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Elena Fischer

1. Wirf einen Schatten

Wirf einen Schatten

Gesprochen von
133

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

1301

Gesprochen von

Johann von Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696653

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

1301

Gesprochen von

Johann von Bülow

Spieldauer

8 Stunden und 6 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

22.07.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

32

Verlag

Diogenes Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696653

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn das Leben plötzlich an die Tür klopft

    Manchmal kommt ein Buch daher, das gar nicht laut sein muss, um Eindruck zu hinterlassen. „Wirf einen Schatten“ ist genau so ein Roman. Elena Fischer erzählt von Joseph, einem Mann, der auf seinem Hof feststeckt, während ihm längst alles wegrutscht. Seine Einsamkeit, alte Verluste und seine Sprachlosigkeit haben sich tief eingenistet. Beim Lesen möchte man ihn manchmal schütteln und versteht ihn gleichzeitig. Dann steht Birdie vor seiner Tür und plötzlich kommt Bewegung in diese festgefahrene Welt. Was daraus entsteht, ist keine kitschige Rettungsgeschichte, sondern eine leise, menschliche Annäherung. Ada mochte ich. Sie bringt Wärme in eine Geschichte, die stellenweise schwer auf der Brust liegt. Die kleinen Momente bleiben hängen. Ich mochte, dass hier niemand einfach nur gut oder böse ist. Die Figuren tragen ihre Vergangenheit mit sich herum und müssen entscheiden, ob sie darin wohnen bleiben wollen. Fischer schreibt klar und angenehm, ohne großes Theater. Ein paar Längen gibt es, manches wirkte zu passend. Trotzdem hat mich die Geschichte erwischt. Kein Buch für den schnellen Adrenalinkick, sondern eines, das sich langsam unter die Haut schiebt und im Kopf bleibt.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Suchen und Finden

    Seit seine Frau Lis ihn zusammen mit dem gemeinsamen Sohn verlassen hat und in die Stadt gezogen ist, fühlt sich Joseph wie von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einsamkeit ist erdrückend, das Leben auf dem Hof erscheint ihm nicht mehr lebenswert. Als plötzlich und unerwartet die neunzehnjährige Birdie vor der Tür steht, die auf der Flucht vor ihrer Familie ist, erwacht Joseph ein bisschen aus seiner Lethargie. Die Wege von Joseph, Birdie sowie Ada, der älteren Schwester von Lis, der sich Joseph sehr verbunden fühlt, kreuzen sich immer wieder, aber dennoch ist Joseph wie gehemmt, wenn es um seine Zukunft geht. - »Sie dämmern durch die Tage, rauschen durch die Nächte, verstopfen ihre Ohren mit Wachs, verschließen ihre Herzen. Sie wissen nicht, wie sie dieses Leben weiterleben sollen, wie sie die Familie sein sollen, die in ihrer Vorstellung existiert.« (Seite 110) - Fast drei Jahre ist es her, dass ich das Debüt von Elena Fischer mit dem schönen Titel »Paradise Garden« gelesen habe. Nun war es endlich soweit und es erschien ein weiterer Roman, auf den ich seither sehnsüchtig gewartet hatte. Ein Bauer ist der stille Held der Geschichte, der Schauplatz ein Hof auf dem Land der Sechzigerjahre. So anders die Erzählung auch ist, so gleich sind die wunderbaren Sätze, die poetisch und jede Situation perfekt treffend die Seiten füllen. - Anfangs sah es zwar nicht danach aus, denn die Einsamkeit von Joseph ging förmlich auf mich über und lähmte auch mich, aber im Laufe der Geschichte, nachdem durch Rückblicke einiges gerade gerückt worden ist, konnte ich fühlen wie die Magie auf mich übertragen wird und fühlte förmlich mit der Hauptfigur mit. Ein ruhiges und berührendes Buch, das ein würdiger Nachfolger und lesenswert ist.

  • Giselas Lesehimmel

    aus Landshut

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, die die Seele erreicht

    Meine Meinung Vor ein paar Jahren habe ich eine Geschichte gelesen, an die ich mich gerne erinnere. Sie handelt von einer einsamen Bäuerin, die einem jungen Mädchen Obdach gewährt. Das Mädchen hilft ihr dafür bei sämtlichen Arbeiten. Nun durfte ich "Wirf einen Schatten" lesen. Die Geschichte ist ähnlich und doch anders. Sie konnte mich genauso begeistern. Joseph lebt einsam auf seinem Hof. Seine Frau Lis hat ihn verlassen und den gemeinsamen 4-jährigen Sohn Samuel mitgenommen. Er will seinem Leben ein Ende setzen; wird aber von der 20-jährigen Birdie daran gehindert. Die steht schwer erkrankt vor seiner Tür und braucht dringend Hilfe. Zu ihrer Familie hat sie den Kontakt abgebrochen. Joseph hilft Birdie und rettet ihr damit das Leben. Was Birdie nicht weiß: Sie hat Josephs Leben gerettet. Die Autorin konnte mich von Anfang an in das Geschehen hineinziehen. Die Authentizität der Figuren überzeugt und auch die Handlung könnte sich im realen Leben genauso zugetragen haben. Das Setting spiegelt das Leben auf einem Hof wider. Ich habe die Schafe blöken gehört und das Muh der Kühe hat mir Landfeeling pur beschert. Joseph pflegt ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Tieren. Er bringt jedem Lebewesen – egal ob Tier oder Mensch – Wertschätzung entgegen. Joseph ist ein sehr sensibler Mann, der ein schweres Päckchen aus seiner Vergangenheit zu tragen hat. Er kann seinem Sohn die Liebe nicht zeigen, die er für ihn empfindet. Nach der Trennung von Lis kommt eine Entfremdung dazu. Mit dem Bau eines Baumhauses möchte er seinem Sohn ein Stück näherkommen. Da Samuel sich ein paar Tage zuvor im Wald verlaufen hatte, zeigt er sich verängstigt. Aber genau diese Tragödie hat Vater und Sohn eine tiefe Verbundenheit spüren lassen. In den 60er-Jahren war die Trennung von einem Ehepartner ein Skandal. Bei Joseph und Lis hat es aber nicht so dramatisch auf mich gewirkt. Die persönlichen Gefühle waren natürlich schwer verletzt. Aber die Menschen in ihrem Umfeld schienen nicht zu werten. In meiner Erinnerung war das zu dieser Zeit sehr schwer; vor allem für eine Frau, die ihren Mann verlassen hat. Der Schreibstil kommt stellenweise poetisch und dann wieder humorvoll daher. >>Ihr schlechtes Gewissen Gott und den Eltern gegenüber kam und ging. Es verließ sie im selben Moment, in dem der Sohn des Fleischers seine Hände unter ihre Bluse steckte, und kam in dem Moment zurück, als er sich die Hose zuknöpfte. << Zitat aus dem Buch. Gedanken von Birdie. Der Roman erzählt von Menschen, die (wieder) zueinander finden. Von Joseph, der lernen muss, Gefühle zu zeigen und zuzulassen. Der lernen muss, Klartext zu reden. Der verstehen lernen muss, dass das Ende einer Liebe ein neuer Anfang zu einer alten Liebe sein kann. Der unbedingt einen Schatten werfen muss. Ich weiß, ich erzähle in Rätseln. Ich beneide alle, die die Antworten darauf noch nicht bekommen haben. Eine wunderbare Geschichte wartet auf Euch. Von mir eine klare Empfehlung. Herzlichen Dank, Elena Fischer.

  • Gina Lesefuchs

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Weihnachtsgeschichte der anderen Art

    Joseph möchte sich aus Einsamkeit an Weihnachten das Leben nehmen, weil er ohne seine Frau Lis und seinen Sohn Samuel keinen Sinn mehr darin sieht. Zum Glück klingelt jedoch die hilfsbedürftige Birdie bei ihm an der Tür, um die er sich rührend kümmert. Diese Schicksalsgemeinschaft lässt Joseph sein Leben mit allen Höhen und Tiefen sowie verpassten Chancen Revue passieren. Elena Fischer erzählt den Roman "Wirf einen Schatten " in zwei gegeneinander verlaufenden Zeitsträngen. Während die Geschichte um Joseph und Birdie also ab Weihnachten vorwärts bis ins neue Jahr verläuft, wird gleichzeitig rückwärts erzählt, wie Lis ihn verlassen hat, wie sie einander kennengelernt haben und so fort. Mich hat das Buch sehr berührt. Ich konnte mich gut in Joseph hineinversetzen und frage mich, ob es daran liegt, dass er mit seiner Gefühlswelt von einer Frau entworfen wurde. Wir erfahren, dass Joseph stark durch den Unfalltod seines Bruders in der Kindheit traumatisiert worden ist und seitdem unter großen Verlustängsten leidet. Aus lauter Angst, ein ebenso schlechter Vater zu werden wie sein eigener, ist er im Umgang mit Samuel wie gelähmt. Die Geschichte spielt zwar Ende der 1950er bis Anfang der 1960er Jahre, jedoch werden immer wieder moderne Aspekte eingestreut wie aufflackernder Feminismus bei Birdie oder ein Anrufbeantworter, auf den Joseph spricht, was dem Buch in meinen Augen eine humorvolle Note verleiht. Gelungen finde ich,wie Joseph seine Persönlichkeit entwickelt und entdeckt, dass er sich nicht nur passiv mit den Entscheidungen seiner Mitmenschen arrangieren muss, sondern sein Leben selbst in die Hand nehmen kann. So schlägt er Samuel vor, mit ihm ein Baumhaus zu bauen, sucht endlich die Nähe zu seinem Sohn, um ihm ein guter Vater zu sein. Er tritt also aus dem Schatten seiner Eltern und seiner Frau hervor ins Licht, um fortan selbst einen Schatten zu werfen. Diesen Roman empfehle ich allen, die nicht zu streng mit Anachronismen umgehen, sondern sich auf eine märchenhaft anmutende Geschichte einlassen können und wollen. Ich habe mich jedenfalls wunderbar unterhalten gefühlt und gebe 4,5 von fünf Sternen.

  • vielleser18

    aus Hessen

    5/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman mit Tiefgang

    Der 24. Dezember 1963 soll eigentlich Josephs letzter Tag sein. Wie viel kann ein Mensch aushalten? Wie viel Einsamkeit ertragen? Doch dann steht im entscheidenden Moment die 19-jährige Birdie vor seiner Tür und braucht seine Hilfe. Sie bringt wieder Leben auf seinen einsam gelegenen Hof. Aber auch Josephs Schwägerin Ada, die ihn mit Gedichtbänden zum Nachdenken bringt, und seine Frau Lis, die ihn mit dem gemeinsamen Sohn verlassen hat und zurück in die Stadt gegangen ist, spielen eine wichtige Rolle in seinem Leben. Immer wieder wechseln sich die Kapitel mit Rückblenden ab. Diese werden nicht chronologisch erzählt, sondern springen wie ein buntes Kaleidoskop zwischen den Jahren hin und her. Durch die Jahreszahlen lassen sie sich jedoch gut einordnen. Eine großartige Erzählweise, denn so wird jedes Kapitel zu einem wichtigen Puzzleteil. Nach und nach setzt sich das Bild von Joseph zusammen: Warum ist er so, wie er ist? Was hat ihn geprägt? Welche Ereignisse haben ihn zu dem Menschen gemacht, der er heute ist? Und warum fällt ihm manches im Leben so schwer? Je mehr man über Joseph erfährt, desto näher kommt man ihm. Man fühlt mit ihm, er wächst einem ans Herz und man möchte ihn manchmal einfach in den Arm nehmen – und ihm vielleicht auch den einen oder anderen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben. Elena Fischer hat einmal mehr bewiesen, dass sie eine wunderbare Erzählerin ist. Sie schafft es, ihre Figuren authentisch zum Leben zu erwecken und den Leser mit einer ruhigen, beinahe stillen Atmosphäre zu fesseln. Und gerade in dieser Ruhe steckt unglaublich viel Tiefe. Ein berührender Roman über Einsamkeit, Verlust, Schuld, Hoffnung und die Möglichkeit, dass das Leben manchmal genau dann eine neue Richtung nimmt, wenn man selbst nicht mehr daran glaubt.

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