Die Welle - Diverse
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Musik dröhnt aus den Boxen des alten Skoda. Am Steuer Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel), Sport und Politik, ehemaliger Hausbesetzer in Kreuzberg. Die gute Laune vergeht ihm, als die Direktorin ihm mitteilt, dass nicht er, sondern sein knochentrockener Kollege das Thema "Anarchie" unterrichten und er sich mit der Staatsform "Autokratie" abplagen soll. Der Kurs gilt nicht als Hit. Das Thema Diktatur langweilt und beim Begriff Faschismus stöhnen die Schüler "nicht schon wieder". Sie sind der Meinung, eine Diktatur sei in Deutschland heute nicht mehr möglich.
Rainer startet ein
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Produktbeschreibung
Musik dröhnt aus den Boxen des alten Skoda. Am Steuer Gymnasiallehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel), Sport und Politik, ehemaliger Hausbesetzer in Kreuzberg. Die gute Laune vergeht ihm, als die Direktorin ihm mitteilt, dass nicht er, sondern sein knochentrockener Kollege das Thema "Anarchie" unterrichten und er sich mit der Staatsform "Autokratie" abplagen soll. Der Kurs gilt nicht als Hit. Das Thema Diktatur langweilt und beim Begriff Faschismus stöhnen die Schüler "nicht schon wieder". Sie sind der Meinung, eine Diktatur sei in Deutschland heute nicht mehr möglich.

Rainer startet ein pädagogisches Experiment: Die Schüler dürfen ihn nicht mehr duzen, sondern müssen ihn mit Herr Wenger ansprechen, aufstehen, wenn sie etwas sagen wollen. Plötzlich sind Disziplin, Konzentration und Gemeinschaft angesagt. Und eine Art "Uniform", Jeans und weißes Hemd. Wer nicht mit macht, wird ausgegrenzt. Das muss auch Karo (Jennifer Ulrich) erfahren, die in knallroter Bluse erscheint, und bald kriselt es deshalb auch in ihrer Beziehung zu Marco (Max Riemelt), der sich von ihr gegängelt fühlt und seine Unabhängigkeit beweisen will.

Ausgerechnet er schlägt den Namen "Die Welle" für die neue Bewegung vor. Und die rollt an. Mit aller Macht. Bald gibt es den Welle-Gruß, Welle-Logos in der ganzen Stadt, eine eigene Homepage und ein Blog bei My Space. Partys nur für Mitglieder, Andersdenkende werden gemobbt. Als ein Schüler sich Rainer als Leibwächter anbietet, beim Wasserballturnier die Situation eskaliert, ahnt der Lehrer, dass die ganze Sache außer Kontrolle gerät.

Nur: Wer kann jetzt noch "Die Welle" aufhalten? Basierend auf Originalprotokollen von William Ron Jones und dem Teleplay "The Wave" von Johnny Dawkins & Ron Birnbach lässt Dennis Gansel ("Napola - Elite für den Führer") die Geschichte in einem normalen Gymnasium in einer fiktiven Stadt spielen.

Nicht mit Zeigefingerdramaturgie, sondern als spannendes Drama, bei dem Jürgen Vogel als Anti-Spießer happy mit "Kollegin" Christiane Paul auf einem Hausboot lebt und zu spät die Notbremse zieht. Fazit: Vorsicht vor extremem Autoritätsgehorsam! Wer glaubt, wir seien vor einer solchen Bewegung gefeit, wird sich wundern.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Making of, Videotagebuch, Teaser, Trailer, Bio- und Filmografien, Audiokommentar, Hörfilmfassung
  • Produktdetails
  • EAN: 4011976852681
  • Best.Nr.: 23583448
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: DVD
  • Erscheinungstermin: 6. Oktober 2008
  • Hersteller: Universal Pictures
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 00
  • Bildformat: 1:2, 35/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
  • Kopierschutz: ja
  • Gesamtlaufzeit: 103 Min.
Autorenporträt
Morton Rhue, der eigentlich Todd Strasser heißt, wurde am 5. Mai 1950 auf Long Island, New York, geboren und wuchs auch dort auf. Als junger Mann reiste er durch die USA und Europa und verdiente sich sein Geld z. B. als Schiffssteward und Straßenmusiker.
Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Zeitungsreporter und Werbetexter.
Schließlich entschloss sich Morton Rhue dazu, das Schreiben von Büchern zu seinem Hauptberuf zu machen. Seitdem hat er eine große Menge von Romanen und Kurzgeschichten verfasst - in Amerika gehört er zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren.
Sein in Deutschland berühmtestes Buch ist "Die Welle", das seit Jahrzehnten zur Schullektüre gehört und das vielfach ausgezeichnet wurde.
Morton Rhue lebt nach wie vor in New York. Seine Hobbys sind Angeln, Skifahren und Surfen. Über seine Bücher sagt er: "Gute Jugendliteratur soll dem Leser helfen richtige Entscheidungen zu treffen."
Rezensionen
Besprechung von 28.02.2008
"Die Welle" vorab im Filmmuseum

Der kumpelhafte Lehrer wird von seinen Schülern Rainer genannt - im Projekt Autokratie aber heißt er wieder Herr Wenger, denn die Schüler sollen nicht nur lernen, was das altgriechische Wort bedeutet, sie sollen seinen Sinn in zwei Wochen hautnah erfahren. Es dauert nur eine Woche, da haben die jungen Menschen zwischen Disco und Schwimmbad einen neuen Lebensinhalt gefunden. Sie bauen eine Leitfigur auf, akzeptieren Disziplin, schwören der Individualität ab und erleben den vom Gleichschritt bis zur Uniform umgesetzten Gemeinschaftszwang als beglückenden Machtgewinn. Die neue Macht beschert ungeahnte Fortschritte, wenn die Theatergruppe eine Probe ohne Störungen und Albernheiten zu Ende bringt. Die Welle, Symbol der Gemeinschaft, überzieht als Graffito bald die Stadt und signalisiert einen eigenen Herrschaftsanspruch. Wer hier nicht mitspielt, wird isoliert. Bis dahin harmlose Veranstaltungen erhalten durch Ansprachen und Kontrollen eine militante Note. Die Lektion in Sachen diktatorische Mechanismen gelingt so gut, dass der Lehrer sein Gefolge kaum wieder in die demokratische Realität zurückholen kann.

Dennis Gansel hat ein authentisches Ereignis verfilmt, einen vor 41 Jahren im amerikanischen Palo Alto an drei Schulen mit etwa tausend Jugendlichen durchexerzierten Test. Im Deutschen Filmmuseum gab er zusammen mit Produzent Christian Becker zur Vorpremiere Interna preis. Es begann bei den Rechten, die nicht mehr beim Autor des Romans "The Wave", sondern bei Sony lagen. Dort gab man grünes Licht gegen die Auflage einer deutschsprachigen Verwertung und für die Südamerika-Lizenz an "Resident Evil 3". Mit dem Ko-Autor Peter Thorwart schrieb Gansel das Skript, der eine brachte Action ein, der andere neben der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema auch persönliche Erfahrungen.

Im Gegensatz zur Fernsehfassung von 1981 wurden nur Darsteller im Alter der dargestellten Figuren eingesetzt. Der Ort wurde geographisch neutralisiert, um niemanden die Beruhigung zu lassen, dass das bei ihm nicht vorkommen könne. Wie wenig immun auch emanzipierte Generationen gegen den Spaßfaktor autoritärer Systeme sind, zeigte sich bei den zweimonatigen Dreharbeiten, als sich die Darsteller weitgehend das Verhalten der von ihnen gespielten Personen zu eigen machten. Am 12. März wird "Die Welle" in den Kinos anlaufen.

JÜRGEN RICHTER

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Basierend auf den Original-Manuskripten des kalifornischen Lehrers Ron Jones zu seinem beängstigenden "Third Wave"-Experiment 1967, realisierte Dennis Gansel mit seinem engagierten und fesselnden Schulkrimi über den Fascho in uns allen ein intensives Drama, das sich nahtlos an Gansels Vorgänger "Napola" reiht. Seine Vision über die Verführbarkeit des Einzelnen ist eine zwingende Utopie und mit Jürgen Vogel und einer Handvoll engagierter Jungstars perfekt besetzt. War ein Überflieger im Kino und wird nun auf DVD rocken.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
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