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Die Tschernobyl-Katastrophe im Frühling 1986 sprengte jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Wie hätte man das unermessliche Leid in Worte fassen sollen? Wie die Angst vor einem ungekannten Tod, der, unsichtbar und abstrakt, blühende Wiesen und Wälder verseuchte und Tausende von Opfern forderte?
Swetlana Alexijewitsch hat über mehrere Jahre hinweg mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde: mit kranken und sterbenden Soldaten, mit den Witwen der Liquidatoren, mit Müttern und Kindern, hochdekorierten Wissenschaftlern und mit Bauern. Entstanden
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Produktbeschreibung
Die Tschernobyl-Katastrophe im Frühling 1986 sprengte jedes menschliche Vorstellungsvermögen. Wie hätte man das unermessliche Leid in Worte fassen sollen? Wie die Angst vor einem ungekannten Tod, der, unsichtbar und abstrakt, blühende Wiesen und Wälder verseuchte und Tausende von Opfern forderte?

Swetlana Alexijewitsch hat über mehrere Jahre hinweg mit Menschen gesprochen, für die die Katastrophe zum zentralen Ereignis ihres Lebens wurde: mit kranken und sterbenden Soldaten, mit den Witwen der Liquidatoren, mit Müttern und Kindern, hochdekorierten Wissenschaftlern und mit Bauern. Entstanden sind eindringliche psychologische Porträts, literarisch bearbeitete Monologe, die von Menschen berichten, die sich ihre Zukunft in einer Welt der Toten aufbauen mussten.


Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, D ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp Verlag AG
  • Seitenzahl: 304
  • Erscheinungstermin: 09.04.2019
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783518761557
  • Artikelnr.: 54402112
Autorenporträt

Swetlana Alexijewitsch, geboren am 31.Mai 1948 in Iwano-Frankowsk (damals Stanislaw) in der Ukraine, ist die Gewinnerin des Literaturnobelpreises 2015.


Kurz nach Swetlana Alexijewitschs Geburt, nachdem ihr Vater seine Zeit in der Armee beendet hatte, verließ die Familie die Ukraine, und zog in eine ländliche Region Weißrusslands, der Heimat ihres Vaters, wo ihre Eltern fortan als Lehrer arbeiteten. Mit siebzehn Jahren begann ihr Einstieg in die Arbeitswelt als Erzieherin und Lehrerin, um sich so für ein Journalistik-Studium an der Universität in Minsk zu qualifizieren. Dieses schloss sie 1972 erfolgreich ab.
In den folgenden Jahren arbeitete sie für verschiedene Zeitungen und verfasste ihr erstes Buch, das sie 1976 fertigstellte. Allerdings verzichtete sie nach anfänglichen Problemen mit der Regierung bezüglich des Inhalts auf eine Veröffentlichung, da das Werk ihren Ansprüchen nicht genügte.
1983 beendete Swetlana Alexijewitsch die Arbeit an ihrem ersten "dokumentarischen Roman in Stimmen" Der Krieg hat kein weibliches Gesicht, bei dem sie Interviews und Zeugenberichte auf einzigartige Weise literarisch aufarbeitete. Die Veröffentlichung wurde abermals durch die Regierung behindert und Alexijewitsch verlor ihre Anstellung. Das Buch konnte zwei Jahre später allerdings doch erscheinen (1987 in Deutschland). Die Strapazen sollten sich letztendlich auszahlen: Das Werk über die Erlebnisse weiblicher Soldaten während und nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von Lesern und Kritikern gleichermaßen gelobt, eine Verfilmung und eine Fassung für das Theater folgten.
Auch ihre weiteren Bücher, (u.a. Die letzten Zeugen (1985, dt. 1989), Zinkjungen (1989, dt 1992), Im Banne des Todes (1993, dt. 1994), Tschernobyl (1997, dt. 2006), stellten Alexijewitsch wiederholt vor Probleme mit der Regierung, dies ging so weit, dass ihre Werke seit Amtsantritt des weißrussischen Präsidenten Lukaschenko im Jahr 1994 nicht mehr verlegt werden dürfen.
Unter anderem aus diesem Grund verließ sie Weißrussland und verbrachte mehrere Jahre in Paris, Stockholm und Berlin, kehrte im Jahr 2011 trotz der anhaltenden Anfeindungen in ihrer Heimat nach Minsk zurück, wo sie seither lebt.

Rezensionen
"Die Tiefe der Emotionen und die existenzielle Betroffenheit der Opfer wird zu einem literarischen Werk, dessen Tragik sich kein Leser entziehen kann." -- Die Welt

"Ein ungeheuerliches Requiem der Klage und der Anklage, mit dem sich die Autorin ohne Zweifel neben Dostojewskis Aus einem Totenhaus, Tschechows Die Insel Sachalin und Solschenizyns Der Archipel Gulag gestellt hat." -- Frankfurter Rundschau

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 04.06.2019

NEUE TASCHENBÜCHER
Die unsichtbare
Zerstörung
„Haben Sie sie gesehen?“ fragt Anna Petrowna Badajewa über die Radioaktivität. „Welche Farbe hat sie? Einige sagen, daß sie farblos und geruchlos ist, andere sagen, daß sie schwarz ist. Wie Erde!“ Tatsächlich gibt es Filmaufnahmen aus Tschernobyl vom Tag nach der Atomkatastrophe, auf denen die Strahlung als gespenstische Lichtblitzorgie zu sehen ist, unheimliche Zeichen der unsichtbaren Gefahr. In den Neunzigern sprach Swetlana Alexijewitsch mit Überlebenden des Unglücks, vor allem mit Frauen, mit Rückkehrerinnen, die nicht wussten, wo sie sonst hinsollten und mit Witwen der Liquidatoren, jener Männer, die nach dem Unglück halfen, den offenliegenden Reaktor unter Schutt zu begraben und von denen viele eine so hohe Strahlendosis abbekamen, dass sie die nächsten Tage nicht überlebten. In ihren Protokollen scheint die Katastrophe nicht nur das Land, sondern auch die Zeit kontaminiert zu haben. Was ist aus der versprochenen, sowjetischen Zukunft geworden? Dieses Buch über eine Katastrophe, die mehr zerstört hat, als man sehen kann, ist neu auf Deutsch in der von Alexijewitsch überarbeiteten Fassung erschienen. NICOLAS FREUND
Swetlana Alexijewitsch: Tschernobyl. Eine Chronik der Zukunft. Aus dem Russischen von I. Kolinko u.und G. Braungardt. Suhrkamp Verlag, Berlin 2019. 372 Seiten, 18 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Berührt zeigt sich Ulrich Teusch von Swetlana Alexijewitschs Bestandsaufnahme der Katastrophe von Tschernobyl, die anlässlich des Tschernobyl-Jahrestages jetzt in einer Taschenbuchausgabe vorliegt. Die Autorin habe mit vielen Zeugen des Geschehens und unmittelbar Betroffenen gesprochen und deren Erinnerungen aufgezeichnet und literarisch verdichtet. Ihre Aufzeichnungen der Berichte bringen für Teusch die "existenzielle Erschütterung durch Tschernobyl" zum Ausdruck, und auch das Ringen um Worte und die Suche nach Vergleichsmaßstäben für das Erlebte: "Man fand keine Worte für die neuen Gefühle und keine Gefühle für die neuen Worte", so der Rezensent.

© Perlentaucher Medien GmbH