Produktbild: Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten / Inspector Swanson Band 1
Band 1

Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten / Inspector Swanson Band 1 Krimi

Aus der Reihe Inspector Swanson
10

10,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.2014

Verlag

Dryas

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12/3,2 cm

Gewicht

263 g

Farbe

Eisblau / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Reihe

Baker Street Bibliothek 1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-940855-53-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.05.2014

Verlag

Dryas

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19/12/3,2 cm

Gewicht

263 g

Farbe

Eisblau / Ozeanblau

Auflage

1. Auflage

Reihe

Baker Street Bibliothek 1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-940855-53-4

Herstelleradresse

Dryas Verlag
Hermansstal 119k
22119 Hamburg
DE

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  • Pink Anemone

    aus Wien

    5/5

    07.03.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Gelungener Auftakt einer viktorianischen Krimi-Reihe - authentisch, spannend und mit ganz besonderen Charakteren.

    London 1893, Gordon Wigfield, ein ehrbarer Goldschmied und Damenfreund wurde in seiner Werkstatt auf bestialische Weise ermordet. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson nimmt die Ermittlungen auf. Doch es bleibt nicht bei einer Leiche. Die Nachforschungen führen Swanson schließlich in die höchsten Kreise der Gesellschaft. Welche Rolle spielen Oscar Wilde und sein Geliebter Lord Douglas? Und was weiß Arthur Conan Doyle? Die Karten werden neu gemischt, als sich herausstellt, dass der in den Kellern des Londoner Bankhauses Parr am Cavendish Square aufbewahrte „Blaue Hope-Diamant“ eine Imitation ist ...(Klappentext) - hier wäre es übrigens von Vorteil gewesen nicht gleich zu viel zu verraten. ♔♔♔♔♔ "Die Zeit der Kerzen und der Gemütlichkeit. Die Zeit des dampfenden Kakaos und der duftenden Kerzen. Die Vorweihnachtszeit...." (S. 11 - Anfang) Ruhig und besinnlich scheint dieser Krimi zu beginnen doch lasst Euch nicht täuschen, denn hier geht es alles andere als ruhig und besinnlich zu. Bereits ein paar Seiten weiter war es das mit der Idylle und die unerklärlichen Morde an Englands Goldschmieden nehmen ihren Anfang - im Jahre 1878. 15 Jahre später - Chief Inspector Swanson wird zu einem Mord gerufen. Ein geachteter und ehrbarer Goldschmied wurde auf bestialische Weise ermordet. Alle Beweise und Hinweise scheinen ins nichts zu führen, bis ein weiterer Goldschmied auf ähnlich brutale Art ermordet aufgefunden wird. Parallelen sind der Beruf und die Räucherkegel die um und auch in den Leichen gefunden werden. Bei den Ermittlungen wird schnell klar, dass diese Goldschmiede gar nicht so ehrbar waren wie es zunächst schien. Jeder von ihnen hat Dreck am Stecken und das nicht zu knapp. Doch was dies alles mit dem Hope-Diamanten zu tun hat und weshalb die Zeit läuft, tja, das liest man am besten selbst. Ich liebe viktorianische Krimis aufgrund ihres ganz eigenen Flairs und sofern sie authentisch sind und dieser reizte mich besonders. Dieser Krimi sprüht nämlich nahezu vor Authentizität. Dies liegt vor allem an den vorhandenen Protagonisten. Der Großteil der im Buch vorkommenden Personen existierte wirklich. Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle und auch die kleine Agatha Christie kreuzen unseren Weg. Aber allen voran Chief Inspector Donald Sutherland Swanson. Ja, richtig gelesen. Dieser Krimi beruht auf eine einst tatsächlich existierenden Person. Ebenso gibt es auch den berüchtigten Hope-Diamanten, wie auch sein Fluch, der angeblich vielen Besitzern Unglück und Tod bescherte. Mit diesem Wissen erhält dieser Krimi einen ganz besonderen Charme. Der Autor schafft es auf sehr einnehmende Art und Weise diese Personen auftreten zu lassen, welche den Leser nicht nur einmal schmunzeln lässt. Die Charaktere sind durchwegs gut und vor allem authentisch gezeichnet und behalten ihren für sie typischen Charme bei. Die Charakterzeichnugnen sind im Allgemeinen sehr gut gelungen und die an die Zeit angepasste Dialogführung trägt ebenso dazu bei sich in die damalige Zeit zurückversetzt zu fühlen. Die Zahl der Protagonisten wäre auch durchaus überschaubar gewesen, wenn der Autor bei den Angaben der Namen nicht des Öfteren zwischen der Familien- und Vornamen, sowie der Kurzform der Vornamen switchen würde. Das führte manchmal etwas zur Verwirrung. Historische Ereignissen werden hier ebenso auf amüsante Weise eingeflochten. "Es war das Jahr 1893. Jenes Jahr, in welchem die Welt ihr Augenmerk skeptisch auf Neuseeland gerichtet hatte. Man sprach vom Verfall der Moral, man sah sich einer unglaublichen Bedrohung ausgesetzt, man zitterte und schauderte bei dem Gedanken daran, eine Welle weiblicher Gewalt könne amazonenhaft und feministisch auf die heilen Kontinente männlicher Herrschaft schwappen und sie überspülen." (S. 19) Die Rede ist von der Wahlberechtigung der Frauen und welche Reaktionen diese in der damaligen Zeit auslöste. Aber auch die Geschichte der Forensik wird hier thematisiert. Diese steckte damals noch in den Kinderschuhen und so etwas wie die Möglichkeit Täter anhand von Fingerabdrücken zu überführen, wurde nur müde belächelt. "Trotz seiner Offenheit den geheimnisvollen wissenschaftlichen Methoden der noch jungen forensischen Abteilung des Yards gegenüber war Swanson ein skeptischer Mann der alten Schule..." (S. 33) Der Autor hat hier wirklich viel Zeit und Mühe in die Recherche gesteckt und historische Ereignisse genauso packend beschrieben wie den Krimi selbst. Der Schreibstil ist flüssig und die Erzählweise packend. Der Plot enthält unzählige Wendungen und die Auflösung war selbst für mich mehr als überraschend. Es gab im Verlauf der Story absolut keine Hinweise und trotzdem war es doch logisch und nachvollziehbar. Hier wird auch nicht am typisch britischen Humor gespart - morbide und trocken, bissig und treffend, also ganz meins. Daher musste ich mehr als nur einmal laut lachen. Trotzdem sollte man nicht allzu zart besaitet sein, denn die Morde sind alles andere als 08/15 und werden hier nicht nur angedeutet. "Die Hände mit Draht gefesselt. Der Kopf im Nacken. Die Augen entsetzt aufgerissen. Schwache Rauchschwaden stiegen noch immer aus der verbrannten Mundhöhle auf [.....]. Der Mörder hatte den Mann auf den Stuhl gesetzt und ihm das geschmolzene Gold in den Rachen gegossen." (S. 29) Und das ist die harmloseste vorhandene Beschreibung. Fazit: Dies ist der Auftakt einer viktorianische Krimi-Reihe, welche definitiv ganz nach meinem Geschmack ist und das Zeug dazu hat einer meiner Lieblingsreihen zu werden - authentisch, spannend, mit viel britischem Humor und ganz besonderen Charakteren. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon den 2. Teil zu lesen.

  • Zsadista

    5/5

    16.07.2014

    Buch (Taschenbuch)

    Rezension zu "Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten"

    London 1878. Ein Juweliergeschäft wird überfallen. Es werden alle ermordet bis auf einen Goldschmied. Selbst die beiden Kinder des Besitzers. 15 Jahre später beginnt eine Reihe weiterer Morde. Der erste ist ein Goldschmied, der für diese Zeit obszöne Vorlieben in der Damenwelt hegt. Er wird auf bestialische Weise ermordet aufgefunden. Chief Inspector Donald Sutherland Swanson wird mit den Ermittlungen beauftragt. Noch während er ermittelt, passiert der nächste Mord in Goldschmiedekreisen. Swanson ahnt, dass die Morde miteinander zusammen hängen, da es an beiden Tatorten eine Gleichheit gibt. Swanson muss bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft vordringen um die Morde zu klären. Dazu muss er auch noch einen Code entschlüsseln, der entweder zum nächsten Opfer oder zum Täter führt. Wird er es schaffen, bevor es weitere Morde gibt? Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass das Buch schon optisch ein Hingucker ist. Die Farbe fällt auf, die Schrift ist dazu glänzend erhoben und die Seiten sind am Rand blau bedruckt. Also direkt etwas, dass ich in die Hand nehme und danach sehe. Vom Inhalt her bin ich begeistert. Die Protagnisten sind klar heraus gearbeitet ohne viel drum herum zu schreiben. Orte und Personen sah ich ohne Probleme vor meinen Augen. Dazu kommt, dass der Autor genau wusste, wie man den Spannungsbogen bis zum Ende hin halten konnte. Es machte mir unheimlich Spaß, mit Inspector Swanson zu ermitteln. Ich liebe es, wenn man am Ende selbst auf den Täter kommen kann und es nicht irgendein Fantasy-Täter ist, auf den man beim besten Willen niemals kommen kann. Ich kam sogar recht flott auf die Lösung des Codes, was mir ebenfalls gefallen hat. Wer gerne Spannung hat, auch mal gerne selbst ein bisschen mittermitteln will, ist mit dem Roman genau richtig! Ich kann ihn nur weiter empfehlen.

  • Igelmanu

    aus Mülheim

    5/5

    06.06.2014

    Buch (Taschenbuch)

    „Die Sache mit den Fingerabdrü…

    „Die Sache mit den Fingerabdrücken ist mir nicht ganz geheuer, Sir“, meinte Phelps und betrachtete seine Fingerkuppen. „Das Ganze hat in meinen Augen mehr von Okkultismus als von exakter Wissenschaft. Wahrscheinlich muss man daran glauben, damit es funktioniert.“ London, im September 1893. Noch immer sind die furchtbaren Morde des Rippers im allgemeinen Gedächtnis, da wird die Stadt schon von einer neuen Mordserie heimgesucht. Die Taten sind nicht weniger bestialisch, diesmal allerdings sind die Opfer Goldschmiede. Und da ihnen außer ihrem Leben nichts geraubt wurde ist Chief Inspector Donald Sutherland Swanson und Sergeant Peter Phelps schnell klar, dass da ein hartes Stück Arbeit auf sie zukommt… Dieser Krimi macht Spaß von der ersten bis zur letzten Seite! In den zeitlichen Rahmen des viktorianischen Zeitalters wird die Krimihandlung überaus unterhaltsam eingebettet. Die unglaubliche Prüderie der Zeitgenossen zeigt sich in diversen Szenen, über die ich mich köstlich amüsiert habe. Als starken Kontrast dazu landen unsere Ermittler auch mal in der Homosexuellenszene, deren Teilnehmer entweder ein Musterbeispiel für Doppelmoral sind oder schillernde Auftritte haben wie Oscar Wilde. Einen weiteren starken Gastauftritt hat ein Privatermittler namens Arthur Conan Doyle, der in bester Sherlock Holmes Manier nach Spuren sucht und dabei Methoden anwendet, die in Polizeikreisen noch als äußerst fragwürdig angesehen werden (siehe Eingangszitat). Das macht Spaß und liefert zudem interessante Einblicke in die Anfänge der modernen Kriminalistik Der Schreibstil hat mir ebenfalls gut gefallen. Der Autor hat einen trockenen Humor, den ich sehr mag. Das fängt bei den Namen der Ermittler an, geht weiter mit beispielsweise einem jungen (zunächst noch prüden) Sergeant, dem sich bei der Untersuchung eines Schlafzimmers eine ganz neue Welt eröffnet und endet bei einem Autogramme schreibenden Henker. Und wenn Swanson beim Amtsarzt zur Autopsie erscheint und der ihn „in einem hölzernen Verschlag [erwartet], den ein Blinder im Hinterhof der Polizeiwache zusammengezimmert haben musste“, dann sehe ich die ganze Szene mehr als deutlich vor mir! Fazit: Eine volle Leseempfehlung von mir für diesen viktorianischen Krimi mit Humor! P.S. Noch eine kleine Ergänzung zum Namen: Wer mal „Jack the Ripper“ googelt, findet bei den Namen der ermittelnden Polizeibeamten tatsächlich einen Donald Swanson. Ich habe aber keine Ahnung, ob der außerdem noch „Sutherland“ hieß.

  • Bewertung

    aus Kleve

    4/5

    13.03.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Netter historischer Krimi ohne Klischees

    Ein Mörder geht um in London und anderen britischen Städten, der es auf Goldschmiede abgesehen hat. Sein Markenzeichen sind besonders perfide Methoden, mit denen er es nicht nur beim Mord belässt, sondern die Opfer auch noch gefoltert hat. Warum? Und welche Verbindung besteht zwischen den Opfern? Gibt es überhaupt eine Verbindung außer ihrem Beruf? Mit der Beantwortung dieser Fragen tut sich Inspector Swanson von Scotland Yard zunächst schwer. Da hilft ihm auch nicht ein geheimnisvoller „Code“ aus dem Tagebuch eines der Opfer, denn den zu entschlüsseln ist alles andere als leicht. Als sich jedoch herausstellt, dass der berühmte Hope-Diamant eine Fälschung ist, ergibt sich ein Zusammenhang zu einem grausamen Mord vor 15 Jahren und endlich auch eine Spur zum Täter. Dessen Identität kommt jedoch nicht nur für Swanson überraschend, sonder auch für den Leser. Robert C. Marley hat hier einen gut recherchierten historischen Krimi frei von Klischees geschaffen, in dem auch berühmte Zeitgenossen Gastauftritte haben: der homosexuelle Oscar Wilde, Sherlock Holmes’ Schöpfer Arthur Conan Doyle (der sich bemüßigt fühlt, der Polizei in bester Holmes-Manier bei ihren Ermittlungen zu helfen) und sogar Agatha Christie taucht als quirlige und naseweise Dreijährige auf (Agatha Miller). Gut platzierte Situationskomik bringt stellenweise eine erfrischend humorige Note hinein. Das alles versöhnt mich dann auch einigermaßen, aber keineswegs vollständig mit den Schwächen des Romans. 1. Die Charaktere habe ich als blass empfunden. Besonders Swanson fehlt ein greifbares Profil, weshalb er auf mich austauschbar und teilweise sogar nichtssagend wirkte. 2. Die Handlung beinhaltet zwar ein enormes Spannungspotenzial, plätschert aber bis auf einige wenige Highlights eher seicht dahin. An manchen Stellen hätte ihr eine Straffung des Textes, besonders einiger Dialoge, gutgetan. 3. Der Titel verdient nach meinem Empfinden das Prädikat „Thema verfehlt“, denn der darin „angepriesene“ Fluch spielt nicht die geringste Rolle. Der Fluch wird erst auf Seite 220 erwähnt (im letzten Drittel des Buches), der Hope-Diamant als solcher auf Seite 172/73 erstmals genannt (nach über der Hälfte des ca. 300-seitigen Buches; dass er mit den Taten überhaupt zu tun haben könnte, kommt noch sehr viel später heraus). Und die Morde als solche haben auch nur indirekt mit dem Diamanten und nicht einmal im Entferntestens mit dessen angeblichem Fluch zu tun. Weder der Mörder beruft sich am Ende auf ihn, noch zieht Swanson oder jemand anderes dazu eine Parallele. Vielleicht sollte der Fluch im Titel Leser anlocken? Jedenfalls sollte man solche „Versprechungen“ auch einhalten, besonders wenn sie im Titel stehen und dadurch implizieren, dass sie eine wichtige Rolle spielen. Die Geschichte des Diamanten und seines Fluchs im „Epilog“ als rein historische Fakten, die ebenfalls nichts mit der Romanhandlung zu tun haben, auf gerade mal anderthalb Seiten aufzulisten, rechtfertigt nicht, den Fluch reißerisch im Titel zu nennen. Da fühlte ich mich als Leser dann doch ziemlich verschaukelt. Ich vergebe 3,5 Sterne und runde auf 4 auf.

  • tassieteufel

    4/5

    16.09.2014

    Buch (Taschenbuch)

    London Ende des 19. Jahrhunder…

    London Ende des 19. Jahrhunderts: der angesehene Goldschmied Gordon Wigfield wurde in seiner Werkstatt brutal ermordet. Zunächst vermutet Scotland Yard die reichlichen Damenbekanntschaften des Juweliers als Hintergrund für die Tat, doch schon bald hat Inspektor Swanson einen weiteren toten Goldschmied und die Spur führt in höchste Kreise und zu einem sagenumwobenen Diamanten. Robert Marley der selbst Goldschmiedemeister ist, gelingt mit seinem historischen Krimi und den Verwicklungen rund um den Hope Diamanten eine spannende Zeitreise in das ausgehende 19. Jahrhundert, in das man beim Lesen eintauchen kann. Die Atmosphäre der viktorianischen Zeit hat der Autor gut eingefangen und der Zeitgeist spiegelt sich sowohl im Schreibstil als auch im Agieren der Personen wieder. Trotz der recht brutalen Morde, macht es definitiv Spaß das Buch zu lesen! Die steifen Konventionen der viktorianischen Gesellschaft, hinter deren Kulissen es nichts desto trotz auch frivol und leichtlebig zugeht, bieten reichlich Raum für skurrile Szenen und wohldosierten, trockenen englischen Humor und auch wenn Inspektor Swanson als Hauptfigur ein wenig blass bleibt, so sind doch die Nebencharaktere wirklich hervorragend charakterisiert. Und gerade bei diesen Nebenfiguren findet man eine große Anzahl historisch verbürgter Personen. So trifft der Leser auf Arthur Conan Doyle, der wie der von ihm erschaffene Sherlock Holmes messerscharf kombiniert und mit der Lupe am Boden herumkriecht, ebenso wie Oskar Wilde, Lord Francis Hope, John Theodore Tussaud und die spätere Agatha Christie. Auch der ermittelnde Inspektor Swanson hat tatsächlich gelebt. Ebenso durchziehen den Roman reichlich historischen Fakten, es wird über das Frauenwahlrecht lamentiert, neumodische Ermittlungsmethoden wie das Abnehmen von Fingerabdrücken oder das Installieren von Telefonen halten Einzug. All diese kleinen Details verleihen der Geschichte zwar Authentizität, aber die Fülle der Informationen und die vielen bekannten Personen auf nur 250 Seiten überfrachtet die Story andererseits auch ein wenig, so dass man das Gefühl hat, der Autor wollte alle ihm bekannten Fakten in die Story hineinpacken und daher bleibt neben all den netten kleinen Szenen rund um die historisch verbürgten Figuren der eigentliche Krimifall ein wenig auf der Strecke. FaziT: Insgesamt eine sehr unterhaltsame Lektüre mit viel Lokalkolorit und zeitgemäßem Flair, liebevoll und detailreich gezeichneten Figuren und einem Krimifall der ein wenig spannender hätte sein können.

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