Bewertungen

Insgesamt 1463 Bewertungen
Bewertung vom 26.10.2024
Bestgen, Sarah

Happy End


ausgezeichnet

Meine Güte, ich hatte absolut gar nicht erwartet, dass dieses Buch mich so aufwühlen und mitreißen würde. Es wurde gefühlt mit jeder Seite spannender und perfider. Ein unerwarteter Pageturner.

Zum Inhalt: der Albtraum jeder Mutter wird für Isa zur bitteren Realität als ihr kleiner Sohn Ben spurlos verschwindet. Als sie Hoffnung auf Antworten schon fast aufgegeben hat, taucht er Monte später genauso plötzlich wieder auf. Doch irgendwas stimmt nicht.

Der Einstieg in die Geschichte war geradezu lächerlich banal im Vergleich dazu, wohin sich die Handlung entfalten würde und genau darin liegt für mich das große Talent der Autorin. Sie wiegt den Leser zuerst in alltäglicher Sicherheit, erschafft ein Szenario, dass zwar furchtbar, aber nahbar ist, nur um ihn dann mit aller Härte aus der Bahn zu werfen.

Die unterschwellig angespannte und bedrohliche Atmosphäre war gut ausgearbeitet und die Handlung verdichtete sich zusehends zu einem Netz aus Misstrauen, Lügen und Zweifeln. Sehr stimmungsvoll ist dabei vor allem Protagonistin Isa angelegt, die kontinuierlich abdriftet, sich in ihren Gedanken verliert, zunehmend wahnhaft und paranoid wirkt. Wirklich unglaublich stark, wie ihre Emotionen zu mir transportiert worden sind.

Die Geschichte ist sehr wendungsreich, packend und absolut schockierend. Die Auflösung bringt alles nahtlos zusammen, wenn auch fast ein bisschen zu idealisiert, was aber für mich nur ein kleines Manko ist. Alles in allem ein richtig guter Thriller.

Bewertung vom 26.10.2024
Seck, Katharina

Was wir nicht kommen sahen


ausgezeichnet

Wow, ich weiß gar nicht was ich sagen soll, ich habe ja schon einige Bücher von Katharina Seck gelesen, aber noch keins mit dieser Durchschlagkraft. Was natürlich auch dem Thema geschuldet ist- brisant, aktuell, eindrücklich und absolut erschreckend. Sollte man gelesen haben.

Zum Inhalt: an einem ganz normalen Abend verlässt Ada das Haus. Ihren Eltern sagt sie, sie übernachte bei ihren besten Freundin Kim. Doch Ada kommt nicht bei Kim an, sie springt von einer Brücke und beendet ihr Leben. Zurück bleiben Schockstarre, Vorwürfe und Selbstzweifel. Und die Frage nach dem Warum.

Natürlich ist Katharina Seck nicht die Erste, die über die Gefahren des Internets, Cybermobbing und anonyme Hetze der Internet-Trolle schreibt. Aber sie tut das in einem Rahmen der für Leser aller Altersklassen nahbar und emotional greifbar ist, da die Handlung sowohl aus Sicht der Schülerin Ada, als auch ihrer Mutter Jenny beschrieben ist. Das fand ich einen tollen Kniff, da es das Davor mit dem Danach verbindet und eine Brücke schafft.

Die Handlung ist eindrücklich und ergreifend geschildert. Immer wieder habe ich zwischen ungläubigem Entsetzen und leidvollem Wiederkennen aus meiner Jugend geschwankt. Ich finde Katharina Seck hat da den Ton und Nerv der Zeit gut getroffen. Dir Sprache ist modern, in Adas Abschnitten auch viel Jugendsprache- muss man mögen, mir erschien es passend.

Ich hab regelrecht an den Seiten gehangen und konnte das Buch nicht weglegen.
Fands richtig stark, sowas sollte meiner Meinung nach an Schulen gelesen werden.

Bewertung vom 26.10.2024
Slaughter, Karin

Schwarze Wut / Georgia Bd.7


sehr gut

Wenn Super-Ermittler Will Trent Undercover geht, kann es eigentlich nur ein brandheißer Fall werden. Und diesmal ermittelt er zwar nicht in den eigenen Reihen, es treten aber wieder ein paar bekannte Gesichter aus dem vorherigen Band auf. Obwohl ich finde, dass man die Bände dieser Reihe gut auch einzeln lesen kann, würde ich hier empfehlen erst Band 5 gelesen zu haben. Karin Slaughter zeigt hier auf jeden Fall wieder, was sie kann.

Zum Inhalt; Will Trent hat sich verdeckt in eine Gang in Macon eingeschleust. Ein Cop Killer namens Big Whitey soll die Stadt als Drogenumschlagspunkt nutzen. Doch der Fall nimmt eine brisante Wendung als Bewaffnete in das Haus von Polizistin Lena Adams eindringen und auf sie und ihren Mann Jared schießen. Will muss Whitey stoppen, wenn nicht noch mehr Cops sterben sollen.

Der Fall ging erstmal eher unspektakulär los. Drogen, Gangs- das ist ja erstmal alles nichts neues. Mit Auftauchen von Lena Adams hatte ich kurz die Befürchtung es könnte anstrengend werden, weil alte Fehden nochmals aufgerollt werden. Aber dem war zum Glück nicht so.
Stattdessen wird der Fall zunehmend interessanter und aber auch brutaler. Explizite Gewaltschilderungen sind vor allem in der zweiten Hälfte des Buches in rauer Menge vertreten. Da war es aber auch ordentlich temporeich und nochmal richtig spannend.

Will Trent steht hier zwar wieder als Person im Fokus, den wichtigsten Teil der Arbeit haben aber eigentlich bereits andere gemacht. Auch sein Spürsinn was Menschen betrifft, lässt ihn diesmal ziemlich im Stich, sodass er diesmal nicht ganz so glänzend erscheint.

Das Buch liest sich trotzdem wieder fantastisch und der Fall ist unter dem Strich mitreißend.

Bewertung vom 26.10.2024
Kasten, Mona

Haunted Reign / Everfall Academy Bd.2


sehr gut

Ich bin ehrlich: Band 1 war nicht so ganz meins. Irgendwie zu viel Drama und zu wenig konkreter Einsatz der unterschiedlichen Fähigkeiten. Band 2 hatte in meinen Augen eine konkretere Bedrohungslage und eine Protagonistin, die endlich Zugang zu ihrer Gabe gefunden hat, wodurch ich die Geschichte stärker geplottet und deutlich atmosphärischer fand.

Zum Inhalt: Zoe versucht noch immer ihre Banshee-Kräfte unter Kontrolle zu bekommen und mit ihrer neuen sozialen Position an der Schule klarzukommen, als das Jahresabschluss-Turnier ansteht. Doch irgendwas scheint in diesem Jahr anders zu sein, die Aufgaben bedrohlicher und Zoe ist sich sicher, dass da mehr dahinterstecken muss,

Ich bin fast ein bisschen traurig, dass man nicht nich mehr, neue Fähigkeiten in diesem Band gesehen hat. Dabei hätte der Plot rund um das Turnier und die äußere Bedrohung das absolut hergegeben. Dafür gibt es einiges an zwischenmenschlichen Entwicklungen bei den bereits bekannten Charakteren. Freundschaft und Liebe sind hier wieder zentrale Elemente.

Die zwei Prüfungen des Turniers waren an sich schon cool angelegt, auch hier hätte es für meinen Geschmack gerne mehr sein können. Die Handlung ist kompakt und temporeich gehalten, was sich leicht und zügig lesen lässt, für mich ging das zulasten der inhaltlichen und emotionalen Tiefe.

Prinzipiell fand ich diesen zweiten Band stärker als den ersten und in Kombination miteinander sehr solide, wenn auch kein Highlight in meinen Augen.

Bewertung vom 26.10.2024
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Lückenbüßer / Kommissar Kluftinger Bd.13


ausgezeichnet

Ich hab in diesem Jahr Regionalkrimis für mich entdeckt und da lag es nahe der Kluftinger-Reihe, die ich bereits kannte, nochmal eine Chance zu geben. Und weil ich mich bei den Büchern mit dem Dialekt etwas schwergetan habe, habe ich den neusten Band als Hörbuch gehört. Und es war einfach absolut fanatisch und wahnsinnig unterhaltsam.

Zum Inhalt: bei einer Anti-Terror-Übung, die Kluftinger als neuer Interims-Polizeipräsident leitet, stirbt ein Kollege. Alles deutet auf einen tragischen Unfall hin. Doch während Klufti sich privat politischen Ambitionen widmet, stößt er auf Hinweise, dass der vermeintliche Unfall vielleicht doch keiner war.

Klufti ist einfach ein kultiges Unikat mit viel Lokalkolorit. Und seine politische Kandidatur ist einfach absolut köstliche Farce, die einen unglaublichen Unterhaltungswert bietet. Dabei man auch mal kurz vergessen, dass es ja eine Leiche gab.

Klufti werden einige bitterböse, bissige Kommentare in den Mund gelegt, die mich haben schallend auflachen lassen. Vor allem seine Rivalität mit Langhammer ist ein Quell stetiger Freude.

Der Krimiaspekt in diesem Buch trat für mich eher in den Hintergrund, trotzdem passte der Fall natürlich hervorragend zum Wahlkampfthema und bekommt eine interessante Wendung.

Das Hörbuch hat einfach Spaß gemacht, war toll vertont, Dialekt und Humor sind super rübergekommen. Werde mir definitiv die anderen Hörbücher auch noch zulegen und freue mich schon auf den nächsten Fall.

Bewertung vom 26.10.2024
Engberg, Katrine

Aschezeichen / Liv Jensen Bd.2


gut

Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe und obwohl ich Band 1 auch gelesen habe, hatte ich das Gefühl ganz neu einsteigen zu müssen. Dadurch bin ich nicht gut ins Buch gekommen, bei dem ich bis zum Schluss nicht das Gefühl hatte, so richtig in der Handlung angekommen zu sein. Konnte mich leider nicht mitreißen.

Zum Inhalt: ein Toter in einem Zelt auf einer unbewohnten, für den Publikumsverkehr gesperrten Insel. Und zwei vermisste Teenager. Der neuste Fall von Liv Jensen führt sie nicht nur in die Vergangenheit von Dänemarks Flüchtlingspolitik, sondern auch auf die Spuren des Islams.

Die vielen Personen und die im Ebookformat leicht unübersichtlichen Perspektivwechsel haben mir den Einstieg in die Handlung nicht gerade leicht gemacht. Neben der Haupthandlung gibt es noch Rückblenden zum Auffanglager 1990. Diese kurzen Episoden fand ich sehr interessant angelegt und für mich waren sie das Highlight der Geschichte.

Der Fall selbst ist eher unspektakulär und lange auch irgendwie unübersichtlich. Dabei kann ich gar nicht so genau festmachen, wieso die Handlung mich einfach nicht richtig abholen konnte, denn die Auflösung selbst habe ich schon als spannend und schlüssig empfunden.

Das Buch hat sich für mich eher zäh lesen lassen. Im Nachhinein wird einfach über weite Strecken Vorarbeit für die komplexe Auflösung geleistet, was ich aber stellenweise einfach als langatmig empfunden habe. Die Charaktere bleiben eher blass und innere Konflikte werden zumindest in diesem Band nur angedeutet, aber nicht aufgearbeitet.

Für mich war dieser Fall einfach nichts.

Bewertung vom 26.10.2024
Obreht, Téa

Im Morgenlicht


sehr gut

Das Buch ist komplett anders, als von mir erwartet und auch ganz anders, als die Bücher die ich sonst so lese. Es übt eine ganz eigentümliche Faszination aus, diese Geschichte, die dystopisch anmutet, aber durchzogen von Aberglauben und Mystizität ist. Beinahe märchenhaft kommen einige Episoden der Erzählung daher, was eine ganz besondere Stimmung erzeugt.
 
Zum Inhalt: Sil und ihre Mutter mussten ihre Heimat verlassen und werden im Rahmen des Wiederaufbauprograms von Island City im Morgenlicht untergebracht. Dort schlagen sie sich durch, Sils Mutter nimmt einen gefährlichen Job als Bergungstaucherin an, während Sil darauf wartet zur Schule gehen zu dürfen und hofft Freunde zu finden. Im Morgenlicht kommt Sil nicht nur in Kontakt mit dem Aberglauben ihrer Tante, sondern auch der Geschichte ihrer Heimat.
 
Das Buch ist in vier Teile unterteilt, wobei jeder Teil den Fokus auf eine Person in Sils Leben richtet. Ich fand es erstmal nicht ganz leicht in diese Geschichte über Flucht, Identitätssuche, Familie und Aberglaube reinzukommen. Ich hatte besonders anfangs das Gefühl, als würde mir Kontext fehlen und als würde ich die Referenzen nicht verstehen. Zudem ist Sil durch ihr Alter und ihre leicht zu beeindruckende Art, sowie ihren Drang zu gefallen eine nicht ganz zuverlässige Erzählerin und ich war mir oft nicht sicher, wie sehr ich ihren Worten, ihren Glaubenssätzen und Gedanken trauen konnte. Das macht aber gleichzeitig auch irgendwie einen Teil des Reizes der Geschichte aus.
 
Das Setting von Island City und dem Morgenlicht hat mir als Handlungskulisse gut gefallen. In der Geschichte rund um Sil und ihre Mutter, aber auch um die Stadt werden viele aktuelle Themen verwoben, die gleichzeitig aber auch universelle Themen sind, wie sie in der Menschheitsgeschichte immer wieder auftreten. Das Buch ist nicht spannend im klassischen Sinn, trotzdem hing ich förmlich an den Seiten, weil ich unbedingt verstehen wollte, worum es geht, ob in dem Aberglauben Wahrheit begründet liegt und welches Schicksal Sils Familie ereilt.

Nachdem die Geschichte sich drei Abschnitte lang rund um das Morgenlicht und Bezi drehte und dazu zunehmend auf der Stelle trat, fand ich den Ausbruch im letzten Abschnitt fast schon zu viel und zu schnell. Da wurde dann ein wahnsinnig großer Bogen geschlagen. Generell muss ich sagen, dass es mich überrascht hat, wie viel hier auf so wenig Seiten erzählt wurde. Ich habe festgestellt, dass mir vermutlich Hintergrundwissen fehlt, um die Geschichte vollends einzuordnen und zu begreifen.

Es ist eine ungewöhnliche Geschichte, die aber durchaus ihren Reiz hat, aber sicherlich nicht jedermann begeistert

Bewertung vom 26.10.2024
Capote, Truman

Kaltblütig


sehr gut

„Kaltblütig“ ist das wohl bekannteste Werk des Autors Truman Capote und war als Tatsachenroman zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein absolutes Novum, dass das Interesse der breiten Masse auf sich zog. Und auch Jahrzehnte nach Erscheinen dieses erfolgreichen Werkes schafft es noch immer zu begeistern. Mir hats gut gefallen, mich schockiert, ernüchtert und ungläubig zurückgelassen.

Zum Inhalt: 1959 wird im beschaulichen Holcomb die vierköpfige Familie Clutter brutal ermordet- gute Menschen, beliebt im Ort- eine Tat die erschüttert. Truman Capote recherchiert den Tathergang und spricht mit den Mördern.

Capote weiß zu erzählen und den Leser dabei abzuholen und mitzureißen. Zu Beginn mutet das Buch wie ein minutiöser Bericht an, beschreibt anschaulich, fast schon detailverliebt was sich in den Stunden vor dem Verbrechen zutrug. Im Verlauf der Handlung entwickelt das Buch eher den Charakter einer Reportage und man merkt wie kleinteilig Capote für dieses Buch recherchiert haben muss.

Bei den beiden Tätern Perry und Dick schwankte ich ständig zwischen Mitgefühl und Verachtung. Capote hat es gut geschafft die beiden Männer einzufangen, ihre Lebenswege nahbar zu skizzieren und immer ein Mögliches „was wäre wenn“ aufzutun, das einen Scheideweg im Leben der beiden darstellte. Trotzdem wir im Kapitel „Antworten“ schnell klar, wieso der Autor den Titel für ein Werk gewählt hat. Beim Lesen hat es mich förmlich geschaudert.

Das Buch mutet heute vielleicht nicht mehr so spektakulär an wie zu seinem erstmaligen Erscheinen, ist aber immer noch ein Buch, das beschäftigt. Zumindest bei mir klang das Buch lange nach, weil es einige interessante Einblicke in das amerikanisch Rechtssystem liefert und ein paar spannende „Was wäre wenn“-Szenarien aufwirft.

Bewertung vom 26.10.2024
Hill, Melissa C.;Stapor, Anja

Villa Obscura


sehr gut

Ich hab bereits die anderen beiden Jugend-Thriller des Autorinnen-Duos gelesen und habe mich sehr auf den neuen Thriller gefreut, der mit seinem Halloween-Thema etwas schauerlicher anmutet. Und auch dieser hat mich mit dem atmosphärischen Setting und der rätselhaften Geschichte wieder bestens unterhalten.

Zum Inhalt: die Villa Obscura, ein altherrschaftliches Haus mit einer sagenumwobenen Geschichte, liegt abgeschlagen im Harz in der Nähe des Brockens. Als sich eine Halloweenparty zu einet Geiselnahme entwickelt, müssen sechs Gäste plötzlich um ihr Leben bangen.

Wie von den Autorinnen gewohnt zeichnet sich die Geschichte durch schnelle, kurze Perspektivwechsel zwischen den sechs Hauptcharakteren aus, wobei der Leser nicht nur die Charaktere kontinuierlich besser kennenlernt, sondern auch immer mehr über die Umstände der Geiselnahme erfährt. Was ich besonders gelungen fand, war die Mischung aus gut platzierten Hinweisen und falschen Fährten, durch die das Miträtseln rund um die Geiselnahme richtig Spaß macht.

Man startet als Leser ohne große Umschweife in die Handlung, der Spannungsbogen setzt leicht versetzt sein, ist zu Anfang eher gemäßigt und steigert sich dann ab circa der Hälfte des Buches nochmal ordentlich. Ich mochte wie hier Lokalkolorit mit einer fiktiven Sagengeschichte zu einem stimmigen Hintergrund für die Story verwoben wurde.

Es gibt einige Überraschungen innerhalb der Storyline, die ich nicht habe kommen sehen. Generell liest sich die Geschichte leicht und flüssig. Ein bisschen ungeduldig habe ich auf den angeteaserten Mord gewartet, der ziemlich auf sich warten lässt. Ich hab mich durchweg gut unterhalten gefühlt, auch wenn es für meinen Geschmack etwas mehr Nervenkitzel hätte sein dürfen.

Bewertung vom 26.10.2024
Baumgärtner, Theresa

Velvet Winter


ausgezeichnet

Das Buch hat nicht nur eine ganz wunderbare Haptik und super superschöne Aufmachung, es nimmt den Leser auch mit auf eine ganz bezaubernde, stimmungsvolle Reise ins ländliche England. Mir haben vor allem auch die vielfältigen Fakten und Tipps rund um Oxford richtig gut gefallen, die Lust auf einen Trip in die berühmte Universitätsstadt machen, den wir uns jetzt für das kommende Jahr fest vorgenommen haben.

Die hochwertigen Fotografien verstärken das Gefühl von Gemütlichkeit und Beschaulichkeit, das sich durch das gesamte Buch zieht und auch die beigefügten Rezepte sind für mich der Inbegriff von Seelenwärmer, auch wenn sie teilweise denkbar einfach sind und ich persönlich dafür kein Rezept bemühen würde. Aber darum gehts ja nicht, sie passen wunderbar ins Gesamtbild des Buches.

Und auch wenn ich nicht alle Rezepte geschmacklich ansprechend fand, so werde ich doch auf jeden Fall dieses Jahr unser geliebtes Beef Wellington mal mit Lachs abwandeln und habe das Bohnen Stew und schon mit großer Begeisterung nachgekocht, mit leichter Abwandlung aufgrund fehlender Zutaten. Unglaublich lecker und eine echte Empfehlung.

Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Lifestyle, Deko- und Bastelideen und Rezepten, die ein sehr schönes Coffee Table Book ergeben. Es lädt einfach wunderbar zum Blättern und S schmökern ein und hat auch schon bei meinen Freundinnen zu Begeisterung geführt. Ich werde mir auf jeden Fall auch die anderen Bücher der Autorin anschauen, nicht zuletzt, da sie auch wertige Geschenke darstellen.