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Rezitativ Die einzige Erzählung der Nobelpreisträgerin

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

20,4/12,4/1,9 cm

Gewicht

209 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Recitatif

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00364-7

Beschreibung

Rezension

Vierzig Jahre nach dem Original ist Toni Morrisons grandiose Erzählung Rezitativ in deutscher Übersetzung erschienen. Eine Wucht! Auf seinen bloß 96 Seiten verrät der Text mehr über unser aller Rassismus als so mancher Wälzer. ("Der Standard")
Doppelt wertvoll wird diese Neuerscheinung durch das ausführliche Nachwort von Morrisons britischer Kollegin Zadie Smith, das den Wert und Gehalt der Erzählung in Form eines essayistischen Anmerkungsapparats ergänzt. Man kann beides zusammen nur Pflichtlektüre nennen. ("Der Standard")
Platz 2 der SWR-Bestenliste im Juli/August 2023 ("SWR "Bestenliste"")
Ein augenöffnendes und hirndurchlüftendes Experiment, das ein literarisches Meisterwerk geworden ist. ("Tages-Anzeiger")
Morrison schreibt so klar, mit so einer Leichtigkeit und manchmal auch mit einer so spröden Poesie, dass die Erzählung neben allem, was sie ethisch leistet, einmal mehr zeigt, warum diese Schriftstellerin nicht nur den Literaturnobelpreis gewann, sondern von sehr vielen Menschen sehr gern gelesen wird. ("Berliner Zeitung")
Toni Morrisons Erzählung überzeugt mit einem Experiment. ("Frankfurter Rundschau")
„Rezitativ“ wirft nichts weniger auf als die Frage, wie rassistische Kategorien funktionieren, was man dafür braucht – und wie es anders gehen könnte. ("Der Tagesspiegel")
"Rezitativ" zeigt bei aller Kürze die allegorische Schärfe und die humane Kraft von Toni Morrisons Schreiben. Ein brillantes Stück Prosa. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")
Toni Morrison spielt gekonnt mit unseren unterschwellig rassistisch geprägten Vorurteilen. ("WDR Westart Lesestoff")
Ein grandioses Stück Literatur. ("Handelsblatt")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2023

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

20,4/12,4/1,9 cm

Gewicht

209 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

7. Auflage

Originaltitel

Recitatif

Übersetzt von

Tanja Handels

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00364-7

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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Regt zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile an .... großartig

Bewertung am 21.12.2025

Bewertungsnummer: 2682474

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Toni Morrisons „Rezitativ“ ist eine kurze, aber inhaltlich äußerst dichte Erzählung, ergänzt durch ein kluges und einordnendes Nachwort von Zadie Smith. Gerade die Kürze des Textes ist seine Stärke: Ohne Umwege zwingt er Leserinnen und Leser zur aktiven Auseinandersetzung. Die Geschichte von Twyla und Roberta fordert bewusst heraus. Morrison verweigert konsequent die Zuordnung, wer von beiden schwarz oder weiß ist – und genau darin liegt die erzählerische Brillanz. Während des Lesens ertappt man sich immer wieder dabei, eigene Annahmen treffen zu wollen, gespeist aus Sprache, Verhalten oder sozialen Kontexten. Diese innere Suche entlarvt die eigenen Vorurteile in Bezug auf Hautfarbe und Herkunft mit bemerkenswerter Klarheit. Besonders eindrücklich ist die Figur der Maggie, einer behinderten Angestellten im Kinderheim. Ihre stille Präsenz und die Diskriminierung, die sie erfährt, wirken wie ein moralischer Prüfstein der Erzählung. Maggie steht für all jene, die mehrfach marginalisiert werden – durch Behinderung, durch soziale Stellung und durch das Wegsehen anderer. Die spätere Neubewertung ihrer Rolle durch die Protagonistinnen verstärkt die Frage nach Verantwortung, Schuld und verdrängter Mitmenschlichkeit. „Rezitativ“ hält der Gesellschaft – und jedem Einzelnen – einen Spiegel vor. Es zeigt, wie tief Diskriminierung und Rassismus im Denken verankert sind, oft ohne bewusste Absicht. Das Buch regt nachhaltig zum Nachdenken an und wirkt lange über die letzte Seite hinaus. Dieses Werk sollte aus meiner Sicht fester Bestandteil des Schulunterrichts sein. Es bietet eine hervorragende Grundlage, um über Rassismus, Vorurteile, Erinnerung und moralische Verantwortung zu sprechen – klar, zugänglich und dennoch literarisch anspruchsvoll.

Regt zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile an .... großartig

Bewertung am 21.12.2025
Bewertungsnummer: 2682474
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Toni Morrisons „Rezitativ“ ist eine kurze, aber inhaltlich äußerst dichte Erzählung, ergänzt durch ein kluges und einordnendes Nachwort von Zadie Smith. Gerade die Kürze des Textes ist seine Stärke: Ohne Umwege zwingt er Leserinnen und Leser zur aktiven Auseinandersetzung. Die Geschichte von Twyla und Roberta fordert bewusst heraus. Morrison verweigert konsequent die Zuordnung, wer von beiden schwarz oder weiß ist – und genau darin liegt die erzählerische Brillanz. Während des Lesens ertappt man sich immer wieder dabei, eigene Annahmen treffen zu wollen, gespeist aus Sprache, Verhalten oder sozialen Kontexten. Diese innere Suche entlarvt die eigenen Vorurteile in Bezug auf Hautfarbe und Herkunft mit bemerkenswerter Klarheit. Besonders eindrücklich ist die Figur der Maggie, einer behinderten Angestellten im Kinderheim. Ihre stille Präsenz und die Diskriminierung, die sie erfährt, wirken wie ein moralischer Prüfstein der Erzählung. Maggie steht für all jene, die mehrfach marginalisiert werden – durch Behinderung, durch soziale Stellung und durch das Wegsehen anderer. Die spätere Neubewertung ihrer Rolle durch die Protagonistinnen verstärkt die Frage nach Verantwortung, Schuld und verdrängter Mitmenschlichkeit. „Rezitativ“ hält der Gesellschaft – und jedem Einzelnen – einen Spiegel vor. Es zeigt, wie tief Diskriminierung und Rassismus im Denken verankert sind, oft ohne bewusste Absicht. Das Buch regt nachhaltig zum Nachdenken an und wirkt lange über die letzte Seite hinaus. Dieses Werk sollte aus meiner Sicht fester Bestandteil des Schulunterrichts sein. Es bietet eine hervorragende Grundlage, um über Rassismus, Vorurteile, Erinnerung und moralische Verantwortung zu sprechen – klar, zugänglich und dennoch literarisch anspruchsvoll.

Unsere Scheren im Kopf

Klaus Effing aus Köln am 09.03.2024

Bewertungsnummer: 2149518

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viel ist bereits über das Büchlein, die einzige Erzählung von Toni Morrison, geschrieben worden. Die nur 44 Seiten, die von einem ebenso langen Nachwort von Zadie Smith begleitet werden, sind eine Offenbarung und zeigen uns, welche Denkmuster wir im Kopf haben. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Zwei Mädchen kommen ins Kinderheim, verbringen dort eine Zeit gemeinsam, machen Erfahrungen, nicht nur gute. Sie verlieren sich aus den Augen und treffen sich im Laufe ihres Lebens einige Male per Zufall wieder. Toni Morrison hat bereits vor 40 Jahren eine Erzählung geschrieben, die heute noch aktuell ist. Denn: Eines der Mädchen ist schwarz, eines der Mädchen ist weiß. Es ist nicht klar, wer welche Hautfarbe hat. Morrison umschifft diese Erkenntnis gekonnt. Und was passiert? Wohl die meisten Leser:innen versuchen, herauszufinden, wer wer ist. Man arbeitet sich dabei an Namen ab, Verhaltensweisen, Äußerlichkeiten und beruflichem Umfeld. Aber man kann die Frage nicht beantworten. Morrison zeigt uns hier klug auf, welchen Stereotypen wir doch oftmals unterliegen, gewollt oder unbewusst. Eine Erkenntnis, die Augen öffnend ist. Dieses kurze Buch sagt mehr über den oftmals stillen Rassismus oder Voreingenommenheiten aus, als manch wissenschaftliche oder soziologische Erklärung. Lesen bietet Aufklärung!

Unsere Scheren im Kopf

Klaus Effing aus Köln am 09.03.2024
Bewertungsnummer: 2149518
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Viel ist bereits über das Büchlein, die einzige Erzählung von Toni Morrison, geschrieben worden. Die nur 44 Seiten, die von einem ebenso langen Nachwort von Zadie Smith begleitet werden, sind eine Offenbarung und zeigen uns, welche Denkmuster wir im Kopf haben. Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Zwei Mädchen kommen ins Kinderheim, verbringen dort eine Zeit gemeinsam, machen Erfahrungen, nicht nur gute. Sie verlieren sich aus den Augen und treffen sich im Laufe ihres Lebens einige Male per Zufall wieder. Toni Morrison hat bereits vor 40 Jahren eine Erzählung geschrieben, die heute noch aktuell ist. Denn: Eines der Mädchen ist schwarz, eines der Mädchen ist weiß. Es ist nicht klar, wer welche Hautfarbe hat. Morrison umschifft diese Erkenntnis gekonnt. Und was passiert? Wohl die meisten Leser:innen versuchen, herauszufinden, wer wer ist. Man arbeitet sich dabei an Namen ab, Verhaltensweisen, Äußerlichkeiten und beruflichem Umfeld. Aber man kann die Frage nicht beantworten. Morrison zeigt uns hier klug auf, welchen Stereotypen wir doch oftmals unterliegen, gewollt oder unbewusst. Eine Erkenntnis, die Augen öffnend ist. Dieses kurze Buch sagt mehr über den oftmals stillen Rassismus oder Voreingenommenheiten aus, als manch wissenschaftliche oder soziologische Erklärung. Lesen bietet Aufklärung!

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Rezitativ

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