Broschiertes Buch

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Tigermütter wollen sicherstellen, dass ihre Kinder erfolgreich und selbstbewusst sind. Das hatte auch Amy Chua vor. Es wurde geradezu zur Obsession für sie. In dem Rückblick auf ihr Leben als Mutter beschreibt sie souverän, selbstkritisch und durchaus auch komisch, wie ihre Familie damit umging. Man liest mit gemischten Gefühlen und steigendem Interesse. Und fängt an, auch über die eigenen Vorstellungen und Einstellungen nachzudenken."In dunklen Stunden machte ich mir Sorgen, ob meine Familie das alles aushalten würde, mein Mann, dem man vorwarf, er hätte zugelassen, dass ich seine Kinder…mehr

Produktbeschreibung
Tigermütter wollen sicherstellen, dass ihre Kinder erfolgreich und selbstbewusst sind. Das hatte auch Amy Chua vor. Es wurde geradezu zur Obsession für sie. In dem Rückblick auf ihr Leben als Mutter beschreibt sie souverän, selbstkritisch und durchaus auch komisch, wie ihre Familie damit umging. Man liest mit gemischten Gefühlen und steigendem Interesse. Und fängt an, auch über die eigenen Vorstellungen und Einstellungen nachzudenken."In dunklen Stunden machte ich mir Sorgen, ob meine Familie das alles aushalten würde, mein Mann, dem man vorwarf, er hätte zugelassen, dass ich seine Kinder foltere, meine Töchter, von denen man annahm, sie müssten auf jeden Fall selbstmordgefährdet sein. Kurz nach Erscheinen des Buches war es Konsens, dass ich die schlimmste Mutter der Welt sei. Haben Sie mein Buch überhaupt gelesen? , fragte ich eine Interviewerin. Nein, und ich denke auch gar nicht daran , sagte sie. Das Leben wurde surreal. Aber ich habe großes Glück mit meiner Familie." Aus dem Nachwort zur Taschenbuchausgabe
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher
  • Verlag: DTV
  • Seitenzahl: 268
  • Erscheinungstermin: 20. April 2012
  • Abmessung: 20mm x 120mm x 191mm
  • Gewicht: 228g
  • ISBN-13: 9783423347228
  • ISBN-10: 3423347228
  • Artikelnr.: 34510605
Autorenporträt
Barbara Schaden, Jahrgang 1959, studierte Romanistik und Turkolgoie in Wien und München. Nach ein paar Jahren in der Filmbranche und im Verlagslektorat seit 1992 freiberufliche Übersetzerin, u.a. von Patricia Duncker, Margaret Atwood, Nadine Gordimer, Jean-Claude Guillebrand, MaurizioMaggiani, Fleur Jaeggy, Kazuo Ishiguro und Cindy Dyson.
Rezensionen
"Tiger Mom zeigt, dass Drill und Herzenswärme keine Gegensätze sind." Ilka Piepgras, Zeit Magazin 10.03.2011

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Die amerikanische Juraprofessorin Amy Chua hat mit "Die Mutter des Erfolgs" kein Plädoyer für den Drill geschrieben, stellt Rezensentin Elisabeth von Thadden erstaunt fest. Durchaus selbstironisch erzähle Chua vielmehr vom teilweise Scheitern ihrer drastischen Erziehungsmethoden: Die eine Tochter spielte als 14-jährige Pianistin in der Carnegie Hall, die andere beschimpfte sie öffentlich als Lord Voldemort und schmiss ihr die Geige vor die Füße. Amy Chua akzeptierte von ihren Kindern nur Bestnoten, verbot ihnen fernzusehen und zwang sie, jeden Tag stundenlang Geige beziehungsweise Klavier zu üben. Denn am Verhältnis zur klassischen Musik, so die perplexe Rezensentin, zeige sich für Chua, ob eine Zivilisation überlebensfähig sei. Trotzdem möchte die Rezensentin das Buch am Ende besorgten deutschen Eltern, die Schanghai in der Pisa-Studie auf Platz 1 sehen, nicht empfehlen: Wichtig sei bei Chua "nur das eigene Kind". Dieses egoistische Denken, so Thadden naserümpfend, ist kein Ausdruck höherer Bildung.

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