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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: james
Wohnort: kassel
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Danksagungen: 44 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 51 Bewertungen
Bewertung vom 27.01.2011
American Devil
Stark, Oliver

American Devil


ausgezeichnet

Wahnsinn - ich bin völlig beeindruckt von diesem Thriller.

Oliver Stark schafft es mich als Leser direkt von den ersten Seiten an zu fesseln und mich immer tiefer in diese grausame Gedankenwelt des Killers eintauchen zu lassen. Der Geschichte nimmt sehr schnell an Fahrt auf und lässt mir als Leser kaum Zeit zum Luftholen. Immer wieder sind einzelne Passagen über den American Devil eingearbeitet, die mich starr vor Beklemmung weiter lesen lassen. Man fühlt sich sehr bedrückt in diesen Teilen und kann somit sehr gut nachvollziehen, wie die Frauen leiden.

Was ich weniger gut finde, ist die Tatsache Sebastian, Nick, Mo und die Familie Dresden. Ohne hier viel vorwegnehmen zu wollen, fand ich diese Teile immer ein wenig durcheinander, ich meine die Verwirrung, warum diese Person jetzt eigentlich wichtig ist. Aber es löst sich ja hinterher alles auf.

Die Geschiche von einem Serienmörder, der Frauen umbringt und von einem suspendierten Cop gejagt wird ist nun wirklich nichts Neues, aber die Umsetzung hier ist einfach sehr gut gelungen und ich hoffe auf mehr Lesestoff um Tom Harper. In keinem Teil des Buches kam Langeweile auf oder lies es sich schwerer Lesen. Durchweg ist der rote Faden gehalten worden und weitergesponnen.

Bewertung vom 11.12.2010
Kein Wort zu Papa
Heldt, Dora

Kein Wort zu Papa


ausgezeichnet

Die Protagonisten sind mir als Leser sofort sympatisch und ich leide teilweise mit ihnen. Auch ich beiße mir auf die Zunge wenn Christine fast ein Geheimnis herausrutscht. Ich halte den Atem an, wenn Nachforschungen über Marleen angestellt werden und ich werde nervös wenn Gisbert aufeinmal in der Küche erscheint. Diese "geheimnisvolle" Komödie hat es durchaus in sich. Wieviele Verwicklungen und Verwechselungen hinterher aufgeklärt werden und wie unsere Autorin diese ganzen kleinen Geschichten zu einem großen Ende bringt ist einfach super.

Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten. Es macht immer wieder Spaß das Buch zur Hand zu nehmen und wieder ein paar Seiten gemeinsam mit den Protagonisten zu gehen. Die Geschichte lebt durch viele kleine Lacher und Schmunzler, auch ein paar Herzensangelegenheiten müssen geklärt werden. Situationskomik ist garantiert, wenn Papa auf Spionage geht und Mama in der Küche Rezepte ausprobiert und die Hälfte der Zutaten nicht benutzt, weil sie sie nicht gerne isst.

0 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2010
Du
Drvenkar, Zoran

Du


gut

Der Schreibstil an sich hat mir wieder sehr sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel des Reisenenden, ziehen mich als LEser sehr stark in ihren Bann. Doch der Rest? Ich weiß nicht so ganz. Der Anfang ist ziemlich verworren und der Leser weiß nicht so recht, in welcher Zeit er sich nun befindet. Ist es die Vergangenheit oder befinden wir uns im hier und jetzt? Die zeitliche Abfolge wird erst ein wenig später klar und dann beginnt die Story ein wenig mehr Fahrt aufzunehmen - wird aber nicht zu einem atemberaubenden Trip wie "Sorry"

Die Story ist ein wenig flach und "normal" (wenn ich Sorry als Vorgänger kenne)! Im Grunde genommen haben wir es hier mit einem recht durchschnittlichen Krimi zu tun in die ein wenig Familiendrama hineinfließt.

Die Leseransprache mit Du ist sehr gut gewählt - jedoch nur bei dem Reisenenden. Bei den restlichen Protagonisten finde ich es ein wenig schwierig, da ich ja schließlich nicht Jeder sein kann und will schon mal garnicht. Da sind wir nun auch schon bei den Protagonisten. Sie sind recht stark und echt beschrieben - jedoch konnte ich nicht wirlich Bezug zu ihnen aufnehmen - liegt es vielleicht an der Leseransprache??

Mein Fazit: gutes Buch, im Vergleich mit Sorry jedoch schwach

Bewertung vom 23.09.2010
Das Buch der Lügen
Meltzer, Brad

Das Buch der Lügen


weniger gut

Als Preisreduziertes-Mängelexemplar gekauft - mehr ist es auch leider nicht wert.

Die Grundidee, eine Verschwörungstheorie, rund um die Erfindung von Superman, zu erfinden ist nicht schlecht. Diese Theorie irgendwie mit der Bibel und dem darin enthaltenen ersten Mord zu verbinden ist schon recht gut. Wenn jetzt die Umsetzung auch noch funktioniert hätte, hätten wir hier ein ausgezeichnetes Buch vor uns liegen. Leider hat es nicht funktioniert.

Der Schreibstil lässt uns schnell in eine Geschichte geraten, die komplizierter nicht sein könnte. Wir denken anfangs, dass eine Person hinter einem gewissen Buch der Lügen her ist in dem angeblich die Mordwaffe aufgezeigt wird mit der der erste Mord verursacht wurde (Kain und Abel). Man merkt aber nach einer gewissen Zeit, dass nicht nur eine Person danach sucht, sondern viel mehr dahinter steckt. Es wird aber nicht einfacher. Zwischendurch habe ich leider komplett den Faden verloren und wusste nicht mehr um was es ging - Superman, Kain und Abel, Mordwaffe, Thule-Gruppe oder was auch immer.

Die Charaktere in diesem Buch sind alle ein wenig überzeichnet - Comichaft. Ich habe leider nicht wirklich Bezug zu ihnen aufnehmen können. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen waren auch ein wenig undurchsichtig. Auch sind Charaktere aufgetaucht ohne das man wusste woher und wieso sie jetzt da einbezogen werden.

Die Auflösung des Buches ist ein wenig enttäuschend. Das große Geheimnis wird gelüftet wenn eigentlich schon alles vorbei ist. Aber das soll die Waffe sein? Man kann es nicht glauben.

Jetzt ist die Frage: Habe ich mich nicht genug auf dieses Buch eingelassen um den Hintergrund zu verstehen oder ist es einfach wirklich nur sehr komisch. Das muss wohl jeder für sich selbst erfahren.

Bewertung vom 18.09.2010
Ich will dich nicht töten / John Cleaver Bd.3
Wells, Dan

Ich will dich nicht töten / John Cleaver Bd.3


sehr gut

So, da ist es nun vollbracht. Die Reihe um unseren Dämonenjäger John Cleaver ist nun abgeschlossen.

Dan Wells hat hier wieder mit seinem klaren und flüssigen Schreibstil das Kopfkino anspringen lassen und die Geschichte zu Ende gebracht. Dadurch, dass ich mit den Protagonisten schon durch zwei Teile gegangen bin, habe ich eine sehr große Bindung zu ihnen aufgebaut und es fällt mir nun sehr schwer sie nun zu verlassen. Auch ich musste gegen Ende des Buches ein paar Tränchen zurückhalten, da John nun wohl doch Gefühle hat und viel verlohren hat. Fans der Reihe werden nun aber auch wie ich darauf brennen, dass Dan Wells es sich noch einmal überlegt und weiter arbeitet. Viele Dinge sind einfach ungeklärt geblieben - das ist auch ein negativ Punkt. Aber ich denke mir, Wells wollte sich evtl ein Hintertürchen offen halten um weiter zu machen. Was ist mit Pfarrer Erikson passiert? Ich könnte meine Hand dafür ins Feuer legen, dass er mehr weiß und ist als er zugegeben hat. Und Agentin Ostler? Wird sie John ein Angebot machen? Wie geht es zwischen John und Brook weiter? Gehen sie als Paar auf Dämonenjagd? Wieviel Böses lauert noch da draußen? Also man sieht es gibt noch genügend Stoff zum verarbeiten.

Auch ist es weiterhin nicht zwingend notwendig, die vorherigen Bände gelesen zu haben, da man immer wieder kleine Rückblenden und Erklärungen erhält. Die Geschichte bzw. Geschichten sind sehr eng miteinander verwoben, sodass man immer auf dem Laufenden ist. Aber sollte jemand mit dem dritten Band anfangen, wird er unweigerlich die Vorgänger lesen wollen.

Leider muss ich aber auch sagen, dass ich nach Ich bin kein Serienkiller und Mr Monster ein wenig von dem "Abschlussband" enttäuscht bin. Man erwartet ein sehr viel größeres und stilvolleres Ende. Leider werden eher die Zwischenmenschlichen Beziehungen mehr beachtet, als das eigentliche Grundthema - obwohl nun ja die Liebe im Mittelpunkt des Buches und der Geschichte steht. Aber irgendwie war es ein wenig unbefriedigend. Naja, hoffen wir einfach weiter auf weiteren Lesestoff um John Cleaver.

Bewertung vom 10.09.2010
Tödliches Ritual
Heib, Marina

Tödliches Ritual


gut

Wir haben es hier mit einem recht guten aber eher doch durchschnittlichen Krimi zu tun. Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und hat ein sehr interessantes Grundthema. Die Umsetzung bleibt leider doch eher flach. Auch die Protagonisten sind leider ein wenig zweidimensional dargestellt. Klar, Jeder hat hier seine eigene Geschichte, aber ich bekomme leider keinen großen Bezug zu den Protagonisten.

Die Spannungskurve ist zwar da, aber es gibt zwischendurch immer wieder größere Durststrecken in denen nichts passiert. Das Ende (die letzten 50 Seiten) sind zwar sehr spannend gehalten, aber es ist auch nicht so, dass ich selbst aufgeregt bin wenn ich die Seiten lese. Auch die Überwältigung des Mörders ist so schnell abgehandelt, dass es schon langweilig wird. Hatte es hier die Autorin eilig? Ein wenig mehr Ausschmückung wäre wohl besser gewesen.

Der Schriebstil hält sich auch in Grenzen. Teilweise ziehen sich die Seiten wie Gummi und man ist einfach nur versucht weiterzublättern. Die Schreibweise ist manchmal sehr geschwollen und blumig zuwenig klar.

Mein Fazit: GUTE GRUNDIDEE, DURCHSCHNITTLICHES LESEVERGNÜGEN

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.08.2010
In Todesangst
Barclay, Linwood

In Todesangst


sehr gut

Wir haben es hier aber trotzdem mit einem lesenswerten Thriller zu tun, der spannungsgeladen ist und einige Wendungen zu bieten hat. Leider enden die Kapitel nicht immer wie sonst mit einem Knall, sodass man direkt gezwungen ist weiter zu lesen, aber Barclay schafft es eine Spannungskurve aufrecht zu erhalten.

Die Charaktere sind alle sehr gut, lebensnah und stark beschrieben, sodass ich mir als Leser, die Protagonisten gut einprägen kann. Auch schafft es Barclay durch seine gekonnten Beschreibungen ein komplett anderes Bild eines Charakters zu zeichnen, um den Leser im dunkeln tappen zu lassen. Wie gesagt, es gibt einige Wendungen, die man vorher nun wirklich nicht absehen konnte. Ein absoluter Pluspunkt.

Das Buch endet leider auch sehr plötzlich. Der Leser wird mit Fragen zurückgelassen, die man einfach beantwortet haben will.

Der Schreibstil von Barclay ist wie gewohnt flüssig und ohne viele SChnörkel. Schonungslos werden Tatsachen dargelegt. Er nimmt auch bei "Blutszenen" kein Blatt vor den Mund, jedch schmückt er auch das nicht zu sehr aus. Klare, deutliche Beschreibungen durch kurze und prägnante Worte reichen um das Kopfkino anspringen zu lassen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.08.2010
Hart aber Hilde
Haskamp, Bettina

Hart aber Hilde


gut

Wir haben es hier mit einer lockeren und amüsanten Sommerlektüre zu tun, die sich durch ihren einfachen und flüssigen Schreibstil sehr schnell lesen lässt (2 Tage). Unsere Hauptprotagonistin ist mir als Leser von Anbeginn sympatisch undabsolut lebensnah dargestellt. Auch die anderen Charaktere sind alle auf ihre Art liebenswert und echt geschildert, natürlich nicht so konkret und tiefergehenden beschrieben wie Pia, aber immer glaubwürdig.

Die Geschichte um Pia ist vom Grundgedanken her wie aus dem realen Leben. Problemlösungen vielleicht ein bisschen naiv und blauäugig. Ansonsten ist dieses Buch von selbstironischen Passagen gespickt die mich als Leser auch das ein oder andere Mal lachen lassen.

Ich finde es schade, dass wir an als Leser an einem so großen Wendepunkt in Pias Leben stehen gelassen werden. Und dabei gibt es noch so viel Stoff, der erzählt werden will. Wie ergeht es nun Niklas? Wie geht es weiter mit Hilde und was wird aus der Liebe? Dürfen wir uns hier auf einen Nachfolgeband freuen?

Mein Fazit:

Ein durchaus gelungenes Buch, das die eigenen Probleme vergessen lässt und Spaßt am Leben vermittelt.

Bewertung vom 17.07.2010
Die fünfte Kirche / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.3
Rickman, Phil

Die fünfte Kirche / Ein Merrily-Watkins-Mystery Bd.3


weniger gut

Also ich habe jetzt die bisherigen drei Bücher um die Pfarrerin und Exorzistin Merrily gelesen und muss leider sagen, dass dieser dritte Band bisher der Schlechteste ist. Und ich habe mich so auf das dritte Buch gefreut. Das Buch und die Erzählweise haben irgendwie an Dynamik verloren. Die Charaktere sind nach wie vor recht gut geschildert aber auch in diesem Buch haben wir es wieder mit sehr vielen Personen zu tun, die ich mir leider auch nicht alle einprägen kann. Ich weiß nicht, ob ich beim Lesen nicht immer so richtig aufgepasst habe, aber irgendwie sind gegen Ende des Buches immer wieder (für mich) neue Erkentnisse aufgetaucht, die aber für die Protagonisten völlig klar erschienen. Auch sind Ereigenisse einfach nur angerissen worden (Brand in der Gemeindehalle) - er ist einfach ausgebrochen völlig aus der Geschichte gerissen.

An sich haben wir es hier aber mit einer guten Grundidee zu tun. Kirche bzw. christlicher Glaube gegen Magie und andere "Glaubensrichtungen" Doch wer die vorherigen Bücher kennt, wird eine ganz andere Merrily kennenlernen. Sie scheint ein wenig passiv und zurückhaltend. Der Charakter hat ein wenig an Überzeugung eingebüßt. Ich hoffe, dass die nächste Bände wieder mehr dem alten Muster folgen werden.