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Gedanken aus Papier
Die Welt legte wieder ihr Gewand aus Buchstaben an. Schwarze Lettern, die auf weißem Papier die Geschicke der Menschen formten. Nicht greifbar und doch fühlbar sangen die Worte im Konzert der Gefühle, entfalteten ihre spezielle, lautlose Magie. Und schon ließ Beatrice ihre Realität hinter sich zurück, vergaß das kleine Zimmer, die staubigen Möbel und das Bett, auf dem sie lag. Sie folgte den Zeilen, ließ sich führen und verführen, trieb selbstverloren in den fast vergessenen Gedanken einer Träumerin, die einst zu Stift und Papier gegriffen hatte. Es war, als würde sie…mehr

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Produktbeschreibung
Gedanken aus Papier

Die Welt legte wieder ihr Gewand aus Buchstaben an. Schwarze Lettern, die auf weißem Papier die Geschicke der Menschen formten. Nicht greifbar und doch fühlbar sangen die Worte im Konzert der Gefühle, entfalteten ihre spezielle, lautlose Magie.
Und schon ließ Beatrice ihre Realität hinter sich zurück, vergaß das kleine Zimmer, die staubigen Möbel und das Bett, auf dem sie lag. Sie folgte den Zeilen, ließ sich führen und verführen, trieb selbstverloren in den fast vergessenen Gedanken einer Träumerin, die einst zu Stift und Papier gegriffen hatte.
Es war, als würde sie nach Hause kommen, denn sie kannte den Text, hatte ihn wieder und wieder gelesen, ihn in sich aufgenommen, bis ins letzte Detail zu begreifen versucht. Ja, versucht. Aber nie geschafft.
Auf dem Cover stand Buchland. Einen treffenderen Titel hätte es nicht haben können, denn diese Geschichte, die zwischen dem Einband gefangen war, handelte von einem Land voller Bücher. Aber genauso gut hätte das Buch auch Beatrice heißen können, denn diese Geschichte, die manchmal aus dem hellbraunen Einband entfliehen wollte, handelte ebenso von Bea. Das war schwer zu begreifen. Darüber nachzugrübeln war, als ob man sich das eigene Hirn verknotete.
Auf dem Nachttisch lag ein Brief. Der Briefkopf war schlicht gehalten, darunter ein paar freundliche Zeilen der Verlegerin. Nach zwei Jahren dürfe man doch mit der erhofften Fortsetzung rechnen.
Nein, durfte man nicht. Beatrice war sich sicher, dass sie keine Fortsetzung von Buchland schreiben wollte. Diese Geschichte war abgeschlossen. Es war alles erzählt.
[…]
Die Türglocke des Antiquariats bimmelte lautstark. Ein Luftzug fuhr durch den Raum, wirbelte an den Regalen vorbei, um ihnen dann in die Gesichter zu blasen. Instinktiv kniffen die Kinder kurz die Augen zu.
Gleißendes Tageslicht umspülte eine schwarze Silhouette, die breitbeinig wie ein Cowboy im Türrahmen stand. Allerdings passten weder das nachtschwarze Kapuzenshirt noch die durchhängende Bluejeans zum Look eines einsamen Rächers. Der Fremde schlug die Kapuze zurück. Gleichzeitig schob sich draußen eine Wolke vor die Sonne und der theatralisch eingeleitete Auftritt endete in der Erscheinung eines etwa vierzig Jahre alten Mannes. Die Augen wurden von den dunklen Gläsern einer Ray Ban verdeckt. Doch die blasse, beinahe weiße Haut und die wasserstoffblonden Haare, ließen darauf schließen, dass die Iris der versteckten Augen leicht weißlich oder sogar rötlich sein mussten.
Er schaute sich kurz im Raum um. Dass Kinder und eine erwachsene Frau auf dem Boden hockten, schien ihn nicht zu überraschen. Beim Anblick der überfüllten Regale des Verkaufsraums entfuhr ihm allerdings ein überraschtes "Oh, Bücher." Damit war in einem Buchantiquariat für ihn vermutlich nicht zu rechnen gewesen.
Bea erhob sich, um den Neuankömmling zu begrüßen. "Guten Tag. Kann ich Ihnen helfen?"
Ein nicht unsympathisches Lächeln erleuchtete das Gesicht des Mannes, der Bea die Hand entgegenstreckte, um sich vorzustellen. "Quirinus. Mein Name ist Quirinus."
Bea ergriff die Hand. Sie war außergewöhnlich kalt. "Guten Tag, Herr Quirinus. Ich bin …"
"Oh! Nein. Quirinus ist mein Vorname. Ich halte mich nie mit meinem Nachnamen auf. Eine persönliche Basis ist immer ein guter Anfang für eine gute Nachbarschaft." Mit einer unbestimmten Geste winkte er in Richtung der Straße. "Ich habe am Ende der Straße jetzt auch einen Laden."
"Ich wusste gar nicht, dass noch ein Geschäft leer gestanden hatte", sagte Bea leicht erstaunt.
Quirinus lachte herzlich. Etwas umständlich kramte er in seiner Hosentasche. Kurz darauf zog er eine Visitenkarte hervor und überreichte sie ihr mit den Worten: "Quirinus’ Kuriosum. Der Laden, in dem Sie alles finden, was Sie nicht zu suchen glaubten."
  • Produktdetails
  • Verlag: Acabus Verlag
  • Seitenzahl: 280
  • Erscheinungstermin: 19.10.2015
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783862823758
  • Artikelnr.: 43950784
Autorenporträt
Markus Walther, geboren 1972 in Köln, lebt seit 2006 mit seiner Frau und zwei Töchtern in seiner Wahlheimat Rösrath im Bergischen Land. Als ausgebildeter Werbetechniker begeisterte er sich schon früh für die Schriftgestaltung und machte sich 1998 als Kalligraph selbstständig. Bis 2012 lag der Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit in der Gattung der Kurz- und Kürzestgeschichte. Die Gratwanderung zwischen Klischee und Pointe, Independent und Mainstream führte ihn quer durch sämtliche Genres der Bücherwelt. Daraus sind drei Anthologien entstanden. Der erste Roman "Buchland" erschien 2013 im acabus Verlag. Im Folgejahr wurde die Kriminalkomödie "Der Letzte beißt die Hunde" dort veröffentlicht. Neben weiteren eigenen Buchprojekten schrieb Markus Walther u.a. bis 2013 für das Literatur-Portal GlobalTalk die Kolumne "Reden wir über ...". Außerdem war er Initiator und Mitorganisator der "Langen Lohmarer Lesenacht". Bis 2012 engagierte er sich als Moderator für das Autorenforum Federfeuer.