Großstadt Wildnis - Meurs, Sven
Zur Bildergalerie
30,00 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Gebundenes Buch

2 Kundenbewertungen

Das erste umfassende Porträt zu wilden Tieren in der Stadt
Wildtiere aller Art haben sich in unseren Großstädten nahezu unbemerkt einen neuen Lebensraum erobert, und so trifft man im urban jungle zwischen Häuserschluchten und Asphaltstraßen heute auf die unterschiedlichsten wilden Tiere. So ist Berlin die Hauptstadt der Wildschweine, in München hat der Biber die Isar wiederentdeckt, Frankfurt am Main gilt als die Stadt der Vögel und in Düsseldorf hat sich der Eisvogel inmitten der Stadtparks angesiedelt. Doch warum kommen Wildtiere überhaupt in die Städte? Und wie ist das Verhältnis…mehr

Produktbeschreibung
Das erste umfassende Porträt zu wilden Tieren in der Stadt

Wildtiere aller Art haben sich in unseren Großstädten nahezu unbemerkt einen neuen Lebensraum erobert, und so trifft man im urban jungle zwischen Häuserschluchten und Asphaltstraßen heute auf die unterschiedlichsten wilden Tiere. So ist Berlin die Hauptstadt der Wildschweine, in München hat der Biber die Isar wiederentdeckt, Frankfurt am Main gilt als die Stadt der Vögel und in Düsseldorf hat sich der Eisvogel inmitten der Stadtparks angesiedelt. Doch warum kommen Wildtiere überhaupt in die Städte? Und wie ist das Verhältnis zwischen Stadtmensch und Stadttier? Großstadt Wildnis beleuchtet diese und andere Fragen rund um das Thema Stadtnatur. Das Buch schärft unser Bewusstsein für die Vielfalt städtischer Natur und zeigt auf, wie wir uns mit ihr auseinandersetzen und sie schützen können.

Das Zusammenleben von Mensch und Wildtier in spannenden Storys und grandiosen Fotos

Auf einer Entdeckungssafari durch Großstädte in ganz Deutschland, angefangen bei den fünf größten Städten über das Ruhrgebiet und den Südwesten bis hin zum Rheinland erklärt Sven Meurs, warum Wildtiere in die Städte kommen, wie die verschiedensten Tierarten inmitten der für Menschen gemachten Umwelt leben und wie man sie schützen kann. Zudem kommen Menschen zu Wort, die sich für den Schutz und Erhalt von Wildtieren in Städten einsetzen. Themen wie Stadtimkern und Geschichten über zahme Füchse kommen dabei ebenso zur Sprache wie mögliche Auswirkungen von Stuttgart 21.

Jedes Kapitel erhält eine modern illustrierte Aufmacherseite von Jörg Hülsmann, auf der die Silhouette der jeweiligen Stadt und ein dort heimisch gewordenes Tier zu sehen ist. Ausflugstipps für die eigene Naturbeobachtung runden dieses frisch gestaltete Naturbuch ab, in dem sich durch die beeindruckenden Fotos die urbane Natur aus nächster Nähe erleben lässt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Knesebeck
  • Artikelnr. des Verlages: 2233
  • Seitenzahl: 192
  • Erscheinungstermin: 20. August 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 177mm x 27mm
  • Gewicht: 807g
  • ISBN-13: 9783957282330
  • ISBN-10: 3957282330
  • Artikelnr.: 56400362
Autorenporträt
Meurs, Sven
Sven Meurs, Jahrgang 1980, streifte schon als Kind durch die Wälder am Niederrhein auf der Suche nach Begegnungen mit wilden Tieren. Noch immer hält seine Faszination für das Verhältnis zwischen Mensch und Natur an, sodass der Naturfotograf, Vortragsreferent und Autor heute als Experte für urbane Wildnis tätig ist und sich für den Schutz und Erhalt der städtischen Natur einsetzt.

Hülsmann, Jörg
Jörg Hülsmann, geboren 1974, studierte Illustration in Düsseldorf und Hamburg. Seit 2003 zeichnet er als freier Illustrator für Buchverlage, Magazine und Zeitungen, darunter S. Fischer, Die Andere Bibliothek, Suhrkamp, DuMont, Büchergilde Gutenberg, Frankfurter Rundschau und mare.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.02.2020

Für den Tisch In Berlin gibt es mehr Wildschweine als in jeder anderen deutschen Großstadt, auf dem Stadtgebiet leben mehr Füchse als auf gleicher Fläche im Wald, aber ob es mehr geworden sind in den vergangenen Jahren oder ob nur einfach mehr Fuchssichtungen von den Straßen der Hauptstadt gemeldet werden, kann auch der zuständige Wildtierreferent nicht sagen. Sicher ist aber, dass bei fast jeder Wohnungseigentümerversammlung die Wörter: Taube, Waschbär, Ratte oder Marder fallen. Sie ist überall, die Wildnis in der Stadt. Und der Fotograf Sven Meurs hat ihr aufgelauert, in einem Tarnzelt manchmal, bei Tag und bei Nacht, in allen Winkeln der Republik. Im Ruhrgebiet findet er Eidechsen und Schmetterlinge, Uhus und Flussregenpfeifer, in Düsseldorf hat er lange auf den Eisvogel gewartet, er ist ihm aber auch in München und Neuss schon begegnet. Man brauche eben Geduld, schreibt der Autor und Fotograf in seinem fast zweihundert Seiten dicken Band "Großstadt Wildnis". Und Zeit und Informanten und Glück.

In Moers am Niederrhein machte er - aufgescheucht durch das Internet - mit dem Stativ Jagd auf Seidenschwänze, anmutige braungraue Vögel mit Federhäubchen und Augenmaske, die normalerweise viel höher im Norden leben. Die Freude über gefundene Beute verging gleich wieder, wie er schreibt, mit jedem neueintreffenden Fotografen, wenn Ornithologie das Leben der begehrten Spezies beeinflusst, kehrt der Autor des Buches der Sache den Rücken, weswegen es nur zwei Bilder im Buch von den seltenen Vögeln gibt. Wie man zu vielen Kaninchen mitten in der Stadt auf die Pelle rückt, ohne eine mechanische Waffe zu benutzen, was Frettieren bedeutet, erfährt man auch im Buch. Meurs verfolgt rote Sumpfkrebse im Berliner Tiergarten und Nutrias in Neuss, oft sind es eingewanderte Arten, die im städtischen Ambiente mehr Schutz und Nahrung als Gefahr erfahren. Und nur selten weiß man sicher zu sagen, wer die Spezies ausgewildert hat, wie im Fall des Forstmeisters Wilhelm Freiherr von Berlebsch, der 1934 die fatale Idee hatte, zwei Waschbärenpaare am Edersee, fünfzig Kilometer westlich von Kassel, auszusetzten. Die Tiere mit der lustigen Maske gelten manchem Bundesbürger längst als Plage, ihre niedlichen Tapser auf der Windschutzscheibe lassen nicht erahnen, wie viel Unsinn - im Sinne von Garagen- und Hausbesitzern - die im Schilde führen.

Eine Wildtiersafari in der eigenen Stadt ist eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, Urlaub zu machen - es erfordert Geduld, Zeit und Glück. Und mit guten Geschichten lassen sich auch Kinder stundenlang durch die Flora und Fauna der Stadt lotsen. Dieses Buch liefert die eine oder andere hilfreiche Anekdote.

bali

Sven Meurs: "Großstadt Wildnis. Auf Tiersafari in unseren Städten". Knesebeck Verlag. München, 2019. 192 Seiten, 30 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr
Für den Tisch In Berlin gibt es mehr Wildschweine als in jeder anderen deutschen Großstadt, auf dem Stadtgebiet leben mehr Füchse als auf gleicher Fläche im Wald, aber ob es mehr geworden sind in den vergangenen Jahren oder ob nur einfach mehr Fuchssichtungen von den Straßen der Hauptstadt gemeldet werden, kann auch der zuständige Wildtierreferent nicht sagen. Sicher ist aber, dass bei fast jeder Wohnungseigentümerversammlung die Wörter: Taube, Waschbär, Ratte oder Marder fallen. Sie ist überall, die Wildnis in der Stadt. Und der Fotograf Sven Meurs hat ihr aufgelauert, in einem Tarnzelt manchmal, bei Tag und bei Nacht, in allen Winkeln der Republik. Im Ruhrgebiet findet er Eidechsen und Schmetterlinge, Uhus und Flussregenpfeifer, in Düsseldorf hat er lange auf den Eisvogel gewartet, er ist ihm aber auch in München und Neuss schon begegnet. Man brauche eben Geduld, schreibt der Autor und Fotograf in seinem fast zweihundert Seiten dicken Band "Großstadt Wildnis". Und Zeit und Informanten und Glück.

In Moers am Niederrhein machte er - aufgescheucht durch das Internet - mit dem Stativ Jagd auf Seidenschwänze, anmutige braungraue Vögel mit Federhäubchen und Augenmaske, die normalerweise viel höher im Norden leben. Die Freude über gefundene Beute verging gleich wieder, wie er schreibt, mit jedem neueintreffenden Fotografen, wenn Ornithologie das Leben der begehrten Spezies beeinflusst, kehrt der Autor des Buches der Sache den Rücken, weswegen es nur zwei Bilder im Buch von den seltenen Vögeln gibt. Wie man zu vielen Kaninchen mitten in der Stadt auf die Pelle rückt, ohne eine mechanische Waffe zu benutzen, was Frettieren bedeutet, erfährt man auch im Buch. Meurs verfolgt rote Sumpfkrebse im Berliner Tiergarten und Nutrias in Neuss, oft sind es eingewanderte Arten, die im städtischen Ambiente mehr Schutz und Nahrung als Gefahr erfahren. Und nur selten weiß man sicher zu sagen, wer die Spezies ausgewildert hat, wie im Fall des Forstmeisters Wilhelm Freiherr von Berlebsch, der 1934 die fatale Idee hatte, zwei Waschbärenpaare am Edersee, fünfzig Kilometer westlich von Kassel, auszusetzten. Die Tiere mit der lustigen Maske gelten manchem Bundesbürger längst als Plage, ihre niedlichen Tapser auf der Windschutzscheibe lassen nicht erahnen, wie viel Unsinn - im Sinne von Garagen- und Hausbesitzern - die im Schilde führen.

Eine Wildtiersafari in der eigenen Stadt ist eine der nachhaltigsten Möglichkeiten, Urlaub zu machen - es erfordert Geduld, Zeit und Glück. Und mit guten Geschichten lassen sich auch Kinder stundenlang durch die Flora und Fauna der Stadt lotsen. Dieses Buch liefert die eine oder andere hilfreiche Anekdote.

bali

Sven Meurs: "Großstadt Wildnis. Auf Tiersafari in unseren Städten". Knesebeck Verlag. München, 2019. 192 Seiten, 30 Euro

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr