Produktbild: Die Schwester des Ketzers
Band 1

Die Schwester des Ketzers Die Auserwählten

8

15,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2022

Verlag

Liccaratur-Verlag

Seitenzahl

508

Maße (L/B/H)

18,9/11,8/2,8 cm

Gewicht

480 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-944810-07-2

Beschreibung

Rezension

Eine junge Frau sucht ihren Weg im Leben und im Glauben – eine spannende Geschichte über die Wiedertäufer in der Region und ihre grausame Verfolgung. Ingrid Zeilinger, Fürstenfeldbrucker Tagblatt / Münchner Merkur
Dieser meisterlich und spannend geschriebene Roman führt mitten hinein in den Anfang des 16. Jahrhunderts, in eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. Die dramatische Handlung ist dabei mit dem Zeitgeschehen stets eng verwoben. Sigrid Knollmüller, ehemalige Vorsitzende des Historischen Vereins Landsberg am Lech
Einige Monate im Jahr 1527 – die Schauplätze sind Ortschaften im Lechrain, Augsburg und Landsberg. Hier verorten Uschi und Klaus Pfaffeneder ihren historischen Roman „Die Schwester des Ketzers“, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt: Vor dem Tableau einer religiös turbulenten Zeit, als Martin Luthers Lehre sich ausbreitete und man erbittert um den rechten Glauben rang, wird an der Hauptfigur Anna, der „Schwester des Ketzers“ Gebhart, einem Anhänger der „Wiedertäufer“, eine Geschichte erzählt von Macht und Verfolgung, von religiöser Verblendung, von Liebe und Verrat. Ist diese Erzählung mit ihren Figuren auch Fiktion, so liegt ihr die historische Wirklichkeit der Verfolgung der Wiedertäufer in dieser Region Anfang des 16. Jahrhunderts in ihrer ganzen Verbissenheit und Tragik zugrunde. Es begegnen unter den „Gartenbrüdern“, wie man die Wiedertäufer damals nannte, weil sie sich in ihren eigenen Gärten und Anwesen versammelten, bekannte Namen wie die Augsburger Wiedertäuferin Susanna Daucher oder Hans Hut mit seinen apokalyptischen Visionen. Das Autorenpaar führt sie und auch andere historische Persönlichkeiten treffend ein, setzt sie in Beziehung zu ihren erfundenen Protagonisten – so als hätte das, was im Roman gefühlt, gedacht, gesprochen und gehandelt wurde, tatsächlich so gewesen sein können. Das Buch kann gleichzeitig als Krimi gelesen werden. Packend geschildert, konstant die Spannung haltend, geht es um Flucht, Gefahr der Entdeckung und Ohnmacht vor dem Intrigenspiel der Mächtigen. Kontrastreich und lebendig gezeichnet sind die Charaktere, das Geschehen spitzt sich mehr und mehr zu, lässt die Leser eintauchen in diese auch von Gewalt und Verblendung geprägte Welt. Im Buch hat aber auch das Menschliche und Gute seinen Raum. Eine lohnende, fesselnde Lektüre, die auch nachdenklich macht. Gerlinde Knoller, Augsburg Kulturjournalistin, Literaturwissenschaftlerin

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.09.2022

Verlag

Liccaratur-Verlag

Seitenzahl

508

Maße (L/B/H)

18,9/11,8/2,8 cm

Gewicht

480 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-944810-07-2

Herstelleradresse

Liccaratur-Verlag
Friedensstraße 5
86899 Landsberg am Lech
DE

Email: klaus.pfaffeneder@t-online.de

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    06.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Religion und weltliche Macht

    genutzt wurde. Es ist auch eine Geschichte der Reformation und ihrer Selbstfindung mit allen Irr- und Abwegen, es ist eine gute Geschichte über die Wiedertäufer, die eine Lösung von weltlicher Macht und Religion abstrebten. Dieses Buch vermittelt sehr anschaulich das Leben der damaligen Zeit, in der die Kirche und der Aberglaube einen wichtigen Teil im Alltag einnahmen, in der das Recht des Stärkeren das Recht bestimmte, die Regeln festlegte. Es ist ein sehr eindrucksvolles Buch über ein dunkles Kapitel deutscher und christlicher Geschichte, es ist ein Muss für Neugierige.

  • Bewertung

    aus Magdeburg

    5/5

    20.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Religion, Glaube und weltliche Macht

    Anna, Tochter eines Kleinhäuslers im Lechrain belauscht eine geheimnisvolle Versammlung, an der ihr Bruder Gebhart teilnimmt. Kurz darauf wird ihr eine Stelle als Magd in der Färberwerkstatt des unbekannten Sprechers angeboten. In Augsburg kann Anna die Freiheiten der liberalen Stadt genießen und sie darf Lesen lernen. Sie findet eine neue Glaubensheimat und lernt Lenz kennen, mit dem sie bald mehr verbindet. Doch der Augsburger Stadtrat fürchtet um die öffentliche Ordnung und Anna und Lenz müssen fliehen. Uschi und Klaus Pfaffeneder, beide Jahrgang 1962, haben die Kriminalromane um den Kommissar Viertaler „Entwurzelte Schatten“ und „Täter-Oper-Schuld“ gemeinsam geschrieben. Sie leiten die Schreibwerkstatt der VHS Landsberg. Sie haben drei erwachsene Söhne. Das Cover zeigt eine junge Frau, die ein Buch in den Armen hält vor einer mittelalterlichen Stadtansicht und passt somit perfekt zum Inhalt. Idee und Entstehung des Covers werden von den beiden Autoren erläutert. Uschi und Klaus Pfaffenender beschreiben in einem gut lesbaren Stil die Geschehnisse im Lechrain und Augsburg im Jahr 1527 mit einem kurzen Prolog zwei Jahre früher. Es geht um die Gartenbrüder, auch Wiedertäufer genannt. Dabei werden Gespräche und Diskussionen ausführlich wiedergegeben, wodurch viele Informationen unterhaltsam vermittelt werden. Die Verhältnisse werden detailliert beschrieben, so dass sich ein gutes Bild der damaligen Zeit ergibt. Religion, Glaube und Macht sind wichtige Themen dieses Romans, die sich auch im Verhalten der Personen widerspiegeln. Hass, Mißgunst und Gier kommen genauso zur Sprache wie die Liebe zwischen Anna und Lenz, die wichtig für den Verlauf des Romans ist, aber wohltuend im Hintergrund bleibt. Die Beschreibungen der Protagonisten sind unterschiedlich. Während wir Anna und Lenz näher kennenlernen, bleiben andere Personen eher im Hintergrund. Die einzelnen Kapitel sind mit Zeit- und Ortsangabe versehen, so dass der Leser sich sofort orientieren kann. Karten, ein umfangreiches Personenregister, ein Glossar, und Literaturempfehlungen runden den Roman ab. Die historischen Hintergründe werden von den Autoren erläutert. Fazit: ein spannender, sehr gut recherchierter und detailliert geschriebener Roman, den ich gern empfehle

  • Kiki2705

    aus Leipzig

    5/5

    06.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Macht, Geld und falsch verstandener Glaube haben noch nie etwas Gutes bewirkt!

    „Die Schwester des Ketzers“ ist ein historischer Roman vom Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder. Er spielt in der Zeit von 1525 – 1527. Anna Schuster lebt mit ihrem Bruder und dessen Familie in einem armen Moordorf im Lechrain. Da es immer wieder zu Streit mit der Frau ihres Bruders kommt und die Nahrung knapp ist, kommt die Gelegenheit als Magd nach Augsburg zu gehen, gerade recht. Noch dazu hat Anna geheimnisvolle Dinge von einer Versammlung gehört, die nicht für ihre Ohren bestimmt waren. In Augsburg wartet mehr Freiheit auf Anna und die Möglichkeit, lesen zu lernen. Doch sie taucht hier auch immer weiter ein in die Kreise der Gartenbrüder oder Wiedertäufer, welche einen freiheitlichen Glauben und die Abkehr der Kirche von der Obrigkeit fordern. Auch Lenz Kirchperger tritt in Annas Leben. Doch die aufkeimende Liebe wird durch den Schatten der Vergangenheit und die sich immer weiter aufbauende Gefahr für die neue Glaubensgemeinschaft verdrängt. Der Schreibstil war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da immer wieder unbekannte Wörter verwendet wurden. Diese passen aber zur damaligen Zeit und somit auch zum Stil des Romans. Mit der Thematik der Wiedertäufer hatte ich mich selber noch nie beschäftigt und wurde somit in eine für mich völlig fremde historische Auseinandersetzung geworfen. Anna als eine der Protagonistinnen lernt man recht gut kennen. Ihr Drang nach Freiheit und den Wunsch, lesen zu lernen und mehr aus sich zu machen, kann man als Leser sehr gut nachempfinden. Auch Lenz mit seiner Vergangenheit ist in seinen Handlungen stets authentisch geschildert. Viele andere Personen werden nicht so detailliert geschildert und bleiben teilweise auch etwas blass. Der Roman beschäftigt sich mit Glauben, Religion, Macht, den damaligen Lebensumständen und dem Drang nach Umbruch in der Gesellschaft. Das Zusammenspiel zwischen der Obrigkeit und den religiösen Glaubensgemeinschaften wird sehr anschaulich geschildert und war für mich an vielen Stellen erschreckend. Auch ist ein klarer Zusammenhang zur heutigen Zeit erkennbar, was einen nachdenklich werden lässt. Der Spannungsbogen des Romans ist sehr gelungen, sodass ich am Ende das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Sehr lobend muss ich noch die zusätzlichen Inhalte erwähnen. Zu Beginn befindet sich ein übersichtliches Personenverzeichnis, aus dem auch klar erkennbar ist, welche Personen historisch belegt sind. Außerdem kann man sich an den verschiedenen Landkarten gut orientieren. Am Ende des Romans befindet sich ein sehr informatives Nachwort, ein Glossar und für Interessierte Radtouren in der Region. Solche Details machen für mich einen historischen Roman besonders. Fazit: Der Roman „Die Schwester des Ketzers“ hat mir die Glaubensgemeinschaft der Wiedertäufer in sehr informativer und spannender Form näher gebracht. Ein sehr gut recherchierter Roman, den ich historische interessierten Lesern nur empfehlen kann!

  • Bewertung

    aus Glauchau

    5/5

    29.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Spannender historischer Roman

    „...Da klagt mich der Richtige an. Du sagst doch selber, dass die Pfaffen nur von Barmherzigkeit reden, aber nicht danach handeln. Sie bestehen selbst bei schlechter Ernte auf ihren Abgaben, auch wenn wir vor Hunger sterben...“ Anna lebt auf dem Hof ihres Bruders. Die junge Frau ist gegenüber neuem Gedankengut aufgeschlossen. Das unterscheidet sie von ihrer Schwägerin Agnes. Doch die Zänkereien können so nicht weitergehen. Also stellt der Bruder Anna vor eine Alternative. Entweder sie heiratet einen Häusler, oder sie verdingt sich als Magd. Kurz darauf besucht der Färber Jos aus Augsburg Annas Bruder. Er bietet ihr eine Stelle bei sich an. Die Autoren haben einen spannenden historischen Roman geschrieben. Im Mittelpunkt stehen die Gartenbrüder, auch Wiedertäufer genannt. Der Schriftstil ist ausgereift. Das zeigt sich insbesondere bei den Diskussionen zu Glaubensfragen. Sie sind verständlich und nachvollziehbar. „...Deine Gedanken über Luther teile ich. Auch wenn das der Augsburger Rat nicht gerne hört, aber Doctor Luther hat seine neue Sichtweisen an die Lehren der Mächtigen angepasst und somit relativiert...“ Jos sorgt dafür, dass Anna Bei Susanne an den Bibelstunden teilnehmen kann. Gleichzeitig lernt sie Lesen und Schreiben. Lenz, ein Handwerksgeselle, mag Anna. Doch es gibt einen dunklen Fleck in seiner Vergangenheit. Während in Augsburg nur gegen die Gartenbrüder vorgegangen wird, setzt der bayrische Herzog alle fest, die vom katholischen Glauben abfallen. Er lässt auf seinem Gebiet eine Exempel statuieren. Sehr detailliert wird die Gerichtsbarkeit der damaligen Zeit mit ihren Foltermethoden beschrieben. Anna und Lenz müssen Augsburg verlassen. Sie kommen in der Nähe von Annas Heimatdorf unter. Das aber ist für beide hochgefährlich. Außerdem holt hier Lenz seine Vergangenheit ein. Spannend finde ich immer wieder die Glaubensdiskussionen. Bei manchen schimmert dabei ein Stück Fanatismus durch. So prophezeit Hans Hut den nahen Weltuntergang. Andere machen sich eher Gedanken um das irdische Leben. „...Es kommt auf den Lebenswandel an. Glaube und ethisches Leben müssen Hand in Hand gehen. Nur durch den Glauben und die Gnade Gottes wird niemand zum guten Menschen, Man muss sich schon auch anstrengen...“ Deutlich wird, dass die Gegner Luthers sich keinesfalls einig sind. Das Buch lebt von einer spannenden Handlung, detaillierten Beschreibungen und ausführlichen Gesprächen. Dabei spielen eine Menge an historischen Personen eine Rolle. Verrat und Intrige sorgen für den hohen Spannungsbogen. Keiner weiß, wem er wirklich trauen kann. Da Buch wird ergänzt durch drei historische Karten, ein Personenverzeichnis, ein Glossar, Ausführungen zu den historischen Hintergründen und Wandertipps entlang historische Pfade. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.

  • Bewertung

    aus Berlin

    4/5

    27.12.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Die Verfolgung der Wiedertäufer

    Das Autorenduo Uschi & Klaus Pfaffeneder, erzählen in ihrem neuen historischen Roman „Die Schwester des Ketzers“, viel über Religion, Glaube, Reformation und dem gesellschaftlichen Umbruch im frühen 16. Jahrhunderts. Inhalt: Anna Schuster ist die Tochter eines armen Kleinhäuslers im Lechrain. Eines Nachts belauscht sie eine geheimnisvolle Versammlung, an der ihr Bruder Gebhart teilnimmt. Ein Fremder beschwört das nahe Strafgericht Gottes. Ihr Lauschen bleibt nicht verborgen. Der unbekannte Prediger bietet ihr kurz darauf eine Stelle als Magd in seiner Färberwerkstatt in Augsburg an. Sie geht das Wagnis ein und ihr Mut zahlt sich aus. Sie genießt die Freiheiten der liberalen Reichsstadt, wo sich ihr Wunsch Lesen zu lernen, erfüllt. Als Lenz Kirchperger in ihr Leben tritt, scheint das Glück vollkommen, auch wenn seine Erlebnisse aus dem Bauernkrieg zwischen ihnen stehen. Eine neue Glaubensheimat finden sie in der Gemeinschaft der Gartenbrüder, die Kirche und staatliche Macht in Frage stellen. Das bleibt nicht ohne Folgen, denn der bisher tolerante Augsburger Stadtrat fürchtet um die öffentliche Ordnung. Er beschließt, diese neue Sekte der Wiedertäufer zu zerschlagen. Anna und Lenz fliehen. Meine Meinung: Das Buch ist mit einem richtig stilvollen Cover gestaltet und enthält eine Fülle an Informationen, die durch viel Recherche des Autorenduos, entstanden ist. Zur Orientierung gibt es auch ein Inhaltsverzeichnis und gelungene Karten, aus Augsburg und Landsberg. Das Personenregister beschreibt die historischen und einige fiktive Personen, die zu Anfang der Geschichte, etwas Aufmerksamkeit erfordert. Der Prolog beginnt 1925 mit dem Bauernkrieg, der auf beiden Seiten viele Verwundete und Tote, mit sich brachte. Der Pfleger in Landsberg, Gregor von Egloffstein wie auch Martin Luther, waren sich einig, die aufsässigen Bauern sollten erschlagen werden. Im Jahr 1927 in Hürben im Fürchelmoos nimmt die Geschichte der Wiedertäufer ihren Lauf als Anna eine geheimnisvolle Versammlung belauscht. Viele Steine werden Anna in den Weg gelegt und sie nimmt das Angebot des unbekannten Predigers an und geht mit ihm nach Augsburg. Hier scheint sie das Leben zu genießen, nie ging es ihr besser und sie fühlt sich in Augsburg, mehr als wohl. Als Lenz in ihr Leben tritt, scheint sie glücklicher denn je. Selbst Lenz hat einige Geheimnisse und als ihm bewusst wird, wer Anna ist, ist er unweigerlich gezwungen sich ihr nach und nach zu öffnen. Die Gerüchte und Verfolgungen gegen die Wiedertäufer wird immer dramatischer und mittendrin steckt Anna und Lenz. Wird ihre Liebe das ganze Leid überstehen? Fazit: Dem Autorenduo ist es durchaus gut gelungen, einen historischen Roman aus dem frühen 16. Jahrhundert, gut recherchiert zu erzählen. Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt und ich konnte sie mir sogar bildlich, sehr gut vorstellen. Von mir 4 von 5 Sternen!

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