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Zehn Jahre dauert es, bis die geplante Bootsfahrt zum Leuchtturm unternommen wird. Zehn Sommer, die die Familie Ramsay mit ihren Gästen in einem Ferienhaus in Schottland verbringt. Im Mittelpunkt dieses Romans steht die schöne, von verschleierter Trauer erfüllte Mrs Ramsay, der Virginia Woolf Züge ihrer früh verstorbenen Mutter gegeben hat. Sie ist es, die die Menschen in ihrer Umgebung - ihren ichbezogenen Mann, ihre acht Kinder, die sehr unterschiedlichen Sommergäste - intuitiv versteht und miteinander in Verbindung bringt. Schließlich hat aber die Zeit Menschen und Verhältnisse verändert,…mehr

Produktbeschreibung
Zehn Jahre dauert es, bis die geplante Bootsfahrt zum Leuchtturm unternommen wird. Zehn Sommer, die die Familie Ramsay mit ihren Gästen in einem Ferienhaus in Schottland verbringt. Im Mittelpunkt dieses Romans steht die schöne, von verschleierter Trauer erfüllte Mrs Ramsay, der Virginia Woolf Züge ihrer früh verstorbenen Mutter gegeben hat. Sie ist es, die die Menschen in ihrer Umgebung - ihren ichbezogenen Mann, ihre acht Kinder, die sehr unterschiedlichen Sommergäste - intuitiv versteht und miteinander in Verbindung bringt. Schließlich hat aber die Zeit Menschen und Verhältnisse verändert, und die Fahrt zum Leuchtturm findet unter ganz neuen Voraussetzungen statt.
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.17364
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Artikelnr. des Verlages: .1001302
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 18. Dezember 2006
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm
  • Gewicht: 225g
  • ISBN-13: 9783596173648
  • ISBN-10: 3596173647
  • Artikelnr.: 20851545
Autorenporträt
Woolf, Virginia
Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 als Tochter des Biographen und Literaten Sir Leslie Stephen in London geboren. Zusammen mit ihrem Mann, dem Kritiker Leonard Woolf, gründete sie 1917 den Verlag The Hogarth Press. Ihre Romane stellen sie als Schriftstellerin neben James Joyce und Marcel Proust.Zugleich war sie eine der lebendigsten Essayistinnen ihrer Zeit und hinterließ ein umfangreiches Tagebuch- und Briefwerk. Virginia Woolf nahm sich am 28. März 1941 in dem Fluß Ouse bei Lewes (Sussex) das Leben.
Rezensionen
Besprechung von 19.06.1995
1927
Virginia Woolf "Zum Leuchtturm"

Wenn Sie ans Schreiben ging, und woandershin wollte sie im Grunde gar nicht, hatte Virginia Woolf keine Meinungen über die Welt: daher wohl dieser wunderbare Glanz des Unerwarteten, der auf allem liegt, was sie geschrieben hat - "und wie es manchmal vorkommt", geht es in diesem kleinen Roman einer Malerin einmal durch den Sinn, "wenn das Wetter sehr schön ist, wirkten die Klippen, als wären sie sich der Schiffe bewußt, und die Schiffe, als wären sie sich der Klippen bewußt, als signalisierten sie einander irgendeine verschwiegene, nur ihnen verständliche Botschaft." "Man mochte versuchen, seiner habhaft zu werden", denkt im Boot die Tochter über den Vater, der unbeirrt vom nahen Leuchtturm ein Buch liest ("Bücher vermehren sich von selbst", sagt seine Frau) - "doch dann breitete er wie ein Vogel die Flügel aus, segelte er davon, um sich außer Reichweite irgendwo weit weg auf einem einsamen Baumstumpf niederzulassen." Hermann Bang ähnlich scheint Virginia Woolf hier fast gar nichts zu erzählen, aber gerade so leuchtet die ganze Welt auf, und wie sonst nur Proust, mit zärtlicher Unnachgiebigkeit, stellt sie im Innern ihrer Figuren, und in ihrem und unserm Innern, der Wahrheit nach - als sei genau das die Bestimmung des Schreibens. Alles von ihr hat diese Bewegung, hat diese ebenso strahlende wie nachdenkliche Gegenwärtigkeit, und was immer man liest, Romane, Essays, Tagebücher, jedem will man deshalb unter dem Lesen den Vorzug geben vor allem andern, das doch genauso hinreißend ist. Zwischen 1908 und 1913 schrieb sie sich, wie Proust mit dem abgebrochnen "Jean Santeuil", mit ihrer "Fahrt hinaus" ins neue Jahrhundert hinüber, zu uns sozusagen; der "Leuchtturm" war ihr fünfter Roman, sie starb, viel zu früh, neunundfünfzigjährig 1941. (Virginia Woolf: "Zum Leuchtturm". Roman. Aus dem Englischen übersetzt von Karin Kersten. Gesammelte Werke, Prosa 6. Herausgegeben von Klaus Reichert. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1993. 231 S., br., 14,90 DM.) R.V.

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