Autor im Porträt

Toptitel von Virginia Woolf

Brief an einen jungen Dichter

Buch mit Leinen-Einband
Schreibe nicht nur über dich selbst, sondern erschaffe Charaktere und hole ihre Stimmen hervor! Vermeide Selbstmitleid! Lies die großen Dichter vergangener Zeiten! Verwandle menschliches Leben in Poesie! Schreibe Tragödien und Komödien in verdichteter Form! Vor allem aber: Strebe nicht nach Ruhm und veröffentliche nichts vor dem dreißigsten Lebensjahr!
Virginia Woolfs Brief an den jungen Dichter John Lehmann ist eine Gebrauchsanweisung für moderne Poesie. Als erfahrene
Prosaschriftstellerin, die sich vorgeblich über die Dichtkunst kein wirkliches Urteil erlauben mag, gibt sie dem scheinbar verzweifelten John feinfühligen, ironischen und sehr präzisen Rat. Dieser erschien erstmals 1932 als achter Band der "Hogarth Letters" in Woolfs eigenem Verlag. Der vorgebliche Adressat des Briefs, John Lehmann, war dort Geschäftsführer und hatte Virginia Woolf um einen Beitrag über moderne Lyrik gebeten. Aus der vermeintlichen Unterweisung des Dichterfreunds entwickelt Virginia Woolf eine beeindruckende Poetik.
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12,80

Roger Fry

Broschiertes Buch
Virginia Woolf (1882-1941) hat oft betont, wie viel sie Roger Fry (1866-1934) verdankte - dem englischen Kunstkritiker, Kurator, Maler und Freund. Durch ihn lernte sie die Kunst von Cézanne, Matisse und Picasso kennen. Deren Modernität sollte ihre spätere Romanarbeit nachhaltig beeinflussen. Gegen Ende ihres Lebens verfasste sie die Biografie ihres Freundes: Roger Fry - A Biography, eine Arbeit, die im deutschsprachigen Raum nie zur Kenntnis genommen wurde. 1940 als erste Biografie über den mehrfach Begabten erschienen, umfasste sie bereits im Original 307 Seiten; von Spezialisten wird sie nach wie vor als die beste Fry-Biografie gerühmt.
Man lernt darin einen begabten und vielseitigen Mann kennen. Die Engländer sehen in Fry bis heute ihren wichtigsten Kunstkritiker neben John Ruskin; ein Autor, von dem - man mag es kaum glauben - keine Schriften je ins Deutsche übertragen worden sind. Virginia Woolf tat sich mit dieser Arbeit schwer. Sie war es gewohnt, fiktive Szenarien zu entwerfen. Hier musste sie Kärrnerarbeit leisten, Fakten zusammentragen und sich an sie halten. Es war die erste (und letzte) nicht-fiktive biografische Studie, die sie vorlegte - sie, die zuvor mit Fiktional-Biografien wie Orlando (1928) und poetischen Anti-Biografien wie Flush (1933) berühmt geworden war.
Dieses Werk legen wir nun - erstaunlich, aber wahr! - zum ersten Mal auf Deutsch vor. Da Roger Fry auch malte, haben wir den Band reichhaltig illustriert: mit Farbabbildungen nach seinen Gemälden und natürlich mit Fotos, die ihn selbst zeigen. Man entdeckt
auf diese Weise etwas sehr Altmodisches, sehr Englisches, sehr Sympathisches: einen Menschen, der auf unverkrampfte Weise sowohl ein uomo universale als auch ein Mann mit Herz sein wollte - und dem dies, wie wir mit Virginia Woolf finden, auch immer wieder gelang!
Ins Deutsche übertragen hat dieses wichtige Buch der renommierte Mark Twain- und Virginia Woolf-Übersetzer Hans-Christian Oeser.
Gelegenheit zu sagen: It's never too late for discoveries!
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28,40

Virginia Woolf

Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 in London geboren und wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen England auf. Der Tod ihrer Mutter 1895 und ihrer älteren Schwester führte zu einer schweren psychischen Krise, deren Schatten sie nie mehr loslassen sollten. 1912 heiratete sie Leonard Woolf. Zusammen gründeten sie 1917 den Verlag The Hogarth Press. Bereits in jungen Jahren bildete sie gemeinsam mit ihrem Bruder den Mittelpunkt der intellektuellen "Bloomsbury Group". Ihr Haus war eines der Zentren der Künstler und Literaten der Bloomsbury Group. Ihre Romane zählen zu den Meilensteinen moderner Literatur. Zugleich war sie eine der einflußreichsten Essayistinnen ihrer Zeit. Aus Furcht, geistig zu umnachten, nahm sie sich am 28. März 1941 nach einem Bombenangriff das Leben.