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Eine Ode an die Oper: Elke Heidenreich erzählt von der Musik, von den Figuren auf der Bühne und ihrer Leidenschaft, vor allem aber immer wieder vom Hören. "Die großen, Jahrhunderte überdauernden Themen sind diese beiden: Liebe und Tod", sagte Heidenreich bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2008. In diesem Sinne versucht sie Hörer und Zuschauer für die großen Werke der Oper zu gewinnen. Fern jeder trockenen Belehrung zeigt die Kritikerin, Moderatorin und Librettistin Elke Heidenreich, dass Musik etwas ist, das jeden angeht, und von etwas spricht, was jeden in seinem eigenen Leben zutiefst betrifft.…mehr

Produktbeschreibung
Eine Ode an die Oper: Elke Heidenreich erzählt von der Musik, von den Figuren auf der Bühne und ihrer Leidenschaft, vor allem aber immer wieder vom Hören. "Die großen, Jahrhunderte überdauernden Themen sind diese beiden: Liebe und Tod", sagte Heidenreich bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2008. In diesem Sinne versucht sie Hörer und Zuschauer für die großen Werke der Oper zu gewinnen. Fern jeder trockenen Belehrung zeigt die Kritikerin, Moderatorin und Librettistin Elke Heidenreich, dass Musik etwas ist, das jeden angeht, und von etwas spricht, was jeden in seinem eigenen Leben zutiefst betrifft.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Artikelnr. des Verlages: 505/25101
  • Seitenzahl: 160
  • Erscheinungstermin: 28. September 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 130mm x 16mm
  • Gewicht: 300g
  • ISBN-13: 9783446251014
  • ISBN-10: 3446251014
  • Artikelnr.: 43687477
Autorenporträt
Heidenreich, ElkeElke Heidenreich lebt in Köln. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen. Bei Hanser erschienen zuletzt Rudernde Hunde (mit Bernd Schroeder, Geschichten 2002), Der Welt den Rücken (Geschichten 2012), Alte Liebe (mit Bernd Schroeder, Roman 2009), Passione (Liebeserklärung an die Musik 2009), Alles kein Zufall (Kurze Geschichten 2016) und Männer in Kamelhaarmänteln (Kurze Geschichten 2020). Im Kinder- und Jugendbuch veröffentlichte sie Nero Corleone kehrt zurück (mit Quint Buchholz, 2011), Nurejews Hund (mit Michael Sowa, 2013), Erika (mit Michael Sowa, 2015) und Erika meets Nero Corleone (Elke Heidenreichs schönste Geschichten, E-Book 2016).
Rezensionen
"Heidenreich macht Lust auf die Klänge, über die sie schreibt." Neue Presse Hannover, 28.02.09

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.03.2009

So ehrlich wie dicklich
Elke Heidenreich über Musik
Dass das Verhältnis zwischen Musik und Sprache nicht als Einheit, sondern vielmehr als beziehungsreicher Gegensatz zu begreifen sei, der letztlich unauflösbar ist, gehört seit langem zu den philosophischen und phänomenologischen Erkenntnissen. Also sollte das Sprechen und Schreiben über Musik diese Spannung immer mitbedenken und skeptisch und vorsichtig bleiben gegenüber Überbrückungsversuchen, vor allem dann, wenn sie sich in erster Linie auf den guten Willen stützen und besonders gut gemeint sind. Leider helfen nämlich solcherart brave Absichten ganz allgemein gerade in der Kunst selten oder nie.
Elke Heidenreich ist beliebt als eine Heldin des offenen Wortes nach dem Motto „Hier rede ich, ich kann nicht anders!” Sie hat oft und emphatisch ihr Verhältnis zur Kunst allgemein und speziell zur Musik öffentlich bekundet. Dass sie sich für die Kinderoper in Köln seit Jahren engagiert, dass sie sich überhaupt für Musik, besonders die Oper einsetzt, ist aller Ehren wert. So hielt sie 2008 bei den Salzburger Festspielen den Eröffnungsvortrag „Denn stark wie die Liebe ist der Tod” oder verfasste für eine Münchner Aufführung von Franz Schuberts „Rosamunde”-Musik eine Hommage an den Komponisten „Schubert, der Ferne – Schubert, der Nahe”. Dabei hatte sie den erstaunlichen Mut, den Komponisten so persönlich anzusprechen, als ob er ihr Rede und Antwort stehen könne. Ihre bekannte Vollmundigkeit mag beim öffentlichen Vortrag ehrlich wirken, auch ihre Beiträge für Zeitungen und Magazine wie DB Mobil oder Brigitte Woman bieten als gelegentlich erscheinende Reisefeuilletons – etwa Festspieleindrücke in Glyndebourne, Bayreuth, Salzburg, Besuche in Verdis Heimat oder beim Puccini-Festival in Torre del Lago – wenig Anstoß, vorausgesetzt man schätzt den Dauerton impulsiver Opernbegeisterung. Als in Buchform gebrachte „Kleine vermischte Schriften zur Musik” erweisen sich Heidenreichs Herzensergießungen allerdings als wenig verdaulich.
Bis auf das Vorwort sind die hier versammelten Texte schon publiziert oder als Vortrag gehalten worden. Als Kollektion quälen sie auch den Wohlwollenden, und das nicht nur durch den unentwegten Gefühlssturm der Liebeserklärungsprosa, sondern auch durch die ständigen Griffe ins volle Menschenleben, -lieben und -sterben auf und vor der Bühne. Elke Heidenreich gerät rasch in jene wohlfeilen Appelle, dass im Gegensatz zu böser Welt, grauem Alltag, bitterem Leben nur die Kunst, die Musik Ewigkeit kenne. So ergibt sich ein stetes Tremolo des Allzumenschlichen und des gesunden Menschenverstandes dort, wo die Klischees blühen. Gefühl wird dann gefühlig, der Ton nicht stark, sondern dicklich.
Was auch immer Autorin und Verlag bewogen haben mögen, diese Bekenntinisbruchstücke der fraglos von Musik erfüllten Hörerin Elke Heidenreich, die ihr von der Oper angerührtes Inneres leidenschaftlich nach außen kehrt, zwischen zwei Buchdeckel zu stecken – es war keine gute Idee. HARALD EGGEBRECHT
Elke Heidenreich
Passione
Liebeserklärung an die Musik.
Hanser Verlag, München 2009.
160 Seiten, 15,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 11.03.2009

Die Gründe des Herzens
Elke Heidenreich erwärmt sich am Wunder der Musik

Die kühne Behauptung, es gehe im Umgang mit der Kunst um die Alternative Verstand oder Gefühl, Kopf oder Herz, war immer schon ein Affront. Elke Heidenreich aber hält am Habitus des trotzigen "Ich empfinde nun mal so!" fest. Ohne ihn wäre ihre "Liebeserklärung an die Musik" nicht denkbar. Sie gliedert sich in einen Teil mit Texten über Opern und Festspiele, einen anderen mit solchen über Musik und Musiker.

Der Oper gehört Heidenreichs große Liebe, und so reist sie an viele Festspielorte und lässt dabei ihren Gefühlen freien Lauf. "Die Oper erreicht nur mein Herz, und das Herz diskutiert nicht", dieser Satz Heidenreichs könnte den Titel des Buchs abgeben. Er ist eine Lizenz zu allem, zumal zur Formulierung von Gemeinplätzen. Heidenreich beobachtet, wahrlich nicht als Erste, das Wunder Oper, in der die Musik aus dem Pappmaché der Kulissen und den Trivialitäten des Librettos eine plausible Wirklichkeit erschafft. Das Staunen darüber führt freilich zu Formulierungen wie aus Opernlibretti genommen: "Unaussprechlich ist im Tiefsten auch die Liebe" oder auch: "Der Tod ist sehr viel entschiedener und endgültiger als die Liebe."

Wie klein wirken dagegen die Kritikaster, wenn "grandiose Musik", kostbare Kostüme" und "großartige Stimmen" sich zu überwältigender Wirkung vereinigen? Wer da nicht ergriffen ist, ist bei Heidenreich durchgefallen. Im Grunde gibt es nur eine Möglichkeit, ein solches Buch zu goutieren: Man muss sich lesend einschwingen in die großen Gefühle der Autorin, am besten zu den Klängen einer Verdi-Oper ("Ich bin Verdi-süchtig!") und bei einem Glase guten Weins. Dann plötzlich werden die Heidenreich-Sätze auf wundersame Weise wahr.

MICHAEL GASSMANN

Elke Heidenreich: "Passione". Liebeserklärung an die Musik. Hanser Verlag, München 2009. 158 S., br., 15,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Dieser "Liebeserklärung an die Musik" von Elke Heidenreich hat sich Hans-Jürgen Linke nur widerwillig geöffnet, wie er deutlich macht. Dem Rezensenten gehen dabei nicht nur die gern in Zitate verpackten Weisheiten auf die Nerven, mit denen die Autorin ihre vor allem der Oper des späten 18. und des 19. Jahrhunderts entsprungenen Lieblingsstücke beschwärmt. Vor allem der normative Impetus, der alle nicht im gleichen Maße Liebenden zu Banausen ohne Herz und Bildung macht, erregt Linkes Ärger und nährt in ihm den Verdacht, dass sich dahinter Heidenreichs Verachtung für "ihr Publikum" verbirgt.

© Perlentaucher Medien GmbH