Wenn das Schicksal ruft, beginnt eine Reise»Eine erzählerische Sicherheit, die für ein Debüt selten ist ... Fans von Robert Jordan und Brandon Sanderson werden viel Bewundernswertes finden.« GuardianEs sind zwanzig Jahre vergangen, seit die gottgleichen Auguren gestürzt und getötet wurden. Nun werden diejenigen, die ihnen einst dienten – die Begabten – nur verschont, weil sie die Vier Prinzipien der Rebellion, die ihre eigenen Kräfte stark einschränken, akzeptiert haben.Als junger Begabter leidet Davian unter den Folgen eines Krieges, der verloren war, noch bevor er geboren wurde. Er und andere wie er werden verachtet. Aber als Davian entdeckt, dass er die verbotenen Kräfte der Auguren besitzt, setzt er eine Kette von Ereignissen in Gang, die alles verändern wird.Im Westen wacht ein junger Mann, dessen Schicksal mit Davians verbunden ist, im Wald auf, bedeckt mit Blut und ohne jede Erinnerung daran, wer er ist...Und im fernen Norden beginnt ein uralter Feind, der längst besiegt geglaubt war, sich zu regen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
east
5/5
08.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Das Erbe der Seher
Das Erbe der Seher Davian hat ein Geheimnis, das ihn das Leben kosten könnte: Er ist ein Augur, ein Magier, der Gedanken lesen und manipulieren kann. Aufgrund dieser Fähigkeit endete die Herrschaft der Auguren vor 20 Jahren in einem schrecklichen, blutigen Krieg und alle Magier fristen seitdem ein Leben in Unterdrückung. Schon bald jedoch hängt alles von Davian und seinen Gefährten ab, denn eine alte Macht erhebt sich und nur die Auguren können ihr noch etwas entgegensetzen…
„The Shadow of What Was Lost“, vor ein paar Jahren bereits einmal unter dem Titel „Das Erbe der Seher“ auf Deutsch erschienen, ist Auftakt der Licanius-Trilogie und das Debüt des Fantasy-Autors James Islington, der inzwischen mit seiner Hierarchy-Reihe international bekannt geworden ist. Ähnlich wie in „The Will of the Many“ wird es auch in der Welt der Auguren und Magier wieder äußerst spannend, vielseitig und kompliziert.
Der Autor zögert nicht und wirft den Leser mit den ersten Kapiteln gleich ins kalte Wasser, Erklärungen kommen erst nach und nach, den Rest muss man sich selbst zusammenreimen oder einfach als gegeben hinnehmen. Das Buch ist also eher nichts für Fantasy-Einsteiger, aber ein Fest für Genrefans. Ein Glossar hätte aber trotzdem nicht geschadet, denn es hagelt Personen- und Ortsnamen, die genauso wunderschön und fremdländisch klingen, wie elbische Namen, aber auch einigermaßen verwirrend oder erschlagend sein können, auch, weil man sie oft kaum zuordnen kann.
Man braucht also eine Menge Konzentration für diese Geschichte, muss sich ein paar Kapitel lang fokussieren, um in die sehr dynamische, komplexe Handlung eintauchen zu können, muss mitdenken und vielleicht auch einen Absatz zweimal lesen, um alle Handlungsstränge im Kopf zu behalten. Die Geschichte springt nämlich ständig von Protagonist zu Protagonist und fordert viel Aufmerksamkeit. In diesem Zusammenspiel ergibt sich aber auch die Spannung und die Vielschichtigkeit von alten Geheimnissen und Intrigen, die nur gelöst werden können, wenn alle Ebenen der Handlung am Ende zusammenfinden. Das Buch ist sehr gut komponiert und macht Appetit auf viel mehr: klassische Fantasy in Reinform.
Noch erstaunlicher wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Es gibt einige leichte Parallelen zu anderen Fantasy-Epen, etwa dem Herrn der Ringe, doch der Autor hat keinesfalls kopiert, eher Inspiration gefunden und daraus etwas ganz Eigenes gemacht. Auch ähnelt das Buch durch die vielen politischen Intrigen ein wenig an die spätere Hierarchy-Reihe, aber auch hier kann man sagen: Am Ende erhalten wir eine völlig neue Geschichte mit inhaltlich anderem Fokus. Es wird ähnlich komplex und fordernd, aber die Welt unterscheidet sich stark, die Atmosphäre ist mittelalterlicher, düsterer und magischer, während der Fantasy-Aspekt in „The Will of the Many“ fast schon eher zu Science-Fiction wird. Auch hängt diesmal die Geschichte nicht allein an einem Protagonisten, sondern gleich an einer ganzen Handvoll, die einander kaum über den Weg trauen, aber nur gemeinsam ihre Welt retten können und die wir als Leser alle abwechselnd begleiten dürfen. So bleibt es auch bis zum Schluss fesselnd und nun darf man gespannt sein, wohin sich dieses Abenteuer noch steigern wird.
Mit anderen Worten: „The Shadow of What Was Lost“ ist ein unglaublich vielversprechender Auftakt mit einer sehr durchdachten, faszinierenden Welt, die noch viele Fragen aufwirft, und kann auf jeden Fall mit späteren Werken des Autors und den hohen Ansprüchen der epischen High Fantasy mithalten. Spätestens jetzt hat James Islington bewiesen, dass er in diesem Genre ganz oben mitspielt. Wir dürfen noch viel von ihm erwarten und dürfen hoffentlich schon ganz bald in diese Welt zurückkehren.
Book_wolf
5/5
10.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Super Spannend
Das Buch war sehr spannend und hat mich eigentlich sofort in seinen Bann gezogen. Dennoch habe ich schnell bemerkt, es ist kein Buch das ich einfach so nebenher lesen kann, sondern ich muss mich darauf konzentrieren.
Die Charaktere fand ich sehr interessant und spannend. Auch dass man nicht immer wusste auf welcher Seite manche Charaktere nun stehen, was sie für mich so fasznierend gemacht haben.
Ich freue mich defintiv schon auf Band 2
lauras_garden_of_books
5/5
15.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Großartige Fantasy mit Zeitreise
Mit seiner Licanius-Trilogie hat Islington mich sogar noch ein bisschen mehr gekriegt als mit seiner Hirachy-Reihe (Band 1: The Will of the many).
Für mich war das genau die Epic High Fantasy die ich liebe; wir haben viele spannende Charaktere, von denen man nicht immer weiß, auf welcher Seite sie nun wirklich stehen und was ihre eigentlichen Absichten sind. Aber darüber hängt ein großes Found-Family-Thema, was ich persönlich immer sehr mag! Neben der spannenden Welt und der ereignisreichen Vergangenheit, die diese geprägt hat, reiht sich ein Geheimnis ans Nächste und gibt es einige Twists und bahnbrechende Entwicklungen! Was für mich aber das gewisse Etwas ausgemacht und der Geschichte eine ganz besondere Würze verliehen hat, ist die Prise Zeitreise, die hier von Islington zugefügt wird und das hat mich wirklich vollkommen in den Bann gezogen! Nicht umsonst bedeutet Licanius Schicksal und ich bin so unfassbar gespannt, wie hier die Fäden weiterhin ausgeworfen und wieder zusammengefügt werden! Das kann richtig Groß werden!
Gottseidank kommt Band 2 schon im Juli, denn ich möchte dringendst weiterlesen!
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung ❕
Sue
aus Uelzen
5/5
29.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Fantasy mit Sogwirkung
"Alles, was ich wollte, bekam ich Alles, wovon ich träumte, erreichte ich Alles, was ich fürchtete, besiegte ich Alles, was ich hasste, zerstörte ich Alles, was ich liebte, bewahrte ich Und so lege ich das Haupt nieder, von Verzweiflung erschöpft Denn alles, was ich brauchte, ist verloren."
"The shadow of what was lost" ist der erste Band von James Islingtons Licanius-Trilogie. Und es freut mich sehr, dass der Adrian Verlag für die Neuausgabe die Originalcover übernommen hat. Vor allem freut es mich aber, dass sie die Reihe vollständig bringen. (Wir erinnern uns: Knaur hat die Reihe nie zu ende gebracht.)
"Warum hassen sie uns so sehr? Der Krieg ist seit fünfzehn Jahren vorbei. Ich hatte nichts damit zu tun. Diese Straßenjungen - ich glaube, die waren damals noch nicht einmal geboren."
Einst herrschten die Auguren, mächtige Magier mit seherischen Fähigkeiten über unser Land. Doch dann brach der große Krieg gegen sie aus und beendete ihre Herrschaft. Alle Auguren wurden hingerichtet. Ihre Diener - die Begabten - wurden neuen Gesetzen unterworfen, die es ihnen untersagten nicht Begabte zu verletzen. Mein Name ist Davian. Auch ich bin ein Begabter. Zusammen mit meinen Freunden wachse ich in der Akademie für Begabte auf. Auch wenn das strengstens überwachte Leben hier nicht immer leicht ist, fühle ich mich doch wohl. Doch meine Tage sind gezählt. Man wird mich zu einem Schatten machen, denn die verbotene Magie, die Magie der Auguren, fließt durch meine Adern. Bei den Prüfungen werde ich nicht mehr verbergen können, was ich bin ... ein Augur.
"Ich weiß es nicht, Werr. Ich fühle mich nur so ... beschmutzt. Zutiefst angewidert. Als hätte ich gerade den größten Fehler meines Lebens begangen, ohne eine Möglichkeit, ihn wieder zu korrigieren."
Was habe ich auf den Erscheinungstermin hingefiebert! Und dann: Wow! Was für eine grandiose Story! "The shadow of what was lost" ist High Fantasy, wie ich sie am liebsten nur noch lesen möchte. Eine Welt voller Magie und Geheimnisse, mit zerstrittenen Fraktionen und einem sehr fragilen Frieden. Mit Charakteren, die mit sich selbst hadern. Die nicht immer wissen, was richtig ist und manchmal auch das Falsche tun. Es geht um Freundschaft und Vertrauen, Intrigen und Geheimnisse, um Schuld und Sühne. Doch vor allem geht es um den freien Willen und ob es diesen überhaupt gibt. Eine Frage, die mich selbst auch immer wieder beschäftigt. Denn stets steht für mich die Frage im Raum: Ist es das, was ich will oder werde ich gerade von irgendwas/irgendwem manipuliert? Und obendrauf gibt es noch Zeitreisen, Zeitverschiebungen. Leute, das war einfach nur genial!
Die Story ist überaus spannend und hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich mir in der Mittagspause den Wecker stellen musste, damit ich nicht vergesse wieder an die Arbeit zu gehen. Die Charaktere fand ich sehr interessant, vor allem Davian und Caeden. Es steckt etwas Großartiges hinter diesen Figuren - in ihrer Vergangenheit. Und ich bin sehr, sehr gespannt, was ich hier noch herausfinden werde. Band 2 kann ich daher kaum erwarten und ich freue mich sehr, dass es nicht mehr lange dauern wird bis zum ET.
Wenn ihr High Fantasy liebt, dann werdet ihr an der Licanius-Trilogie von James Islington nicht vorbeikommen.
"Was immer du getan hast, hindert dich nicht daran, ab jetzt Gutes zu tun."
LizzyCurse
Thalia Book Circle Community
5/5
19.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Was für ein Auftakt
Das war mal wieder ein richtig gutes Buch, eines von jenen seltenen Exemplaren, in das ich richtig tief eingetaucht bin, mitgefiebert und Theorien erstellt habe, mitgelacht und mitgeflucht habe - und die Welt bestaunt habe, die sich Stück vor Stück vor mir eröffnet hat.
„The Shadow of what was lost“ handelt von Vertrauen und Misstrauen und Vorurteile, wenn ich die ganze epische Geschichte, die unterschiedlichen Zeitebenen, Schatten, Begabten, Auguren beiseite schiebe und den Kern offen lege. Der starke Kern leitete mich wie ein Leuchtfeuer durch (die besten) erzählerischen Abgründe von Islington.
Kurzum: Ich habe das epische Abenteuer, die Reise und all die Gefahren, die die Figuren überstehen müssen, unglaublichen genossen.
Es fängt ganz klassisch an: Davian und seine Freunde wachsen in einer Welt auf, in der ihre Kräfte strengsten reglementiert werden und die sie auf einer abgeschirmten Schule lernen.
Als Dav ein Geheimnis über seine eigene Magie erfährt, muss er fliehen. Dav als Protagonist ist mir ein richtiger Freund geworden, dem ich gern gefolgt bin. Natürlich hat er den „Stempel“ des Auserwählten, dem ein großes Schicksal bevorsteht. Aber er ist charmant und entwickelt sich, kämpft für seine Selbstbestimmung und seine Freunde - und das macht ihn zu einem großartigen Charakter. Genauso gerne bin ich seinem Freund Werr und noch einigen anderen Figuren gefolgt, die mir ans Herz gewachsen sind. Altersmäßig treffen wir in Islingtons Roman auf einen bunten Mix (manche könnten auch ein paar Jährchen mehr auf den Buckel haben, als das bloße Auge sieht), sodass wir im Buch selten mit Teeniedramen konfrontiert werden, auch wenn die PoV-Träger relativ jung sind.
Das Magiesystem kam differenziert daher, doch ich hatte nicht das Gefühl, von Anfang an mit Details bombardiert zu werden. Islington entwickelt Magie und Welt in Dialogen und Erlebnissen, sodass wir alles mit den staunenden Figuren entdecken konnten. Und es gibt nicht wenig zu entdecken. Auf jeder Seite warten neue Wunder, grausame Erkenntnisse oder Aha-Momente, die einen völlig neuen doppelten Boden offenbaren. Zeitliche und magische Ebene inbegriffen, die nicht nur den Sinn haben, die Geschichte komplexer zu machen, sondern ihr Tiefe verleihen. Und je tiefer die Geschichte wird, desto mehr hinterfragt man die Motive der Figuren. Woher kommen sie? Was denken sie? Was fühlen sie? Was verbergen sie in ihrem inneren Kern? Die Fragen beschäftigen mich auch über den ersten Band hinaus noch.
Ich habe es geliebt, nicht meilenweit durch den Schlamm waren zu müssen, um von A nach B zu kommen. Der Plot spielt oft in Städten, Palästen, Ruinen, Ortschaften und Tavernen. Die geschäftige Urbanität habe ich sehr genossen.
„The Shadow of what was lost“ lässt einen mit vielen Fragen im Kopf zurück - und mit dem Gefühl, nicht mehr von der Welt lassen zu können.
Ich habe hier und dort gesehen, dass es Islingtons Erstling war, insbesondere als es aufs Ende zu ging und er den Balanceakt zwischen anziehendes Tempo und der Zusammenführung der Fäden meistern musste. Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Ich habe jede Minute, die ich mit dem Buch verbracht habe, so genossen.
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