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1980 zog Gitti Müller als Backpackerin in die Welt. Mit einem One-Way-Ticket gelangte sie an den Amazonas, erkundete die Anden und lauschte den Wellen am Pazifikstrand. Fünfunddreißig Jahre später schultert sie erneut den Rucksack in Richtung Südamerika ... Familie und Freunde halten die Idee für verrückt, doch unbeirrt macht sie sich auf, ihren Traum ein zweites Mal zu verwirklichen. Mitreißend und offenherzig schildert sie, wie sie als 24-Jährige ohne Google Maps und Smartphone ahnungslos in Militärdiktaturen stolperte, sich im Urwald verlief oder Travellerschecks unter die Kleidung klebte,…mehr

Produktbeschreibung
1980 zog Gitti Müller als Backpackerin in die Welt. Mit einem One-Way-Ticket gelangte sie an den Amazonas, erkundete die Anden und lauschte den Wellen am Pazifikstrand. Fünfunddreißig Jahre später schultert sie erneut den Rucksack in Richtung Südamerika ... Familie und Freunde halten die Idee für verrückt, doch unbeirrt macht sie sich auf, ihren Traum ein zweites Mal zu verwirklichen. Mitreißend und offenherzig schildert sie, wie sie als 24-Jährige ohne Google Maps und Smartphone ahnungslos in Militärdiktaturen stolperte, sich im Urwald verlief oder Travellerschecks unter die Kleidung klebte, und spiegelt daran augenzwinkernd ihre Erfahrungen von heute. Berichtet von generationsübergreifenden Begegnungen in Hostels und verrät, wie faszinierend das Alleinreisen als Frau immer noch sein kann. Ein leidenschaftlicher Beweis, dass die große Freiheit kein Verfallsdatum kennt.

Mit zahlreichen praktischen Tipps zum Backpacken für Jung und Alt
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch .40501
  • Verlag: Piper
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2019
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 122mm x 25mm
  • Gewicht: 302g
  • ISBN-13: 9783492405010
  • ISBN-10: 3492405010
  • Artikelnr.: 56142320
Autorenporträt
Müller, Gitti
Gitti Müller ist Ethnologin, Fernsehjournalistin für WDR und ARD, Journalismustrainerin und Reisebloggerin. Nach ihrer Ausbildung zur Reisekauffrau lebte sie mehrere Jahre in Paris und in Südamerika. Zurück in Deutschland machte sie ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg und studierte an der Universität in Bonn und in Puno, Peru. Für ihre Reportagen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Heute lebt sie in Bonn.
Rezensionen
"Gitti Müller ist auf der ganzen Welt zu Hause.", Freizeit Revue, 11.04.2018

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.02.2018

Dann fühle ich mich eben allein

In den Achtzigern fuhr Gitti Müller als Backpackerin - damals noch Rucksackreisende genannt - nach Südamerika. Sie schulterte ihren Rucksack mit Metallgestänge, mit dem die Generation der Fünfzigjährigen sich aufmachte, und zog an den Amazonas und weiter in die Anden. So war das damals: Man tuckerte mit dem VW-Bus nach Afghanistan, meditierte in Indiens Aschrams oder wohnte in Höhlen auf Ibiza, baute Schulen in Nicaragua und Brunnen in Afrika. Würde nun Müller, heute Ethnologin und Fernsehjournalistin, nur ihre Erlebnisse aus dem Reisetagebuch nacherzählen, wäre das etwas banal; in der Tat sind diese Passagen nicht besonders aufregend. Aber Gitti Müller bricht fünfunddreißig Jahre später noch einmal auf, wieder nach Südamerika. Kein Sabbatical, kein Bruch im Leben treibt sie hinaus; sie ergreift lediglich die Chance, als ihre Wohnung grundsaniert werden muss. Woraus man lernen kann: Gründe, aufzubrechen, gibt es genug, man muss sie nur erkennen. Die Stärke ihres Buches liegt im unsentimentalen Vergleich der beiden Reisen. Heute, so stellt sie fest, sei es viel leichter, mit wenig Gepäck zu reisen, weil man überall alles bekomme. Sonnencreme, Brot, Haargel - und Tabak. Zwar plagen sie mehr Zweifel als früher, auch weil Freunde abraten, im Alter jenseits der fünfzig allein loszuziehen. So fragt sie sich: Was, wenn ich mich langweile oder einsam fühle? Kommt aber zu der weisen Erkenntnis: "Dann ist mir eben mal langweilig oder ich fühle mich einsam." Erwachsen geworden, weiß sie, dass man auf Reisen doch dieselbe bleibt und dass das gut ist so. Unbedarft fuhr sie damals in Militärdiktaturen, hatte keine Ahnung, wie das Land ist, wie das Klima - "und man stank, als hätte man in einem Aschenbecher geschlafen, weil im Flugzeug geraucht wurde". Von einem schwarzen Strand behaupten die Einheimischen, er sei gesund. Tatsächlich war er radioaktiv: "Es gab so vieles, was wir nicht wussten." Heute hingegen gebe es fast nichts, was man nicht schon vorher erfahren könne. Dank all der Internet-Auskunftsmöglichkeiten, der Apps und Maps wurde das Reisen unkomplizierter. Allerdings sei früher dadurch die Notwendigkeit größer gewesen, aktiv Kontakt mit der lokalen Bevölkerung zu suchen und den "beschwerlichen Weg der interkulturellen Kommunikation" auf sich zu nehmen. Das große Staunen bleibe heute aus, immerhin: Gerüche können noch überraschen.

bär

"Comeback mit Backpack. Eine Zeitreise durch Südamerika" von Gitti Müller. Malik Verlag, München 2017. 272 Seiten, einige Fotos. Broschiert, 16,99 Euro.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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