Die Zwerge (Xbox One)

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    Xbox One

Die Zwerge ist ein Fantasy-Rollenspiel mit starker Story und taktisch anspruchsvollen Echtzeit-Kämpfen. 15 spielbare Helden, alle mit ihren individuellen Fähigkeiten, wollen clever eingesetzt werden um gegen buchstäblich Hunderte Feinde zu bestehen. In Die Zwerge kämpft Ihr stets in Unterzahl gegen Orks, Oger, Dunkelelfen, Boglins, Zombies, dunkle Magier und weitere Widersacher. Basierend auf dem Weltbestseller "Die Zwerge" von Markus Heitz erlebst du eine faszinierende Geschichte rund um die coolste Fantasy-Rasse überhaupt: Die Zwerge!…mehr

Produktbeschreibung
Die Zwerge ist ein Fantasy-Rollenspiel mit starker Story und taktisch anspruchsvollen Echtzeit-Kämpfen. 15 spielbare Helden, alle mit ihren individuellen Fähigkeiten, wollen clever eingesetzt werden um gegen buchstäblich Hunderte Feinde zu bestehen. In Die Zwerge kämpft Ihr stets in Unterzahl gegen Orks, Oger, Dunkelelfen, Boglins, Zombies, dunkle Magier und weitere Widersacher.
Basierend auf dem Weltbestseller "Die Zwerge" von Markus Heitz erlebst du eine faszinierende Geschichte rund um die coolste Fantasy-Rasse überhaupt: Die Zwerge!
  • Produktdetails
  • Hersteller: EuroVideo
  • Erscheinungstermin: 1. Dezember 2016
  • USK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • EAN: 4009750560280
  • Artikelnr.: 45145015
Rezensionen
Mit seinen Zwergen hat Markus Heitz die bisher erfolgreichste deutsche Fantasy-Reihe erschaffen und auch international blieb das Ganze nicht unbeachtet. Durch eine teilweise mit Kickstarter-Unterstützung entwickelte Videospiel-Umsetzung kann die Geschichte nun ein weiteres Medium erobern, die Anhänger erfreuen und mit etwas Glück auch noch die Fangemeinde erweitern. Das Spiel Die Zwerge folgt dabei in seiner Handlung recht werkgetreu dem gleichnamigen ersten Band der Reihe. Vom Hufschmied zum Helden Der Zwerg Tungdil Bolofar, einst ein Findelkind, ist als Schützling des menschlichen Magiers Lot-Ionan in dessen unterirdischer Behausung aufgewachsen. Tungdil betätigt sich als Schmied und kennt die ruhmreiche Vergangenheit oder die aktuellen Schwierigkeiten seines Volkes wenn überhaupt nur aus Büchern. Bis ihn ein überraschender Auftrag seines Meisters erstmals in die gefährliche Außenwelt führt. Dort trifft der Protagonist nicht nur auf Angehörige verschiedener Zwergenstämme, sondern muss sich vor allem auch mit Orkhorden, Albae (fiesen Elfen), Untoten und anderen lästigen Kreaturen herumschlagen. Ein nicht unwesentlicher Teil des Abenteuers findet auf der Weltkarte statt. Über einen Cursor wählt man das nächste Reiseziel aus und aktiviert vielerorts Ereignisse, welche als ganz in Art eines interaktiven Romans gehaltene Texte präsentiert werden. Da besucht man etwa Wirtshäuser, gerät in Konflikte mit örtlichen Unruhestiftern, genießt die Gastfreundschaft von Bauernfamilien oder führt Gespräche mit späteren Begleitern. Die Texte sind in einem angenehmen Schreibstil verfasst und werden vor allem auch von einer überzeugenden Erzählerstimme sowie anderen guten Sprechern vorgetragen, so dass man sich trotz des Mangels an visueller Ausgestaltung atmosphärisch überzeugend in die Geschichte hineinversetzt fühlt. Enthalten sind außerdem einige Entscheidungsmöglichkeiten, wodurch sich manchmal unterschiedliche Belohnungen und nicht zuletzt auch Achievements ergeben, beispielsweise je nach Tungdils Verhalten in einer Gefahrensituation. Nur ein toter Ork ist ein guter Ork Nur an ein paar wenigen Schauplätzen wie Lot-Ionans Stollen zu Beginn kann Tungdil auch wirklich herumlaufen, gezielt Personen ansprechen oder Objekte betrachten. Ansonsten finden nur die actionreichen Kämpfe in "richtigen" Levels statt, etwa in einem Dorf, wo es rechtzeitig die Bewohner aus ihren brennenden Häusern zu befreien gilt, oder auf den Zinnen einer von Orks attackierten Stadt, inklusive Leitern umschmeißen. Der Herr der Ringe lässt grüßen. Weitere Aufgaben sind das Erreichen markierter Ausgänge oder auch einfach das Erledigen einer bestimmten Gegnerzahl. Aber wie funktioniert das überhaupt? Nun ja: Zusammen mit Tungdil können üblicherweise drei weitere Helden in die Schlacht geführt werden. In manchen Missionen ist die Zusammenstellung teilweise durch die Story vorgegeben, ansonsten darf das Team vom Spieler selbst aus den aktuell verfügbaren Mitstreitern zusammengestellt werden. Während der Kämpfe schaltet man auf Knopfdruck zwischen den Figuren um, die jeweils nicht direkt kontrollierten führen währenddessen Standardangriffe aus und können per Y-Taste zur Hilfe gerufen werden. Auch der aktuell per Analogstick gelenkte Held schlägt automatisch in Blickrichtung zu. Der Clou besteht darin, die Spezialfähigkeiten der Pappenheimer geschickt einzusetzen. Mit der Zeit und durch besiegte Feinde füllt sich die Leiste der Aktionspunkte, welche für solche Sonderaktionen benötigt werden. Durch Betätigen der entsprechenden Richtungstaste kann man dann z.B. mächtige Axthiebe im anvisierten Halbkreis ausführen, zwischen die Gegner springen und sie so umwerfen, einen vernichtenden Magie-Strahl verschießen, Widersacher verwirren und sie dadurch für sich kämpfen lassen, oder Gesundheit wiederherstellen. Taktischer wird das Unterfangen durch die eingebaute optionale Pausenfunktion: Bei pausiertem Spiel kann man den Charakteren nacheinander Befehle erteilen, die dann nach Beenden der Pause ausgeführt werden. Allerdings wirkt das Geschehen angesichts großer Gegnerzahlen und ungünstiger Kameraperspektiven (wenn auch zoom- und drehbar) auch so noch dezent chaotisch. Neben den schon angesprochenen Zielen muss üblicherweise mindestens Tungdil den Kampf überstehen, manchmal darf aber auch kein einziger Begleiter zu Boden gehen. Erschwert wird das Unterfangen durch "Friendly Fire" (so ein gezauberter Energiestrahl verbrutzelt gern auch mal arme Zwerge) oder auch den möglichen Sturz von Klippen. Frustrierend, wenn der Kampf trotz voller Lebensenergieleisten neu gestartet werden muss, nur weil wieder irgendein Depp von der Druckwelle eines Angriffs in den nächstbesten Abgrund katapultiert wurde. Da nützen auch die drei wählbaren Schwierigkeitsgrade nix. Rollenspiel light mit schöner Musik Insgesamt 15 Helden enthält das Spiel, allerdings gehen storybedingt zwischendurch immer wieder welche verloren, so dass nie die ganze Truppe zur Verfügung steht. Außerdem überschneiden sich die Spezialfähigkeiten zum Teil. Trotzdem sind ein paar interessante Exemplare dabei und man kann die Gruppe ein wenig an den eigenen Spielstil anpassen. Wenig Freiraum bietet jedoch die Charakterentwicklung – auf austauschbare Waffen, Rüstungen und den ganzen anderen genretypischen Kram müssen Abenteurer hier verzichten. Jeder Held darf lediglich einen einzigen Gegenstand mit in den Kampf schleppen, der bei Aktivierung z.B. die AP-Ausbeute verbessert oder die Regeneration fördert. Auch sonst herrscht ein eher magerer Einfluss auf die Figuren. Sie sammeln zwar Erfahrungspunkte und steigen in Stufen auf, die Obergrenze liegt aber schon bei Level 10 und die einzige Wahlmöglichkeit besteht darin, sich bei jeder zweiten Stufe zwischen den beiden angebotenen neuen Skills zu entscheiden. Es gibt auch noch ein paar ansatzweise vorhandene komplexere Elemente wie davongetragene Verletzungen, die man auf der Weltkarte durch Proviant nach und nach kuriert, und unterschiedliche Sympathiewerte zwischen Charakteren, wodurch sich im Idealfall ein AP-Bonus erreichen lässt. Aber dieses Drumherum bleibt meist etwas zu rudimentär, um einen echten Mehrwert zu bieten. Leider ist auch die Spielzeit für RPG-Verhältnisse knapp bemessen (geschätzt kaum über zehn Stunden), unter anderem weil es fast keine Nebenaufgaben gibt. Ein Highlight von Die Zwerge ist die musikalische Untermalung, zu der Blind Guardian beigetragen haben. Der Soundtrack vermittelt eine große Portion martialisches Fantasy-Flair. Die Grafik ist dagegen recht durchwachsen. Als Ergänzung zur Spielgrafik und den vielen Texten gibt es auch Zwischensequenzen im Render-Look. Die sind eigentlich ganz schön, aber kurz. Vor allem der Übergang zwischen den Grafikstilen wirkt immer recht abrupt. In den Umgebungen befinden sich nette Details wie spiegelnde Böden, Zaubereffekte und rumpelnde Aufzüge, aber leider auch grob gezimmerte Figuren mit eigenartigen Hauttexturen, relativ wenig Abwechslung bei den Feinden und meistens nur kleine Areale als Schauplätze. Und vieles spielt sich ja sowieso nur in (wenn auch gelungener) Textform ab. Obwohl die Grafik nicht allzu opulent ausfällt, wirkt die Technik teils überfordert. Noch vor kurzem glich so mancher Kampf eher einer Diashow – extremes Geruckel und auch komplette sekundenlange Stillstände des Bildes sowie die daraus resultierende unmögliche Kontrolle machten die Gefechte in der getesteten Xbox One-Version meiner Meinung nach zur Qual. Die Performance war trotz Day One-Patch streckenweise unterirdisch. Nach dem zweiten Patch sind diese Probleme, und auch andere grobe Patzer wie der seltsam zuckende Cursor auf der Weltkarte, nun aber zum Glück weitestgehend behoben. Als immer noch störend empfinde ich aber die häufigen und vor allem langen Ladezeiten. In Verbindung mit den oben erwähnten fiesen Toden kann das besonders nerven. Fazit Die Zwerge ein gelungenes Abenteuer, das neben den Fans der Reihe auch andere lesebegeisterte Fantasy-Freunde ansprechen wird. Durch die überzeugend erzählte Geschichte des sympathischen Hauptdarstellers kommt trotz teils einfacher Präsentation eine schöne Fantasy-Atmosphäre auf. Auch der Soundtrack trägt einiges dazu bei. Abstriche muss man aber beim Gameplay und der Technik hinnehmen. Die actionreichen Gefechte und interessanten Skills haben zwar gute Ansätze, bei RPG-Elementen wie der Charakterentwicklung und Ausrüstung wurde aber einiges Potenzial verschenkt. Auch in Sachen Umfang und Komplexität wird für geübte Rollenspieler zu wenig geboten. Durch den aktuellen Patch ist die vorher stellenweise fast unspielbar ruckelnde Xbox One-Version zum Glück gerettet worden, einen Augenschmaus darf man hier aber nicht erwarten. Pro
schön erzählte Geschichte

gute Sprachausgabe

atmosphärischer Soundtrack

actionreiche Gefechte

einige interessante Fähigkeiten

Contra
relativ geringer Umfang

zu wenig Komplexität (z.B. mickrige Charakterentwicklung)

verbesserungswürdige Optik

nervende Ladezeiten

Wertung: 7 von 10 Punkten
(Christina Schmitt/Captain-Fantastic.de)
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