es irgendjemand bemerkte, und es geschah in vollkommener Stille.“ Es gibt Bücher, die man liest. Und dann gibt es Bücher, die sich leise in die Seele schleichen und dort noch lange nach der letzten Seite bleiben. „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Selten hat mich eine Dystopie so tief berührt. Nicht, weil sie mit spektakulären Katastrophen oder atemloser Action schockiert, sondern weil ihr Horror erschreckend still ist. Der Untergang beginnt nicht mit Explosionen, sondern mit dem Verstummen der Bienen und mit ihnen verschwindet nach und nach alles, was unsere Welt lebenswert macht. Jess’ Geschichte hat mich vom ersten Moment an nicht mehr losgelassen. Sie lebt in einer Welt, in der Hoffnung systematisch ausgelöscht wird. Tag für Tag bestäubt sie Blüten von Hand, gefangen in einem grausamen System, das Menschen zu Werkzeugen degradiert. Besonders erschütternd fand ich, dass selbst die Pinsel aus Menschenhaar gefertigt werden – ein kleines Detail, das die Entmenschlichung dieser Gesellschaft auf beklemmende Weise greifbar macht. Und dennoch ist dieses Buch keine Geschichte der Hoffnungslosigkeit. Es erzählt davon, wie Kunst, Erinnerungen und Menschlichkeit selbst unter den dunkelsten Umständen weiterleben können. Der Moment, in dem Jess mit den Farben an den grauen Mauern etwas erschafft, das niemand mehr aufhalten kann, hat mich tief bewegt. Manchmal reicht ein einziges Bild, um Widerstand zu entfachen. Caryl Lewis schreibt mit einer leisen, beinahe poetischen Sprache, die einen Satz für Satz einfängt. Gerade weil sie auf große Dramatik verzichtet, entfalten viele Szenen eine unglaubliche Wucht. Die wechselnden Zeitebenen, Jess’ Erinnerungen an ihre Familie und an die Welt vor dem Zusammenbruch, haben mein Herz immer wieder schwer werden lassen. Sie zeigen nicht nur, was verloren gegangen ist, sondern auch, warum es sich lohnt, darum zu kämpfen. Was mich allerdings am meisten zurückgelassen hat, war ein Gefühl, das ich kaum abschütteln konnte: Verachtung. Verachtung für all jene, die aus der Not anderer Profit schlagen. Für Menschen, die Macht über Mitgefühl stellen und Leid als Mittel zum eigenen Vorteil nutzen. Gerade weil diese Geschichte in vielen Momenten erschreckend real wirkt, hallt dieser Gedanke noch lange nach. „Wenn die Bienen schweigen“ ist für mich weit mehr als eine Dystopie. Es ist eine eindringliche Mahnung darüber, wie zerbrechlich unsere Welt ist und wie wichtig Mitgefühl, Erinnerungen und Menschlichkeit bleiben, selbst dann, wenn alles andere verloren scheint. Dieses Buch hat mich bewegt, traurig gemacht, wütend werden lassen und gleichzeitig Hoffnung geschenkt. Es ist leise, poetisch und unglaublich kraftvoll. Ein absolutes Herzensbuch und für mich ein ganz klares Highlight.

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