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Benutzername: ES
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Bewertungen

Insgesamt 60 Bewertungen
Bewertung vom 03.07.2018
Der Alphabetmörder
Schütz, Lars

Der Alphabetmörder


ausgezeichnet

Grausig zugerichtete Leichen mit dilettantisch auftätowierten Buchstaben, zwingen die Mordkommission Profiler hinzu zu ziehen. Hier kommen die Psychologen Jan Grall aus dem Westerwald und die Schweizerin Rabea Wyler zum Einsatz. Es wird nicht einfacher als sich herausstellt, daß sich der Mörder Jan als Z ausgesucht hat.

Mit Jan Grall und Rabea Wyler als Profiler (obwohl die Beiden diesen Begriff überhaupt nicht mögen) hat der Autor ein ganz besonderes Duo erschaffen. Das beide an ihrer Vergangenheit zu knabbern haben wird schnell klar. Und so ist es besonders schwer für Grall in die Heimat zu den Ermittlungen gerufen zu werden. Es kommen alte Gefühle hoch und er muss seine Vergangenheit aufarbeiten.

Ich mochte die Beiden sofort. Jan ist hypersensibel und ein egozentrischer Eigenbrötler. Rabea weiß wie sie mit ihm umzugehen hat. Der Schreibstil ist sehr anschaulich, die Story steigert sich in der Spannung. Lars Schütz ist ein Autor den ich mir sicherlich merken werde. Ich freue mich schon auf Fortsetzungen!

Bewertung vom 27.06.2018
Der einsame Bote / Kommissar Tommy Bergmann Bd.3
Sveen, Gard

Der einsame Bote / Kommissar Tommy Bergmann Bd.3


ausgezeichnet

Die dreizehnjährige Amanda ist schon längere Zeit verschwunden. Die Polizei hat die Suche längst aufgegeben. Nur Tommy Bergmann glaubt nicht das sie tot ist, er sucht weiter und riskiert damit seinen Job. Er ist der Meinung, dass ihr vermeintlicher Mörder Jon-Olaf Torgersen, lebt. Er wiedersetzt sich allen Verboten und macht sich alleine auf die Suche. Seine Kollegin Susanne Bech, hilft ihm und setzt damit ihre Beziehung, ihr Leben und das ihrer Tochter Mathea aufs Spiel.

Ich hatte bereits bei Gard Sveen mit "Der letzte Pilger" schon das Vergnügen und den Genuss des unglaublich spannenden Lese-Vergnügens. Er hat mit Thommy Bergmann einen eigenwilligen Einzelkämpfer erschaffen, mit Ecken und Kanten, der vor nichts zurückschreckt um den Verbrecher auf die Strecke zu bringen.

Klasse!!!

Bewertung vom 27.06.2018
Fräulein Apfels Geheimnis / Das Hotel der verzauberten Träume Bd.1
Mayer, Gina

Fräulein Apfels Geheimnis / Das Hotel der verzauberten Träume Bd.1


sehr gut

Joëlle freut sich sehr auf den ersten großartigen Urlaub. Ständig hat sie sich mit ihrem Bruder Lancelot die Fotos des sagenhaften Hotels "Beach Holiday Superior" an. Das bietet alles was Kinder (und Erwachsene) sich wünschen. Doch es kommt alles anders. Durch ein Versehen programmiert die Mutter das Navi falsch und sie landen am einsamen Ostseestrand bei einem zauberhaften verwunschnen Traumhotel. Das sich dies als Glücksgriff herausstellt, müssen Familie Fröhlich erst noch herausfinden. Die Kinder sind zunächst alles andere als Begeistert. Doch schnell gibt es einige Rätsel zu lösen, und sie finden einen neuen Freund.

Dieses zauberhafte Kinderbuch, nicht nur für Mädchen, besticht nicht nur durch das wunderschöne Cover, sondern auch durch die spannende Geschichte. Auch der Nachfolgeband ist schon im Handel!

Bewertung vom 27.06.2018
Die Charité
Schweikert, Ulrike

Die Charité


ausgezeichnet

Ulrike Schweikerts Schreibstil ist einfach aber unterhaltsam. Sie versteht es, dem ganzen Buch eine gewisse Spannung zu verleihen und hat außerdem alle notwendigen medizinischen Fachbegriffe ausreichend erklärt, sodass man das Buch auch lesen kann, wenn man keine Ahnung von Medizin hat. Was auf jeden Fall eine Erwähnung wert ist: Das Buch beschreibt die Leiden und Krankheiten der Zeit genau so, wie sie waren - die Geschichte ist also nichts für schwache Nerven oder Menschen, die solche Beschreibungen nicht ertragen. Für mich war es aber nicht so schlimm, da ich schon einige Bücher über die Medizin des 19. Jahrhunderts gelesen habe. Es war auch sehr interessant, über die Medizin und die "Heilmittel" des 19. Jahrhunderts zu lesen. Die Patienten haben mir aber auch sehr Leid getan, da man ihnen ja eigentlich durch die Behandlung oft mehr geschadet hat, als man ihnen geholfen hat..

Die Charaktere waren meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet und alles andere als langweilig. Am sympathischsten war mir Elisabeth, einfach weil sie versucht hat, Gutes zu tun und den Leuten geholfen hat, die am meisten Hilfe benötigten.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall Fans von historischen Romanen und Interessenten von der Medizin und den medizinischen Kenntnissen des 19. Jahrhunderts empfehlen. Das Buch war sehr gut recherchiert und trotz vieler unbekannter Vorgänge einfach zu verstehen und zu lesen.

Bewertung vom 27.05.2018
Ohne ein einziges Wort
Walsh, Rosie

Ohne ein einziges Wort


ausgezeichnet

Sieben Tage - mehr Zeit verbringt Sarah mit Eddie nicht, doch sie ist sich mehr als sicher: Er ist der richtige für sie. Doch nachdem Eddie und sie sich nach dieser Woche getrennt haben, meldet er sich nicht mehr bei ihr. Sarah ist verzweifelt, denn für sie hat es auf keinen Fall so gewirkt, als hätte er sie nur für einen kurzen Flirt benutzen wollen. Sie beginnt, nach ihm zu suchen, doch was sie findet, ist ganz und gar nicht das, was sie erwartet hätte. Als Eddie und Sarah dann wieder aufeinander treffen, ist es für beide nicht ein erfreutes Wiedersehen, denn beide sind zutiefst darüber schockiert, wie sie durch die Vergangenheit miteinander verbunden sind....

Die meiste Zeit wird die Geschichte aus Sarahs Sicht erzählt Sarah war mir wirklich unheimlich sympathisch. Irgendwie hat Rosie Walsh es geschafft, dass ich mich einfach für sie begeistern musste, egal wie "schwierig" ihre Vergangenheit war.

Rosie Walsh - einen Namen, den ich mir unbedingt merken muss. Sie konnte mich mit der Geschichte fesseln, verzaubern und auch zu Tränen rühren. Durch ihren lockeren Schreibstil sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich habe das Buch nach der letzten Seite zugeschlagen und war mir sicher: Das Buch war absolut großartig!

8 von 16 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.05.2018
Bülent Rambichler und die fliegende Sau / Bülent Rambichler Bd.1
Bogner, Anja

Bülent Rambichler und die fliegende Sau / Bülent Rambichler Bd.1


sehr gut

Als Fränkin, und daher des fränkischen Dialekts mächtig, musste ich diesen Krimi unbedingt lesen.

Bülent Rambüchler ist Kriminaler wieder Willens: sein Vater hat ihn mehr oder weniger in diese Berufsrichtung gedrängt und er zieht es vor eine ruhige Kugel am Schreibtisch zu schieben als wirklich auf Verbrecherjagd zu gehen - sehr zum Leidwesen seiner jungen motivierten Assistentin Astrid. Die Beiden können aber auch unterschiedlicher nicht sein: Er eher selbstverliebt und bequem. Sie: motiviert, Veganerin, Öko- und Yoga-orientiert.
Als dann ausgerechnet in Bülents Heimatdorf (nahe Nürnberg) eine Leiche gefunden wird, wittert Bülents Vater die Chance das sich sein Sprössling endlich mal beweisen kann ...

Der Schreibstil: ist witzig, hatte für mich aber manchmal etwas zuviel Wortwitz. Ansonsten würde der Franke sagen: passt scho

Weniger
Ein türkisch-fränkischer Humor-Döner

Bewertung vom 08.05.2018
Die Affäre Carambol
Lehnberg, Stefan

Die Affäre Carambol


ausgezeichnet

Goethe und Schiller - ja die bekannten Dichter - ermitteln. Eigentlich wollten sie nur Goethes Mutter in Franckfurth besuchen. Doch sie werden in einer brisanten Fall hineingezogen und obwohl sie sich zunächst Streuben, ermitteln sie, denn zwei Stadträte wurden bereits ermordet und es droht eine Belagerung durch Frankreich.
Doch es wird zuweilen richtig brenzlig für die beiden Herren.

Dieser Schreibstil: einfach göttlich. In der Sprache und Schreibweise gehalten die sicher damals in dieser Zeit gesprochen und geschrieben wurde. Mit einer ordentlichen Portion trockenem Humor.

Mir gefiel auch besonders gut die Aufmachung des Büchleins - Rot mit Goldprägung. Es erinnerte mich sofort an einen Sammlband Goethes Werke in meinem Bücherregal.

Bewertung vom 07.05.2018
Kleine Feuer überall
Ng, Celeste

Kleine Feuer überall


ausgezeichnet

Das Haus der Familie Richardson steht in Flammen. Wie konnte es soweit kommen?

Einige Monate vorher: Die Welt für Elena Richardson scheint in Ordnung. Alles verlief genau wie immer geplant: Studium, Ehemann, Haus (in Shaker Heights, einem Vorort in dem alles nach Regeln funktioniert) und viele wohlgeratene Kinder (bis auf die Jüngste). Doch da zieht Mia Warren mit ihrer Tochter Pearl in die Vorstadt. Pearl ist begeistert von der begüterten Familie Richards und die Kinder der Richards sind fasziniert vom unkomplizierten und minimalistischen Lebensstil der Warrens. Sehr schnell ändert sich alles in den beiden Familien und nichts ist mehr als es scheint.

Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut getroffen, die Unterschiede der verschiedenen Gesellschaftsschichten glaubhaft hervorgehoben. Ich werde mir auf jeden Fall auch das erste Werk der Autorin besorgen.

Bewertung vom 06.05.2018
Sommernachtstod
Motte, Anders de la

Sommernachtstod


ausgezeichnet

Vor zwanzig Jahren verschwand Veras fünfjähriger Bruder, Billy, plötzlich spurlos. Ein Ereignis, dass die ganze Familie zerstörte. Veras Mutter nimmt sich noch im selben Jahr das Leben. Vera und ihr Bruter Mattias wollen nur noch weg aus dem kleinen Dorf.
Heute: Vera hat ihren Namen geändert (Veronica), lebt in Stockholm, wurde Therapeutin und sucht ihren Kick in Trauer-Bewältigung. Sie hatte sich in einen Patienten verliebt und wurde verlassen, sucht häufig Trost im Alkohol und ist im Job auf Bewährung. Da kommt ein junger Mann neu in ihrer Trauer-Gruppe, er beschreibt Erinnerungen an den Garten in dem Vera aufwuchs...

Dieser Krimi hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Der Spannungsbogen war zwar nicht durchgängig, doch wollte ich unentwegt wissen wie es weiter bzw zu Ende geht.

Bewertung vom 06.05.2018
Revolution im Herzen
Beinert, Claudia; Beinert, Nadja

Revolution im Herzen


ausgezeichnet

Lenchen (Helena) Demuth wächst ein einer Zeit auf, in der Armut und Hunger die Menschen plagen. Ihr wird kaum Liebe, nur Spott und Unmut entgegen gebracht. Einzig ihr Vater (Pabbie) erkennt in ihr eine gescheite Tochter und bringt ihr als kleines Kind schon das Schach-Spiel bei. Er ist auch der Einzige der nach einem harten Arbeitstag auf dem Feld, noch ein Lächeln für sie übrig hat. Als ihr Vater plötzlich und unerwartet stirbt, wird die Not noch schlimmer. Als sie sich nur noch als Belastung für ihre Familie fühlt, sucht sie Arbeit in Trier. Hier lernt sie durch Zufall die Baronesse Jenny von Westphalen kennen und findet Arbeit bei deren Eltern als Dienstmädchen. Hier lernt sie auch den beängstigenden Karl Marx kennen. Doch Jenny wird mehr und mehr zur Freundin und sie ist ihr stets ergeben, bis sie sich in Karl Marx verliebt ...

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx erschien dieser Roman über die unerfüllte Liebe zu seiner Dienstmagd. Erst im Nachwort lässt sich erkennen, dass nicht alles Wirklichkeit war.
Der Roman liest sich flüssig, die Charaktere sind gut beschrieben, die Armut und das Elend fast greifbar.