Dein Herz, 4 Audio-CDs - Grönemeyer, Dietrich
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Eine andere Organgeschichte
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer nimmt sich des Volksleidens Nummer 1, der Herz- und Kreislauf-Krankheiten, an. Für Grönemeyer ist das Herz mehr als ein zuckender Muskel, mehr als ein bloßes Organ. Sein Ansatz als Arzt wie als Autor ist ganzheitlich. Dietrich Grönemeyer erzählt anschaulich und fundiert von der Funktionsweise des gesunden Herzens über Herzkrankheiten wie Bluthochdruck, Infarkt und Arteriosklerose und gibt Tipps und Informationen zu Diagnostik, Therapie und vor allem Prävention. Grönemeyer schlägt Brücken zu Geistesgeschichte, Literatur, Poesie,…mehr

Produktbeschreibung
Eine andere Organgeschichte

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer nimmt sich des Volksleidens Nummer 1, der Herz- und Kreislauf-Krankheiten, an. Für Grönemeyer ist das Herz mehr als ein zuckender Muskel, mehr als ein bloßes Organ. Sein Ansatz als Arzt wie als Autor ist ganzheitlich. Dietrich Grönemeyer erzählt anschaulich und fundiert von der Funktionsweise des gesunden Herzens über Herzkrankheiten wie Bluthochdruck, Infarkt und Arteriosklerose und gibt Tipps und Informationen zu Diagnostik, Therapie und vor allem Prävention. Grönemeyer schlägt Brücken zu Geistesgeschichte, Literatur, Poesie, Symbolik, Religion und dem uralten Wissen der Medizin anderer Kulturen und erzählt aus eigener Erfahrung als Patient.

Aus dem Inhalt:

In der Mitte das Herz:
Die Funktionsweise des gesunden Herzens
Die gelösten und ungelösten Rätsel der Herzsteuerung
Die Gefäße und der Blutdruck
Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall
Herzentzündungen und Herzinsuffizienz

Du bist mein einzig Herz:
Von Göttern, Menschen und Ärzten:
Jahrtausende der Herzerfahrung

Was man nicht vergessen sollte:
Kann auch gut tun: Stress
Schlaf in himmlischer Ruh
Liebe und Sexualität wirken heilend
Keine Angst vor Sport
Herzhafte Ernährung
  • Produktdetails
  • Verlag: Roof Music; Tacheles!
  • Anzahl: 4 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 281 Min.
  • Erscheinungstermin: 2. März 2012
  • ISBN-13: 9783864840029
  • Artikelnr.: 34511960
Autorenporträt
Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, einer der bekanntesten Ärzte Deutschlands, war bis 2012 Inhaber des Lehrstuhls für Radiologie und Mikrotherapie an der Universität Witten/Herdecke. 1997 gründete er das interdisziplinär ausgerichtete Grönemeyer-Institut für Mikrotherapie in Bochum. Seit Jahren Vorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr e.V., erhielt er für seine Verdienste um die Modernisierung der Region den Titel »Ehrenbürger des Ruhrgebiets«. Als Arzt, Wissenschaftler und Autor zählt Dietrich Grönemeyer zu den entschiedenen Verfechtern einer Medizin zwischen Hightech und traditionellen Heilweisen. In seiner eigenen Stiftung engagiert er sich dafür mit zahlreichen Projekten. Seine Bücher >Mensch bleiben<, >Mein Rückenbuch<, >Lebe mit Herz und Seele<, >Der kleine Medicus< und >Grönemeyers neues Hausbuch der Gesundheit< wurden ebenso Bestseller wie sein letztes Buch >Dein Herz<, das im Herbst 2010 bei S. Fischer erschienen ist.
Inhaltsangabe
Aus dem Inhalt:
- In der Mitte das Herz: Das Herz als Organ
- Du bist mein einzig Herz: Das Herz als Symbol
- Herzkrank: Der Ursachen sind viele
- Kleine Symptomen-Lehre
- Vorsorgen - besser als jede Therapie
- Transparenz der Laborwerte
- Untersuchungen, Technik und Operationen
- Beipackzettel - einmal anders
- Nützliche Adressen
Trackliste
CD 1
1Das Herz fühlt-eine Lebenserfahrung00:06:45
2Teil I: In der Mitte des Herzens / Alles kommt vom Herzen her-Die Funktionsweise des gesunden Herzens00:09:50
3Eine fast wartungsfreie Pumpe00:03:48
4Das Zentrum und der ewige Fluss00:04:02
5Die Musik des Herzens00:02:39
6Antrieb aus dem Nichts00:04:38
7Erbe aus Urzeiten00:01:21
8Geh aus mein Herz und suche Freud / Die gelösten und ungelöszen Rätsel der Herzsteuerung00:04:45
9Welch herzliche Sympathie00:08:43
10Was das Herz erregt00:02:50
11Die körpereigene "Zellbatterie"00:01:38
12Wenn das Herz stolpert00:07:00
13Lebensretter EKG00:04:38
14Alles fleßt - panta rhei / Die Gefäße und der Blutdruck00:02:21
15Die Arterien: vom Herzen weg00:01:44
16Ein Irrtum wird korrigiert00:05:13
17Die Venen: zum Herzen hin00:01:49
18Von den Großen zu den Kleinen00:01:25
19Das Unsichtbare sichtbar machen00:02:23
CD 2
1Im Selbstversuch zum Nobelpreis00:03:34
2Gegen den Strom00:02:05
3Das kommunizierende System: Der Blutkreislauf00:03:16
4Wenn der Fluss sich ändert00:05:31
5Der Gefäßverkalkung vorbeugen00:02:23
6Mit Druck durch den Körper00:01:27
7Und nun, drückt de Druck?00:05:21
8Dem Herzen zuliebe00:02:51
9Wenn der Fluss versiegt / Angina Pectoris, Herzinfarkt und Schlaganfall00:01:49
10Wen das Herz schmerzt: Angina Pectoris00:07:54
11Mit Sprengstoff gegen den Herzschmerz: Nitroglyzerin00:01:38
12Hilfe mit dem Luftballon: die Dilatation00:05:15
13Die Umleitung führt zum Ziel: der Bypass00:02:32
14Wenn nichts mehr geht: Der Herzinfarkt00:05:25
15Schlagen Frauen-herzen anders?00:03:09
16Was tun im Ernstfall?00:02:32
17Wie ein Affe im Käfig: der Schlaganfall00:07:54
18Gefällt wie ein Baum00:02:27
19Zeit ist Hirn00:06:28
CD 3
1Nur nicht schlappmachen / herzentzündungen und Herzinsuffizienz00:02:04
2Entzündungen des Herzens: die Karditis00:02:10
3Wenn der Herzmuskel schwächelt: die Myokarditits00:06:39
4gegen die Impfmüdigkeit00:02:33
5Wenn die Klappen klappern. die Endokarditis00:07:40
6Nichtbakterielle Entzündungen: das rheumatischer Fieber00:02:06
7Wenn der Beutel zu eng wird: die Perikarditis00:03:53
8Kraft-und saftlos: die Herzinsuffizienz00:06:54
9Teil II: Du bist mein einzig Herz / Von Göttern, Menschen und Ärzten -Jahrtausende der Herzerfahrung00:05:05
10Der Sonne am nächsten / Die mythische Herzerfahrung00:03:59
11Die Reise zum Ich00:04:06
12Göttlich erweckt / Die religiöse Herzerfahrung00:04:55
Rezensionen
Besprechung von 20.11.2010
Ach, Herz, was klopfst du also an dein Haus?
Auch Kleist hat dem Kardiologen etwas zu sagen: Doch Dietrich Grönemeyers Organgeschichte fällt trotz einiger guter Ansätze eher enttäuschend aus

Dietrich Grönemeyer, der sympathische Arzt und routinierte Medizin-Erklärer, hat sich in seinem neuen Buch das zentrale Pumporgan sehr zu Herzen genommen. Der als ganzheitlich angekündigte Ansatz überzeugt indes nicht. Den Kern bildet ein Ratgeberteil, der sich mit dem medizinischen Verständnis der Herzfunktionen, Herzerkrankungen, deren Diagnostik und Therapie befasst, bis hin zu einer Notfall-Checkliste. Garniert wird dies mit eher launigen als gelehrten kulturhistorischen und psychologisch-psychosomatischen Betrachtungen. Dazu kommen vereinzelte persönliche Einsprengsel, etwa Schilderungen darüber, wie Verliebtheit oder die Schwäche infolge einer Herzmuskelentzündung erlebt wurden.

Die für sich genommen durchaus interessanten Einzelaspekte stehen unverbunden nebeneinander. Was als Brückenschlag zu anderen Wissensdisziplinen wie Philosophie, Literatur und Kulturanthropologie angekündigt ist, wirkt wie ein Fremdkörper zwischen den Ratgebertexten und lässt stringente Argumentation vermissen. Warum unter der Überschrift "Tief bewegt. Die künstlerische Herzerfahrung" eine doch eher ethisch zu nennende Debatte um die Herztransplantation angedeutet wird, erschließt sich nicht. Vollends oberflächlich wird es dann, wenn der Autor lediglich Namedropping betreibt: "Heine wie Dante, Shakespeare, Goethe, Hölderlin, Fontane, Rilke, Brecht, Enzensberger haben Affekte poetisch ergründet, die das Herz erfreuen oder belasten, die es beflügeln oder beklemmen." Als Koronar-Klassiker-Kanon wird sich die Liste wohl nicht durchsetzen. Christiaan Barnard, der 1967 die erste Herztransplantation vornahm, blickt zwei Seiten weiter zu Recht skeptisch drein.

Aber zurück zur medizinischen Aufklärung und den Ratschlägen für Herzkranke. Auch diese Kapitel offenbaren Schludrigkeiten. Eine Ballondilatation, die Aufdehnung einer verengten Stelle einer Herzkranzarterie, ist gerade kein Mini-Bypass, wie im Buch der erste Eingriff dieser Art im Jahr 1977 salopp genannt wird. Der Bypass stellt vielmehr einen Umgehungskreislauf her. Oder was soll der Leser damit anfangen, wenn ihm geraten wird, ab einem "bestimmten" Alter oder wenn man "bestimmte" Risikofaktoren hat, den Blutdruck jährlich mehrfach messen zu lassen? Apropos Risikofaktoren - bei den Ausführungen zu diesem Stichwort dürfte selbst der weniger gut informierte Laie gähnen. Denn dass es ein gutes und böses Cholesterin gibt, ist inzwischen Allgemeingut. Andere Belastungsfaktoren, darunter Substanzen wie Fibrinogen, Lipoprotein A, Homocystein oder auch Kokain, werden entweder nicht erwähnt, oder es fehlt ihre Gewichtung als Risikofaktor. Und wenn man schon die Bypass-Operation erläutert, sollten die Vor- und Nachteile des Einsatzes einer Herz-Lungen-Maschine nicht fehlen. Immerhin operieren manche Herzchirurgen sogar überwiegend am schlagenden Herzen, ohne es stillzulegen. Solche Lücken sind auch nicht damit zu entschuldigen, dass zu wenig Platz für tiefergehende Erläuterungen gewesen wäre. Im Gegenteil, der Autor verschenkt eine Unmenge an Platz, indem viele Punkte ohne erkennbaren Gewinn wiederholt werden. Das betrifft beispielsweise das persönliche Vorsorgeprogramm des Autors, das neben Haferflocken, Obst und Gemüse, "gesundem" Fett auch Gymnastik, Spazierengehen und Sport beinhaltet. Wenn man einmal begriffen hat, dass Verengungen der Herzkranzgefäße, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Arterienverschlüsse auf den gleichen krankmachenden Prozessen beruhen, dann könnte man sich sparen, hier immer wieder neu Präventivmaßnahmen aufzulisten.

Dabei wären alle guten Gaben beisammen, aus dem Thema mehr zu machen. Grönemeyer kann knapp und präzise erklären, etwa wie sich ein Plaque im Gefäß entwickelt. Oder klug auswählen: Die Schilderung, wie ein Patient seinen Schlaganfall empfunden hat, ist ebenso bewegend wie erhellend. Anhand historischer Fakten verdeutlicht er dem Leser nachvollziehbar, wie zufällig sich manches in der Medizin entwickelte. So verdanken wir das Stethoskop, nach wie vor das Statussymbol des Arztes, der Prüderie des 19. Jahrhunderts. Als nämlich René Théophile Laennec eine hübsche junge Frau mit großen Brüsten untersuchen musste, erfand er diesen "Brustspion", damit er ihr nicht zu nah auf den Leib rücken musste. Erwähnenswert ist auch die immer noch ungeklärte Frage, warum ein Organ, dessen Funktion von der Steuerung verschiedener Nervensysteme im Körper abhängt, nach einer Transplantation sofort weiterschlägt, obwohl keine neuen Nervenverbindungen hergestellt werden. Nicht einmal jeder Medizinstudent wird mit diesem überraschenden Phänomen genügend konfrontiert.

Ebenso lohnende Themen hält die Kulturhistorie bereit. Das Mittelalter kannte das "Seelenwiegen", und bereits die Ägypter wogen das Herz der Toten, um das Ausmaß der Schuld des Verstorbenen auszuloten. Sie ersetzten es auch durch einen steinernen Skarabäus, so dass ihm Osiris, der Richtergott der Toten, keine nachteiligen Informationen entlocken konnte. Bei solchen Hinweisen bleibt es leider. Man hätte sich, wie zuweilen vermutlich Osiris, genauere Auskünfte gewünscht.

MARTINA LENZEN-SCHULTE.

Dietrich Grönemeyer: "Dein Herz". Eine andere Organgeschichte.

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2010. 384 S., geb., 22,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eher verärgert als begeistert reagiert Martina Lenzen-Schulte auf diesen Versuch einer Gesamtdarstellung dessen, was einem das Herz bedeuten und sein kann. Was der Rezensentin vor allem unangenehm aufstößt, ist die von wenig Skrupeln behinderte Manier Dietrich Grönemeyers, allerlei hier und da Aufgeschnapptes in seinen Bunten Kessel zu rühren, ohne wirklich Zusammenhänge herzustellen. Einzelnes, versichert Lenzen-Schulte, ist dabei immer wieder interessant, im Prinzip könne Grönemeyer auch ganz anschaulich schreiben, vieles, das er erzählt, sei freilich auch dem Laien nicht neu. Irritiert ist die Rezensentin außerdem, dass selbst auf dem Fachgebiet des Verfassers, der Medizin, manches Detail nicht mit der nötigen Präzision beschrieben werde - etwa, wenn der Verfasser die arterielle Ballon-Dilatation als "kleinen Bypass" bezeichnet.

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