Die unendliche Geschichte - Jubiläumsausgabe, 12 Audio-CDs - Ende, Michael
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Phantásien ist in Gefahr. Das Nichts droht alles zu verschlingen, denn die Kindliche Kaiserin ist krank. Wenn ihr nicht geholfen wird, muss Phantásien sich auflösen. Bastian möchte helfen - aber wie? Phantásien ist doch nur eine fiktive Welt, in die er sich durch ein Buch Tag für Tag hineinflüchtet. Schließlich findet er einen Weg, um in der Geschichte zu bleiben. Gemeinsam mit dem jungen Krieger Atréju muss er nun etliche Abenteuer bestehen, um die Kindliche Kaiserin und seine neue Wirklichkeit zu retten.…mehr

Produktbeschreibung
Phantásien ist in Gefahr. Das Nichts droht alles zu verschlingen, denn die Kindliche Kaiserin ist krank. Wenn ihr nicht geholfen wird, muss Phantásien sich auflösen. Bastian möchte helfen - aber wie? Phantásien ist doch nur eine fiktive Welt, in die er sich durch ein Buch Tag für Tag hineinflüchtet. Schließlich findet er einen Weg, um in der Geschichte zu bleiben. Gemeinsam mit dem jungen Krieger Atréju muss er nun etliche Abenteuer bestehen, um die Kindliche Kaiserin und seine neue Wirklichkeit zu retten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Silberfisch
  • Anzahl: 12 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 906 Min.
  • Altersempfehlung: ab 12 Jahren
  • Erscheinungstermin: Februar 2019
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783745600926
  • Artikelnr.: 54585948
Autorenporträt
Ende, Michael
Michael Ende (1929-1995) zählt zu den bekanntesten und vielseitigsten deutschen Schriftstellern. Neben Kinder- und Jugendbüchern schrieb er poetische Bilderbuchtexte, Bücher für Erwachsene, Theaterstücke und Gedichte. Viele seiner Bücher wurden verfilmt oder für Funk und Fernsehen bearbeitet. Sie wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von über 35 Millionen Exemplaren erreicht.

Heidenreich, Gert
Gert Heidenreich, 1944 in Eberswalde geboren, ist Schriftsteller und Sprecher für TV, Radio und Hörbücher. Neben seinen Romanen, Gedichten und Theaterstücken verfasste er Reportagen über die Sahara, die Länder Schwarzafrikas, Indien und Zentralasien für Merian. Der ehemalige Vorsitzende des P.E.N.-Clubs wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt er 1986 den Grimme-Preis, 1998 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2019 den Deutschen Hörbuchpreis.
Trackliste
CD 1
1ANTIQUARIAT. Inhaber: Karl Konrad Koreander - Teil 01
2ANTIQUARIAT. Inhaber: Karl Konrad Koreander - Teil 02
3ANTIQUARIAT. Inhaber: Karl Konrad Koreander - Teil 03
4ANTIQUARIAT. Inhaber: Karl Konrad Koreander - Teil 04
5Phantasien in Not - Teil 01
6Phantasien in Not - Teil 02
7Phantasien in Not - Teil 03
8Phantasien in Not - Teil 04
9Phantasien in Not - Teil 05
10Phantasien in Not - Teil 06
11Phantasien in Not - Teil 07
12Phantasien in Not - Teil 08
13Atrejus Berufung - Teil 01
14Atrejus Berufung - Teil 02
15Atrejus Berufung - Teil 03
CD 2
1Atrejus Berufung - Teil 04
2Atrejus Berufung - Teil 05
3Atrejus Berufung - Teil 06
4Atrejus Berufung - Teil 07
5Atrejus Berufung - Teil 08
6Die Uralte Morla - Teil 01
7Die Uralte Morla - Teil 02
8Die Uralte Morla - Teil 03
9Die Uralte Morla - Teil 04
10Die Uralte Morla - Teil 05
11Ygramul, die Viele - Teil 01
12Ygramul, die Viele - Teil 02
13Ygramul, die Viele - Teil 03
14Ygramul, die Viele - Teil 04
CD 3
1Ygramul, die Viele - Teil 05
2Die Zweisiedler - Teil 01
3Die Zweisiedler - Teil 02
4Die Zweisiedler - Teil 03
5Die Zweisiedler - Teil 04
6Die Drei Magischen Tore - Teil 01
7Die Drei Magischen Tore - Teil 02
8Die Drei Magischen Tore - Teil 03
9Die Drei Magischen Tore - Teil 04
10Die Drei Magischen Tore - Teil 05
11Die Drei Magischen Tore - Teil 06
12Die Stimme der Stille - Teil 01
13Die Stimme der Stille - Teil 02
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.09.2019

Phantásien und wie man wieder rausfindet

Eskapismus? Ach was! Illustriert von Sebastian Meschenmoser, gewinnt Michael Endes "Die unendliche Geschichte" eine Dimension dazu.

Die Sache hat gerade Fahrt aufgenommen, der von seinen Mitschülern gepeinigte und verfolgte Junge ist geflohen, hat in einem Antiquariat ein Buch gestohlen und sitzt nun damit im Dachbodenzimmer seiner Schule, gespannt darauf, was ihm jenes Werk mit dem Titel "Die unendliche Geschichte" wohl zu bieten hat. Auch der Leser ist gespannt. Da meldet sich der Erzähler mit einer Erklärung zu Wort. "Bastians Gedanken kehrten nur ungern in die Wirklichkeit zurück. Er war froh, dass die unendliche Geschichte nichts mit ihr zu tun hatte. Er mochte keine Bücher, in denen ihm auf eine schlecht gelaunte und miesepetrige Art die ganz alltäglichen Begebenheiten aus dem ganz alltäglichen Leben irgendwelcher ganz alltäglichen Leute erzählt wurden." Warum plötzlich dieser Einschub - der sogar noch eine Weile weitergeht - in den Erzählfluss der "Unendlichen Geschichte"?

Weil Michael Endes sensationell erfolgreicher Roman 1979 erstmals in einer bewegten Zeit erschien, in der grundlegend darüber gestritten wurde, wie Literatur für Kinder und Jugendliche zu sein hätte. Gegen die "Kindsein ist mies"-Bücher, so benannt nach einem provozierenden Gedicht, das in einem einflussreichen Almanach des Verlags Beltz & Gelberg erschienen war, wandten sich auch Autoren wie Otfried Preußler, die wiederum von der anderen Seite der Verbreitung einer verklärenden Heile-Welt-Literatur bezichtigt wurden.

Vor diesem Hintergrund spielt sich Endes Roman ab, in dem sich sein Held Bastian mit voller Absicht diesem Eskapismus hingibt, den die Autoren einer realistisch orientierten Jugendliteratur wie Peter Härtling oder Christine Nöstlinger ablehnten. Ende präsentiert einen Fantasyroman und dessen Leser gleich mit, markiert beide Sphären durch unterschiedliche Druckfarben und öffnet zugleich Wege zwischen Realität und Fiktion, die Bastian zögernd, aber begeistert beschreitet, bevor er erkennt, dass sein Rettungswerk in dem von Auflösung bedrohten Märchenland Phantásien - er muss der kindlichen Kaiserin im Zentrum des Landes einen neuen Namen geben, also das allem zugrundeliegende phantastische Element neu beleben - nur der Anfang ist. Denn er ist in Gefahr, sich selbst dort zu verlieren, wo seine Wünsche mit derselben Geschwindigkeit wahr werden wie seine Erinnerungen an sein früheres Leben schwinden und damit ebenso die Konturen seiner Persönlichkeit.

Aus Anlass des vierzigjährigen Jubiläums der "Unendlichen Geschichte" hat nun Thienemann, der Hausverlag des 1995 gestorbenen Ende, eine Prachtausgabe des Werks vorgelegt, die Sebastian Meschenmoser illustriert hat. Keine leichte Aufgabe, schließlich wird die Vorstellung des Romangeschehens optisch wohl noch immer erheblich von den entsetzlich kitschigen Bildern jener Verfilmung bestimmt, die 1984 nach dem Buch entstanden war. Wo Meschenmosers Illustrationen daran erinnern, liegt das daran, dass er sich mit dem Film dieselbe Vorlage teilt und die gleichen Beschreibungen umsetzt. Meist aber sind sie beglückend eigenständig, auch dem Roman gegenüber, und besonders seine Landschaften und Bauwerke zeigen einen besonderen Zugriff auf die Welt Phantásiens. Meschenmoser abstrahiert gern von realen Landschaften, seine Böden und Hintergründe sind oft sparsam und manchmal auch wie leergefegt, seine Gestalten wollen lieber fremd als schön sein, und besonders in den wie Skizzen wirkenden, eingestreuten Schwarzweißzeichnungen lässt er Raum für die Imaginationskraft der Leser. An sie geht daher die Aufforderung, das hier Angebotene zu beleben, so als schlüpfte jeder von uns in die Rolle eines Bastian Balthasar Bux.

Nach der beispiellosen Welle von euphorischen, oft genug sentimentalen literarischen Feiern des gedruckten Buches und seiner Haptik gerade in der Literatur für junge Leser ist es nicht leicht, einem Werk, das am Anfang dieser Welle steht, in dieser Hinsicht gerecht zu werden. Zugleich aber sieht man, wie viele Motive "Die unendliche Geschichte" in die Jugendliteratur eingebracht oder zumindest popularisiert hat: etwa, dass Bastian sich die Frage stellt, was eigentlich in einem Buch passiert, wenn die Deckel zugeklappt sind, und überhaupt das physische Eintreten des Lesers in ein literarisches Reich, das dann 24 Jahre später zum Zentralmotiv in Cornelia Funkes "Tintenherz" werden sollte, allerdings mit dem bezeichnenden Unterschied, dass für Funke der Weg in beide Richtungen führt und die Gestalten daher aus dem Buch in die Wirklichkeit der Leserin gelangen.

Bei Endes Bastian jedoch, der zu Beginn des Romans noch dadurch gekennzeichnet ist, dass der Junge keine Bücher mochte, die ihn zu irgendeiner Weltanschauung bringen wollten, ergibt sich für den Fantasy-Leser eine doch recht klare Botschaft: Du musst dich nicht in Phantásien verlieren, lautet sie, du kommst da wieder raus - sogar reicher, besser, vollständiger als zuvor. Weil kein Mensch ohne beide Seiten sein kann. Erst so wird Endes Kommentar zur damaligen Diskussion über die Literatur für junge Leser komplett.

TILMAN SPRECKELSEN

Michael Ende: "Die unendliche Geschichte". Illustriert von Sebastian Meschenmoser.

Thienemann Verlag, Stuttgart 2019. 416 S., geb., 35,- [Euro]. Ab 10 J.

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