Produktbild: Die Schwester des Ketzers
Band 2

Die Schwester des Ketzers Propheten der Apokalypse

8

17,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.09.2024

Verlag

Liccaratur-Verlag

Seitenzahl

540

Maße (L/B/H)

19/12,6/3 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-944810-13-3

Beschreibung

Rezension

So ein Buch hätte ich mir als heranwachsender geschichtsinteressierter Jugendlicher gewünscht: Ein Buch, das einfach ohne akademische Faktenhuberei eine Geschichte aus meiner Heimat erzählt, die spannend zu lesen ist und ohne die üblichen Kaiser und Könige auskommt. Ein Buch, das detailgenau die Nöte der sogenannten „kleinen Leute“ plastisch schildert. Wobei man erkennt, dass schon vor 500 Jahren ähnliche Drangsale wie heute den Menschen das Leben schwer machten: Armut, Krieg, ideologische und religiöse Verbohrtheiten und Machtgier. Ein Hausbuch, nicht nur für Geschichtsbegeisterte! Toni Drexler, ehemaliger Kreisheimatpfleger des Landkreises Fürstenfeldbruck
Wie geht es weiter mit Anna, der „Schwester des Ketzers“ Gebhart, einem Anhänger der „Wiedertäufer“, nach dessen Hinrichtung in Landsberg im Jahr 1527 sie zusammen mit ihrem kleinen Neffen und ihrem Gefährten Lenz – auch er als Ketzer gesucht - nach Mindelheim und von dort nach Memmingen fliehen muss? „Propheten der Apokalypse“ hat das Landsberger Autorenpaar Uschi und Klaus Pfaffeneder die Fortsetzung ihres Romans „Die Schwester des Ketzers“ überschrieben, die die Romangeschehnisse ins Jahr 1528 weiterführt. In jenes Jahr, als der Wiedertäufer Hans Hut in seinen apokalyptischen Visionen das Ende der Welt am Pfingstfest 1528 ankündigt hatte und auch in Augsburg und der Region rund um Landsberg und den Lechrain Anhänger fand, die mit ihm überzeugt waren, dass sie durch ihre erneute Taufe zu den 144 000 Auserwählten gehören sollten, die gerettet würden. Auch im zweiten Teil ihres historischen Romans gelingt es dem Autorenpaar, Geschichte lebendig werden zu lassen, bewusst mit den Mitteln von ineinander verschränkter Fiktion und historischer Authentizität arbeitend, dort, wo es um bekannte Persönlichkeiten und Fakten geht. Dieser historische Roman zeichnet sich durch all das aus, was für sein Genre typisch ist: Den roten Faden bildet die durch Verfolgung und Intrigen einer Widersacherin so gefährdete Liebe zwischen Lenz und Anna. Um die beiden herum lässt das Autorenpaar eine ganze Reihe von Figuren lebendig werden, historisch oder erfunden, die auf je eigene Weise mit der Wiedertäufer-Bewegung zu tun haben: als gefährliche, machthungrige Verfolger, als Intriganten, als jämmerliche Verräter, als von der neuen religiösen Bewegung in Bann Gezogene, ja auch als Männer und Frauen, die sich all den Wirren und den Bedrohungen zum Trotz als menschenfreundlich erweisen. Spannend läuft das ganze – historisch nachgewiesene - Geschehen auf das Osterfest 1528 zu, als das Haus von Susanna Daucher im Augsburger Lechviertel, wo sich eine große Täufergemeinde zum Gebet versammelt hatte, von der Stadtwache umstellt und die Versammelten in Haft genommen oder aus der Stadt gewiesen wurden – darunter auch Susanna Daucher. Die Hauptfigur Anna gerät mitten in dieses Geschehen hinein. Wie schon im ersten Teil des Buches ergibt sich durch die Perspektiven der Protagonisten ein schillerndes Bild jener Geschehnisse um das Jahr 1528. Den Lesern und Leserinnen fällt es dadurch leicht, nachzuempfinden, was etwa jene Menschen damals an der neuen religiösen Bewegung so sehr angesprochen, ja fanatisiert haben könnte, dass sie sich ihr angeschlossen haben – aller Risiken um Leib und Leben zum Trotz. Historischer Roman, Krimi, Liebesgeschichte – das Geschehen ist ständig in Bewegung, immer an neuen Orten, immer wieder in neuen Verwicklungen, der Gefahr wird oft im letzten Moment entronnen, man möchte das Buch nicht weglegen, bis nicht die letzte Seite gelesen ist. Gerlinde Knoller, Kulturjournalistin, Augsburg

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.09.2024

Verlag

Liccaratur-Verlag

Seitenzahl

540

Maße (L/B/H)

19/12,6/3 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-944810-13-3

Herstelleradresse

Liccaratur-Verlag
Friedensstraße 5
86899 Landsberg am Lech
DE

Email: klaus.pfaffeneder@t-online.de

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  • Gelincik

    5/5

    07.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Super

    In dem Buch "Die Schwester des Ketzers" von Uschi und Klaus Pfaffeneder befinden wir uns im Jahr 1527. Luther, Bauernkriege und viele weitere Probleme plagen das Land. Anna Schuster und Lenz Kirchperger versuchen dabei einfach nur zu überleben, doch dies gestaltet sich als schwierig... Da ich auch schon Band 1 gelesen hatte, wusste ich ungefähr was mich erwartet. Wenn man zuerst Band 1 liest, versteht man auch die ganzen Zusammenhänge besser. Sollte man mit Band 2 starten, dürfte das Personenregister hilfreich sein. Auch ein Glossar findet man hier. Besonders hervorheben muss man die Recherche der Autoren. Historisch ist dieses Buch top! Man lernt so viel dazu. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

  • Elke21

    aus Neuburg

    5/5

    06.11.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Täuferbewegung in Augsburg und Umgebung

    Anna Schuster und Lenz Kirchperger gelingt die Flucht vor den Häschern des bairischen Herzogs. Die beiden sind als Ketzer gebrandmarkt und schaffen es in Memmingen unterzukommen. Doch die Ruhe währt nicht lange, denn Anna kehrt nach einem Streit nach Augsburg zurück um dort über ihr Leben mit Lenz nachzudenken. Dort wird sie wieder in den Bann der Täuferbewegung gezogen und schon bald gleicht die Stadt einem Pulverfass. Schafft Anna es sich dem Zauber der Täufer zu entziehen und mit Lenz ein normales Leben zu führen? Dies ist bereits Band 2 über die Ketzergeschichte und es ist empfehlenswert, vorab Band 1 zu lesen um die Zusammenhänge besser zu verstehen. Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen und es bleibt immer wieder sehr spannend. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr gut recherchiert und gibt tiefe Einblicke in das 16. Jahrhundert und in die Religion, die die Menschen damals mehr spaltete als zusammenbrachte. Das Kartenmaterial, das Personenregister und das Glossar - historische Begriffe eignen sich sehr gut um sich problemlos in diese Zeit zu versetzen. Auch die drei Rad-/Wandertouren auf den Spuren der Täufer sind gelungen und machen Lust diese zu erkunden. Kann das Buch jedem empfehlen, dem historische Romane gerne liest!

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Religion und weltliche Macht

    genutzt wurde. Es ist auch eine Geschichte der Reformation und ihrer Selbstfindung mit allen Irr- und Abwegen, es ist eine gute Geschichte über die Wiedertäufer, die eine Lösung von weltlicher Macht und Religion abstrebten. Dieses Buch vermittelt sehr anschaulich das Leben der damaligen Zeit, in der die Kirche und der Aberglaube einen wichtigen Teil im Alltag einnahmen, in der das Recht des Stärkeren das Recht bestimmte, die Regeln festlegte. Es ist ein sehr eindrucksvolles Buch über ein dunkles Kapitel deutscher und christlicher Geschichte, es ist ein Muss für Neugierige.

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    20.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Religion, Glaube und weltliche Macht

    Anna, Tochter eines Kleinhäuslers im Lechrain belauscht eine geheimnisvolle Versammlung, an der ihr Bruder Gebhart teilnimmt. Kurz darauf wird ihr eine Stelle als Magd in der Färberwerkstatt des unbekannten Sprechers angeboten. In Augsburg kann Anna die Freiheiten der liberalen Stadt genießen und sie darf Lesen lernen. Sie findet eine neue Glaubensheimat und lernt Lenz kennen, mit dem sie bald mehr verbindet. Doch der Augsburger Stadtrat fürchtet um die öffentliche Ordnung und Anna und Lenz müssen fliehen. Uschi und Klaus Pfaffeneder, beide Jahrgang 1962, haben die Kriminalromane um den Kommissar Viertaler „Entwurzelte Schatten“ und „Täter-Oper-Schuld“ gemeinsam geschrieben. Sie leiten die Schreibwerkstatt der VHS Landsberg. Sie haben drei erwachsene Söhne. Das Cover zeigt eine junge Frau, die ein Buch in den Armen hält vor einer mittelalterlichen Stadtansicht und passt somit perfekt zum Inhalt. Idee und Entstehung des Covers werden von den beiden Autoren erläutert. Uschi und Klaus Pfaffenender beschreiben in einem gut lesbaren Stil die Geschehnisse im Lechrain und Augsburg im Jahr 1527 mit einem kurzen Prolog zwei Jahre früher. Es geht um die Gartenbrüder, auch Wiedertäufer genannt. Dabei werden Gespräche und Diskussionen ausführlich wiedergegeben, wodurch viele Informationen unterhaltsam vermittelt werden. Die Verhältnisse werden detailliert beschrieben, so dass sich ein gutes Bild der damaligen Zeit ergibt. Religion, Glaube und Macht sind wichtige Themen dieses Romans, die sich auch im Verhalten der Personen widerspiegeln. Hass, Mißgunst und Gier kommen genauso zur Sprache wie die Liebe zwischen Anna und Lenz, die wichtig für den Verlauf des Romans ist, aber wohltuend im Hintergrund bleibt. Die Beschreibungen der Protagonisten sind unterschiedlich. Während wir Anna und Lenz näher kennenlernen, bleiben andere Personen eher im Hintergrund. Die einzelnen Kapitel sind mit Zeit- und Ortsangabe versehen, so dass der Leser sich sofort orientieren kann. Karten, ein umfangreiches Personenregister, ein Glossar, und Literaturempfehlungen runden den Roman ab. Die historischen Hintergründe werden von den Autoren erläutert. Fazit: ein spannender, sehr gut recherchierter und detailliert geschriebener Roman, den ich gern empfehle

  • Kiki2705

    aus Leipzig

    5/5

    06.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Macht, Geld und falsch verstandener Glaube haben noch nie etwas Gutes bewirkt!

    „Die Schwester des Ketzers“ ist ein historischer Roman vom Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder. Er spielt in der Zeit von 1525 – 1527. Anna Schuster lebt mit ihrem Bruder und dessen Familie in einem armen Moordorf im Lechrain. Da es immer wieder zu Streit mit der Frau ihres Bruders kommt und die Nahrung knapp ist, kommt die Gelegenheit als Magd nach Augsburg zu gehen, gerade recht. Noch dazu hat Anna geheimnisvolle Dinge von einer Versammlung gehört, die nicht für ihre Ohren bestimmt waren. In Augsburg wartet mehr Freiheit auf Anna und die Möglichkeit, lesen zu lernen. Doch sie taucht hier auch immer weiter ein in die Kreise der Gartenbrüder oder Wiedertäufer, welche einen freiheitlichen Glauben und die Abkehr der Kirche von der Obrigkeit fordern. Auch Lenz Kirchperger tritt in Annas Leben. Doch die aufkeimende Liebe wird durch den Schatten der Vergangenheit und die sich immer weiter aufbauende Gefahr für die neue Glaubensgemeinschaft verdrängt. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da immer wieder unbekannte Wörter verwendet wurden. Diese passen aber zur damaligen Zeit und somit auch zum Stil des Romans. Mit der Thematik der Wiedertäufer hatte ich mich selber noch nie beschäftigt und wurde somit in eine für mich völlig fremde historische Auseinandersetzung geworfen. Anna als eine der Protagonistinnen lernt man recht gut kennen. Ihr Drang nach Freiheit und den Wunsch, lesen zu lernen und mehr aus sich zu machen, kann man als Leser sehr gut nachempfinden. Auch Lenz mit seiner Vergangenheit ist in seinen Handlungen stets authentisch geschildert. Viele andere Personen werden nicht so detailliert geschildert und bleiben teilweise auch etwas blass. Der Roman beschäftigt sich mit Glauben, Religion, Macht, den damaligen Lebensumständen und dem Drang nach Umbruch in der Gesellschaft. Das Zusammenspiel zwischen der Obrigkeit und den religiösen Glaubensgemeinschaften wird sehr anschaulich geschildert und war für mich an vielen Stellen erschreckend. Auch ist ein klarer Zusammenhang zur heutigen Zeit erkennbar, was einen nachdenklich werden lässt. Der Spannungsbogen des Romans ist sehr gelungen, sodass ich am Ende das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Sehr lobend muss ich noch die zusätzlichen Inhalte erwähnen. Zu Beginn befindet sich ein übersichtliches Personenverzeichnis, aus dem auch klar erkennbar ist, welche Personen historisch belegt sind. Außerdem kann man sich an den verschiedenen Landkarten gut orientieren. Am Ende des Romans befindet sich ein sehr informatives Nachwort, ein Glossar und für Interessierte Radtouren in der Region. Solche Details machen für mich einen historischen Roman besonders. Fazit: Der Roman „Die Schwester des Ketzers“ hat mir die Glaubensgemeinschaft der Wiedertäufer in sehr informativer und spannender Form näher gebracht. Ein sehr gut recherchierter Roman, den ich historische interessierten Lesern nur empfehlen kann!

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