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Benutzername: schnegg72
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Bewertungen

Insgesamt 42 Bewertungen
Bewertung vom 14.06.2011
Sonnengruß für Regentage
Fishman, Zoe

Sonnengruß für Regentage


sehr gut

City-Träume

Charaktere
Charlie, ehemalige Wallstreetbrokerin, ist jetzt zusammen mit Julian und Felicity stolze Besitzerin eines Yogastudios. Privat trauert sie seit vier Jahren ihrer großen Liebe Neil hinterher und ist für neue Beziehungen total verschlossen.

Bess wollte eigentlich ernsthafte Journalistin werden, ist jetzt aber bei einem Klatschblatt für die Titelunterschriften zuständig, bis auf ein paar freiberufliche Artikel. Ihr Freund Dan ist aus Studiengründen nach L.A. gezogen und versucht Bess dazu zu überreden zu ihm zu ziehen.

Sabine ist Lektorin in einem Verlag, doch am liebsten wäre sie selbst Autorin. Sie ist Single und schwärmt für einen Mann aus der U-Bahn, den sie dann tatsächlich auch kennen lernt.

Naomi, ehemalige Fotografin und Model, lebt mit ihrem 8jährigen Sohn Noah als alleinerziehende Mutter und verdient sich den Lebensunterhalt als Grafikerin und Webdesignerin. Ihren Ex Gene, der auch der Vater von Noah ist, sieht sie am liebsten von hinten. Und dann erkrankt sie auch noch schwer.

Meine Zusammenfassung
Nach 10 Jahren treffen sich die vier Frauen, die sich zu Collegezeiten mehr oder weniger gut gekannt haben, beim Collegetreffen wieder und Charlie kann sie für einen sechswöchigen Yoga-Probekurs gewinnen. Dabei hat jede ihre eigene Intention.
So will z.B. Bess heimlich einen Artikel über die zerplatzten Träume von New Yorker Frauen schreiben, der ihren Freundinnen mit Sicherheit weh tun würde.
Während der sechs Wochen ändern sich bei allen die Einstellung zum Leben, die Offenheit, ihr Respekt vor den Freundinnen und noch vieles mehr. Auch ihre beruflichen und privaten Ziele und Wünsche.
Der Roman besteht aus fünf Handlungssträngen. Einer pro Frau und ein gemeinsamer. Dennoch ist alles sehr durchsichtig und übersichtlich geschrieben.

Mein Fazit
Ich finde den Roman toll. Er regt dazu an über seine eigenen Träume, Wünsche und ihre Verwirklichung nachzudenken. Zoe Fishman beschreibt die Übungen und Zusammenhänge von Yoga derart anschaulich, dass man richtiggehend Lust auf Yoga bekommt. (Ob ich es doch einmal probiere?)
Sehr irreführend finde ich allerdings den Klappentext, der einen gänzlich falschen Eindruck über den Roman hinterläßt. Dieser läßt vermuten, dass es hauptsächlich um Naomi´s Diagnose und deren Bewältigung zusammen mit den Freundinnen geht, was definitiv nicht der Fall ist. Tatsächlich geht es eher darum, ob sich Träume von früher verwirklicht haben oder im Laufe der Zeit sogar radikal ändern sowie um das Wachsen von Freundschaft und das Vertrauen in sich selbst.
Ich kann den Roman nur empfehlen, und zwar nicht nur an Regentagen...

Bewertung vom 20.05.2011
Kein Wort zu Papa
Heldt, Dora

Kein Wort zu Papa


sehr gut

Vertretung auf Norderney

Christine, inzwischen 47 und kurz davor mit Johann zusammenzuziehen (falls er denn mal von seinem Auslandseinsatz in Schweden zurückkommen sollte) ist mit ihrer derzeitigen Gesamtsituation einfach unzufrieden. Job, Wohnung und Johann. Nichts will so recht passen. Auch, wenn sie das ihrer Familie und sich selbst gegenüber nie zugeben würde. Deshalb hat Papa Heinz ihre jüngere Schwester Ines angestiftet sie mit in den Urlaub zu nehmen.
Als sie dann jedoch ein mysteriöser Hilferuf ihrer Freundin Marleen aus Dubai ereilt, fährt sie zusammen mit Ines sofort nach Norderney und übernimmt die Führung von Marleen´s Pension. Allerdings ist nicht so ganz klar für wie lange. Und keiner soll erfahren, warum Marleen ihren Urlaub verlängert hat. Nur ihre große Hilfe
Gesa wird noch eingeweiht. Doch Christine wäre nicht Christine, wenn das Chaos nicht schon vorprogrammiert wäre.
Die größten Katastrophen lassen sich leicht benennen: Küche, Kalli, Gisbert....Papa
Kochen können beide nicht. Was sollen sie also den Pensionsgästen mit Halbpension vorsetzen?
Kalli ist Papa´s ältester Freund und durchaus fähig Papa auf die Insel zu holen. Das allerletzte was die beiden jetzt brauchen können.
Gisbert ist der Inselreporter und ständig auf der Suche nach einer sensationellen Geschicht. Auch er läßt natürlich nicht locker.
Die griesgrämige Adelheid hilft Marleen immer vormittags, Pierre (eigentlich Peter) schmeißt die Bar. Und der Hausmeister Jurek ist in Gesa verliebt.
Dann ist da noch Tom, der mit seiner Mutter in der Pension Urlaub macht und Christine´s erste große Liebe.
Als dann auch noch Mama unerwartet auftaucht und mit Kalli´s Frau das Regiment in der Küche übernimmt kann es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen.
Oder doch???? Natürlich: Kalli läßt Papa einfahren....

Mein Fazit
Auch im 5. Teil der Christine-Reihe ist die Hauptperson liebenswert chaotisch und macht sich selbst die meisten Probleme. Viele liebgewonnene Bekannt sind wieder mit von der Partie und alles ist lebendig und realistisch erzählt – auch wie gewohnt.
Der Sterneabzug ist leider damit zu begründen, dass der 4. Teil durch Tante Inge einfach viel lustiger war.
Ansonsten läßt Dora Heldt allerdings nichts vermissen. Humorvoll wie immer. Das Gefühl, dass sich die Mitglieder der eigenen Familie gut bei Familie Schmidt einfügen würden, wird man auch nie richtig los.Ich liebe diese Reihe!

Autorin
Dora Heldt ist gebürtige Sylterin und arbeitet als Verlagsvertreterin in Hamburg.

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.05.2011
Die Nächste, bitte
Morgowski, Mia

Die Nächste, bitte


gut

Flugangst mit Nebenwirkungen

Charaktere
Dr. Paul Rosen will eigentlich nur eines: als Schönheitschirurg arbeiten und die entsprechende Kohle dafür absahnen. Doch da sein Vater einen Herzinfarkt hatte, muss er erst einmal dessen Praxis übernehmen...
Außerdem steht er nur auf verheiratete Frauen. Die sind nämlich nicht so anstrengen. Aber das ist seine Arzthelferin Birte, mit der er eine Affäre hat, eigentlich auch...

Nella hat zusammen mit zwei Freundinnen einen Secondhandladen mit angrenzendem Café.
Ihr Freund Leo ist vor kurzem auf eigene Faust nach Genf gezogen.

Meine Zusammenfassung
Paul hat sich in der Privatklinik von Dr. Schümli als Partner beworben; natürlich weiß sein Vater nichts davon.
Nella fliegt übers Wochenende zu Leo nach Genf. Um ihre Flugangst zu bekämpfen holt sie sich bei dem unmöglichen, gut aussehenden, arroganten Dr. Paul Rosen (offenbar hat Rosen senior derzeit frei) ein Mittel gegen Flugangst. Doch das wirkt leider überhaupt nicht. Eine Unverschämtheit, dass die Stewardess ihr ausgerechnet Paul zur Seite stellt, um ihre Flugangst in den Griff zu bekommen.
Und damit nimmt das Chaos seinen Lauf.
Bei der Ankunft wird sie von Dr. Schümli irrtümlicherweise als Pauls Frau eingestuft.
Zudem hat Leo sie auch noch aufgrund eines wichtigen Termines für den ersten Abend versetzt. Den Grund dafür lernt sie später leider zufällig im Restaurant kennen.
Und damit sitzt sie das ganze Wochenende als Pauls Ehefrau in Genf fest. Und davon sind beide nicht sonderlich begeistert.
Verstrickungen in Lügen und Ausreden sind damit vorprogrammiert. Und das gemeinsame Bettabenteuer natürlich auch....
Doch wie soll das Leben zurück in Hamburg weiter gehen?

Mein Fazit
Die Kapitel werden abwechselnd von Paul (erzählt in der Ich-Form) und Nella (Tagebuchform, minutiös aufgegliedert) erzählt.
Das Buch läßt sich gut und flüssig lesen, ist humorvoll und sarkastisch.
Punktabzüge gibt es für, dass die Handlung sehr flach und das Ganze ziemlich anspruchsvoll ist (für den Strand oder einen faulen Tag aber durchaus geeignet) und dafür, dass ein uraltes Thema mal wieder aufgegriffen wurde.

Autorin
Mia Morgowski, gebürtige Hamburgerin, ist Graphik-Designerin und hat in diversen Werbeagenturen gearbeitet.
2008 erschien ihr Debütroman „Kein Sex ist auch keine Lösung“.

Bewertung vom 09.04.2011
Linksaufsteher
Sachau, Matthias

Linksaufsteher


ausgezeichnet

Krach läßt´s wieder krachen...

Endlich ist die Fortsetzung von „Kaltduscher“ da, in der Krach nun den WG-Zeiten entwachsen ist, aber deswegen nicht weniger chaotisch und unberechenbar.

Charaktere
Da isser wieder: Oliver Krachowitzer, genannt Krach. Ex-WG-Bewohner aus „Kaltduscher“, natürlich auch von Matthias Sachau. Wie soll man ihn beschreiben? Chaotisch, leicht verschroben und doch irgendwie mitten im Leben und immer noch auf der Suche nach der Liebe seines Lebens. Gleichzeitig vermiss er seine alten WG-Zeiten, denen er Dank seines Sprecherjobs inzwischen entwachsen ist.

Tobi, einer seiner ältesten Freunde und ehemaliger WG-Mitbewohner. Er trifft sich mit Krach jeden Montag in ihrem Stammcafe „Valentin“, wo die beiden – trotz ihres „fortgeschrittenen“ Alters immer „Heiße Öfen“-Quartett spielen.

Anton, 7 Jahre alt. Trifft sich jeden Dienstag mit Krach in eben diesem Cafe während er auf seine Mama wartet und gibt ihm kluge Ratschläge für dessen Liebesleben.

Lena, von den Techniknerds aus dem „Coffee&Bytes“ als Trulla bezeichnet. Allerdings auch eine alte Bekannte aus Krach´s Schultagen, was er jedoch nicht sofort merkt.

...und Franziska und Kurt und die Leute aus dem „Coffee&Bytes“....

Meine Zusammenfassung
Jede Sonntag Nacht hat Krach Alpträume, weil es ihn so sehr vor der kommenden Woche graut, die er als Stimme für diverse Radio-Werbeeinspieler bei Adrian und Elvin einspricht. Und entsprechend ist auch seine Laune Montag morgens. Jeder, der ihm in den Weg läuft wird mit entsprechend deutlichen Worten darauf aufmerksam gemacht.
So auch Lena, die ihm erst auf den Fuß steigt und dann aus Überraschung über seinen montäglichen Wutausbruches auch noch ihre schwere Handtasche in den Schritt schwingt.
Damit wäre das Thema normalerweise erledigt. Doch sie will ihm nicht aus dem Kopf gehen. Bis ihm klar ist, dass er sich wohl in sie verliebt hat. Doch wie soll er sie in dem Dorf Berlin nur finden? Und dann auch noch von sich überzeugen?
Hierbei können natürlich nur Anton und Tobi helfen. Und die halbe Internetwelt.

Mein Fazit
Sachau ist einfach herrlich. Die Leute in der U-Bahn müssen mich für total durchgeknallt gehalten haben. (Leiser konnte ich einfach nicht lachen als Krach sich eine neue Hose kaufen wollte und sich ausgerechnet Tobi als Berater auserkoren hat. Und nachdem der auch nicht weiter wußte hat sich Tobi die komplette 12b eines Pariser Gymnasiums zu Hilfe geholt. Da hat Krach die Anprobe-Show seines Lebens mitten im Laden hingelegt, mit der er es dann sogar bis zu youtube und facebook geschafft hat.)
„Linksaufsteher“ ist einfach amüsant bis äußerst erheiternd von der ersten bis zur letzten Seite. So, wie man Sachau kennt und gewohnt ist. Oder wer schafft es eindrücklicher und humorvoller eine Jagd hinter einem iKoffer-Dieb durch halb Berlin zu beschreiben? Oder Krach´s unbeholfene Versuche Lena wieder zu finden (was logischerweise gelingt) und dann mit ihr in Gespräch und Kontakt zu kommen?
Alles in allem kann „Linksaufsteher“ durchaus mit „Kaltduscher“ mithalten. Einfach nur lustig zu lesen.
Ich bin mir auch immer nicht so ganz sicher, wie viel Sachau in Krach steckt...

Bewertung vom 26.02.2011
Curia
Caplan, Oscar

Curia


schlecht

Einfach nur furchtbar


Eines vorab:
Bei Seite 209 habe ich kapituliert. Ich hätte ab hier noch 469 (!) Seiten zu lesen gehabt. Und das wollte ich mir beim besten Willen nicht antun!

Kurzzusammenfassung (so weit ich eben gelesen habe)
Der Bruder des französischen Archäologen Théo stirbt bei einem Unfall. Er war Kardinal im Vatikan und hat in den Bibliotheken offenbar einen Hinweis darauf gefunden, daß Moses so, wie er in der Bibel beschrieben wurde, nie gelebt hat bzw. überhaupt nicht existiert hat. Könnte dies bewiesen werden, würden Christentum, Islam und Judentum in ihren Grundfesten erschüttert werden.
Théo glaubt natürlich – ebensowenig wie der römische Komissar – an einen Unfall und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, wobei ihm hier sein Beruf zu zufällig zu Hilfe kommt.
Er bittet einige Freunde und Nich-Freunde bei den Ermittlungen zu helfen.

Mein Fazit
Als ich Titel, Cover, Aufmachung und Leseprobe sah dachte ich: prima. Ein neuer Vatikanthriller. (ich mag die Dinger nun mal...)
Und dann kam das „Werk“. Es fing ja noch ganz gut an. Erzählt von einem außenstehenden Beobachter. Doch seit ca. 185 Seiten werde ich mit geschichtlichen Daten und eventuellen Begebenheiten und Forschungsarbeiten gequält. Nur, daß die Ereignisse nicht einfach erklärt werden, sondern in Gesprächsform unter den Protagonisten aufgearbeitet werden.
Zudem ist es während der ersten 100 Seiten noch derart undurchsichtig, da viel zu schnell zwischen zu vielen Handlungssträngen gewechselt wird. Da kommt kein Mensch mehr hinterher.
Alles in allem ist es ein schlecht geschriebenes Geschichtsbuch mit dem kläglichen Versuch einen Thriller daraus zu stricken.
Aufgrund der Leseprobe eine abgrundtiefe Enttäuschung.
Letztendlich: eines der ganz wenigen Bücher, die ich mir beim besten Willen nicht bis zum Ende antun möchte. Dafür gibt es viel zu viele gute Bücher mit denen man seine Zeit besser verbringen kann.

Bewertung vom 23.01.2011
Rauhnacht / Kommissar Kluftinger Bd.5
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Rauhnacht / Kommissar Kluftinger Bd.5


ausgezeichnet

Dinner für eine Leiche

Kommisar Kluftinger wird mit seiner Frau und dem Ehepaar Langhammer zu einem Kriminalspielwochenende in ein allgäuer Berghotel eingeladen. Als der Hotelgast Carlo, der auch an diesem Spiel teilnehmen sollte, tot in seinem von innen verschlossenen Zimmer aufgefunden wird, gibt es nur noch für Kluftinger und Doktor Langhammer einen Mord aufzuklären. Hilfe von außen ist nicht zu erwarten, da das Hotel eingeschneit ist und höchste Lawinenwarnstufe gilt.
Auf die Bitte der Hoteldirektorin, einer ehemaligen Super-G-Olympiasiegerin, hin nimmt Kluftinger mit Hilfe von Hobbyermittler Langhammer und dessen Kinderspurensicherungskoffer die Ermittlungen auf. Er stößt dabei auf seltsame Zufälle und scheinbar unmögliche Kombinationen.
Wie kann es sein, dass jeder der zum Spiel geladenen Gäste das Mordopfer kannte? Und auch jeder ein mögliches Motiv hatte?
Oder sind es wirklich die Rauhnächt, von denen die Legenden um böse Mächte umgehen?

Mein Fazit:
Dieser Krimi hat alles, was ein Krimi braucht – und ein bißchen mehr.
Spannung von Anfang bis Ende, und – dank Kluftinger – eine ordentliche Portion bayerischen Humor und Charme.
„Rauhnacht“ war mein erster Fall aus der Klüftinger-Reihe – leider. Die vier alten und zwei neuen Fälle müssen aber schnellstmöglich nachgeholt werden.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.01.2011
Ausgebucht
Wolff, Steffi von

Ausgebucht


sehr gut

Friesenchaos im Doppelpack

Was hat sich ihre Urgroßmutter nur dabei gedacht! Vererbt den 18jährigen, sich ständig streitenden, eineiigen Zwillingen Dine und Katinka eine Ruine, die sie beide gemeinsam wieder aufbauen und als erfolgreiches Hotel eröffnen sollen. Sollte dies jedoch scheitern, wird keine der beiden je 1 Million Euro erben. Und als wäre dies nicht schon genug, liegt diese Ruine auch noch in einer friesischen Einöde. Da hilft es auch nicht, daß dieses Etwas „Friesenzauber“ heißt....

Als zusätzlichen Schocker hat sich Oma Fanny, die sich einen nicht ganz standesgemäßen Sterbeort ausgesucht hat, doch glatt auch noch einen nervigen Mann namens Klausili adoptiert und in ihrem Testament bedacht.

Nachdem sich die ersten Schockwellen gelegt haben brechen Dine und Katinka streitenderweise in den hohen Norden auf, um sich die Katastrophe vor Ort anzusehen.
Und sie ahnen noch nicht einmal im Entferntesten, welche zusätzlichen Überraschungen Oma Fanny ihnen noch hinterlassen hat....

Es bleibt also abzuwarten, ob die beiden sich zusammenraufen und das Hotel wuppen.

Mein Fazit:
„Ausgebucht“ ist allemal gut für ein entspannendes und amüsantes Lesevergnügen. Von Anfang an geht es hektisch, chaotisch und temporeich zu, was sich auch bis zum Schluß hält, und hat durchaus viele Überraschungsmomente, was sich auch im neuen, friesischen Umfeld niederschlägt.
Stilistisch ist es amüsant, rasant und angenehm zu lesen.

Bewertung vom 29.11.2010
Die Dienstagsfrauen / Dienstagsfrauen Bd.1
Peetz, Monika

Die Dienstagsfrauen / Dienstagsfrauen Bd.1


gut

Arne´s Pilgerweg

Seit 15 Jahren treffen sich die „Dienstagsfrauen“, die nicht unterschiedlicher sein könnten, jeden ersten Dienstag im Monat in ihrem Stammlokal und fahren einmal im Jahr zusammen in den Urlaub.
Judith, deren Mann Arne nach schwerer Krankheit gestorben ist und damit ihr Leben aus dem Gleichgewicht gebracht hat
Die Wortführerin Carolin, eine kluge Anwältin und durch und durch ein Kopfmensch, die denkt, dass ihr Leben und ihre Ehe in Ordnung sind
Eva mit ihrem Muttertrauma, die sich für Mann und vier Kinder eigentlich schon selbst aufgegeben hat und nur für die Familie lebt
Kiki, eine erfolglose und unterbezahlte Designerin, die sich auf Motivsuche für ihren letzten Erfolgsversuch begibt und – mal wieder – vor einer ihrer zahlreichen Affären davonrennt
Die extravagante, reiche Estelle will noch nicht einmal beim Pilgern auf einen gewissen Luxus verzichten und nimmt das Pilgern nicht wirklich ernst.

Sie sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Doch jetzt kommt es richtig dick: Nach Arne´s Tod ist Judith´s Leben vollends aus den Fugen geraten. Und sie ist der Meinung, daß gegen ihre Trauer nur eines hilft: Arnes Weg nach Lourdes zu Ende gehen, den er in seinem Reisetagebuch beschrieben hat.

Für die anderen ist klar, daß sie Judith auf dieser Reise begleiten und unterstützen. Und so begeben sie sich alle auf die Pilgerreise. Für Judith. Für sich selbst. Gegen sich selbst. Pilgern bringt ungeahnte Seiten – ob positiv oder negativ - in einem zum Vorschein. Und so beginnt jede auch die eigenen Dämonen zu bekämpfen und nach Alternativen für nach der Pilgerreise zu suchen.

Mein Fazit:
Leider hat die Leseprobe nicht so ganz gehalten, was sie versprochen hat. Stellenweise wurde es richtig langatmig und man wollte die fünf Damen schon fast ein wenig anschieben, damit die Reisenden schneller an ihr Ziel kommen. Dennoch mußte man stellenweise mit jeder einzelnen und ihren Erkenntnissen mitfühlen und mitschmunzeln. Da sie so völlig unterschiedlich sind, wird sich jeder Leser in einer der fünf Damen stückchenweise selbst wiedererkennen.
Stilistisch ist das Buch angenehm und flüssig zu lesen, aber leider nicht ganz so toll wie erwartet...

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.10.2010
American Devil
Stark, Oliver

American Devil


ausgezeichnet

Ein teuflischer Psychopath


Die Protagonisten:
Harper, der aufgrund unkontrollierter Wutausbrüche suspendierte Serienmordspezialist.

Denise, die Psychologin, die sich eigentlich um Harper kümmern soll, aber durchaus Interesse an dem Fall hat und hier mit Täterprofilen Harper zur Seite steht.

Sebastian, der von der Presse als "American Devil" betitelt wird. Sebastian mordet sich durch sein Leben. Und immer sind es hübsche, reiche, blonde Frauen. Sein Ziel ist ein einmaliges Kunstwerk.

Mo, ein enfältiger, verkuschelter Lagerarbeiter.

Der Inhalt:
Ein graumsamer - und offensichtlich wahnsinniger - Serienmörder erschüttert New Yorks Bevölkerung, dem die New Yorker Polizei kaum gewachsen scheint. Bei jedem Mord nimmt der Täter ein graumsames Erinnerungsstück mit - ein Körperteil der Ermordeten. Darum holt das NYPD Harper mit der Auflage, dass er sich psychologisch betreuen lassen muß, zurück in den Polizeidienst. Noch währen seiner Einarbeitung in den Fall geschieht bereits der nächste graumsame Mord.

Harper bespricht diese Morde auch mit Denise, die auf diese Weise immer tiefer in den Fall mit einsteigt. Gemeinsam erarbeiten sie ein Täterprofil und versuchen den nächsten Schritt des American Devil zu erahnen.

Doch kaum glauben sie seine Vorgehensweise begriffen zu haben, wird eine Prosituierte getötet, bei der Abweichungen im Muster entstehen und eine weitere junge Frau ist wie vom Erdboden verschwunden.

Bei ihren Ermittlungen stoßen sie dann auf den einfältigen Mo, der auch wie vom Erdboden verschluckt ist. Als sie ihn endlich finden, tötet er sich selbst.

Nach kurzem Aufatmen folgt die Ernüchterung. Denn es gibt eine neue Tote nach dem alten Muster und auch Denise wird entführt.

Der American Devil hinterläßt Harper eine Nachricht, in der er ihn persönlich herausfordert und ihm unmißverständlich klar macht, daß nur er es mit ihm aufnehmen kann.

Mein Fazit:
Oliver Stark schafft es die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite (Seite 446) zu halten und immer wieder neue Überraschungsakzente zu setzen, sowohl in den Zusammenhängen als auch in den Einzelheiten. Man kann die Hetzjagd und den Adrenalinstoß der Protagonisten regelrecht miterleben. Aber auch die Grausamkeiten, die der Devil den armen Mädchen zufügt. Auch versucht Stark die Gedankengänge und Beweggründe von Sebastian anschaulich darzustellen, was ihm auch hervorragend gelingt. Sodass man des öfteren das Gesicht ob der Grausamkeiten beim Lesen verzieht bzw. mit den Opfern und Harper stückweise mit leidet.

Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert und wie es ausgeht.

Zum Autor:
Oliver Stark lebt mit seiner Familie in London. Er studierte und unterrichte Literaut. Mit seinem Erstlingswerk "American Devil" legt er den Grundstein zu einer Serie mit Tom Harper und Denise Levene. Ob er schon an dem 2. Teil arbeitet?

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Bewertung vom 23.08.2010
Hart aber Hilde
Haskamp, Bettina

Hart aber Hilde


ausgezeichnet

Das Chaos hat einen Namen - PIA

Pia, alleinerziehend, verschuldet, chaotisch und ungestüm, hält sich und ihren Teeniesohn mit 3 Jobs über Wasser. Mit ihrem Temperament überfährt sie am Steuer des Autos ihres Chefs Felix die Seniorin Hilde. Damit verliert sie natürlich ihren Aushilfsjob und der Hauptjob stinkt ihr auch schon lange. Also kündigt sie. Und damit ist ihr Leben mal wieder gehörig aus den Fugen.
Hilde, die nicht ohne ist und noch immer voller Tatendrang steckt, und Pia werden dicke Freunde und meistern so alle Lebenslagen und verwirklichen ihre tiefsten Träume. Wären da nicht noch Hildes Sohn Paul, Felix und Hildes Heimleiter Sebastian.
Als Pia schon glaubt, daß sie alles langsam wieder im Griff hat, erscheint wie aus dem Nichts nach 13 Jahren der Vater ihres Sohnes auf der Bildfläche. Und damit scheint sich um sie herum wieder alles aufzulösen....
Herrlich kurzweilig, erfrischend und turbulent.

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