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"Tad Williams ist der Tolkien des 21. Jahrhunderts." DIE ZEITDas Land Eion wird bedroht. Von Norden überschreitet eine riesige Elbenarmee die Schattengrenze und im Süden schmiedet der machtbesessene Herrscher Eroberungspläne. Die königlichen Zwillinge müssen aus der Südmarkfeste fliehen, um ihr Leben zu retten. Während Prinz Barrick verloren hinter der Schattengrenze umherirrt und dem Elbenheer Einhalt gebieten muss, kämpft Prinzessin Briony allein in der Fremde um ihr Leben. Gelingt es den Geschwistern, den Thron zurückzuerobern? Und können sie Südmark und seine Völker vor dem Untergang bewahren?(Laufzeit: ca. 27h 34)…mehr

Produktbeschreibung
"Tad Williams ist der Tolkien des 21. Jahrhunderts." DIE ZEITDas Land Eion wird bedroht. Von Norden überschreitet eine riesige Elbenarmee die Schattengrenze und im Süden schmiedet der machtbesessene Herrscher Eroberungspläne. Die königlichen Zwillinge müssen aus der Südmarkfeste fliehen, um ihr Leben zu retten. Während Prinz Barrick verloren hinter der Schattengrenze umherirrt und dem Elbenheer Einhalt gebieten muss, kämpft Prinzessin Briony allein in der Fremde um ihr Leben. Gelingt es den Geschwistern, den Thron zurückzuerobern? Und können sie Südmark und seine Völker vor dem Untergang bewahren?(Laufzeit: ca. 27h 34)
  • Produktdetails
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Gesamtlaufzeit: 1654 Min.
  • Erscheinungstermin: 13.06.2016
  • ISBN-13: 9783844518085
  • Artikelnr.: 47251542
Autorenporträt
Tad Williams ist ein kalifornischer Superstar. Seine genre-erschaffenden und Genregrenzen sprengenden Bücher wurden mehrere zehn Millionen Male weltweit verkauft. Seine epischen Fantasy- und Science-Fiction-Reihen, fantastischen Geschichten jeglicher Art, Urban-Fantasyromane, Comics, Drehbücher etc., hatten einen starken Einfluss auf eine ganze Generation von Autoren. Tad arbeitet immer an mehreren geheimen Projekten. Er und seine Familie leben in den Bergen von Santa Cruz, in einem seltsamen und schönen Haus.
Inhaltsangabe
Zusammenfassung Band 1 - Die Grenze 11
Zusammenfassung Band 2 - Das Spiel 15
Vorspiel 19
Erster Teil Schleier
1 Nur eine Theaterkrone 31
2 Eine Straße unterm Meer 43
3 Im Seidenwald 60
4 Ohne Herz 74
5 Ein Tröpfchen Seelenfrieden 86
6 Abgebrochene Zähne 103
7 Ein Platz an der Tafel des Königs 118
8 Falke und Weih 134
9 Tod in den Äußeren Hallen 149
10 Die Schläfer 167
11 Parieren und Zustechen 180
12 Zwei Barmherzige und ein Dichter 192
13 Tropfen von Der Nadel 207
14 Drei Narben 222
Zweiter Teil Mantel
15 Die Befleckte Taube 239
16 Im Pilzgarten 258
17 Fischköpfe 274
18 König Hesper ist Unpässlich 293
19 Träume von Blitzen und Dunkler Erde 310
20 Die Dornenbrücke 327
21 Die Fünfte Laterne 347
22 Der Flickenmann 368
23 Die Zunft der Kallikan 384
24 Zu viel für Tausend Dichter 403
25 In Schlaf 420
Dritter Teil Leichentuch
26 Von ganz Unten 437
27 Eintagsfliegen 452
28 Die Einsamen 464
29 Grund zum Hass 483
30 Licht am Fuß der Treppe 501
31 Ein Stück Schnur 522
32 Ein riskantes Unternehmen 540
33 Kinder in Käfigen 559
34 Der Sohn des ersten Steins 576
35 Ringe, Keulen und Dolche 597
36 Auge in Auge mit der Stachelschweinfrau 618
37 Unter einem Knochenweißen Mond 634
38 Erobererheere 651
39 Eine weitere Biegung des Flusses 671
Anhang
Personen 689
Orte 696
Dinge und Anderes 700
Rezensionen
Besprechung von 07.03.2006
Die Lehre der Zwielichtler
Tad Williams und seine Fantasy-Trilogie „Shadowmarch”
Die Herrscher der Südmarksfeste und ihr Anhang sind in die Hügel gezogen, um ein seltenes Wild zu erlegen: einen Lindwurm, der aus dem geheimnisvollen Land der Elben auf menschliches Terrain vorgedrungen ist. Briony und Barrick Eddon, die Zwillingskinder des Königs, wagen sich in jugendlichem Übermut weit vor und fallen dem Untier fast zum Opfer. Viele Seiten später ist es dann Briony selbst, die gehetzt wird. Nach der blutigen Ermordung ihres älteren Bruders Kendrick, der den Thron in Abwesenheit seines Vaters verwaltet hat, sind ihr die Regierungsgeschäfte zugefallen. Vor den Klingen einer aufrührerischen Adelsfamilie muss sie in einem Kahn außer Landes fliehen, begleitet nur von Shaso, ihrem alten Waffenmeister, und einer treuen Fischerin.
In diesem ersten Teil der als Trilogie angelegten „Shadowmarch”-Saga von Tad Williams gerät eine geordnete Welt immer schneller, immer gründlicher aus den Fugen. Seit Jahrhunderten hat auf dem Kontinent Eion Frieden geherrscht. Jetzt aber hegt der machtgierige Sulepsis, der das riesige, im Süden gelegene Xand beherrscht, Eroberungspläne. Und im Norden, in unmittelbarer Nähe der Eddons, sammelt sich ein Elbenheer, das unversehens aus dem Schutz magischen Nebels hervorbricht und mit ungeheurer Kampfeswut alles brandschatzt, was sich auf seinem Weg befindet.
Was wären die Fantasy-Autoren nur ohne die Vorstellung des Armageddon! „Shadowmarch” macht da keine Ausnahme: Auch hier wird schauervoll-entzückt das drohende Ende der Welt beschworen. Zugleich aber durchbricht Tad Williams in angenehmer Weise den tradierten Manichäismus. Die vorläufig nur im Ansatz entwickelte Handlung in und um Xand präsentiert mit Sulepsis zwar eine Figur, die nach dem Ratgeber „Wie konzipiere ich einen gruseligen Schurken?” entworfen zu sein scheint. Mit den Elben ist es jedoch komplizierter.
Die Mischfarbe Grau
In einer „Kurzen Geschichte Eions”, die dem Roman vorangeschaltet ist, wird geschildert, wie die verschiedenen Wesen dort früher zusammen in Frieden lebten. Erst als die Menschen ihre unsterblichen, rätselhaften Nachbarn zu Unrecht für eine Pestepidemie verantwortlich machten, kam es zum erbitterten Zerwürfnis. Die „Zwielichtler” wurden verfolgt und erschlagen, bis sie sich schließlich in den unwirtlichen hohen Norden, hinter eine undurchdringliche „Schattengrenze” zurückzogen. Dass der Himmel über ihrem bizarren Reich in ewiges Grau gehüllt ist, hat symbolische Bedeutung: In diese Mischfarbe lässt Williams gekonnt die genreübliche Schwarzweißmalerei verfließen. Die Elben sind zwar grausame Kämpfer, und ihr Anblick kann menschliche Augen entsetzen. Das Unrecht aber, das sie verüben, antwortet auf Unrecht, das sie erlitten haben. In die hermetische Fantasy-Welt dringt so eine Ahnung von den Wirren der realen Geschichte; weniger von den Mächten des Lichts und der Finsternis wird hier erzählt als von einem Kampf einander fremder, feindlicher Kulturen.
Wie im „Herrn der Ringe” ist in „Shadowmarch” die Hauptfigur kein zweiter Conan, kein mit Muskeln bepackter Schlagetot, sondern im Gegenteil sehr schwach und verletzlich. Der Weg Brionys vom ahnungslosen Mädchen zur Herrscherin ist ein Akt der Emanzipation in einer Umwelt, die Frauen lieber am Stickrahmen sieht. Das ist vorhersehbar und erinnert an jene Jugendbücher, die es mit ihren Leserinnen pädagogisch sehr gut meinen. Aber auch dieser Aspekt besitzt eine interessante Wendung. Denn Briony erfährt ihre neue Rolle als Entfremdung, als Blick auf die Welt, der unauslöschlich von Misstrauen und Sorge geprägt ist. Williams versteht es von der Zwiespältigkeit der Macht zu erzählen, von der plötzlichen Kluft zwischen dem, der sie erlangt, und denen, die ihr unterworfen sind.
Mit der Fantasy-Lektüre ist es fast wie mit dem Verzehr von Froschschenkeln: Was den einen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, lässt die anderen sich mit Grausen abwenden. Wer dem Genre gänzlich abgeneigt ist, wird auch in „Shadowmarch” nur einen weiteren überflüssigen Mythen-, Märchen- und Mittelalterverschnitt erkennen wollen. Die Intelligenz und der Erfindungsreichtum von Tad Williams sind allerdings beachtlich und lassen auch einen Leser, der nicht zum eingeschworenen Fanzirkel gehört, die nächsten Bände mit Spannung erwarten. CHRISTOPH HAAS
TAD WILLIAMS: Shadowmarch. Band 1: Die Grenze. Aus dem Englischen von Cornelia Holfelder-von der Tann. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2005. 812 Seiten, 26,50 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Bestens unterhalten hat sich Christoph Haas bei der Lektüre dieses ersten Bandes der als Trilogie angelegten Saga "Shadowmarch" von Tad Williams. Dass das Fantasy-Genre nicht Jedermanns Geschmack ist, räumt er dabei freimütig ein. So vergleicht er die Fantasy-Lektüre mit dem Verzehr von Froschschenkeln: Was den einen das Wasser im Munde zusammenlaufen lasse, lasse die anderen sich mit Grausen abwenden. Zu Haas' Freude kommt Williams' Saga ohne Schwarz-Weiß-Malerei und die üblichen Klischees aus. Er hebt die "Ahnung von den Wirren der realen Geschichte" hervor, die in Williams Fantasy-Welt existiert. Schließlich erzähle er weniger von den Mächten des Lichts und der Finsternis als von einem Kampf einander fremder, feindlicher Kulturen. Ganz "beachtlich" findet Haas die "Intelligenz" und den "Erfindungsreichtum" des Autors. Sein Fazit: auch ein Leser, der nicht zum eingeschworenen Fanzirkel gehöre, werde die nächsten Bände mit Spannung erwarten.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Was für ein Triumph ... wirklich, das ist besser als Weihnachten, besser als ein Rolling-Stones-Revival-Konzert. Tad Williams ist zu seinen Wurzeln zurückgekehrt und liefert eine Geschichte ab, wie ich sie mir seit Jahren gewünscht hatte. ...« Angelika S. Herzog, www.buchrezicenter.de, Mai 2006 »Williams versteht es von der Zwiespältigkeit der Macht zu erzählen, von der plötzlichen Kluft zwischen dem, der sie erlangt, und denen, die ihr unterworfen sind. ... Die Intelligenz und der Erfindungsreichtum von Tad Williams sind allerdings beachtlich und lassen auch einen Leser, der nicht zum eingeschworenen Fanzirkel gehört, die nächsten Bände mit Spannung erwarten.« Christoph Haas, Süddeutsche Zeitung, 7.3.2006 »... elegisch, detailversessen, rätselhaft, spannend, überwältigend. Großes Kopfkino!« Buchhändler heute, Februar 2006 »Dieser sprachgewaltige Auftakt ist meisterlich. Er ist vor allem eine Verheißung.« Neue Presse, 23.8.2005 »Wer glaubt, das alles schon mal gelesen zu haben, wem solche epische Breite im Erzählen nichts gibt, der muss das natürlich nicht auf seine Leseliste setzen. Für alle Anderen gilt: Zugreifen, lesen, versinken - und darauf hoffen, dass Mr. Williams im Zeitplan bleibt.« Literaturzirkel, 9/2005