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22 Kundenbewertungen

Eine Arbeitsgruppe für die Sicherung des Altusrieder Burgschatzes mit der Reliquie von St.Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, der unter der Burgruine Kalden gefunden wurde und jetzt nach einer weltweiten Ausstellungstour endlich wieder in die Heimat kommt - so ein Schmarrn!, denkt sich Kommissar Kluftinger, der doch gerade den mysteriösen Mord an einer alten Frau aufklären muss. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Und ausgerechnet jetzt wird auch noch Kluftingers Auto gestohlen, was er aus Scham jedoch seinen Kollegen und sogar Erika verschweigt. Das bringt ihn mehr als einmal in…mehr

Produktbeschreibung
Eine Arbeitsgruppe für die Sicherung des Altusrieder Burgschatzes mit der Reliquie von St.Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, der unter der Burgruine Kalden gefunden wurde und jetzt nach einer weltweiten Ausstellungstour endlich wieder in die Heimat kommt - so ein Schmarrn!, denkt sich Kommissar Kluftinger, der doch gerade den mysteriösen Mord an einer alten Frau aufklären muss. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Und ausgerechnet jetzt wird auch noch Kluftingers Auto gestohlen, was er aus Scham jedoch seinen Kollegen und sogar Erika verschweigt. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist …

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  • Produktdetails
  • Verlag: OSTERWOLDaudio
  • Gesamtlaufzeit: 436 Min.
  • Erscheinungstermin: 14.07.2011
  • ISBN-13: 9783844905045
  • Artikelnr.: 33786938
Autorenporträt
Für die beiden Allgäuer kam die Schriftstellerkarriere eher unverhofft: Auf einer Autofahrt kam den beiden Freunden die Idee für ein gemeinsames Buch. Sie fantasierten herum, hatten ein paar Ideen. Wie es der Zufall wollte, wurde Klüpfel ein paar Monate später von einem Verleger angesprochen, ob er jemanden kenne, der einen Allgäu-Krimi schreiben könne. Klüpfel zeigte ihm den ersten Entwurf, und der Verleger biss an. Daraufhin folgte eine Zeit harter Arbeit, der Roman wurde fertig, wurde als "Milchgeld" veröffentlicht und verkaufte sich mehr als erfolgreich. So wurde aus Volker Klüpfel, Redakteur der Allgäuer Zeitung, und Michael Kobr, Realschullehrer für Französisch und Deutsch in Memmingen, ein Autorenpaar. Michael Kobr liebt George Simenons Kommissar Maigret, Klüpfel ist Brunetti-Fan. Keine schlechten Vorbilder, wie es scheint, die beiden Allgäuer jedenfalls katapultierten sich in die Bestseller-Listen und gewannen 2005 den Bayerischen Kulturförderpreis. Wenn man den beiden glauben darf, ändert sich durch den Erfolg nicht viel. Die besten Ideen entstehen noch immer im Auto.

Das meint die buecher.de-Redaktion:Authentischer kann man einer Landschaft kaum ein Denkmal setzen als Klüpfel und Kobr mit ihrem kauzigen Kommissar Kluftinger.
Rezensionen
»Volker Klüpfel und Michael Kobr halten, gerade weil sie so viele Einzelheiten in ihre Geschichte packen, den Leser bei den Seiten. Das ist ihr Talent. Auch reichlich Komik, die besonders vor Publikum offensichtlich werden wird und sich gerne aus der Mann-Frau-Schublade bedient, gibt dem Buch Charme.« Süddeutsche Zeitung . »Die Kluftinger-Serie von Klüpfel und Kobr macht den Regionalkrimi zur Sitcom - Gags und Crime im Allgäu mit Bühnenreife in Hör- und Drehbuchqualität. Liebevoll ausgemalte menschliche Schwächen sind die Stärken, sind das komödiantische Grundkapital dieser Serie.« Die Welt . »... hintersinnig humorvoll ...« Der Spiegel . »Den beiden Autoren gelingt etwas Seltenes: Sie bringen die Deutschen dazu, über sich selbst zu lachen.« Focus . »Kluftinger ist Kult.« . Bild . »Komissar und Arzt fetzen sich beim Lösen der Fälle immer, dass es eine Freude ist.« Stern . »Gewohnt witzig, kurzweilig und dennoch spannend lassen Klüpfel und Kobr ihren Klufti durch den Fall stolpern. Dass ... der Fall selbst, der bei allem Witz klug erzählt wird und alles andere als ein provinzielles Plagiat eines Hollywoodfilms ist, im Mittelpunkt steht, tut der Geschichte gut.« Münchner Merkur . »Mordsmäßig spannend.« Jolie . »Mit Schmunzelgarantie!« Bild und Funk . »Die Stärke der beiden munteren Autoren ist die detailreiche Beschreibung von Seelenlage und Umfeld des Kommissars Kluftinger, ein Antiheld aus dem Alltag, sympathisch und wiedererkennbar ... Klüpfel und Kobr sind nicht nur zwei begabte Schreiberlinge, die sich den Kultkommissar Kluftinger ausgedacht haben, sondern auch begnadete Interpreten ihrer Figuren.« Frankfurter Neue Presse . »Sie veranstalten etwas, das mit >LesungKluftinger…mehr

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.02.2012

Inneres Bockbierfest

Ihr Kommissar ist Kult, doch die "Späßle" werden immer alberner: Michael Kobr und Volker Klüpfel legen mit "Schutzpatron" ihren sechsten Kluftinger-Krimi vor.

Kempten ist dreimal so groß wie Ystad, aber im Gegensatz zu seinem heimlichen Vorbild Kurt Wallander droht Kriminalhauptkommissar Kluftinger wenig Gefahr. In Schweden nistet das Weltböse gern unerkannt in der Provinz; in den bodenständigen Allgäu-Krimis des Lehrers Michael Kobr und des Kulturredakteurs Volker Klüpfel wachsen nur die Fettnäpfchen der Peinlichkeit und Misthaufen heimatseliger Gemütlichkeit in den Himmel. Kluftinger liebt Kässpatzn und Zwetschendatschis, hasst Anglizismen und Handys, Großkopferte und affektierte Laffen wie Dr. Langhammer und trägt am liebsten Kniebundhosen, Doppelrippunterhosen und Haferlschuh. Das technische Glump ist ihm ein Greuel und Quell seines unerschöpflichen Humors: Er fährt einen uralten Passat und versteht Bahnhof, wenn Kollege Maier von Smartphones und RFID-Chips schwärmt. Klufti, wie er von Freunden und Fans gerufen wird, nennt seine Erika Butzele, sie ihn Vatter, und ähnlich vertraut gehen wohl auch die beiden Autoren miteinander um. Ihr Buch widmen sie jedenfalls kreuzweise "Michi" und "Volki". Zefix! Oder um es mit dem Entzückenslaut zu sagen, den ihr Kommissar mehr noch als alle Flüche schätzt: Priml.

Das alles macht Klufti zu einem der populärsten deutschen Provinzbullen. Die ersten fünf Kluftinger-Krimis verkauften sich zweieinhalb Millionen Mal. Die Autoren füllen mit ihren Comedy-Lesungen die größten Hallen zwischen München und Memmingen; soeben ist ihre Reisereportagensammlung "Mit Kluftinger durch Deutschland" erschienen. Es gibt bereits Klufti-Taschen, Klufti-Führungen in Altusried und Kluftinger-Filme; beinah wäre er sogar zum "Tatort"-Kommissar befördert worden.

Dem Kommissar bekommt der Klufti-Kult allerdings weniger gut. Seine "Späßle" werden von Fall zu Fall alberner, seine Schrullen dümmlicher, sein Weltbild bornierter. Die eigentliche "Leichensach" - in diesem Fall eine Zweiundachtzigjährige, die zu viel weiß und keift - tritt immer mehr hinter breit ausgespielten Allgäu-Klischees und krachlederndem Klamauk zurück. Bei seinem sechsten Fall präsentiert sich der einstige "Columbo von Altusried" nur noch als unbeholfener, stolpernder und stümpernder Volltrottel. Wird ihm sein Wagen gestohlen, vertuscht er sein Ungeschick mit Lügen und schickt am Marterl Stoßgebete zum Himmel; steigt er zum ersten Mal in ein Flugzeug, bläst er garantiert die Schwimmweste auf; spricht der golfende Dr. Langhammer von Eagles, Handicaps und Platzreife, versteht er nur Igel, Behinderung und Obszönitäten. Die homophoben Missverständnisse unter Männern, die Kluftinger im Doppelbett den Schweiß auf die Stirn treiben, sind auch für den Leser eine Tortur, und sein Frauenbild ist atemraubend postfeministisch. Frauen kommen nur als üppige Blondinen, halbdebile Fräuleins oder Hausdrachen vor; wenn Mandy, Kluftis sächselnde Sekretärin, in Tränen ausbricht, deutet er das nach alter Hausvatermanier als Indiz verschämter Schwangerschaft.

Erstaunlicherweise löst der begriffsstutzige Bayerndepp den Fall dann doch im Vorübergehen. Offensichtlich mussten Kobr und Klüpfel nach so viel Allgäu-Comedy, "innerem Bockbierfest", heimatkundlichen und ethnologischen Beobachtungen ("Die dunklen Augen des Südländers funkelten gefährlich") die Leichensach irgendwie zum Ende bringen, und so jubelt der Polizist auf Seite 367 plötzlich: "Au verreck, jetzt hab ich's." Die Gauner, die es auf den Schatz der Burg Kalden abgesehen haben, machen es ihm auch nicht schwer. Schon in Wien, wo sie ihren Rififi-Einbruch ins Altusrieder Burgmuseum probten, packte Kluftinger die Bande dank einer "Live-Krimi-Übertragung" quasi virtuell am Schlafittchen; am Ende ergeben sie sich praktisch widerstandslos seinem "messerscharfen Verstand".

Der Kopf der Bande entwischt Klufti zwar noch einmal, dafür findet er seinen Passat wieder. Uschi, die Hure mit Herz, erinnert den vergesslichen Kommissar an den im Hinterhof abgestellten Wagen. "Die vollbusige Blondine lachte kehlig auf", die Kollegen schmunzeln, Butzele rast vor Eifersucht, kann ihr Nudelholz aber steckenlassen. Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr als ihr lieber "alter Depp" ins Puff.

MARTIN HALTER

Volker Klüpfel, Michael Kobr: "Schutzpatron. Kluftingers neuer Fall".

Piper Verlag, München/Zürich 2011. 390 S., geb., 19,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Für Martin Halter ist mit dem sechsten Kluftinger-Roman der Punkt erreicht, da der Witz zum Klamauk und der Allgäu-Krimi zum Marketing-Gag wird, mitsamt Klufti-Taschen und Klufti-Comedy-Lesungen. Das Gefahrenpotenzial war eh mäßig, aber auch was die beiden Autoren ihrem etwas depperten Ermittler Kluftinger an inneren wie äußeren Werten mitgeben, mag Halter nicht recht ernst nehmen. Dümmlicher kann keine Handlung, keine Figur sein, schimpft Halter, dem die vom Duo Klüpfel/Kobr breitgetretenen Allgäu-Klischees und die "postfeministischen" Ansichten ihres Ermittlers nur noch auf die Nerven gehen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"(...) hintersinnig humorvoll.", Der Spiegel, 11.07.2011
"Schutzpatron ist eine Perle in der Kluftinger-Kette... Warum eigentlich steht Kluftinger, dieser spie?ig-schrullige Kemptener Kripomann, noch nicht als Bronzeguss in seinem Wohnort Altusried?"
Augsburger Allgemeine