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Benutzername: sonne63
Wohnort: Blumberg
Über mich:


Bewertungen

Insgesamt 100 Bewertungen
Bewertung vom 15.07.2019
Die Melodie der Schatten
Peter, Maria W.

Die Melodie der Schatten


ausgezeichnet

Eine Familientragödie vor atemberaubender historischer Kulisse

Bereits das wunderschön gestaltete Cover spiegelt den Inhalt des Buches wider: Sehnsucht, weites Land, Düsternis aber auch faszinierende Heimat, all das findet hier seinen Platz.

Sehr einfühlsam und gleichzeitig äußerst fesselnd schreibt die Autorin über die Hintergründe, die mehrere Familien schicksalshaft miteinander verbindet. Eine Verbindung, die viel Leid über die Menschen bringt. Leid, das in irgendeiner Form nach Vergeltung schreit.

Als Schauplatz wählte Maria W. Peter die faszinierende Landschaft der historischen, schottischen Highlands. Ideal geschaffen für Fantasie, gepaart mit reellem Hintergrundwissen. Dabei entstand eine spannungsgeladene und doch sehr emotional gehaltenen Geschichte. Die Autorin zeigt auf, dass Spannung, Abenteuer und Romantik eine sehr gut gewählte Kombination sein können. So manche beschriebene menschliche Neigung findet sich auch in unserer heutigen Gesellschaft wieder. Bis zum Schluss wusste man nicht, wie es für die Beteiligten ausgehen würde.

Das Buch faszinierte mich von der ersten Seite an. Trotz der imposanten Zahl von 672 Seiten, verschlang ich dieses Buch innerhalb dreier Tage. Zudem liegt es wunderbar in der Hand, weist ein gut lesbares Schriftbild auf und zeichnet sich durch professionelle Verarbeitung aus. Auch einem mehrmaligen Lesen steht nichts im Wege. Das Buch hält das problemlos aus.

Toll auch der Anhang des Buches, in dem die Autorin den Leser mit höchst interessantem Hintergrundwissen in Bezug auf Historie und Lebensumstände der Romanfiguren versorgt.

Fazit:
Ein wirklich herausragendes Buch, das man unbedingt gelesen haben muss. Voller Emotionen, Romantik, Spannung und einem wundervollen Blick auf die schottischen Highlands. Ich bin jedenfalls mehr als begeistert.

Bewertung vom 08.07.2019
Im Schatten des Vergessens
Weiss, K. J.

Im Schatten des Vergessens


ausgezeichnet

Die Liebe des Lebens – oder was man dafür hält

Dieses Buch ist wieder ganz typisch für K.J. Weiss. Im Vordergrund steht das Geschehen um einen spannenden Kriminalfall, in dessen Lösung zwei Familien eingebunden sind. Toll geschrieben, mit überraschenden Wendungen, neuen Verdächtigen. Sehr spannend, gut ausgearbeitete Charaktere. Sehr gut in meinen Augen auch, wie die Gedankengänge der Protagonisten nachgezeichnet werden, inklusive Brainstorming, um des Rätsels Lösung näher zu kommen.

Eigentlich ist das schon genug Stoff, um ein gutes Buch zu kreieren. Doch wie immer gibt sich K.J. Weiss damit nicht zufrieden. Das wirklich Wertvolle ist das, was man in der Nebengeschichte und zwischen den Zeilen findet. Man bekommt einen sehr tiefen Einblick in das Innerste der betroffenen Menschen geliefert. Gleichzeitig wird uns ein Spiegel vor Augen gehalten, in dem wir unsere Gesellschaft wiedererkennen. Eine Gesellschaft, die mehr nach dem Äußeren eines Menschen urteilt, als seine inneren Werte wahrzunehmen. Wie oft bestimmen Vorurteile unser Handeln, ohne die wahren Hintergründe zu kennen? Und wenn wir ganz genau hinsehen, dann sind es oft gerade die Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die Werte wie Freundschaft, Liebe, Vertrauen noch wirklich leben.

„Schatten des Vergessens“ ist ein Buch, das unheimlich viele Facetten des Lebens aufzeigt, sowie Lebensweisheiten und die Motivation, bei Bedarf etwas zu ändern, nicht mit dem großen Strom zu schwimmen, sondern sich seine eigene Meinung zu bilden. Nicht immer ist alles so, wie es aussieht. Ein Buch über Vorurteile gegenüber Andersdenkende, Andersfühlende, Andersliebende, Anderslebende. Ein Buch, das man erst mal sacken lassen muss. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

Fazit:
1.) Ein tolles Buch, das zeigt, dass man seinen eigenen Weg finden muss, wenn man glücklich sein möchte. Man muss erkennen, was einem im Leben wichtig ist und dementsprechend handeln, egal was unsere Gesellschaft sagt.
2.) Eine spannende und fesselnde Lektüre, ehrlich, sozialkritisch, real und logisch aufgebaut. Erschreckend, wie oft ich mich an so mancher Stelle wiedererkannte.
Wer dieses Buch nicht liest, hat definitiv etwas verpasst.

Bewertung vom 04.07.2019
Am Ende der Schmerz / Profilerin Andrea Bd.7 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Am Ende der Schmerz / Profilerin Andrea Bd.7 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mordsverwandschaft

In diesem Band der Reihe steht Andrea Thornton wieder vor einer großen Aufgabe. Doch wie immer ist diese nicht so leicht zu bewältigen. Die Figur der Profilerin Andrea zeigt keine Superheldin, die mit messerscharfem Verstand ruckzuck die Verbrecher zur Strecke bringt. Vielmehr gehen oftmals die Emotionen mit ihr durch und sie handelt impulsiv, was sie auch durchaus in ernste Schwierigkeiten bringen kann. Da bekommt sie schon mal mehr Blessuren ab, als nur ein blaues Auge, ganz zu schweigen von den seelischen Verletzungen, die unweigerlich mit jedem ihrer Fälle hinzukommen. Nur ihre scheinbar angeborene Intuition, Menschen in relativ kurzer Zeit richtig einschätzen zu können, bringen Polizei und Kollegen der Lösung ihrer Fälle näher.
Andrea verkörpert eine Figur, die voller Mitgefühl für ihre Umgebung ist. Sie hat niemals Vorurteile, analysiert mit Verstand und Herz. Sie versetzt sich in andere Personen hinein, fühlt und denkt mit ihnen. Dazu ist sie ein Familienmensch, liebt ihren Mann und ihre Tochter unsterblich. Sie kämpft bis zur Erschöpfung, wenn sie von einer Sache überzeugt ist, geht an ihre Grenzen und darüber hinaus. Sie gibt niemals auf, lässt nicht locker, ohne Rücksicht auf ihre eigene Person. Mit einem Satz: Andrea Thornton ist die Seele dieser Buchreihe, faszinierend stark und doch auch so verletzlich.
Ich liebe diese Serie, von der Autorin fesselnd mit viel Herzblut und großem Sachverstand geschrieben. Eine fiktive Buchreihe, sicher, aber sie kommt stellenweise der Realität erschreckend nah.

Fazit:
Eine spannungsgeladene Buchreihe mit Gänsehauteffekt, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bewertung vom 01.07.2019
Die zweite Sünde / Mordfriesland Bd.3
Aigen, Isabel

Die zweite Sünde / Mordfriesland Bd.3


ausgezeichnet

Rätselraten um den Tod eines Juniorchefs

Isabell Aigen nimmt den Leser mit in eine Handlung über Liebe, Vertrauen und Verrat. Sie zeigt, was Menschen dazu bringt, sich genau so und nicht anders zu verhalten. Oft wird eine heile Welt vorgegaukelt, doch in Wahrheit brodelt es in so manchen Familien gewaltig unter der Oberfläche. Da spielt es keine Rolle, ob es sich um eine reiche Großfamilie oder eine alleinerziehende Mutter mit Oma handelt.
Sehr glaubwürdig lässt die Autorin ihre Figuren agieren, zeigt auch schon einmal, wie Polizisten auf der Stelle treten. Nur Hartnäckigkeit und gute Zusammenarbeit führen schließlich zum Ziel.
Insgesamt haben mir Handlung und Schreibstil sehr gut gefallen, auch wenn ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte, die verschiedenen Personen auseinanderzuhalten. Doch das hat sich schnell gegeben.

Fazit:
Eine gut umgesetzte Idee eines Nordseekrimis. Spannende Geschichte, gute Charaktere, fesselnd geschrieben, überraschende Wendungen. Absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 28.06.2019
Langsamer Tod / Profiling Murder Bd.3 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Langsamer Tod / Profiling Murder Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Sehr blutig

Meiner Meinung nach ist der dritte Teil dieser Reihe der bisher beste, und zwar in Bezug auf Schreibstil und Handlung. Die Story ist an Spannung kaum zu überbieten. Allerdings erzählt die Autorin so bildlich, dass einem bei der Schilderung der Verbrechen die Haare zu Berge stehen. Man braucht schon eine gehörige Portion Nerven, um das zu verarbeiten. Schwach besaitete Seelen sollten diese Lektüre besser nicht vor dem Schlafengehen genießen, denn dann ist es mit der erholsamen Nachtruhe vorbei. Die Handlung ist gut aufgebaut, private Aspekte der Protagonisten werden auch berücksichtigt.
Obwohl die Geschichte am Ende des Buches eigentlich abgeschlossen ist, werden nicht alle Fragen eindeutig geklärt. So bleibt viel Raum für eine Fortsetzung.

Fazit:
Ein gut ausgearbeiteter Thriller der schaurig-gruseligen Art. Teilweise sehr brutal und blutig. Nicht für Leser unter 16 Jahren geeignet. Wer dieses Genre mag, kommt aber voll auf seine Kosten.

Bewertung vom 25.06.2019
Der Blütenjäger: Thriller
Shepherd, Catherine

Der Blütenjäger: Thriller


ausgezeichnet

Sommerblumen und tote Frauen, wie gehört das zusammen?

Catherine Shepherd ist ein Synonym für ungewöhnliche Handlungen, überraschende Wendungen und spannende Unterhaltung. Dabei entwickelt sie immer wieder neue Ideen, lässt ihrer Kreativität freien Lauf. Gut ausgearbeitete Charaktere sind selbstverständlich. Ihre Protagonisten werden mit alltäglichen Problemen konfrontiert, müssen sich aber auch komplexen Aufgaben stellen.
Der Schreibstil bleibt immer fesselnd, ist flüssig zu lesen. Langweilige Passagen sucht der Leser vergeblich.

Fazit:
Catherine Shepherd ist eine Garantin für facettenreiche, spannende Unterhaltung, Bücher mit Suchtfaktor. Für alle Thriller-Fans ein Muss.

Bewertung vom 31.05.2019
Keiner hört dein Schweigen / Profilerin Andrea Bd.6 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Keiner hört dein Schweigen / Profilerin Andrea Bd.6 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Andrea Thornton stößt an ihre Grenzen

Eigentlich hat Profilerin Andrea alles, was man im Leben braucht: eine funktionierende Familie, gute Freunde, einen erfüllenden Job. Doch dann wird sie mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen bringt.
Unglaublich realistisch zeichnet Dania Dicken ihre Figuren. Es sind Figuren mit Ecken und Kanten, Problemen und Vorlieben. Doch das ist lange noch nicht alles, was ihre Bücher so außergewöhnlich macht. Sie versorgt den Leser mit fundiertem Hintergrundwissen, zeigt auf, dass es sich bei der Handlung durchaus um Realität handeln könnte. Dabei gelingt es ihr, Gefühle und Situationen dermaßen gekonnt zu beschreiben, dass man als Leser tief in das Geschehen eintaucht.
Sehr professionell erzeugt sie Spannung. Es wird nahezu unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Man möchte als Leser unbedingt wissen, wie all die Beteiligten aus dieser Geschichte herauskommen.

Fazit:
Teilweise sehr emotional, schockierend ehrlich, sehr realistisch. Dabei spannend und fesselnd. Auch im Nachhinein lassen einen die Bilder im Kopf nicht so schnell los. Ein absolut weiterer, gelungener Band dieser Serie. Einfach klasse!

Bewertung vom 31.05.2019
Kalter Abgrund / Profiling Murder Bd.2 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Kalter Abgrund / Profiling Murder Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ein falsches Geständnis

In diesem Fall muss sich Laurie teilweise ihrer Vergangenheit stellen, dabei immer unterstützt von ihrem guten Freund Jake. Jake ist froh, dass Laurie ihm bei seinem neuen Fall hilft. Sie bleiben einfach ein gut funktionierendes Team.
Dania Dicken arbeitet ihre Figuren immer sehr detailliert aus, sodass ein hoher Wiedererkennungswert gegeben ist. Man fühlt sich als Leser den Protagonisten sehr nahe. So manches Mal würde man am liebsten helfend eingreifen.
Die Geschichte selbst fand ich dieses Mal nicht ganz so spannend aufgebaut. Trotzdem überraschte die Autorin am Schluss mit einem actionreichen Ende, absolut nicht voraussehbar. Der Schreibstil war wie gewohnt locker und leicht.

Fazit:
Gute Unterhaltung, die in einem actionreichen Schluss endet. Absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 17.04.2019
Teufelseltern
Reinhardt, Andrea

Teufelseltern


ausgezeichnet

Eltern als Monster

Hier handelt es sich um ein Buch, das von der ersten Seite an fesselt. Zusätzlich schockiert die Handlung, trifft den Leser bis ins Innerste seiner Seele. So ist es oft, wenn es sich bei dem Thema, das verarbeitet wurde, um Kinder handelt. Wir Menschen tragen in der Regel ein Gen in uns, das uns dazu anhält, hilflosen Wesen, wie z.B. schwachen Kindern, beizustehen. Doch irgendwie funktioniert dieses Gen nicht mehr so richtig. Wir schauen weg, stellen uns dumm, tun so, als bemerkten wir nichts.
Liest man dieses Buch, ist man sehr bestürzt, über das, was die Kinder in der Handlung erleiden müssen. Extremste Situationen müssen sie erdulden, man bangt um ihr Leben, zittert mit ihnen, spürt die Quälereien. Man möchte eingreifen, doch es geht nicht. Aus diesem Grund konnte ich das Buch auch nicht aus der Hand legen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die ganze Sache ausging.
Geschrieben ist das Buch sehr fesselnd, Seite für Seite fliegt nur so dahin. Dabei verwendet die Autorin einen sehr großen Sprachschatz. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man findet sich sehr schnell mitten im Geschehen wieder. Die Spannung beginnt bereits nach den ersten Seiten und ist stellenweise kaum auszuhalten. Auch wird die Szenerie sehr gut beschrieben, lässt sofort die entsprechenden Bilder im Kopf entstehen.

Was mich etwas erschreckte ist die Tatsache, dass die Autorin hier zwar sehr brutale Eltern skizziert, es aber in der realen Welt vermutlich genau solche Eltern gibt. Missbrauch wird in unserer Gesellschaft langsam zu einem Thema. Und das ist gut so. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass eben auch körperliche und psychische Gewalt ein großes Feld ist, bei dem die Dunkelziffer nicht zu unterschätzen ist. Wir müssen einfach lernen, mehr hinzuschauen und auch bereit sein, einzugreifen.

Fazit:
Ein sehr fesselnd geschriebener Thriller, der nicht nur äußert spannend ist, sondern ein Thema zum Inhalt hat, das uns alle etwas angeht.
Für mich ein sehr gelungener Auftakt zu dieser Reihe. Kann ich wirklich wärmstens empfehlen.

Bewertung vom 09.04.2019
Mein Radweg nach St. Petersburg
Zimmermann, Udo

Mein Radweg nach St. Petersburg


ausgezeichnet

Eindrücke einer Radreise

Dieses Buch entdeckte ich mehr oder weniger durch Zufall. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut, es gelesen zu haben. Ganz im Gegenteil. Der Autor erzählt von seiner Reise, seinen Eindrücken, seinen Begegnungen. Teilweise sah er sich mit Problemen konfrontiert, doch er fand immer eine Lösung. Menschen unterschiedlichster Kulturen kreuzten seinen Weg. Trotz mancher Sprachschwierigkeiten lernte er liebenswerte Leute kennen.

Sehr ansprechend auch die Ausführungen zur Landschaft der verschiedenen Länder. Obwohl er seine Eindrücke in Form eines Reisetagebuches, sehr sachlich und kurzgehalten, schildert, reicht das vollkommen aus, um die zugehörigen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Am liebsten wäre ich so manches Mal selbst dort gewesen, um diese Schönheit der Natur, diese Ruhe zu spüren und zu genießen.
Natürlich musste der Autor auch Dinge erleben, die nicht ganz so positiv waren. Doch die erwähnt er nur am Rande. Für ihn zählt eher das Positive, das bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Sein Fazit: Ein tolles Erlebnis, das zeigt, dass die Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen doch auch sehr viel gemeinsam haben.

Mein Fazit:
Ein wirklich gut gelungener Bericht, der nicht nur Land und Leute skizziert, sondern den Leser auch einmal innehalten lässt, um sich ein klein wenig bewusst zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist. Sehr empfehlenswert.