Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd & ich - Bauer, Michael Gerard
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Das perfekte Leben der Maggie Butt soll endlich beginnen, deshalb hat sie sich einiges vorgenommen: Sie möchte an der neuen Schule eine beste Freundin finden, sie will eine glatte Eins in Englisch schaffen und sie muss unbedingt eine zumutbare Begleitung für den Abschlussball auftreiben. Der unwesentliche Haken dabei: Das Schuljahr dauert gerade noch, zwei Monate. Und dann ist da noch der neue Lover ihrer Mutter. Diese Nervensäge gibt plötzlich überall ihren Senf dazu und macht damit alles noch schlimmer. Mit viel Wortwitz und Komik erzählt dieses Jugendbuch vom ganz normalen Wahnsinn im Leben eines jungen Mädchens.…mehr

Produktbeschreibung
Das perfekte Leben der Maggie Butt soll endlich beginnen, deshalb hat sie sich einiges vorgenommen: Sie möchte an der neuen Schule eine beste Freundin finden, sie will eine glatte Eins in Englisch schaffen und sie muss unbedingt eine zumutbare Begleitung für den Abschlussball auftreiben. Der unwesentliche Haken dabei: Das Schuljahr dauert gerade noch, zwei Monate. Und dann ist da noch der neue Lover ihrer Mutter. Diese Nervensäge gibt plötzlich überall ihren Senf dazu und macht damit alles noch schlimmer. Mit viel Wortwitz und Komik erzählt dieses Jugendbuch vom ganz normalen Wahnsinn im Leben eines jungen Mädchens.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Artikelnr. des Verlages: 545/25862
  • Seitenzahl: 280
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: Januar 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 221mm x 145mm x 27mm
  • Gewicht: 475g
  • ISBN-13: 9783446258624
  • ISBN-10: 3446258620
  • Artikelnr.: 49465314
Autorenporträt
Bauer, Michael Gerard
Michael Gerard Bauer, 1955 geboren, lebt mit seiner Familie in Brisbane. Sein Debüt Running Man (2007) wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Bei Hanser erschien 2008 Nennt mich nicht Ismael!, 2009 Ismael und der Auftritt der Seekühe und schließlich 2012 Ismael - Bereit sein ist alles. Ebenfalls 2012 erschien Mein Hund Mister Matti. Zuletzt veröffentlichte die Reihe Hanser bei dtv die Rupert Rau-Trilogie. 2018 erschien Bauers neues Jugendbuch Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd & ich.
Rezensionen
Besprechung von 02.03.2018
Alles verwirbelt
Das ganz normale Chaos im Teenager-Universum
Ja, man könnte die gesammelte Katastrophen von Maggie, einer Fünfzehnjährigen, aus einer gewissen Entfernung betrachten, wie einen filigranen lebenden Wandteppich, in dem tausende von Einzelheiten zu einem großen kunterbunten Ganzen verknüpft sind. Dann wäre „Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd & Ich“ einer von vielen Jugendromanen, die sich dem ewigen Thema „Erwachsenwerden, aber wie?“ widmen. Abgelegt in der Untergruppe „Zusätzliches Konfliktpotential: Einzelkind, alleinerziehende Mutter mit neuem Freund, der von der Tochter nicht akzeptiert wird“.
Aber der Autor ist der Australier Michael Gerard Bauer, der schon mit seinen temporeichen, gewitzten und vor allem selbstironischen Ismael-Geschichten aus der Reihe schwungvoller Coming-of-Age-Romane tanzte. Maggie Butts könnte zweifelsohne als Ismaels Schwester im Geiste durchgehen, wenn man ihre Nöte – das fein gesponnene Katastrophengesamtkunstwerk – nicht aus der Distanz betrachtet, sondern aus unmittelbarer Nähe. Und das tun die Leser nahezu zwangsweise, denn die Ich-Erzählerin versteht es (auch dank der frisch-frech-fröhlichen Übersetzung von Ute Mihr), sie mit der gebündelten Suggestionskraft eines von sich selbst überzeugten und gleichzeitig zutiefst verunsicherten Teenagers ins eigene Universum zu ziehen. Oder, wie Maggie es zu betrachten pflegt, in die „Burg Butt“, die sie mit Klauen und Zähnen verteidigt, gegenüber Eindringlingen, wie Mums neuem Freund, den sie sogleich als „Nervensäge“ tituliert.
Dass der arme Mann seine Interessen mit ironischen Kommentaren durchzusetzen versucht, kommt bei einer um sich selbst kreisenden Göre allerdings nicht besonders gut an. Weil Maggie noch unter weiteren Defiziten leidet: Keine gute Freundin in Sicht. Kein Partner für den Abschlussball der Zehnten. Keine Eins in ihrem Lieblingsfach Englisch. Ihre neue Englischlehrerin, Schwester Evangelista, weist sie freundlich aber bestimmt darauf hin, dass ein kunterbuntes, weitschweifiges Durcheinander in einer Macbeth-Interpretation weniger ein Zeichen schriftstellerischer Fähigkeit als vielmehr Ausdruck großartiger Selbsttäuschung sein dürfte.
Nun könnte man glauben und der Text scheint es zu bestätigen: So assoziativ und figurativ Michael Gerard Bauer seine Hauptfigur in Szene setzt, wisse der Autor selbst nicht, wo das alles enden soll. Weit gefehlt: Er strickt, verquickt und benützt Maggies Chaosuniversum so, dass die Leser – genauso wie die Heldin selbst – kaum Zeit zum Durchatmen finden. Wie in einer Sitcom, in der alles mit allem verwirbelt wird. Doch am Ende erweist sich diese Verwirbelung als genialer dramaturgischer Kunstgriff und obendrein als kathartischer Prozess.
Maggie und die Leser können endlich einen Schritt vom Bilderteppich eines jugendlichen Lebens zurücktreten und das Große und Ganze von Glücksereignissen und Katastrophen an der Schwelle zum Erwachsensein betrachten. Figurativ gesprochen, natürlich. (ab 13 Jahre)
SIGGI SEUSS
Michael Gerard Bauer: Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd & Ich. Aus dem Englischen von Ute Mihr. Carl Hanser Verlag, München 2018, 280 Seiten, 16 Euro.
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"Situationskomik vom Feinsten." Imma Wick, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28.03.18 "Das Mädchen lernt, den Schmerz und die Wut in Sprachwitz und Selbstironie zu verpacken - nicht nur im Text, sondern, langsam aber sicher, auch im Leben." Christine Lötscher, Buch&Maus, März 18 "Die Ich-Erzählerin versteht es (auch dank der frisch-frech-fröhlichen Übersetzung von Ute Mihr), die Leser mit der gebündelten Suggestionskraft eines von sich selbst überzeugten und gleichzeitig zutiefst verunsicherten Teenagers ins eigene Universum zu ziehen... Er strickt, verquickt und benützt Maggies Chaosuniversum so, dass die Leser - genauso wie die Heldin selbst - kaum Zeit zum Durchatmen finden. Wie in einer Sitcom, in der alles mit allem verwirbelt wird. Doch am Ende erweist sich diese Verwirbelung als genialer dramaturgischer Kunstgriff und obendrein als kathartischer Prozess." Siggi Seuss, Süddeutsche Zeitung, 02.03.18 "Vergnüglicher ... spannender Schulroman... Mit sehr viel Situationskomik und köstlichem Wortwitz... Aber der Autor vermag nicht nur mitreißende Charaktere einzuführen und mit ihnen Schlag auf Schlag eine geradezu unüberwindlich scheinende Fallhöhe aufzubauen, sondern lässt Maggie schließlich ebenso gekonnt die Kurve kriegen und sie über den eigenen Tellerrand schauen. So münden die Schlusskapitel in mehrere perfekte Augenblicke, bei denen Lachen, Rührung und Nachdenklichkeit zu einer wunderbaren Balance finden. Ein echtes Lesevergnügen!" Ulrich Karger, Tagesspiegel, 05.04.18