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Bewertungen

Insgesamt 140 Bewertungen
Bewertung vom 22.03.2019
Cheers
Suter, Martin

Cheers


ausgezeichnet

Martin Suter ist vielleicht er einigen ein Begriff, da ich mir ja schon mal „Alles im Griff“ von ihm gegeben habe, welches sich dann für mich zu einem Überraschungsbuch gemausert hatte. Deswegen kann ich an ihm irgendwie nicht mehr vorbeigehen. So geschehen auf der Frankfurter Buchmesse.
Dieses Buch (Cheers) lag also seitdem auf meinem SUB und wartete gelesen zu werden. Es war immer griffbereit und hat auf seine Chance gewartet. So war es dann auch gleich meine erste Wahl, nachdem ich mir gerade wieder etwas zugemutet hatte, was nicht gerade entspannend für meine Psyche war.
So nahm ich dieses Buch in die Hand und dachte, na ja, ein Kapitel mal so zum anlesen, nur mal so als Testballon. Die erste Erzählung ist dann auch gerade die Geschichte über Männer im Hotel. Da wurde von Martin Suter geschildert, dass man doch schneller in Unterhosen in einem Hotel auf dem Flur stehen und sich beim Nachtportier wiederfinden kann, als einem eigentlich lieb ist. Und wenn man sich auch noch besser und wichtiger als die anderen im Betrieb fühlt, wer erwischt einen dann? Na, ihr dürft mal raten.
Man kann natürlich sagen, das ist mir jetzt doch irgendwie zu platt, aber Martin Suter schafft dies mit einer feinen Prise Humor. Es sind 66 kleine Kolumnen, die immer wieder mit einem Hauch Wahrheit und mit kleinen Spitzen bespickt sind. Es gibt immer wieder um Missverständnisse, was aber an seiner eigenen Wahrnehmung liegt.
Das Buch ist in 5 Themenbereiche unterteilt, die eines gemeinsam haben, nämlich mit welchen Problemen man beim Feiern oder Urlaub machen in der Business Class stolpern kann. Überall gibt es kleinere und größere Fallstricke.
Was da alles passieren kann und wie das zustande kommt. Ich glaube das kann nur einer wirklich gut beschreiben ohne dass es Plump ist, und das ist Martin Suter. Es sind immer wieder Situationen wo man denkt ok, dies könnte auch mir passieren.
Es ist ein Buch, welches man gerne mal zwischendurch lesen kann. Aber eines als Vorwarnung, wenn die Wohnung hellhörig ist oder man im Zug oder Bus zur Arbeit unterwegs ist, kann es passieren, dass man schräg angesehen wird, da einige der Geschichten nicht nur ein Schmunzeln oder leises Lachen hervorrufen, sondern es kann passieren, dass man einfach mal laut loslacht. Aber man denkt auch immer wieder darüber nach, könnte mir das auch passieren.
Ich will für mich hoffen, und auch für andere, dass es noch mehr Bücher wie Cheers geben wird, denn ich will noch einige Male über die Business Class lachen.

Bewertung vom 20.03.2019
My Life in Circles
Colbert, Brandy

My Life in Circles


gut

Man stelle sich mal vor, man ist eine 17-Jährige Balletttänzerin, deren Freund vor vier Jahren verschwunden ist. Damit ist für sie auch der Freund verschwunden, der er heute wäre. Mit 13 Jahren glaubt man meist, dass es die große Liebe ist, die für ewig hält.  Vier Jahre nach seinem Verschwinden kommt Donovan wieder. Theodoras ehemals bester Freund schweigt. Er redet nicht mehr - weder mit ihr, noch mit seiner Mutter, oder irgendjemand anderem.Was noch erschreckender ist, ist das ihr Ex auf einmal 30 Jahre alt ist und ganz anders heißt. Die alten Gefühle zu ihrem Freund, der auf einmal einfach verschwunden ist, kommen immer wieder hoch. Damit kommt neben dem schlechten Gefühl auch ihre Magersucht immer weiter hoch. Sie isst immer weniger, konzentriert sich immer mehr auf ihr Ballett. Ihre Selbstzweifel werden immer stärker, auch gegenüber ihrer Affäre Hosea, in den sie sich immer mehr verliebt, der aber auch noch so ganz nebenbei eine Freundin hat. Was das Ganze nicht gerade einfacher macht, wobei er ihr ein Gefühl gibt, dass sie für Hosea etwas Besonderes ist.Man merkt aber, dass sie sich hauptsächlich nach der Nähe und den Gesprächen zu Donovan, ihrem Freund aus Kindertagen, sehnt. Sie will ihm helfen, kann ihm aber nicht nahe sein. Er wohnt zwar direkt nebenan, aber spricht nicht mit ihr, sondern lässt sie durch seine Mutter abwimmeln, oder geht nicht ans Telefon.So ist sie immer wieder mit ihren Gedanken ganz alleine, und geht zurück in die Vergangenheit. Sie sich die Schuld gibt, dass damals die „Beziehung“ zu Chris in die Binsen gegangen ist. Ihr dämmert auch, dass dieser etwas mit dem Verschwinden ihres Freundes Donovan zu tun haben könnte. Aktuell läuft es mit Hosea auch nicht, wie sie es gerne hätte. Und was macht die Ballettschule, wenn rauskommt, was sie damals mit ihrem Ex alles gemacht hat? Es geht ihr vieles durch den Kopf. Für sie ist nicht Chris schuld am Ende ihrer damaligen Beziehung, sondern nur sie allein. Sie sieht sich selbst als schlechten Menschen, was ihre Essstörung immer stärker macht. Man hat das Gefühl, dass sie zwar denkt, dass die Essstörung sie stärker macht und sie dadurch das alles durchsteht, aber das Gegenteil ist der Fall. Eigentlich will man schreien, und ihr klarmachen, dass sie sich jemandem anvertrauen sollte.Na ja, ich könnte jetzt noch einiges zu dem Buch schreiben. Es ist ein bewegendes Buch, welches viel Herz hat. Es gibt einige Situationen wo man denkt, Mensch Theo, jetzt mach den Mund endlich auf. Man wird dich nicht verdammen. Und dann, ja dann fällt mir als 44-Jähriger auf, ich mache auch nicht immer den Mund auf und ich habe sicherlich als 17-Jähriger des Öfteren meine Klappe gehalten und habe es in mich hineingefressen. Man tarnt als Teenager und auch als Erwachsener doch öfter seine Probleme. Man sucht eher die Schuld bei sich, als dass man sein Mund aufmacht. Der eine gerät dabei in eine Depression, wieder andere in eine Essstörung, und dies kann man beliebig fortsetzen.Es ist für mich ein Buch, was man ruhig als ein Mutmacher bezeichnen kann! Brandy Colbert schafft es, ein Buch voller Herz und Verstand zu schreiben, was eigentlich die Finger in eine Wunde der momentanen Gesellschaft legt. Jeder frisst einfach alles in sich hinein und gibt sich selbst die Schuld an allem, anstatt dass man einfach hingeht und sagt, ok sorry, ich muss dir da was sagen.Theo hat sich auch lieber in ihr Zimmer verschlossen und es mit sich selbst ausmachen wollen was sie bedrückt, statt einfach zu ihren Eltern zu gehen, und mit ihnen darüber zu sprechen.My Life in Circles ist ein gut geschriebenes Buch, welches, so glaube ich, auch eine gute Übersetzung von Nina Frey bekommen hat, da mir einige Redewendungen aufgefallen sind, die es so sicherlich nicht im englischen gibt. Es ist ein Buch, welches man als Teenager sicherlich lesen kann oder vielleicht auch lesen sollte, damit man vielleicht einfach ein wenig Mut bekommt zu sagen was man fühlt.

Bewertung vom 15.03.2019
Das Paket
Fitzek, Sebastian

Das Paket


sehr gut

Also manchmal frage ich mich, warum tue ich mir so gerne Psychothriller an? Sebastian Fitzek beschreibt ausführlich einen Menschen mit einer Angststörung hervorgerufen durch eine Vergewaltigung, die Emma aber niemandem abnimmt, da sie sagt, dass es in einem Hotelzimmer stattgefunden hat, welches nicht existiert.Ihr wurden die Haare abgeschnitten und sie wurde vergewaltigt. Zum selben Zeitpunkt ist der „Friseur“ unterwegs, welcher den Frauen die Haare abrasiert und sie umbringt - aber nicht vergewaltigt, weswegen man Emma auch nicht abnimmt, dass sie von dem „Friseur“ vergewaltigt wurde.Mehr oder weniger als Auswirkung des Verbrechens gibt Emma ihre Praxis auf, da sie sich nicht mehr aus dem Haus bewegen kann. Sie bestellt Dinge, welche sie nicht gebrauchen kann, hat Angst vor dem Postboten und vielen anderen Menschen. Sie entwickelt verschiedene Psychosen. Sebastian Fitzek beschreibt einfach, aber dennoch ausführlich genug, wie es in einer Person mit Angststörungen vorgeht. Die Schilderungen werden sehr intensiv als dann auch noch das Paket ankommt- adressiert an eine Person aus der Nachbarschaft, die sie nicht kennt und die angeblich im Haus einer Rentnerin wohnt, die sie eigentlich kennt und sehr schätzt.Als dann auch noch ihr Hund an einer Vergiftung erkrankt, ist für sie klar, dass der Friseur sie verfolgt, und dass in dem Paket ihre Haare sind.Ich könnte jetzt natürlich noch weitererzählen, was in dem Buch noch alles vorkommt, ob sie das Paket öffnet und ihre Vermutung überprüft, aber das würde mal wieder die Rezension sprengen, oder ich würde das Ende verraten, oder im schlimmsten Fall beides. Also lasse ich dies und beschreibe stattdessen meine Empfindungen und was ich von diesem Psychothriller halte. Das ist einfach gesagt. Ich hatte so ein paar kleine Probleme mit dem Buch und das nicht, weil es schlecht ist, sondern im Gegenteil, weil es so gut ist!Sebastian Fitzek beschreibt die Störrungen von Emma wirklich gut. Die Probleme eines Depressiven, oder von jemandem,  der eine Sozialphobie hat, sind schwer zu erklären, wenn man es noch nie erlebt hat. Der Autor hat dies ausgesprochen plastisch geschildert. Gerade das hat mich teilweise echt vor Probleme gestellt, weil es in mir einige Saiten angeschlagen hat, welche mich immer wieder zum Nachdenken auffordern und die mein Leben auch bestimmen könnten.  Niemand ist davor gefeit, durch traumatische Erlebnisse Psychosen zu entwickeln. Das macht es auch so grauenvoll.Das Buch ist im Allgemeinen sehr leicht geschrieben, regt aber auch zum Nachdenken an, so dass ich mir teilweise nur ein Kapitel gegeben habe, mich dann aber dazu gezwungen habe, darüber nachzudenken - so nach dem Motto: „Finde ich dies auch in mir?“. Wobei es mir beim Schluss dann doch etwas zu schnell ging und ich nicht unbedingt geahnt habe, dass dies des Rätsels Lösung ist. Ich hoffe nur, das Sebastian Fitzek noch einige Romane schreibt, und dass er noch mindestens so viele Thriller schreibt. Ich für meinen Teil möchte mehr davon lesen, auch wenn er meine Psyche aufwühlt - aber wozu sonst sind denn Psychothriller da?Also los! Geht in die nächste Buchhandlung und kauft euch das Paket. Es hat es verdient, in eure Wohnung geholt zu werden und ihr dürft es sogar auspacken - versprochen.

Bewertung vom 11.03.2019
Die unsterbliche Familie Salz
Kloeble, Christopher

Die unsterbliche Familie Salz


sehr gut

Das wird jetzt aber schwierig, hier eine Rezension zu schreiben. Das liegt sicher nicht unbedingt am Thema des Buches. Eine Familiengeschichte mag ich eigentlich sehr.Womit ich aber mittlerweile ein Problem habe, ist wenn eine Erzählung im 1. Weltkrieg anfängt, und dann über den 2. Weltkrieg ins Heute driftet - am besten noch mit etwas Flucht vor den Kriegswirren gewürzt.Sprich, man kann davon ausgehen, dass der 2. Weltkrieg wieder sehr viel Platz in dem Buch einnimmt und so war es dann auch. Gerade diese Passage in dem Buch hat mich am meisten angestrengt - wobei es spannend und mit Herz geschrieben ist und man gut auf die Reise mitgenommen wird. Man versteht, warum Lola mit ihrem Alfons geflüchtet ist, und warum sie nicht zu ihrem Vater nach Leipzig ins Hotel Fürstenhof geflüchtet ist.Landläufig nennt man dies wohl unüberbrückbare Differenzen, wobei gerade dieser Part des Warum und Wieso ihrer Handlungen für mich sehr interessant war.Ein besonderes Verhältnis haben einzelne Mitglieder der Familie Salz zu Schatten - insbesondere Lola sowie ihre Enkelin Emma, die Tochter von Kurt Salz und Margot Rübsam, Diese besondere Beziehung wird richtig gut erklärt. Es ist zwar etwas abgedreht, aber irgendwie auch richtig gut, da es das Ganze einfach abrundet, so dass man alles ein wenig besser versteht. Lola Salz ist eine sehr komplizierte Person, welche nur sehr schwer zu verstehen ist und ihren Kindern Kurt und Aveline das Leben mehr wie schwer macht.Es ist im Nachhinein betrachtet kein Buch, welches man als Pageturner betrachten kann. Ich habe mir mit diesem Buch doch teilweise etwas schwer getan. Es hat aber nichts mit der Qualität des Buches zu tun, sondern damit, dass man doch einiges zu verarbeiten bekommt. Die Familie Salz ist eine sehr in sich zerstrittene Familie, mit vielen Egoisten und auch Menschen, die ihre Gefühle nicht gerade klar ausdrücken. Ich denke, dass gerade dies dieses Buch für mich so schwer machte, da ich doch oft auch über meine Familie nachdenken musste.Ich glaube, dass auch andere Menschen bestimmte Züge ihrer eigenen Familien in diesem Buch finden werden. Da ist es egal, ob es um ein Hotel geht oder nur um ein kleineres Erbe. Es ist egal, ob da noch ein anderer Staat, in diesem Falle die DDR, die Situation noch zusätzlich etwas schwieriger gestaltete.Viele Familien haben ein Oberhaupt, welches die anderen klein halten möchte, ihnen das Leben etwas schwerer macht. Es ist häufig so, dass eine Person immer wieder kleinere Intrigen spinnt und so bestimmte Punkte in dem Leben der anderen zerstört oder schwieriger macht um ihre eigene Position zu stärken.Es ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss, was nicht unbedingt alles einfacher macht, da man sich selbst teilweise reflektieren muss. Es ist ein Buch zum Nachdenken mit vielen kleinen versteckten Botschaften.

Bewertung vom 04.03.2019
Katzenkönig / Kommissar Worstedt Bd.3
Weller, Charly

Katzenkönig / Kommissar Worstedt Bd.3


gut

Kommissar Worstedt wird international. Sprich, er ermittelt über die Grenzen von Gießen, oder besser gesagt Deutschland, hinweg. Man stelle sich einfach mal eine Kleinstadt, wie es Gießen nun mal ist, vor, wo an einem einsamen Ort ein Koffer gefunden wird, in dem dann auch noch der Torso eines Menschen gefunden wird. Ich kann euch sagen, dies würde in Gießen so schnell rum gehen, so schnell erscheint die Gießener Allgemeine oder der Anzeiger nicht (ich will ja keine Schleichwerbung machen, beide Zeitungen haben ihren Wert)!

Nun haben wir ja eigentlich zwei - Fälle zum einen der Torso und zum anderen der tote Hund von Worstedts Chef, der sich in der Wieseckaue vergiftet hat. Dazu muss ich sagen, das ist wirklich in Gießen schon mehrfach passiert, dass in dem Bereich Gift ausgestreut wurde. Also aufpassen, was die Hunde so zu sich nehmen. Charly Weller ist da hautnah am Geschehen.

Kommen wir nun zum Hauptfall, den unser allseits beliebter Worstedt ermittelt. Er vermutet als erster, dass in dem Koffer keine Bombe ist und dies bestätigt sich auch sehr rasch. Auch schafft er es relativ schnell aber logisch die Verbindung nach Wien zu ziehen, wo er zufällig einen anderen Gießener trifft.

Seine Kollegin Regina Maritz ist gerade mit ihrem Freund Guido in Wien, wo sie sich auf dem dortigen Marathon vorbereitet.  Die beiden haben keine Lust darauf, Worstedt zu helfen. Das kann man ja auch verstehen, wenn man Urlaub hat, dann hat man Urlaub und nichts anderes.

Worstedt kommt auch in Wien von einer schrägen Situation in die nächste. Er bleibt allen immer im Gedächtnis - mag es daran liegen, dass er mitten beim Friseurtermin zu dem Kofferfund gerufen wird und er mit dem halben Haarschnitt so aussieht, als wäre er unter einen Rasenmäher geraten, oder daran, dass er einiges an Wein verträgt.

Kommen wir zum Fazit, bevor ich noch irgendetwas verrate. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass „Worschtfett“ langsam erwachsen wird. Gut, es geht weniger um Gießen in diesem Band, auch ist das Manische eher weniger geworden, aber dafür ist die Story irgendwie besser geworden. Der Film, der sich in meinem Kopf abgespielt hat, war einfach runder. Es war spannender und es hat einfach Lust auf mehr gemacht. Es ist noch eine weitere Person hinzugekommen, die auch irgendwie in die Story passt. Ich kann seit diesem Band sagen, es ist nicht unbedingt nur noch etwas für Gießener und Umgebung, wobei es sicherlich noch immer Passagen gibt, wo ein nicht-Gießener erstmal nachschlagen muss, was der Autor denn damit meint.

Ich will mehr und hoffe, dass es noch einige Fälle werden. Ich möchte, dass Kommissar „Worschtfett“ noch einige spannende Fälle löst, wobei es noch immer etwas schwierig ist, bei jedem Kapitel nachzusehen, wer spricht den gerade da, aber wahrscheinlich macht genau dies diese Reihe aus. Also weiter Charly Weller! Die Welt braucht noch ein paar solche lustigen und spannenden Krimis.

Bewertung vom 25.02.2019
Feuer und Eis
Sigurdsson, Dagur

Feuer und Eis


gut

Wenn man aus einer Handballverrückten Familie kommt, dann muss man dieses Buch einfach lesen. So war mein Gedanke, als ich dieses Buch gesehen habe.Also gedacht – getan. Dann bekam ich aber doch Bauchschmerzen, da ich mir eigentlich bei (Auto-)Biografien, vor allem von lebenden Personen, immer etwas schwer tue. Da schwingt manchmal der Gedanke mit: „Jetzt muss der auch noch ein Buch rausbringen, um noch mehr Geld zu machen. Tut das Not?“Also habe ich das Buch doch nicht so schnell angefangen, wie ich es eigentlich vor hatte. Es lag dann doch 1 Woche auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Doch dann hat es mich nicht in Ruhe gelassen. Ich musste es einfach lesen.Und dann ging es noch schneller als ich eigentlich dachte. Normalerweise brauche ich bei Auto/Biografien sehr lange, aber diesmal nur zwei Tage und jede Störung war mir eigentlich eine Störung zuviel. Warum das so war, will ich jetzt mal schnell erläutern. Zum einen mag ich das Thema Handball, welches in meinen Augen viel zu wenig in den Medien beachtet wird.Zum anderen, und das ist wesentlich ausschlaggebender, ist das Buch gut aufgebaut. Es zeigt deutlich, dass Dagur Sigurdsson ein Mensch klarer Prinzipien ist, der sich aber selbst nicht so wichtig nimmt. Ihm sind seine Freunde sehr wichtig, und sein Land in dem er aufgewachsen ist.Er denkt immer wieder an seinen Heimatverein, in dem er groß geworden ist. Er ist ein Mensch der schnellen Entschlüsse, der an einem Samstag auf einer langweiligen Hochzeit ist und dann mit seiner Frau beschließt, am folgenden Freitag auch zu heiraten. Früher ging es einfach nicht. Sie tarnen das Ganze als Gartenparty. Noch nicht mal die Eltern des Ehepaares werden eingeweiht, so dass die Mutter direkt von einem Golfturnier kommend in bequemer Kleidung der Hochzeit der beiden beiwohnt.Das bedeutet nicht, dass er sprunghaft ist. Nein, er will etwas probieren und er hört immer auf sein Bauchgefühl, mag es nun bei dem Abenteuer Bundesliga als Spieler gewesen sein, oder als er mit seiner Familie dann nach Japan gegangen ist; oder als er als Spielertrainer in Österreich gearbeitet hat, auch als er dann die österreichische Handballnationalmannschaft übernommen hat. Bei alldem war es ihm immer wichtig, wie sein und das Gefühl war – und das seiner Frau.Am sympathischsten hat er aber auf mich gewirkt, als er schreibt, man weiß nie, ob es klappt was man anfängt. So eine Teambuildingmaßnahme oder ein Training kann auch nach hinten los gehen. Er stellt ganz klar heraus, dass auch er nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen hat. Es wird erwähnt, dass er darüber nachdenkt, was ihm als Spieler alles Spaß gemacht und ihn weiter gebracht hätte.Es wird immer wieder klar, dass er ohne seine Freunde nicht da stehen würde, wo er momentan steht. Man spürt intensiv die Achtung, die er dem anderen entgegenbringt, auch den Spielern, die er z.B. nicht zur Europameisterschaft mitgenommen hat. Er gibt auch zu, dass er mal einen Fehler gemacht hat, zum Beispiel einen Spieler nicht wollte, der ihm und dem Team dann doch weiter geholfen hat.Alles in allem ist es ein Buch, welches man gerne lesen kann, wenn man sich für Handball oder Sport interessiert. Aber auch wenn man sich nicht speziell für Sport interessiert, geht es hier um einen Menschen, der egal was er tut, es mit Leidenschaft macht und so zum Erfolg gekommen ist. Ich hoffe für ihn, dass egal was er tut, er genauso gegenüber seinen Freunden, seiner Familie und den Spielern bleibt, wie er es bisher war, und dass er nicht die Bodenhaftung verliert. In dem Fall kann ich ihm den Tipp geben „Lies dein eigenes Buch“ und allen anderen kann ich sagen, dieses Buch ist lesenswert.

Bewertung vom 18.02.2019
Ein Junge namens Weihnacht
Haig, Matt

Ein Junge namens Weihnacht


ausgezeichnet

Ok, Weihnachtsgeschichten gibt es viele und über den Weihnachtsmann gibt es auch mehr wie eine Geschichte, aber wie nun der Weihnachtsmann zu den Wichteln gekommen ist, davon gibt es eher weniger Geschichten - zumindest sind mir keine zwischen die Finger gekommen.

Stellen wir uns mal einen kleinen Jungen vor, der richtig arm ist, dessen Mutter schon gestorben und dessen Vater Holzfäller in Finnland ist. Die beiden leben in einer kleinen Hütte mit nur einem Zimmer und seine einzigen Spielsachen sind eine Steckrübenpuppe und ein Schlitten.

Sein Vater ist ein warmherziger Mann, der ihm immer wieder die Geschichte der Wichtel erzählt. Eigentlich ist Nikolas sehr glücklich - bis auf die Tatsache, dass sie sich keine Spielsachen leisten können.

Eines Tages geht Nikolas Vater mit anderen Männern auf die Suche nach Wchtelgrund, um einen Beweis zu erbringen, dass die Wichtel wirklich existieren, und somit viel Geld vom König zu bekommen.

Die Tante von Nikolas kommt deswegen zu dem Jungen, um auf ihn aufzupassen. Diese Tante ist alles - nur nicht gut oder liebenswert, weswegen Nikolas abhaut und sich auf die Suche nach seinem Vater macht. Und dann beginnt das eigentliche Abenteuer. Wir erfahren unter anderem, wie Blitz das Rentier zum Weihnachtsmann gekommen ist und warum es ein besonderes Rentier gerade für den Weihnachtsmann ist.

Aber wenn ich nun noch weiter erzähle, dann erzähle ich euch alles, also was noch bei den Wichteln geschehen ist, was mit Nikolas Vater passiert ist und noch einiges mehr.

Es ist eine Weihnachtsgeschichte, in der man die Unmöglichkeit als Möglichkeit in Betracht ziehen muss. Das Buch ist auch irgendwie magisch. Es ist eine Geschichte, welche einen sehr schnell in den Bann zieht, die eine gewisse Herzenswärme ausstrahlt und die sicherlich auch zum Vorlesen geeignet ist - vielleicht sogar vorgelesen werden sollte, oder die man einfach auch mal als Erwachsener lesen sollte, um ein wenig von der Magie von Weihnachten aufzusaugen.

Aber es ist nicht nur die Geschichte, die Matt Haig erzählt, sondern auch die wunderschönen Bilder von Chris Mould, die soviel Wärme ausstrahlen, obwohl sie nur in Schwarz/weiß gehalten sind und bis auf den Umschlag ohne Glitzer auskommen.

Ich kann mich nicht ganz dem Guardian anschließen, der sagt „Schon jetzt ein Klassiker“ Ich finde, ob es ein Klassiker der Weihnachtszeit werden kann bleibt abzuwarten, aber das Buch hat in meinen Augen das Zeug ein richtiger Klassiker zu werden, welchen man immer wieder gerne in der Vorweihnachtszeit, egal ob mit oder ohne Kind, herausholen kann, um so den Zauber von Weihnachten ein wenig einzufangen. Ich würde es dem Buch wünschen und glaube fest daran, dass es seinen Platz unter den Weihnachtsklassikern finden wird.

Bewertung vom 13.02.2019
Eure Dummheit kotzt mich an
Anders, Rayk

Eure Dummheit kotzt mich an


sehr gut

Ein Sachbuch als Pageturner, ist das möglich? Ich habe es eigentlich über Jahre nicht für möglich gehalten und dann kam Rayk Anders mit „Eure Dummheit kotzt mich an“!

Aber erstmal der Reihe nach. Wie kam es für mich zu diesem doch überraschenden Urteil? Rayk Anders beschreibt den „Bullshit“ in unserem Land immer wieder in unterschiedlichen Kapiteln. Es fängt mit der Ernährung an, wo der Autor einem Bio näher bringt, warum man Bio kaufen sollte, und was das auch für unsere Umwelt bedeutet.

Was mich in dem Kapitel echt bedrückt hat, ist wir durch unsere Überdüngung und Pestizide täglich große Flächen an gutem Boden verlieren. Natürlich werden auch die Bienen erwähnt und was manche Menschen oder Unternehmen uns trotz allem immer wieder weismachen wollen.

Dann geht es um das Thema Energie und Brückentechnologie. Anders erläutert, dass dies eigentlich nur eine Wortschöpfung der Atomindustrie sei. Auch klärt er auf, wo eigentlich die meisten Arbeitsplätze entstehen oder vielmehr schon vorhanden sind, dies ist nämlich nicht im herkömmlichen Energiesektor, sondern schon jetzt im Bereich der erneuerbaren Energie.

Geschockt hat mich der Bereich mit den Zwischenlagern für unseren Atommüll, aber ich sage euch eines liest es selbst und bildet euch selbst eine Meinung.

Kommen wir mal zu dem Thema Flüchtlinge. Auch hier in Gießen ein wichtiges Thema. Anders räumt mit den Taten auf, welche Flüchtlinge getan haben sollen, es aber bewiesenermaßen nicht gemacht haben. Wobei es mich ein wenig geärgert hat, dass er gerade ein Beispiel aus Gießen genommen hat. Aber da kann man nichts machen, er hat ja recht mit dem was er da geschrieben hat. In diesem Zusammenhang finden natürlich auch die Leute von der AfD und PEGIDA, mit ihren doch sehr schnell zu erkennenden Halbwahrheiten, Erwähnung.

Ein wichtiges Thema sind auch die Medien und da im Besonderen unsere öffentlich-rechtlichen Rundfunkstationen und ein gewisser Putin, der für viele ja hier immer wieder die Wahrheit sagt und nicht unsere eigenen Journalisten. Dieses Thema hatte ich letztens gerade in meinem eigenen Bekanntenkreis, dass die russischen Nachrichten die objektiveren und besseren Nachrichten seien und nicht die hier in Deutschland veröffentlichten. Ich habe da nur noch mit dem Kopf schütteln können und wäre das nicht auch in meinem Bekanntenkreis passiert, ich hätte das Kapitel als an den Haaren herbei gezogen empfunden.

Ich habe nun ein paar Kapitel mal schnell angeschnitten, aber das was dieses Buch für mich zu einem Pageturner gemacht hat, waren einfach immer wieder die Fußnoten und Erklärungen sowie die Sprache, die Rayk Anders anschlägt. Aufgrund der leicht schnoddrigen Sprache kann man trotz der Thematik immer wieder ein wenig schmunzeln - wobei es nie niveaulos ist, sondern einfach so wie wenn man sich unterhalten würde.

Für mich ist es ein Sachbuch, welches man unbedingt lesen sollte und welches für jeden der sich einfach mal über unser Land Gedanken machen will passend ist. Ich finde dies ist mal ein Sachbuch welches Intelligent ist und wichtige Themen anspricht, aber trotzdem beim Lesen nicht langweilig ist. Ich hoffe, in diese Richtung wird es noch viele Bücher geben und ich hoffe, dass es auch weitere Bücher von Rayk Anders gibt.

Bewertung vom 04.02.2019
Burg Schreckenstein, 2 Audio-CDs
Hassencamp, Oliver

Burg Schreckenstein, 2 Audio-CDs


gut

Burg Schreckenstein weckt bei mir viele Erinnerungen wach. Das waren die cooleren Bücher für Jungs. Quasi das Gegenstück von Hanni und Nanni – nur eben mit Jungs in der Hauptrolle. Ich habe diese Bücher geliebt - eigentlich beide Buchserien – nur die Jungs waren eben etwas cooler. Eine Burg ist einfach auch spannender als ein normales Internat.

Meine Erwartungen warten also sehr hoch! Ich habe zwar schon versucht mich im Vorfeld etwas zu zügeln, aber es ist mir nicht besonders gut gelungen. Allen Kindern der 80er sei geraten, vergesst woran ihr euch erinnern könnt. Es ist alles neu zusammengewürfelt.

Oliver Hassenkamp schrieb die 27 Bände von Burg Schreckenstein zwischen 1959 und 1988. Der Zeit entsprechend hatten die Schüler weder Handys noch Computer. Das Hörspiel, wie auch der Film, haben da so einiges aktualisiert. Das ist ja noch verständlich, damit es der heutigen Zielgruppe nahe gebracht werden kann. Mal realistisch betrachtet sind Leser Ü40 einfach nicht die Zielgruppe. Warum aber die Personen und ihre Hintergründe verändert wurden, erschließt sich mir nicht.

Das Internat auf Burg Schreckenstein entstand wegen Schulraumnot in Neustadt. Die Eltern der Schüler und ihre Probleme, wie die im Hörspiel geschiedenen Eltern von Stephan, spielen in den Büchern keine Rolle. Das hat mich als Teenager auch nicht im Geringsten interessiert. Erst im zweiten Band treten die Mädchen von Schloss Rosenfels auf und es folgt auch dort gleich der erste Streich. Der Aufenthalt der Rosenfelserinnen erscheint erst in Band neun auf Grund einer normalen Renovierung – nicht als Folge eines Streiches. Es gibt also einige Differenzen zwischen dem Film, bzw. dem Filmhörspiel, und der Buchvorlage.

Ich muss gestehen mir ist schon die Verfilmung von Hanni und Nanni aufgestoßen, weil sie sich in ähnlicher Weise von den Büchern entfernt hat.

Es spricht gerade bei einer Verfilmung nichts dagegen einiges der aktuellen Zielgruppe näher zu bringen und in die Gegenwart zu holen. Kugelstoßen und Diskuswerfen waren auch in den 80ern nicht gerade coole Sportarten als Hobby, da kann man schon mal Skateboard fahren draus machen. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ist mir damals nicht mal aufgefallen, dass die Jungs eigentlich nie Ferngesehen haben.

Soweit zur Perspektive von einer Ü40, die die Bücher geliebt hat und daher besonders kritisch ist. Wenn ich nun versuche, mich in mein heutiges Teenager-Ich zu versetzen, sieht es schon etwas anders aus.

Das Hörspiel ist spannend gemacht. Man fühlt mit Stephan, der aus seiner Heimatstadt weg ins Internat muss. Es ist nicht einfach sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen – egal warum. Egal in welcher Reihenfolge, die Streiche sind nach wie vor lustig.

Eine Sache die ich schon als Kind faszinierend fand, ist auch im Filmhörspiel hervorragend herausgearbeitet – die Rittertugenden. Die Jungs haben für sich selber festgelegt, dass es ihnen wichtig ist die Tugenden der früheren Ritter zu achten. „Ich will auf Burg Schreckenstein allzeit fair und ehrlich sein.“ Fairness und Ehrlichkeit sind auch heute nicht verkehrt. Man kann mal einen Streich spielen, aber wenn andere dafür bestraft werden sollen, muss man sich stellen und für seine Taten einstehen. Ein zentrales Thema der Schreckenstein-Bücher, dass auch im Filmhörspiel gut rüberkommt ohne schulmeisterlich zu wirken.

Stephan, Ottokar, Dampfwalze, Mücke und Strehlau sind ein tolles Team und ich freue mich, dass die Geschichten auch für heutige Teenager wieder bekannt gemacht werden.

Bewertung vom 25.01.2019
Hool
Winkler, Philipp

Hool


ausgezeichnet

Wie soll ich denn bei dem Buch eine Rezension schreiben? Ich bin zufällig über das Buch beim Fernsehen gestolpert. Es wurde in einer Literatursendung vorgestellt. Da dachte ich, ok das Buch muss ich haben. Unbedingt. Das muss ich lesen.

Man muss dazu sagen, dass ich ein Fan der Frankfurter Eintracht bin und dieser Verein ja nun leider ein „leichtes“ Fan Problem hat. Also wollte ich dieses Buch auch deswegen, um vielleicht ein wenig verstehen zu können, was da eigentlich in solchen Menschen vorgeht.

Bei den ersten 20 Seiten oder so dachte ich „O Gott, was habe ich mir denn da für eine Aneinanderreihung von Schlägereien geholt; und diese grobe Sprache, och nö, das brauche ich nun wirklich nicht“. Aber nach 20 Seiten hatte ich mich dermaßen auf dieses Buch eingegroovt, dass ich dachte „Wow“ - und das war nicht wegen den Prügelszenen, sondern wegen dieser kompletten Gruppe um Heiko Kolbe und deren Schicksale. Philipp Winkler erzählt mit großem Herzen (ja ich weiß geklaut aus dem Pressetext) über die Familien, die ja auch ein Teil der Gruppe sind, ohne es zu wissen.

Er zeigt auf, wie man eigentlich in so eine Hoolgruppe geraten kann und wie die Strukturen sein können. Es geht weniger um Fußball, sondern eher darum, die „Feinde“ nach bestimmten Regeln zu schlagen. Diese Regeln werden allerdings doch auch mal verletzt.

Es wird aber auch beschrieben, dass es zumindest in diesem Fall eine Gruppe in der Gruppe gibt, in der es immer wieder leichte Streitigkeiten gibt. Besonders bewegend sind auch die Einschübe, in denen es um die zerstrittene Familie geht. Eigentlich will Heiko nur ein wenig geliebt werden – wie jeder Mensch. Irgendwie erinnert es mich gerade ein wenig an „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten. Irgendwie passt es dazu, zumal Heiko ja auch immer wieder an seine Freundin denkt, die er über alles liebt. Er ist der Meinung, dass er außer seinen Freunden aus der Gruppe nichts anderes hat, wobei seine wichtigen Freunde immer mehr wegbrechen - zum einen wegen den Verletzungen, die sie davon tragen, oder durch Familie und Hobbies.

Alles in allem ein bewegendes Buch, auf das ich mich erstmal einlassen musste. Es hat sich dann für mich immer mehr zu einem Buch entwickelt, welches man gelesen haben sollte - nicht nur wenn man Fußballfan ist, sondern auch, wenn man ein bewegendes Buch mit viel Herz und Feingefühl sucht. Es ist ein Buch welches sicher nicht weichgespült ist und so massentauglicher wird.

Das Buch hat in mir immer mehr Fragen aufgeworfen, die ich nicht unbedingt beantwortet bekommen habe. Aber das bedeutet, dass man sich sicherlich auch noch Tage später damit beschäftigen wird. Ich denke, dies sollten Bücher auch bewerkstelligen, dass man sich auch mal ein wenig länger mit dem Thema beschäftigt. Ich kann euch nur viel Spaß bei dem Buch wünschen und lasst den Film im Kopf zu, den dieses Buch zumindest bei mir erzeugt hat, denn dieser Film lohnt sich genauso, wie es sich lohnt, dieses Buch zu kaufen und zu lesen.