Die zweite Frau - Kunert, Günter

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Ein Roman, geschrieben vor 45 Jahren - in der DDR "absolut undruckbar", wusste Kunert und versteckte ihn im Archiv. Nun wiedergefunden, wird er endlich veröffentlicht.
In einer Truhe fand Günter Kunert unlängst ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hat - einen Roman, so frech, brisant und "politisch unmöglich", dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. "Absolut undruckbar", wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und erst jetzt durch Zufall wiederfand. Kunert…mehr

Produktbeschreibung
Ein Roman, geschrieben vor 45 Jahren - in der DDR "absolut undruckbar", wusste Kunert und versteckte ihn im Archiv. Nun wiedergefunden, wird er endlich veröffentlicht.

In einer Truhe fand Günter Kunert unlängst ein Manuskript, das er vor fast fünfundvierzig Jahren geschrieben hat - einen Roman, so frech, brisant und "politisch unmöglich", dass Kunert, der damals noch in der DDR lebte, ihn gar nicht erst einem Verlag vorlegte. "Absolut undruckbar", wusste er und vergrub das Manuskript so tief in seinem Archiv, dass er selbst es vollkommen vergaß und erst jetzt durch Zufall wiederfand.
Kunert ist berühmt für seine skeptischen Gedichte, die vor ökologischen Katastrophen und Fehlentwicklungen warnen, für seine Miniaturen und kurzen Prosatexte, Notate, Hörspiele, Filme; als Romanautor kennt man ihn eher nicht. Und hier ist nun ein Roman, funkelnd und frisch, geschrieben zur Hälfte des Lebens: Der männliche Protagonist sucht nach einem Geschenk zum vierzigsten Geburtstag seiner Frau; die Auswahl in den Geschäften ist ebenso entmutigend wie seine Einfallslosigkeit, schließlich tauscht er Mark der DDR in Westgeld, um im Intershop einzukaufen, und macht dort unbedachte Bemerkungen. So nimmt eine Tragikomödie um Montaigne, Missverständnisse und Stasi-Tumbheit ihren Lauf.
  • Produktdetails
  • Verlag: Wallstein
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: 4. Februar 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 126mm x 20mm
  • Gewicht: 310g
  • ISBN-13: 9783835334403
  • ISBN-10: 3835334409
  • Artikelnr.: 54661249
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Dlf Kultur-Rezension

Die Geschichte hinter Günter Kunerts neuem alten Roman wirkt ausgedachter als der Roman selbst, findet Rezensentin Elke Schlinsog. 1974/75 hat Kunert ein Buch über das Leben in der DDR geschrieben, über den Mangel, die Langeweile, die Tristheit, über das ständige Misstrauen, das Abwarten. Veröffentlicht hat er ihn jedoch nie, lesen wir. Wusste er doch, dass ein so brisanter, ein so ungehörig kritischer, und hochgradig ironischer Text niemals publiziert werden würde. Glücklicherweise, so die Rezensenten, hat er ihn nun wieder gefunden und beschlossen, dass es jetzt an der Zeit ist. Der Leser wird ihm danken, denn "Die zweite Frau" ist unterhaltsam, spannend, witzig, ehrlich, er eckt an und lässt den Leser so die ganz authentische DDR (wieder-)erleben, so Schlinsog. Ganz besonders schätzt die Rezensentin diesen kecken, humorvollen Ton, in dem Kunert auch die schmerzhaften und gefährlichen Seiten des Lebens schildert. Ein abenteuerlicher Kurztrip durch das eine Deutschland in den Siebzigern, meint die Rezensentin, und: Unbedingt lesen!

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 06.03.2019
Preis dem Romancier

Vor mehr als vierzig Jahren verfasste Günter Kunert, damals noch in der DDR lebend, das Manuskript zu "Die zweite Frau". Jetzt wird es endlich veröffentlicht.

Ich wurde früh zu einem Sympathisanten, Anhänger, Mitläufer, Interessenten, Freund und Süchtigen der Archäologie gemacht", verrät Günter Kunert in seinen 2018 unter dem Titel "Ohne Umkehr" veröffentlichten Aufzeichnungen aus den letzten Jahren. "Dadurch, dass ich als Kind die Zerstörung meiner Umwelt und das Verschwinden meiner Verwandten erleiden musste, suchte ich in allen Relikten und Rudimenten meiner Vergangenheit."

Der Autor als Archäologe gräbt selbstverständlich von Zeit zu Zeit auch seinen Keller um, und so entdeckte Kunert vor ein paar Jahren ein Romanmanuskript wieder, das er 1974/75 geschrieben hatte und dessen Protagonist ein Archäologe ist. Das Skript verschwand damals sofort in der Schublade, weil sein Autor in der DDR nicht die geringste Chance auf Veröffentlichung sah. Man muss nur die Eingangsszene lesen, einen Albtraum, in dem der Protagonist Barthold in London Walter Ulbricht begegnet, um diese Einschätzung zu teilen. Der erste Staatsratsvorsitzende war zwar damals schon geschasst und durch Erich Honecker abgelöst, aber als literarische Schreckens- oder Witzfigur nicht zugelassen.

Barthold, verheiratet mit Margarete Helene (in deren Namen sich Fausts Gretchen mit der schönen Helena vermählt), sucht ein Geschenk für deren vierzigsten Geburtstag. In der DDR ist das schon damals, anderthalb Jahrzehnte vor ihrem wirtschaftlichen Ruin, weniger eine Frage des Geldes als des nicht vorhandenen Angebots. Barthold aber muss auf jeden Fall etwas Besonderes finden, um seine Frau milde zu stimmen, hat diese doch einen Büstenhalter gefunden, der zweifelsfrei nicht ihr gehört: das Ganze beim Abreißen eines alten Schuppens, auch einer Form der Archäologie. Diese Form bringt später auch noch vergrabene Knochen ans Licht und eine alte Postkarte von einer gewissen Elfi, und aus beiden reimt sich Margarete Helene die Vorstellung zusammen, ihr Mann könne weit vor ihrer Zeit einen Mord begangen haben.

Dieser, wegen vegetativer Dystonie krankgeschrieben, tröstet sich über den Zustand seines Landes wie der Welt mit der Lektüre von Montaigne. Als ihm die rettende Möglichkeit eröffnet wird, an Westgeld zu kommen und in der magischen Welt des Intershops einkaufen zu können, unterhält er sich mit dem dort hinter ihm wartenden Mann und zitiert fleißig aus den "Essais".

Nicht der Einkauf im Intershop, nicht das Westgeld ist es, das die Staatssicherheit auf den Plan ruft, sondern Bartholds offensichtlicher Kontakt zu einem Ausländer, einem gewissen "Mohnteine". Barthold will erst laut lachen, aber "Besserwissen führt bestenfalls zu nichts, schlimmstenfalls zu negativen Auswirkungen. Der Andere führte aus, der Ausländer, wohl Franzose, wie?, habe keine positive Einstellung erkennen lassen, wie aus Bartholds Reden zu entnehmen sei, doch ginge es in der Hauptsache darum, dass er, Barthold, doch ganz genau wisse, dass jede Bekanntschaft mit Ausländern für ihn meldepflichtig sei." Barthold will dem Abgesandten der Stasi - "Sie können mich Müller nennen" - seinen Band Montaigne zeigen, der immer auf seinem Nachttisch liegt, aber seine Frau hat ihn am Tag zuvor weggeschmissen, eifersüchtig nicht nur auf die ominöse Elfi, sondern seit langem auch schon auf das Lieblingsbuch, ja den unverzichtbaren Lebensbegleiter ihres Mannes. Barthold kann sich nicht entlasten, und die Dinge nehmen ihren Lauf. Wie, das soll nicht verraten werden.

Kunerts Roman, sowohl aus der Perspektive Bartholds als auch aus der seiner Frau erzählt, ist eine derbe Komödie mit todernstem Hintergrund. Er verrät eine bei diesem Autor überraschende Lust am Erzählen und hat, im Gegensatz zu den Verhältnissen, die er schildert, keinen Grünspan angesetzt. Der Lust am Erzählen gesellt sich die an der Reflexion bei, vertreten hier durch Montaigne und vermittelt durch Barthold. Dass eben diese Lust an der Reflexion dem Helden zum Verhängnis wird, liegt an der Gegenseite. Bekanntlich war die Stasi so gut wie allwissend und doch zugleich stockdoof: eine überaus gefährliche Mischung.

Spannend ist nun die Frage, welchen Stellenwert die Arbeit an diesem Roman im Werk eines Autors hatte, der sich bewusst war, dass er diese Geschichte in der DDR niemals würde veröffentlichen können. Geschrieben Mitte der siebziger Jahre und ein gutes Jahr vor der Ausbürgerung Wolf Biermanns, gegen die Kunert dann als einer der ersten protestiert hat, hatte das Manuskript wohl vor allem die Funktion einer Selbstverständigung und Standortbestimmung. Kunert, der reisen durfte und schon damals mehr von der Welt gesehen hatte als die meisten seiner Mitbürger, hatte aus diesem Grund sicher einen schärferen Blick für die grotesken Verhältnisse im eigenen Land, das er dann konsequenterweise auch wenige Jahre danach verlassen hat. Wer als vierzehn-, fünfzehnjähriger sogenannter Halbjude im Nazireich überlebt und die Bombennächte von Berlin miterlebt hatte und danach den Umschlag der frühen sozialistischen Hoffnungen in deren vom Mangel gesteuerte Perversion, der war spätestens in der DDR der Mittsiebziger gegen alle Versuchungen gefeit, Weltgeschichte als Heilsgeschehen misszuverstehen, in welcher Form auch immer. Die Groteske, die Kunert damals für die Schublade schrieb - und später dann für den Keller, aus dem sie nun unverhofft aufgetaucht ist -, lässt sich durchaus als der erzählerische Befreiungsschlag lesen, der seinen Autor ein für alle Male von eventuell noch schwelenden Illusionen erlöste.

Seitdem, so können wir dem weiteren Werk des Lyrikers und Essayisten Günter Kunert, der heute neunzig Jahre alt wird, entnehmen, "ist mein Interesse am Fiktionalen erloschen. Die Realität hat alle Fantasie übertroffen und aus dem Feld geschlagen." So heißt es in "Ohne Umkehr", den Aufzeichnungen aus den letzten Jahren. Dennoch hält Kunert an der Schrift fest, möglichst Tag für Tag, "um sich schreibend bei Bewusstsein zu halten, um der allgemeinen Lethargie zu entgehen . . . Es gilt, das eigene Bewusstsein nicht in die billige Akzeptanz des Bestehenden absinken zu lassen." Mit Altersmilde hat das herzlich wenig zu tun. Man darf ihm deshalb wünschen, dass dieser Kampf gegen Bewusstseinstrübung und für skeptische Klarsicht, für die Montaigne gewiss der angemessene Ahne und Schirmherr ist, noch lange anhält. Uns als seinen Lesern käme das jedenfalls zugute.

JOCHEN SCHIMMANG

Günter Kunert: "Die zweite Frau". Roman.

Wallstein Verlag, Göttingen 2019. 204 S., geb., 20,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 06.03.2019
Die Stasi kennt Montaigne nicht
An diesem Mittwoch wird der Schriftsteller Günter Kunert neunzig – erst jetzt erscheint
sein in den Siebzigerjahren geschriebener satirischer DDR-Roman „Die zweite Frau“
VON HELMUT BÖTTIGER
Die Entstehungsgeschichte dieses Buches klingt aufsehenerregend. Der wichtige DDR-Schriftsteller Günter Kunert, der mit seinen zwischen absurder Komik und Melancholie angesiedelten Texten von den offiziellen Stellen immer sehr beargwöhnt wurde, schrieb zwischen 1974 und 1975 einen Roman. Das hatte er vorher eher selten gemacht, er erregte vor allem als Lyriker und Verfasser von skurril-abgründiger Kurzprosa Aufsehen, und als er den Roman fertiggestellt hatte, wurde ihm bewusst: das Manuskript konnte in der DDR keinesfalls veröffentlicht werden.
Zeitgeschichtlich geriet Kunert dann in eine stürmische, chaotische Phase. Im November 1976 folgte die Ausbürgerung des Sängers Wolf Biermann, er gehörte zu den ersten, die den Protest dagegen unterzeichneten, und 1979 war es so weit, dass auch er in den Westen übersiedelte. Nun lebt er schon seit Jahrzehnten in Schleswig-Holstein, in der Nähe von Itzehoe, an diesem Mittwoch wird er 90 Jahre alt. Den unveröffentlichten Roman hat er irgendwann vergessen, erst vor Kurzem hat er das Manuskript in einer Ablage entdeckt – und so fand es seinen Weg in die Literaturgeschichte. So lautet jedenfalls die offizielle Lesart.
Man merkt dem Text sofort an, dass der Autor hier etwas loswerden musste. Er fängt sehr vielversprechend an, mit magisch-rätselhaften Bildern, die modern-kubistisch anmuten und durch suggestive Straßenbilder plötzlich London evozieren, als Stadt einer unerreichbaren Sehnsucht. Doch plötzlich erweist sich das Ganze als ein Traum und Albtraum. Der Protagonist namens Barthold befindet sich in einem Luftschutzkeller und wird mit dem leibhaftigen Walter Ulbricht konfrontiert, dem Übervater der DDR, es kommt zu karikierenden und kalauernden DDR-Witzen, und es ist klar: nie und nimmer konnte das mit dem Vorsatz geschrieben werden, es wirklich einem DDR-Verlag zur Veröffentlichung anzubieten.
Hier spricht ein Autor Klartext, hier schreibt einer sich etwas von der Seele, hier wird, um den Roman auch sprachlich zu charakterisieren, die Sau rausgelassen. Und zwar mehrfach. Barthold findet nämlich nicht nur die sozialistische Gesellschaft, in der er lebt, unerträglich, sondern auch seine Ehefrau.
Barthold ist eindeutig eine satirische Figur, und er ist Teil einer durch und durch satirisch angelegten Konstellation. Das entscheidende Motiv der Handlung hat denn auch etwas Brachial-Schmissiges. Barthold ist Archäologe, und schon mit diesem Berufsbild in der DDR als ein Subversiver gekennzeichnet. Auf seinem Nachttisch hat er zudem den 400 Jahre alten französischen Philosophen und glänzenden Essayisten Michel de Montaigne liegen.
Einmal gelingt es ihm, durch die tatkräftige Hilfe einer genretypisch ausstaffierten Sekretärin an Westgeld heranzukommen und in einem Intershop einzukaufen, jenem die DDR so kabarettreif definierenden, grausig-komischen Einkaufsladen. Und weil die Situation so absurd ist, zitiert Barthold in diesem Konsumtempel einschlägige Sätze von Montaigne und entlarvt die Szenerie so als eine einzige Farce. Prompt sucht ihn kurz danach ein Mann der Stasi auf und wirft ihm verbotene Westkontakte vor, mit jemandem namens „Mohnteine“. Weil seine Frau wegen einer von ihm versteckten Ansichtskarte einer gewissen Elfi glühend eifersüchtig ist, überstürzen und überkreuzen sich dann die Ereignisse, eine aufs harte und krude DDR-Niveau getrimmte Screwball-Comedy. Auf einen großen Klotz gehört ein grober Keil, und das hatte im Schreibprozess offensichtlich etwas Befreiendes.
Dass Kunert nicht daran dachte, dieses Manuskript nach 1979 im Westen zu veröffentlichen, liegt auf der Hand. Zu DDR-spezifisch ist die Anlage, sind die Pointen und der Problemdruck, zu wenig literarisch die Sprache und die Form. Das Tragikomische wird mit allen Mitteln forciert, auch mit Anleihen an Heinz Erhardt oder Ephraim Kishon, von den das Spießertum entlarvenden plumpen Sexualfantasien ganz zu schweigen.
Oft wird es auch philosophisch: „Barthold glaubte nicht an ein höheres Wesen oder an sich selber als höheres Wesen, von dem der bessere Teil nach dem Zerfall des irdischen irgendwohin umzöge, um selig bis in alle Ewigkeit auf einer Wolke herumzusitzen. Aber in seinem Leben, arm an Epiphanien, durchrationalisiert, festgelegt bis zum Exitus, bewegte ihn jede spirituelle Abweichung dermaßen, dass er noch in Erinnerung an sie in Tränen hätte ausbrechen mögen, umso mehr, als diese späte durch die Anwesenheit der Amtsperson verdorben und unrein war.“
In derlei vertrackten, zutiefst wissenden, sich ins Komische rettenden Satzperioden liegt auch eine große Verzweiflung, von daher ist der Text auf eine aufschlussreiche Art authentisch.
Viele DDR-Witze und Anspielungen wirken im Abstand zeitgebunden und schal, vermitteln aber zugleich auf eindringliche Weise eine provinziell-dumpfe Atmosphäre, eine Art Straflager-Mentalität. Wenn dieser Text 1975 in der DDR bekanntgeworden wäre, hätte er bestimmt oft ein begeistertes Schenkelklopfen bewirkt, so wenn im Fernsehen ständig dramatische Werke „von Shakespeare und Kleist bis Eberhard Pampig und Bandito Klomatzki“ laufen – im Klartext also von DDR-Größen wie Eberhard Panitz und Benito Wogatzki. Aber diese Wirkung war von vornherein auf ein Publikum bezogen, das für Kunert beim Schreiben dieses Textes nur imaginär vorhanden sein konnte und das heute nur noch als archäologische Größe vorstellbar ist.
„Vorsicht und Literatur vertragen sich nicht“, heißt es einmal gegen Ende – ein Stoßseufzer angesichts der Zwänge, denen sich ein DDR-Schriftsteller ausgesetzt sah. Deswegen musste Kunert einmal ordentlich zulangen. Es ist für alle Beteiligten gut, dass diese Zeit vorbei ist. Und wir können nun dem Autor nicht nur zum neunzigsten Geburtstag, sondern auch zu diesem Fund im eigenen Archiv gratulieren.
Kunert schrieb eine aufs harte
und krude DDR-Niveau
getrimmte Screwball-Comedy
„Vorsicht und Literatur
vertragen sich nicht“,
heißt es einmal gegen Ende
Günter Kunert:
Die zweite Frau. Roman. Wallstein-Verlag, Göttingen 2019. 200 Seiten, 20 Euro
Der Roman, den Günter Kunert 1974/75 in der DDR verfasste, hatte keine Chance, dort veröffentlicht zu werden. Das wusste der Autor und ließ ihn in der Schublade.
Foto: Brigitte Friedrich / Süddeutsche Zeitung Photo
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