Das Alfred-Jarry-Theater - Artaud, Antonin
  • Gebundenes Buch

Jetzt bewerten

Manifeste. Bühnenstücke. Inszenierungspläne. Briefe Man muss die Inszenierung, das Theater ignorieren. Alle großen Dramatiker, die typischen Dramatiker haben außerhalb des Theaters gedacht. Siehe Äschylos, Sophokles, Shakespeare. Siehe, in einer anderen Ideenordnung, Racine, Corneille, Molière. Jene ließen gänlich oder beinahe die äußere Inszenierung wegfallen, aber sie erforscheninds Endlose die inneren Veränderungen, diese Art ständiges Hin und Her der Seelen ihrer Helden. Die sklavische Abhängigkeit vom Autor, die Unterwerfung unter den Text, welch trauriger Schwindel! Aber jeder Text…mehr

Produktbeschreibung
Manifeste. Bühnenstücke. Inszenierungspläne. Briefe Man muss die Inszenierung, das Theater ignorieren. Alle großen Dramatiker, die typischen Dramatiker haben außerhalb des Theaters gedacht. Siehe Äschylos, Sophokles, Shakespeare. Siehe, in einer anderen Ideenordnung, Racine, Corneille, Molière. Jene ließen gänlich oder beinahe die äußere Inszenierung wegfallen, aber sie erforscheninds Endlose die inneren Veränderungen, diese Art ständiges Hin und Her der Seelen ihrer Helden. Die sklavische Abhängigkeit vom Autor, die Unterwerfung unter den Text, welch trauriger Schwindel! Aber jeder Text besitzt unendliche Möglichkeiten. Der Geist und nicht der Buchstabe des Textes!
  • Produktdetails
  • Batterien
  • Verlag: Matthes & Seitz Berlin
  • Seitenzahl: 243
  • Erscheinungstermin: 1. März 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm
  • Gewicht: 464g
  • ISBN-13: 9783882212853
  • ISBN-10: 3882212853
  • Artikelnr.: 08606024
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Der Rezensent Stefan Zweifel nutzt die Besprechung des vorliegenden Materialbandes zu Artauds gescheitertem Alfred-Jarry-Theater-Projekt, um Artauds "Theater der Grausamkeiten" als nicht mehr mediengerechte Form der Revolte zu diskutieren: nach Zweifel bietet das Theater seit dem Verschwinden des Bildungsbürgertums keinen Ort mehr für Provokation. Soviel dazu. Zu dem zu rezensierenden Buch hingegen leider kein Wort. Sollten wir etwa daraus schließen, dass sich heutzutage die Lektüre von Artaud erübrigt hat?

© Perlentaucher Medien GmbH