Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: M.S.
Wohnort: Lüneburger Heide
Über mich:
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 37 Bewertungen
Bewertung vom 07.02.2016
Tilla, Zwieback und der verrückte Eisenbahnwaggon / Tilla und Zwieback Bd.1
Schröder, Patricia

Tilla, Zwieback und der verrückte Eisenbahnwaggon / Tilla und Zwieback Bd.1


sehr gut

Tilla und Zwieback (eine sehr sehr große Fledermaus, schon alleine der Name ist genial) erleben die verrücktesten Abenteuer zusammen. Nachdem Tilla ihr zu Hause verlassen hat, da ihr Vater und ihre Mutter sich öfter streiten ( es geht immer um die Erfindungen des Vaters), geht das Abenteuer los. Sie möchte sich ein neues zu Hause suchen, wo sie sich wohlfühlen kann, bis ihre Eltern sich wieder besser verstehen.
In einem besonderen Eisenbahnwaggon (entwickelt von dem Vater mit tollen Extras) erlebt die starke, rothaarige, sommersprossige Tilla (Pippi Langstrumpf lässt grüßen) die tollsten Abenteuer und lernt jede Menge neuer Menschen kennen, unter anderem ein Geschwisterpaar (Tommy und Annika?). Die Geschichte ist sehr fantasievoll geschrieben, genau richtig für kleine Leser, damit sie am Ball bleiben.
Meiner 10jährigen Tochter hat das Buch sehr gut gefallen, besonders auch die Illustrationen lockern alles auf. So macht das Lesen Spaß. Sprachlich ist es sehr gut für die empfohlene Altersklasse zu empfehlen. Ich soll auf jeden Fall nach dem zweiten Band Ausschau halten.

Bewertung vom 07.02.2016
Die seltsame Reise mit meinem Bruder
Karthee, Renée

Die seltsame Reise mit meinem Bruder


sehr gut

Es ist soweit. Das es so schnell passiert, damit hat Nelly nicht gerechnet. Ihre Mutter stürzt und sie muss sich um ihren autistischen Bruder Nils kümmern. Ausgerechnet jetzt, wo große Konkurrenz zu ihrem Catering-Service aufgetaucht ist. Aber es nützt alles nichts, da muss sie durch. Und als ob das noch nicht reicht, lässt sie sich von Nils noch breitschlagen zu der Hochzeit ihres Cousins nach England zu fahren. Nelly und Nils finden während dieser Reise wieder zueinander, Nelly merkt was sie an ihm hat (auch wenn er es ihr stellenweise durch seine diversen Spleens nicht leicht macht). An Nils, den sie bisher eher als Ballast statt als Gewinn gesehen hat.
Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz in diesem Buch, Nelly verliebt sich (das würde sie aber anfangs niemals zugeben :-)) in den charismatischen Gerald (im sexy Schottenrock *hrrrrr*), den sie zuerst als furchtbar unfreundlichen und distanzierten Menschen wahrnimmt, bis sie die wahren Beweggründe hinter seinem Verhalten erfährt.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Ok, es ist jetzt nichts was es noch nie gegeben hat, es ist aber leicht und spritzig geschrieben, ideal zum drin versinken und Zeit vergessen. Toll fand ich auch die Idee, an den Anfang jeden Kapitels ein Zitat zu setzen und ein Rezept, passend zum Kapitel. Ich werde die Autorin jedenfalls im Auge behalten und dieses Buch auch gerne weiterempfehlen.

Bewertung vom 07.02.2016
Du bist mein Tod
Kendal, Claire

Du bist mein Tod


sehr gut

Clarissa hat einen für sie schwerwiegenden Fehler begangen. Sie hatte einen One-Night-Stand mit Rafe, an den sie sich allerdings nicht mehr erinnern kann. Sie vermutet, dass er sie durch Tropfen in ihrem Drink gefügt gemacht hat. Seitdem kann sie keinen Schritt mehr machen, ohne das er ihr auflauert, sie überwacht, sie kontrolliert. Er weiß alles über sie, durchwühlt ihren Müll, macht sich an ihre beste Freundin heran, nur um über sie näher an Clarissa ranzukommen. Überall lauert er ihr auf, er ruft sie täglich bis zu 40 mal an, schreibt permanent SMS, klingelt einen Abend sogar stundenlang durchgehend bei ihr, nur weil sie die Tür nicht aufmacht. Er macht ihr Geschenke, die im Verlauf des Buches immer bedrohlicher werden, bis hin zu einem Gesteck mit Grabblumen. Er greift sie körperlich an, macht ihr auch mit Worten das Leben zur Hölle.

In diesem Zeitraum wird Clarissa als Geschworene berufen, sie freut sich, dass der Prozess auf 7 Wochen angelegt ist und sie Rafe somit tagsüber entkommen kann. In dem Prozess geht es um eine drogenabhängige Prostituierte, die Männer einer Vergewaltigung anklagt. Sie wird auf der Anklagebank ziemlich in die Mangel genommen, was Clarissa noch eine ganze Zeit davon abhält zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten, da sie befürchtet das ihr niemand glauben wird. Leider nützt ihr der Prozess auch nichts, auch hier spürt Rafe sie auf. Dafür lernt sie Robert kennen, auch ein Geschworener, verliebt sich in ihn.

Dann fängt Clarissa an, Nachforschungen über Rafe zu betreiben und stellt erschreckende Dinge fest...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, man hat sich in Clarissa reinversetzt gefühlt, ihre Ohnmacht gespürt. Ist er wieder da, wartet er auf sie, was hat er sich wieder für kranke Sachen für sie ausgedacht. Zuerst ist Clarissa "nur" das Opfer, später fängt sie an zu kämpfen. Das hat mir gut gefallen, man ist gedanklich mit ihr zusammen unterwegs.
Bis hierher hätte ich 5 Sterne vergeben. Leider ließ das Buch gegen Ende nach und mit dem Ende war ich gar nicht einverstanden. Es war zu abrupt, meiner Meinung nach passt es nicht zu gut zu diesem Buch, ich habe das Gefühl hier fehlt noch irgendwas. Deshalb gebe ich eine Bewertung von 4 Sternen.

Bewertung vom 02.02.2016
Baba Dunjas letzte Liebe
Bronsky, Alina

Baba Dunjas letzte Liebe


ausgezeichnet

Die Geschichte um die eigensinnige, sympathische Baba Dunja, die im Dorf Tschernowo die "Bürgermeisterin" und gute Seele ist (jedenfalls nach Meinung der anderen Bewohner), nimmt einen mit auf eine Reise in ein strahlenverseuchtes Gebiet. Wir erfahren etwas aus dem Alltag der Personen, die nach dem Reaktorvorfall von Tschernobyl in ihr altes Dorf zurückgekehrt sind. Es handelt sich ausschließlich um ein paar alte Menschen die einfach so weiterleben wie vorher. Gemüse wird im Garten angebaut, Tiere werden geschlachtet, jeder macht sein Ding und trotzdem sind sie alle eine Gemeinschaft. Baba Dunja sieht ihren toten Mann, unterhält sich mit ihm, das ist halt einfach so das er da ist (und andere Tote auch). Sie ist zufrieden mit ihrem Leben.
In Deutschland wohnt ihre Tochter mit Enkeltochter, sie stehen im Briefkontakt. Alle paar Jahre kommt die Tochter mal vorbei und besucht ihre Mutter, sie ist eine Ärztin, die Kinder aus Tschernobyl für kurze Zeit nach Deutschland holt, damit sie sich erholen können. Ihre Enkelin hat Baba Dunja noch nie gesehen, sie bekommt nur regelmäßig Fotos von ihr geschickt. Ihre Tochter hat ein schönes Leben mit ihrer Familie.
Später im Buch stellt sich jedoch heraus, dass nicht alles so rosig ist wie es scheint.
Bis dahin ist das Leben im Dorf nicht sehr aufregend. Doch dann tauchen zwei Fremde auf und bringen Unruhe in das beschauliche Dorfleben. Danach ist erstmal nichts mehr so wie es vorher war.
Der Schreibstil von Alina Bronsky gefällt mir ausgesprochen gut, sie hat eine sehr bildliche Art zu schreiben und einen Humor der mir sehr gut gefällt. Hier mal ein Beispiel:
In der Nacht weckt mich wieder Marjas Hahn Konstantin. Für Marja ist er eine Art Ersatzmann. Sie hat ihn großgezogen und schon als Küken gehätschelt und verwöhnt; jetzt ist er ausgewachsen und zu nichts zu gebrauchen. Stolziert herrisch über ihren Hof und schielt zu mir rüber. Seine innere Uhr ist durcheinander, schon immer gewesen, aber ich glaube nicht, dass es mit der Strahlung zu tun hat. Man kann sie nicht für alles, was blöd zur Welt kommt, verantwortlich machen.

Von mir gibt es eine deutliche Empfehlung für dieses Buch und ich vergebe gerne 5 Sterne . Das einzig negative war das es zu kurz war.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.02.2016
Die Clans von New York / Young World Bd.1
Weitz, Chris

Die Clans von New York / Young World Bd.1


sehr gut

Dieses Buch hatte mich schon in der Leseprobe sehr angesprochen, die Schreibweise war locker, das lesen "flutschte" einfach so vor sich hin. Das blieb auch im gesamten Buch weiterhin so, was mir auch sehr gut gefallen hat, wobei ich manchmal (speziell bei den Dialogen) das Gefühl hatte, ein Drehbuch in der Hand zu halten. Aber das kann man dem Autor wohl nicht verdenken, ist sicher die Macht der Gewohnheit.
Die Story an sich hat mich gleich gefangengenommen. Die ganze Welt, außer die Jugendlichen, werden ausgerottet. Die Kinder müssen damit zurechtkommen, ohne ihre Familien und kleinen Geschwistern zu leben. Und sobald sie ein gewisses Alter erreichen sterben sie auch. Ein paar von ihnen machen sich auf den Weg in eine abenteuerliche Reise um ein Gegenmittel zu finden. Dabei lernen sie verschiedene Clans/ Gruppierungen kennnen, machen gute und schlechte Erfahrungen. Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen, wobei ich die Zielgruppe im Alter etwas höher ansiedeln würde. Was mir stellenweise nicht gefallen hat waren Ausdrücke wie : "sie muss noch eingeritten werden", sowas hat für mich in einem Buch für das Alter nichts verloren. Und da waren noch mehr Stellen die ich so nicht in der Altersgruppe angesiedelt hätte. Alles in allem vergebe ich 4 Sterne und werde den nächsten Teil sicher auch lesen wenn er im nächsten Jahr erscheint.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.