Einsamkeit und Isolation, exzessiver Individualismus und Interessenegoismus nehmen zu. Wie kann persönliche Zerrissenheit heilen? Was tun angesichts der Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl? Anselm Grüns Antwort ist konkret und klar: Es geht darum, Verbundenheit zu schaffen oder zu vertiefen. Um gefährdete Beziehungen zu erkennen und zu heilen braucht es eine neue Form des Wir-Gefühls und eine tiefere Qualität des Miteinander - auch in Familie und Arbeitsbeziehungen, in Gesellschaft und Kirche. Und es braucht gemeinsame Werte: Gerechtigkeit, Kooperation, Solidarität, Toleranz, Mitgefühl und Respekt. Wichtig sind Gemeinschaften, die Glauben und Hoffnung leben und erfahrbar machen. Es braucht die Verbundenheit. Ein Buch, das Antworten gibt und Hoffnung macht: Ressource für ein vertieftes Miteinander. Spirituelles Lebenswissen für jeden Einzelnen. Aber auch die große Vision für eine menschlichere Gesellschaft.
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Sehnsucht nach Verbundenheit…
AnneMF aus SüdWest am 16.01.2024
Bewertungsnummer: 2836587
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehnsucht nach Verbundenheit Isolation und Interessenegoismus nehmen in der heutigen Zeit immer mehr zu. Sehnsucht nach tiefer Verbundenheit, die spürt man auch, wenn man einsam ist. Wie kann man die zu anderen Menschen aufbauen? Was verbindet uns? Das Ziel auf ein sanftes Miteinander und Achtung der Menschenwürde ist doch ein erster Schritt. Verbundenheit und Gemeinwohl brauchen ein neues Wir-Gefühl. Kann man persönliche Aufgewühltheit heilen? Warum spüren viele Menschen keine Verbundenheit zu sich selbst? Weil es in erster Linie um ehrliche Selbsterkenntnis geht. Anselm Grün lebt seit 60 Jahren als Mönch im Kloster. Er teilt uns in seinem Buch Erfahrungen und Einblicke mit, die er in dieser langen Zeit in einer konkreten Gemeinschaft erlebt hat. Seine klaren Antworten zu Familie, Gesellschaft und Kirche regen zum Nachdenken an. Seine Mission von Mitgefühl und Vertrautheit vermittelt uns Kraft und Zuspruch. Seine Empfehlungen, wie man tiefere Kontakte zu anderen aufbauen kann, sind wertvoll und die deutlich dargestellten Bewegungsabläufe sehr fördernd. Verbundenheit ist nicht nur ein Gespür. Eine liebende Lebensführung lässt sich aneignen und noch mehr vertiefen. Dass man Glaube und Hoffnung nicht verlieren darf. Dass selbst Feindes Liebe möglich wird. Ein sehr feinfühliger Lesestoff, den ich gerne weiterempfehle.
Man muss Anselm Grün bewundern…
LichtundSchatten am 08.03.2024
Bewertungsnummer: 2842714
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Man muss Anselm Grün bewundern für seine Vielzahl an Büchern, die sich um Dinge kümmern, die Menschen bewegen. Auch hier lesen wir viele Hilfestellungen, die im ersten Moment oft banal klingen, aber doch durchdacht sind: alles in klarer, verständlicher Sprache. „Ich kann das Vergangene nicht einfach vergessen, ich kann es loslassen, ich kann die Verletzung beim anderen lassen.“ Ob das dann auch bei ganzen Völkern klappt, schwer zu erkennen, aber vielleicht doch möglich. Ob das ohne Bewerten stattfinden sollte, wie im Buch auf Seite 192 vermittelt, da hätte ich meine Zweifel. Neid könne man dadurch mildern, indem man auf sich selbst schaut und dankbar ist für das eigene Leben. Oder indem man dankbar auf Andere schaut, die erfolgreicher sind als man selbst. „Und vielleicht erkenne ich, dass der andere eine Herausforderung für mich ist, die mir guttut.“ Die biblischen Tugendkataloge als Weg zu einer guten Verbundenheit sind es wert, immer wieder gelesen zu werden: es geht um aufrichtiges Erbarmen, Güte, Demut, Sanftmut, Langmut. Vor allem aber liebt einander, sie ist das Band, das alles zusammenhält. Über allem also thront die Liebe, sie kann alles erlösen. Feindschaft ist nach der christlichen Botschaft keine Lösung. Die schöne Verbundenheit mit allen Völkern verkennt aber ein Wort von Jesus: „Ich bin nicht gekommen , den Frieden zu bringen, sondern das Schwert“. Übersetzt man diesen Satz tatsächlich aus dem Aramäischen in richtiger Weise (Franz Alt: Was Jesus wirklich gesagt hat) , dann heißt er: Seid nicht gutgläubig, seid wachsam! Wenn Ihr Euch mit anderen zusammensetzt, zieht das "Schwert der Worte" und streitet für Eure Sache. Meine Aufopferung, mein Selbstopfer bedeutet nicht Frieden, Erlösung als Automatismus, sie ist eher der Beginn des Kampfes um Wissen und Wahrheit.“
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