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Insgesamt 1450 Bewertungen
Bewertung vom 16.11.2025
Fields, Helen

Body Number One


sehr gut

Ok wow, wahnsinnig unerwartet

Ich mag diese Reihe von Helen Fields super gern, nicht zuletzt weil Connie Woolworth so eine faszinierende Persönlichkeit ist und ich ihre unkonventionell Arbeitsweise super interessant finde. Diese neue Fall ist sehr Temporeich, aber über weite Strecken glaubte ich mich in sicherer Gewissheit, was hier vor sich geht, nur um dann völlig aus den Socken gehauen zu werden.

Ich fand den Fall durchaus sehr interessant, gleichzeitig aber auch ein bisschen
Distanziert. Es passiert generell richtig viel innerhalb der Handlung, was rückblickend wie eine Verwirrtaktik wirkt.

Der Fall selbst geht eigentlich runter wie Öl und auch wenn die Polizei lange im Dunkeln tappt, so entwickelt sich die Geschichte doch kontinuierlich weiter. Ich fands wahnsinnig gut gemacht, wie hier mit Wahrnehmungen gearbeitet und so der Leser beeinflusst wird.

Hat mir wieder richtig gut gefallen und war auf jeden Fall vielschichtig angelegt. Hätte gerne mehr Einsatz von Connie selbst sein dürfen, aber da dürfen wir uns vllt im nächsten Band drauf freuen

Bewertung vom 16.11.2025
Song, K. X.

The Night Ends With Fire / Die Legende von Meilin Bd.1


ausgezeichnet

Zwischen Ehrgeiz und Selbstbestimmung

Die Geschichte hat ein bisschen was von einer etwas düstereren Version der Mulan-Geschichte. Nur das Meilin ein weniger behütetes Leben führte und weniger rosige Zukunftsaussichten hatte. Aber die Grundprämisse ist eine ziemlich ähnliche.
Die Geschichte wird dann aber schnell fantasievoller, ausschweifender und dunkler, was mir gut gefallen hat. Quasi Mulan für erwachsene Leser

Die Geschichte ist stellenweise schon brutal, es ist eine Geschichte von Krieg, Machtgier und Erbarmungslosigkeit. Und inmitten all dieser Kämpfe eine junge Frau, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und sie nicht bloß dem Willen von Männern fügen will. Ich fand ihren inneren Zwist und ihr Streben nach Mehr sehr nachvollziehbar. Das macht sie nahbar und sympathisch.

Und dann ist da noch der Drache mit all seiner Macht, der immer mal wieder durchbricht und es zunehmend unklarer wird, welche Gedanken noch allein Meilin gehören. Die Geschichte ist aufbrausend, das Ende lasst mich fassungslos zurück.
Mit hat einfach auch der Erzählstil richtig gut gefallen und die Geschichte macht Lust auf mehr, denn dass es da noch einige Geheimnisse und Offenbarungen zu enträtseln gilt, ist mit Ende dieses Bandes klar.
Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Bewertung vom 16.11.2025
Kinney, Wallis

A Dark and Secret Magic


ausgezeichnet

Gelungener Mix aus cosy und düster

Ich liebe ja Lektüre, die zu den Jahreszeiten passt und dieses Buch wer eines meiner Herbst-Highlights. Ich hab einfach alles daran geliebt: die Aufmachung, den Vibe, die Geschichte an sich und die Figuren, die nicht nur wunderbar nahbar und liebeswert waren, sondern mich auch konstant überrascht haben. Hecates Zuhause, das Cottage im Wald, ihre Kräuter- und Küchen-Fähigkeiten und ihr Kater Merlin geben ein wunderbar einladendes, warmes Setting für die Geschichte ab. Schon allein das war absolut gelungen. Und mit den Herbstvibes kurz vor Samhain ist die Stimmung wunderbar gemütlich und gleichzeitig aber auch ein bisschen schauerlich.

Die Magie innerhalb der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Hintergrundgeschichte um die Zirkel und den Dunklen König war gut und verständlich angelegt und bildet einen interessanten Rahmen für die Geschichte. Ich fands total spannend herauszufinden, worin die einzelnen Hexenkräfte bestanden. Vor allem Hecates Fähigkeiten sind sehr nahbar ausgelegt und bilden einen wunderbaren Kontrast zu Matthews düsterer Magie.
Auch das Rätsel rund um die Vorbestimmen ihrer Magieausprägung und die Geheimnisse, die ihre Mutter bewahrte, waren spannend und faszinierend angelegt, sodass ich komplett in den Bann der Geschichte geschlagen war. ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Es ist eine Geschichte von innerer Stärke, Familienbanden und der Kraft der Gemeinschaft. Hecate ist mutig, schlau, selbstlos und die Heldin ihrer eigenen Geschichte, was ich immer besonders toll finde. Ich mochte die lichten und düsteren Seiten der Geschichte, das Gefühl, dass alles miteinander verbunden ist und sich an seinen Platz fügen wird. Und die sich vorsichtig anbahnende Liebesgeschichte war das perfekte Add-On um die Geschichte emotional ergreifend zu machen.

Die Auszüge aus Hecates Herbarium sind die Sahnekirsche auf diesem Buch und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Für mich ein absolutes Highlight Buch in diesem Jahr

Bewertung vom 16.11.2025
Suchanek, Andreas

Dragons in Secret - Lazarus erwacht


ausgezeichnet

Starke Drachen-Fantasie

Diese Reihe ist unfassbar stark geplottet und super spannend erzählt, sodass ich wie gebannt an den Seiten hing. Ich finde bei all der Fantasy rund um Drachen, die es aktuell auf dem Markt gibt, ist diese Reihe für mich eine der besten.

Die Rückblenden in die Vergangenheit des Lazarusordens, aber auch die ein Einblicke in ihre Struktur und Arbeitsweise fand ich super packend. Dazu kommt in diesem Band noch die Gruppe Ausgestoßener, die für zusätzliche Dynamik und Reibung sorgen.

Es gab eine für mich sehr überraschende Enthüllung rund um die Drachenjäger und eine, die ich bereits kommen sehen habe. Zum Ende hin gab es eine relativ actionreiche Kampfsituation. Fand ich gut, dass hier langsam auch auf Konfrontationskurs gegangen wird. Dadurch wurde es auf jeden Fall nochmal richtig packend.

Freundschaft, Loyalität und Found Family bestimmen hier wieder die positiven Vibes der Geschichte und so langsam bekommt man auch ein Gespür dafür, was Ashley für eine Königin sein könnte. Und es kommen auch ein paar richtig coole magische Gaben zum Tragen.

Hat mir wieder richtig gut gefallen und ich freu mich jetzt auf das Finale

Bewertung vom 07.11.2025
Schreiber, Jasmin

Da, wo ich dich sehen kann


ausgezeichnet

Hat mich emotional mal wieder total fertig gemacht

Jasmin Schreiber erwischt mich mit ihren Büchern echt immer eiskalt und auch bei diesem Buch hab ich direkt nach wenigen Seiten schon wieder die Taschentücher rausholen müssen. Ich fand das Thema häusliche Gewalt/Femizid unfassbar gut gewählt und sehr nahbar rüber gebracht. Mit ihrem Buch macht die Autorin ein Thema sichtbar, über das eigentlich nicht genug gesprochen werden kann.

Der Erzählstil ist sehr besonders. Nicht nur werden hier einige Perspektiven der Hinterbliebenen eines Femizids beleuchtet, es gibt auch Rückblicke aus Sicht des Opfers selbst. Dazwischen gibt es einiges an Zusatzmaterial wie Zeitungsartikel, Anwaltsbriefen und Gutachten, die die Geschichte auskleiden und somit authentischer und beängstigend realistisch werden lassen. Generell hat die Geschichte so eine Nahbarkeit an sich, dass man sich gut vorstellen kann, dass sie real ist, im eigenen Umfeld spielt oder man morgen davon in die Zeitung lesen könnte.

Ich habe die Geschichte stellenweise auch als emotional belastend empfunden, für mich ist das kein Buch, das man mal eben weg liest. Es regt zum Nachdenken, Reflektieren und aktiven verarbeiten an und ich hatte teilweise wirklich an dem Gelesenen zu knabbern. Es ist einfach eine Geschichte die hängen bleibt und mich auch nach Beenden noch weiter beschäftigt.

Durch die vielen Perspektiven ist jetzt keine besonders prägnant oder herausragend, viel mehr ergibt sich ein Gesamtbild der Leere und des Verlusts, eine Seelenlandschaft voll Schmerz, Wut und Hilflosigkeit. Und dann haut dieses Buch ab und an so ein paar Erkenntnisse und Weisheiten raus, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, mich aber trotzdem jedes Mal kalt erwischt haben.

Ein tolles Buch über ein unfassbar wichtiges Thema.

Bewertung vom 07.11.2025
Fitzek, Sebastian

Der Nachbar


sehr gut

Wendungsreich, packend, aber auch bisschen drüber

Thriller von Fitzek gefallen mir einfach immer wieder richtig gut. Klar, auch der kann das Rad nicht neu erfinden und passagenweise kommt einem das Gelesene dadurch vielleicht bekannt vor. Was Fitzek aber in meinen Augen hier wieder großartig gemacht hat: er verknüpft gekonnt Themen und Schockermomente zu einem Gesamtbuch, das einen doch immer wieder aus der Reserve lockt.

Das Buch wartet mit einigen Szenen und Episoden auf, die für sich selbst schon wie Gruselgeschichten anmuten und spinnt sie in den Kontext seiner Handlung ein. So passiert immer wieder irgendwas und man kommt als Leser gar nicht erst zur Ruhe, bevor das nächste Vorkommnis den Puls in die Höhe treibt.

Es ist nicht der düsterste oder perfideste Thriller des Autor, aber wieder super spannend und für mich packend zu lesen. Die Atmosphäre im Buch ist einfach durchweg unterschwellig unheimlich und angespannt. Zusätzlich erscheint Protagonistin Sarah zunehmend unzuverlässig. Die Unschärfe, die dadurch entsteht, trägt erheblich zur Stimmung bei.

Ich bin ehrlich: gegen Ende wird's wild, da hat mich der Autor dann irgendwie verloren, weil mir das einfach too much war. Klar, überraschende Wendungen mag jeder, aber hier wars irgendwie drüber. Hab trotzdem gern gelesen und kann daher das schwache Ende verzeihen.

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.11.2025
Evers, Kevin

There's Nothing Like This


sehr gut

Das Phänomen Taylor Swift

Ich bin quasi Swiftie der ersten Stunde und habe damit den Erfolg dieser Ausnahme-Künstlerin live miterleben können. Seit der Eras Tour bewegt das Phänomen Taylor Swift die Massen gefühlt nochmals anders, weshalb es inzwischen auch einige Bücher über sie und ihre Karriere gibt. Dieses Buch hier ist ein netter Rundumschlag über Swifts Karriere, von den Anfängen bis zum Megaerfolg werden hier Karriereschritte, Entscheidungen und Schlüsselmomente betrachtet. Und das nicht ganz objektiv, denn die Tochter des Autors ist selbst Fan, sodass hier auch der eine oder andere persönliche Kommentar einfließt.

Als Swiftie erfährt man hier eigentlich nichts, was nicht bereits Taylor selbst geteilt hat. Wer sich hier also Insiderwissen und tiefe Einblicke erhofft, wird nicht fündig werden. Es ist kein reißerisches Werk und sollte hier mal eine persönliche Meinung durchkommen (und das tut es), dann ist sie positiv bis bewundernd ausgelegt. Oft wird sogar Swift selbst zitiert, aus Interviews und Social Media Beiträgen. Das Buch trägt also hauptsächlich zusammen, was bereits irgendwo im Orbit um Swift herumschwirrt. Der Fokus liegt auch gefühlt stärker auf der Marke Taylor Swift als auf ihr als Person, auch wenn diese beiden untrennbar zusammenhängen.

Das Buch hangelt sich an den Eras entlang, beleuchtet Sternstunden, sowie PR-Katastrophen und ist dabei angenehm und unterhaltsam zu lesen. Generell ist es für ein Sachbuch super kurzweilig geschrieben und bietet einen netten Ausflug in die Alben und Meilensteine von Swifts Karriere. Hat mir gut gefallen und macht direkt wieder Lust die Tourfilme zu sehen und Alben zu hören.

Bewertung vom 07.11.2025
Cherry, Brittainy

Weil wir es uns versprochen haben


sehr gut

Neuanfang im Auge des Sturms

BCC ist eine Romance Queen und für mich zeichnen sich ihre Bücher dadurch aus, dass sie mich immer erstmal zerstören, bevor sie mein Herz wieder heilen lassen. Die Idee hinter der Geschichte hat mir auch hier gut gefallen, aber vor allem im Vergleich zu ihren anderen Büchern fehlt mir hier so ein bisschen die Tiefe.

Es gibt auch in diesem Buch wieder emotionales Trauma zu verarbeiten und auch einiges an Dramatik, trotzdem wirkte die Story dieses Mal weniger konfrontativ. Dabei ist das zentrale Thema super wichtig und ich finds grandios, dass die Autorin darauf aufmerksam macht. Auch darauf, dass dieses Thema keine Gesellschaftsschicht meidet.

Kierra tat mir, anfangen in ihrer Ehe, unglaublich leid. Die Rückblenden in ihre Jugend wirken da wir kleine Fluchten und Atempausen. Gleichzeitig reißen sie den Plot ein bisschen auseinander, der dadurch nicht ganz so tief und emotional ergreifend ist, wie man das von der Autorin vielleicht gewohnt ist.

Die Lovestory fand ich völlig in Ordnung, wenn auch thematisch fast ein bisschen überladen. Durch die ganzen Triggerthemen/Traumata konnte ich mich da nicht so reinfallen lassen, wie bei anderen Büchern. Ich habs dieses Mal einfach nicht ganz so gefühlt, wobei ich echt sagen muss, dass Gabriel schon ein absoluter Schatz ist und mir vor allem das Found Family Thema richtig gut gefallen hat.

Hab’s trotzdem gern gelesen, BCC schreibt einfach traumhaft flüssig, bildhaft und emotional ansprechend. Hab immer noch einen Kloß im Hals, der Inhalt hat mich also definitiv erreicht.

Bewertung vom 07.11.2025
Lake, Keri

Nocticadia


sehr gut

auf Badass-Art düster

Dieses Buch hebt Dark Academia nochmal auf ne ganz andere Ebene. Das Setting der Insel und der Uni, die nicht nur allerlei eher düster angehauchte Naturwissenschaften lehrt, sondern in der es auch angeblich spukt, ist schonmal absolut gelungen. Und sorry, aber ein sexy Prof. namens Dr. Death? Schweig still mein nerdig makaberes Herz. Devrycks Familiengeschichte und die Rückblenden in seine Vergangenheit haben mir eine Gänsehaut über den Körper gejagt. Und generell bin ich immer Fan von so geplagten, vielschichtigen Charakteren.

Age Gap ist ja nicht so meins und auch die Atmosphäre toxischer Männlichkeit, zwielichtiger Versuche an der Universität und des moralischen Graubereichs in dem sich die Figuren bewegen ist insgesamt nicht ganz ohne. Devryck ist definitiv nicht der Good Guy der Geschichte, aber vllt nicht ganz so abscheulich wie die anderen Monster, die sich im Schatten der Universität verbergen. Das ganze ist einfach eine super packende, faszinierende Mischung.

Ich muss sagen, das Buch wirbt zwar mit Dark Romance, aber so "dark" fand ich diesen Aspekt der Geschichte gar nicht. Der Rahmen gibt dem ganzen zwar so einen Touch, aber eigentlich Unterscheidet sich die expliziten Szenen kaum von dem was man auch in herkömmlichen Romance Büchern inzwischen zu lesen bekommt. Das ist für mich kein Minuspunkt, weil ich Dark Romance meistens nichts so toll, sondern eher total cringe und irgendwie drüber finde. Es gibt aber trotzdem einiges an Spice.

Muss man das Buch lesen? Sicher nicht. Inhaltlich teilweise echt grenzwertig, besonders wenn man eher zart besaitet ist. Hatte ich aber eine verdammt gute Zeit mit diesem Buch? Hell, yes!

Bewertung vom 02.11.2025
Groh, Kyra

The Pumpkin Spice Latte Disaster / Pumpkin Spice Latte Bd.1


sehr gut

Herbstliche Kleinstadt-Romance

Das Gekabbel zwischen den beiden Protagonisten ist einfach herrlich, ich hab’s total gefeiert, wie sie sich gegenseitig aufziehen und herausfordern, der Vibe war auf jeden Fall grandios und die Spannung quasi greifbar.

Manchmal hat mit so ein bisschen die Leichtigkeit gefehlt, die ich bei einem derartigen Buch erwartet hatte, denn Jude schleppt ein ziemliches Päckchen mit sich rum und am liebsten hätte ich sie kurz mal in den Arm genommen.
Es gibt natürlich auch viele schöne, witzige und sanfte Momente, aber da ist auch viel Druck, Unsicherheit und Groll. Das macht die Figuren natürlich deutlich plastischer und sehr nahbar, was ich bei Romance sehr zu schätzen weiß.

Generell habe ich die verschiedenen Figuren und ihre Geschichten (auch die Nebencharaktere, die so ein bisschen aus dem Norm-Raster fallen wie Penn und Nore) als das Empfunden, was dieses Geschichte besonders macht und mich begeistert hat.

Alles drumherum war so ein bisschen dünn gehalten und ich fand es etwas schade, dass es für Jude keine Konfrontationen mit ihren Eltern, Tony oder den Leuten, die ihr so lange ein schlechtes Gefühl gegebenen haben, gab. Nicht mal so wirklich mit Olive. Dafür wäre easy noch Raum gewesen.

Hat sich entspannt und flüssig lesen lassen, war unterm Strich ganz nett und vor allem der spitze Schlagabtausch zwischen Jude und James ein Highlight.