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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: BeBubbly
Wohnort: Ulm
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Danksagungen: 25 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 103 Bewertungen
Bewertung vom 14.01.2015
Ich fühle / Secrets Bd.1
Anastasiu, Heather

Ich fühle / Secrets Bd.1


sehr gut

Durch den angenehmen Schreibstil, der so typisch für Jugendbücher ist, habe ich schnell in die Geschichte gefunden. Auch die kurzen Erklärungen, die das Wichtigste der originellen Idee klar machen, aber nicht die Überhand gewinnen, erleichterten mir den Einstieg in Zoe's Welt enorm und machten mich zudem auch noch neugierig auf die weitere Entwicklung.
Dazu kommt, dass ich mich kaum von der Geschichte lösen konnte, da der Handlungsstrang schon relativ früh von einer konstanten Spannung begleitet wird. Denn jeder von Zoe's Schritten beherbergte die Gefahr, dass sie von Regulatoren, die jede Situation auf anormales Verhalten untersuchten, entdeckt wurde.
Dazu kommt, dass die Protagonistin von Anfang an hin und her gerissen war zwischen dem Streben nach Freiheit und dem Nachgehen ihrer Pflichten als Teil der Gesellschaft. Das Einzige, was sie von einer Selbstanzeige abgehalten hat ist die Angst davor, dass ihr ihre Erinnerungen genommen werden und dass sie für immer unter der Kontrolle des Links gefangen sein wird. Und dann findet Zoe auch noch raus, dass ihr Mitschüler Maximim ebenfalls unverbunden ist. Zu diesem Zeitpunkt verwirft sie die Idee einer Selbstanzeige. Jedoch nimmt ihre Selbstkontrolle immer weiter ab und ihre Nachlässigkeit bringt sie in Gefahren, denen sie dank ihrer begabten Freunde immer wieder entkommt. Jedoch kann ich das wirklich verstehen, denn sie entdeckt gerade ihre Gefühle und ist immer wieder zu überwältigt um sich Gedanken um ihre Sicherheit zu machen.
Diese kleinen Fehler machen sie jedoch so liebenswert, fast so als würde man einem Kind beim Lernen zusehen, bis auf die Tatsache, dass alles auf einmal auf sie zukommt.
Dadurch lässt auch ihr Urteilsvermögen an sich sehr zu wünschen übrig, denn es fällt ihr sichtlich schwer Menschen zu durchschauen und zu erkennen, wer Freund und wer Feind ist, dass macht die ganze Sache jedoch umso spannender.
Außerdem verliert sie nie die Hoffnung und hängt an jeder einzelnen Erfahrung und jedem Gefühl, dass sie durchlebt.
Durch die gefühlsgeladene Stimmung hab auch ich mich ziemlich schnell mit der Geschichte verbunden gefühlt, auch wenn mir die Handlung dabei oft zu kurz gekommen ist und mich sehr über mehr Ereignisse an sich gefreut hätte. Dafür war das Ende wiederum in mancher Hinsicht sehr überraschend und macht neugierig darauf, was im zweiten Teil auf uns wartet.

Fazit
Mit der originellen Idee hat die Autorin mir eine große Freude gemacht, denn alles in allem ist die Idee zwar nicht komplett neu, wurde aber noch nicht ausgeschöpft, sodass noch viel herausgeholt werden kann. Auch die spannungsgeladene Stimmung kam bei mir sehr gut an und sorgte für spannende Abende zusammen mit Zoe und einer Gesellschaft, wie man sie dem schlimmsten Feind nicht wünscht, Vorteile hin oder her.
Das Einzige was mir fehlte, war eine straffere Handlung. Auf jeden Fall ist noch viel aus der Geschichte rauszuholen und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Bewertung vom 29.11.2014
Die Berufene
Carey, M. R.

Die Berufene


sehr gut

'Ihr Name ist Melanie.' (Erster Satz)
Melanie lebt auf einem Stützpunkt und der Höhepunkt ihres Tages ist der Unterricht mit ihrer Klasse, bei dem sie jedoch an einen Stuhl gefesselt ist. Jedoch ist sie dort zumindest sicher vor den Hungernden und kann bei Miss Justineau sein, Während der größte Teil der Menschheit einem Pilz names Ophiocordyceps zum Opfer gefallen ist und sich in Hungernde verwandelt hat. Aber Melanie muss erkennen, dass nicht alles auf dem Stützpunkt so ist, wie es zunächst scheint. Spätestens als eine Horde Hungernde den Stützpunkt und Melanie's einziges Zuhause angreifen, muss sie erkennen, dass sie anders ist. Und der einzige Grund für ihren Aufenthalt auf dem Stützpunkt war um sie zu studieren und sie am Ende aufzuschneiden. Aber das kann Melanie auf keinen Fall zu lassen.

Rezension
Zu einem angenehmen und sehr verständlich Schreibstil, bei dem die Seiten nur so dahinfliegen, ist das Buch vor allem von Intertextualität geprägt. Der Bezug zu Büchern scheint dem Autor sehr wichtig zu sein und zeigt auch seine Verbundenheit zu Klassikern, aber auch zur griechischen Mythologie, die er so auch mir als Leser näher gebracht hat.
Interessant sind auch die unterschiedlichen Perspektiven, da die Protagonisten sehr individuell und unterschiedlich sind. Dadurch darf man auch die sehr eigene Geschichte aus einigen interessanten Blickwinkeln erleben. Zum einen erscheint die Geschichte dadurch nicht so einseitig und zum anderen kann man das Buch so auch aus der Perspektive von Erwachsenen erleben.
Denn auch wenn Melanie sehr reif ist, kommt natürlich ihre kindliche Seite das ein oder andere Mal zum Vorschein. Vor allem zu Beginn des Buches fällt auf, dass sie keine Entscheidung der Erwachsenen hinterfragt und ihnen auch nie widerspricht. Außerdem verschließt sie ihre Augen die meiste Zeit vor der Wahrheit und erkennt offensichtliche Dinge erst sehr spät. Dennoch hat mich dieses Mädchen immer wieder mit ihrer eigenen Art begeistert, nicht nur die Tatsache, dass sie Bücher verehrt. Nein, auch ihr Mut ist bemerkenswert.
Vor allem begeistert sie aber mit ihrer Entwicklung im Verlauf des Buches, denn mit ihrer Reise macht sie sich nicht nur die Suche nach der Wahrheit, sondern auch auf die Suche nach ihrer Persönlichkeit. Allgemein spielen die Persönlichkeitsfindung, aber auch Gefühle in diesem Buch eine große Rolle.
Natürlich hat das Buch einiges mehr zu bieten, denn man durchlebt zusammen mit Melanie viele spannende und aufreibende Momente und muss sich immer wieder in Geduld üben, bevor man schlussendlich über einige Geheimnisse aufgeklärt wird. Besonders fällt das Ende auf, dass aus dem Rahmen fällt und bei mir für einige Überraschung sorgte.

Fazit
Mit diesem Buch erlebt man ein angsteinflößendes, aber wissenschaftlich nicht ganz unrealistisches Szenario, dass das ein oder andere Mal für Gänsehaut sorgt. Außerdem gibt es dazu auch noch ein paar tolle und vor allem individuelle Charaktere und eine mythologisch angehauchte Handlung, deren Spannung meine Geduld immer wieder bis zum zerreißen spannte.
Insgesamt kann ich dieses Buch vor allem an Leser empfehlen, für die eine logische Erklärung, wie auch einzigartige Charaktere, zu einer guten Story gehören.

Bewertung vom 12.10.2014
Teardrop Bd.1
Kate, Lauren

Teardrop Bd.1


gut

'Das war die Ausgangslade: Ein bernsteinfarbener Sonnenuntergang.' (Erster Satz)
Schon als Eureka klein machte ihre Mutter ihr klar, dass sie niemals weinen dürfe und selbst über den Tod ihrer Mutter hinaus hält Eureka dieses Versprechen. Doch dann trifft sie Ander und vergießt ohne Grund eine Träne. Ander scheint jedoch von ihrem Versprechen zu wissen. Er versucht ihr zu helfen stark zu bleiben. Aber wie soll man stark bleiben, wenn sie die ganze Welt gegen einen zu Verschwören scheint?

Rezension
Leider fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr schwer, was jedoch nicht an dem angenehmen Schreibstil lag, sondern daran dass es zunächst sehr schleppend vorangeht und man lange Zeit nichts näheres darüber erfährt was es mit Eureka und ihren Tränen auf sich hat. Aus diesem Grund fühlte ich mich auch sehr lange wie in einem Teenie-Drama, in dem ich mit Eureka ihren Alltag bewältigen musste. Natürlich hat man es mit einer Stiefmutter und einem besten Freund, der sich alles andere als so verhält, jedoch hätte ich mir schon zu Beginn einen klaren Bezug zu dem versunken Atlantis gewünscht, welches erst gegen Ende erwähnt wird.
Die Protagonistin Eureka war zwar von Beginn an ein sehr spannender Charakter, mit viel Potenzial, verlor aber mit ihrer Mutter auch ihre Lebensfreude und ihre Hoffnung auf. Mir viel es sehr schwer einen Draht zu Eureka aufzubauen, da sie sehr selten Gefühle zeigt und ihre Anstrengungen ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen in Grenzen halten. Interessant wird sie aber dann, wenn ihre Gefühle sie überwältigen und sie nicht weiß, wie sie darauf reagieren soll oder aber wenn sie neues über sich, ihre Bestimmung, oder ihre Fähigkeiten lernt.
Die anderen Charaktere haben dagegen Vielseitigkeit und Tiefe bewiesen. Dagegen könnte man noch etwas an den Beziehungen feilschen, weil man in den wenigen Momenten, in denen dieses Beziehungen im Vordergrund stehen auch, die in sich gekehrte, Eureka kennenlernt.
Trotzdem allem habe ich es geschafft über den langen Anfang hinwegzukommen und nahm gegen Mitte auch den Faden auf. Und darüber bin ich doch recht froh, denn zum Schluss hin gewinnt nicht nur Eureka Sympathiepunkte, sondern auch die Story selbst, die nicht nur an Spannung zunimmt, sondern auch mein Interesse für Atlantis und seine Mythologie weckt. Dazu kommt, dass man nach diesem Ende einen etwas rasanteren zweiten Teil erwarten darf. Natürlich verbirgt sich dahinter auch die Hoffnung, dass Atlantis im nächsten Teil eine wichtigere Rolle annimmt und nicht von Eureka's Leben in die Ecke gedrängt wird.

Fazit
Nach dem harten Einstieg wird es gegen Ende jedoch immer spannender und nicht nur Eureka, sondern auch dem Lesen öffnet sich eine neue Welt, die rund um Atlantis spielt. Leider hat das Bcuh aber noch einige Schwächen, von den ich persönlich hoffe, dass Lauren Kate sie in den nächsten Bänden noch in den Griff bekommt. Alles in allem ist es ein interessanter Auftakt, der vor allem Fans von dem versunkenen Atlantis interessieren könnte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.09.2014
Vernichte mich (eBook, ePUB)
Mafi, Tahereh

Vernichte mich (eBook, ePUB)


gut

»Addie?«' (Erster Satz)
Kaum darf sich Warner frei im Omega Point bewegen, verschwindet er auch schon. Aber darüber dürfen Adam und seine Freunde nicht denken, denn die große Schlacht gegen die Regierung und damit Warner's Vater beginnt. Jedoch sind die Rebellen geschwächt und dazu auch noch unterlegen. Und wie sollte es anders sein verlieren die Bewohner des Omega Point die Schlacht, und alles, was sie kennen und was sie lieben.

Rezension
An dieses kurze E-Book ging ich mit hohen Erwartungen heran, da mich sowohl die beiden Teile, die sich um Juliette drehen, als auch der kurze Einblick in Warners leben, begeistert haben.
Glücklicherweise ist die Autorin ihrem einzigartigen Schreibstil treu geblieben, auch wenn er mir aus der Sicht von Adam noch bündiger erschienen ist und dadurch etwas von seinem Niveau verloren hat.
Und auch wenn es in diesem sehr kurzen Zwischenband gefühlsmäßig hoch hergeht, wobei Trauer und Sorge alle anderen Gefühle überschattet, hätte ich ehrlich gesagt mehr von Adam, dem Protagonistin erwartet. Er schien hier nämlich weit nicht so tiefgründig zu sein, wie er mir aus der Sicht von Juliette's rosaroter Brille immer erschienen ist. Gerne hätte ich mehr über den Adam erfahren, der alles für seine Liebe riskiert hat, um seine Liebe zu Juliette und seine Reaktionen besser verstehen zu können, wie es bei Warner in 'Zerstöre mich' der Fall war.
Leider war auch die Story für mich aus dieser Sicht, lange nicht so eindrucksvoll, wie es bei Juliette der Fall war, weshalb auch die Spannung sehr leidet.

Fazit
In diesem kurzen Teil der Reihe um Juliette erfährt man leider kaum etwas neues und wird auch enttäuscht, wenn man sich erhofft mehr über Adam erfahren will. Anstatt tiefgründiger zu wirken, verliert er sich hier im Schatten von Warner, der im Gegensatz zu Adam mit seiner Kurzgeschichte einige Sympathiepunkte erhaschen konnte.
Dennoch ist dies eine tolle Vorbereitung auf das Finale der Reihe, denn es ruft alle essentiellen Geschehnisse wieder auf und macht einen Neugierig darauf, wie Juliette's Geschichte wohl enden mag.

Bewertung vom 23.09.2014
Die Überlebenden Bd.1
Bracken, Alexandra

Die Überlebenden Bd.1


sehr gut

Zu dem schweren Schreibstil, an den ich mich erst zum Ende hin gewöhnt habe, kommt dazu, dass man schon von der ersten Seite an mit Informationen überladen wird, die einen zunächst zu erdrücken scheinen und nicht auf die leichte Schulter genommen werden können.
Danach folgte jedoch schon ein Abschnitt, der einem die Möglichkeit gab, sich die Geschichte durch den Kopf gehen zu lassen und Ruby's altes und neues Leben näher kennenzulernen. Dieser erstreckte sich jedoch über einen weiten Teil des Buches und hat mir nur wenige spannende Seiten geboten, die zwischen vielen, weniger aufregenden, Passagen fast untergehen.
Erst zum Ende hin folgte dann die sehnsüchtig erwartete Spannung und ließ mich schlussendlich doch in einen Lesefluss fallen, auch wenn ich auch an diesem Punkt noch immer über einige Sätze gestolpert bin.
Auch mit der Protagonistin Ruby konnte ich mich nicht direkt anfreunden, da sie zu Beginn des Buches in Selbstmitleid badet und, wann immer möglich, den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Natürlich kann man ihr das im ersten Moment nicht übel nehmen, da es mit ihrem Leben schon sehr früh steil bergab ging. Immerhin merkt man mit der Zeit doch, dass sie nicht nur äußerst intelligent, sondern auch eine Überlebenskünstelerin ist, die nicht nur sich selbst, sondern auch anderen aus ihren Löchern helfen kann.
All die Nebencharaktere wirken schon zu Beginn etwas sympathischer, da sie ihren Kampfgeist noch besitzen. Liam, zum Beispiel, versucht jedem Kind zu helfen und es zu verstehen, auch wenn dadurch seine eigenen Gefühle auf der Strecke bleiben. Dazu kommt, dass bei ihm jeder eine Chance bekommt und keiner von vornerein weggestoßen wird. Anders dagegen ist es bei Zu und Chubs. Aber obwohl Zu schwer vertrauen fasst und sich weigert auch nur ein Wort zu sagen, schließt sie Ruby in ihr Herz und findet ihr Vertrauen in andere, aber auch in sich selbst wieder und öffnet sich einer Welt, die ihr zu lange verschlossen war. Und auch Chubs ist, auf den zweiten Blick, ein sympathischer Charakter, der immer für Wirbel sorgt und kein Blatt vor den Mund nimmt, vor allem dann, wenn er zeigen kann, wie intelligent er doch ist.
Aber nun wieder zur Geschichte selbst, dessen Idee seinen mit der Zeit seinen Reiz offenbart, aber nicht gerade vor Innovation sprüht. Die Autorin gibt sich mit Details und Beschreibungen viel Mühe, schweift aber sehr oft vom Wesentlichen ab, wodurch der rote Faden sich immer mehr in ein Netz verstrickt und in viele verschiedene Richtungen einschlägt.
Leider dauert es auch eine ganze Weile bis die Spannung ansteigt, auch wenn sie dann direkt durch die Decke schießt und zusammen mit einigen neuen Menschen die Story anfacht.
Der Schluss hat mir dann aber noch den Atem geraubt und meine Neugier auf die Fortsetzung geweckt, was nicht nur dem Cliffhanger zu verdanken ist, sondern auch der Intensität der Gefühle am Ende dieses Bandes.

Bewertung vom 15.09.2014
Feuerprobe / Everflame Bd.1
Angelini, Josephine

Feuerprobe / Everflame Bd.1


ausgezeichnet

Rezension:
Wie schon in der 'Göttlich'-Trilogie fiel es mir unglaublich leicht in die Geschichte einzutauchen. Auch hier wird man in die kalte und erbarmungslose Realität der Protagonistin hineingeworfen und muss mit ihr zusammen einen ihrer, sich häufenden, Zusammenbrüche miterleben. Natürlich erlebt sie zu Beginn auch ein paar schöne Momente, die vor allem mit ihren besten Freund Tristan und einigen typischen Erfahrungen für Teenager zusammenhängen, die mich aber nicht sonderlich beeindruckt haben. Doch diese Abwechslung erleichtern den Einstieg, bevor Josephine Angelini ihrer Fantasy wirklich freien Lauf gelassen hat. Zusätzlich erschien mir der Schreibstil relativ locker dafür, dass sich die Autorin so gewählt ausgedrückt hat. Jedenfalls sorgte er für die nötige Verbindung von Stimmungen und Gefühlen.
Nun möchte ich auch schon zur Protagonistin Lily kommen, die schon von klein auf unter vielen Dingen leidet. Zum einen sind da ihre allergischen Anfälle, die sie und auch sonst niemand unter Kontrolle kriegt. Und dadurch wird sie auch zur Außenseiterin, denn ihr Immunsystem verhindert, dass sie wie jeder andere Teenager an Party's oder sonstigen Aktivitäten teilnehmen kann. Dazu kommt, dass ihre Mutter allem Anschein nach Tag für Tag ein wenig mehr ihren Verstand verliert. Es ist jedoch bemerkenswert, dass Lily das alles einfach einsteckt und versucht ihr Leben trotz allem zu leben. Den halt dafür bekommt sie von ihrer Schwester Juliet und von ihrem besten Freund Tristan, zumindest bis zu dem Tag an dem er beschließt sie zu einer Party mitzunehmen und sie schwer zu enttäuschen. Aber auch als Lily allein in einer Welt ist die sie nicht kennt schlägt sie sich wacker und versucht stehts ihrem Gefühl zu folgen und das richtige zu tun. Nur ist das alles nicht so leicht, wenn man sich in einer Parallelwelt befindet, die nichts mit der eigenen Welt zu tun hat. Für Lily ist das aber kein Grund aufzugeben und so begibt sie sich auf ein Abenteuer und ´beweißt Stärke, Mut, Willenskraft und einen Charakter, den man einfach gern haben muss.
Aber die Facetten, die man bei Lily deutlich erkennt, ziehen sich auch durch die anderen Charaktere, von denen definitiv jeder seinen eigenen Kopf hat. Am prägnantesten war hier Rowan, der, wie sollte es anders sein, zunächst nicht mehr als der typische Badboy ist. Jedoch lernt man ihn mit jeder Seite besser kennen und erkennt den Grund für seine Abweisung gegenüber Lily. Und nach einiger Überwindung und vielen Momenten, die Lily und Rowan verbinden, öffnet er sich schließlich und wird der Inbegriff von Überzeugung und Kampfgeist, ohne dabei gefühllos zu erscheinen.
Natürlich tauchen auch viele weitere Charaktere, wie Lillian, auf, die nicht immer sympathisch erscheinen, aber alle gut durchdacht sind und von denen ich in den Folgebänden noch mehr zu erfahren erhoffe, da viele von ihnen in mir eine Welle von Gefühlen auslösten.
Am meisten begeistert hat mich aber kein Charakter, sondern die außergewöhnlich und soweit ich beurteilen kann sehr originelle Story, die mich spätestens mit der Ankunft von Lily in einem anderen Salem mitgerissen hat. Da konnten auch kleinere und vor allem kurze Abbrüche in der Spannung das Ruder nicht herumreißen. Meiner Meinung nach hat Josephine Angelini hier eindeutig ihr Können bewiesen, was Ideenreichtum und Liebe zum Detail angeht. Dazu gab sie eine Prise geschichtlichen Hintergrund, der sie bekanntlich sowieso sehr begeistert, und erschuf eine Welt, vor der man sich zum einen fürchten und zum anderen begeistern muss. Denn hier haben wir es nicht nur mit Hexen, senkrechten Agrarkulturen und eine kuriosen Meinung über die Wissenschaft zu tun, sondern auch mit gruseligen Geschöpfen, einer neuen Art von Rassismus und Unterdrückung zu tun.
Und wie nicht anders zu erwarten endet das Buch mit einem spektakulärem Cliffhanger, über den ich wohl noch eine ganze Weile nicht hinwegkommen werde.

Bewertung vom 01.09.2014
Steinerne Schwingen / Dark Elements Bd.1
Armentrout, Jennifer L.

Steinerne Schwingen / Dark Elements Bd.1


ausgezeichnet

Der Schreibstil brachte gleich zu Beginn viel Potenzial mit, weil er vom ersten Satz an leicht über die Lippen ging. Außerdem wurden durch ihn Layla's Gefühle besonders hervorgehoben, was von Anfang an für eine knisternde Atmosphäre sorgte. Leider blieb es aber bis zum Schluss hin nur ein Knistern und die Autorin gönnte uns nicht einmal ein kleines Feuerwerk zwischendurch. Und wie in vielen Jugendbüchern füttert die Autorin uns zu Beginn mit vielen Informationen rund um Layla's Leben, so dass die Spannung eine lange Zeit lang auf der Strecke bleibt. Jedoch entwickelt sie sich, als sie erst mal da ist, ziemlich rasant und hält sich dann auch bis zum Ende.
Nun möchte ich aber zur Protagonistin Layla kommen, die definitiv aus der Masse sticht. Das liegt nicht nur an ihren langen blonden Haaren, sondern bezieht sich auch auf die Tatsache, dass sie bei den Wächtern wohnt und von ihnen rund um die Uhr bewacht wird. Dies sorgt aber auch dafür, dass sie sich oft hinter ihnen versteckt und sich und ihre dämonische Seite immer mehr verleugnet. Das ist auch der Grund dafür, wieso ich mich eine Weile lang nicht mit ihr anfreunden konnte. Erst als sie durch Roth eine neue Sicht auf die Dinge erhält, scheint sie aufgeschlossener gegenüber ihrer Herkunft und ihrer Umwelt zu verhalten, was sie um ein vielfaches sympathischer und selbstsicherer macht.
Roth dagegen kommt sehr gut damit klar, dass er ein Dämon und dazu ein ziemlicher Badboy ist, der aber mit seinem Witz und Charme die Stimmung auflockert. Dazu hat er noch eine schwache Seite, die ihn nicht nur verletzlich, sondern auch liebenswert erscheinen lässt. Auch seine Willensstärke und der Beschützerinstinkt widersprechen eigentlich jeder meiner Vorstellungen von einem Dämon, machen ihn aber umso sympathischer.
Natürlich hat es sich die Autorin auch nicht nehmen lassen einige schaurige und von Grund auf Böse Charaktere einzubauen, die zum einen die Spannung aufheizen und der Geschichte die nötige Würze verleihen. Und dann wären da noch die Wächter, die mich gespalten zurückließen, denn bis auf Zayne, der sich wie ein richtiger Bruder steht's um das Wohlergehen von Layla sorgte, auch wenn er noch so sauer war, traf ich keinen weiteren Wächter, mit dem ich mich hätte anfreunden können. Vielleicht lag das aber auch daran, dass Roth sie alle in seinen Schatten stellte, weil sein Charakter am eindeutigsten herausgearbeitet war.
Was die Story und seine Wurzeln betrifft kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass die Autorin hier nicht an Details gespart hat. Denn für die Handlung erfand sie Unterstufen zwischen den Dämonen und strukturierte alles, was mit dem Wächtern oder Dämonen zu tun hat sehr klar heraus. Dabei vergaß sie aber auch der menschlichen Welt ein paar kleine Details zu verleihen, damit sie nicht ganz so blass erscheint.
Natürlich kann ich den Schluss nicht unerwähnt erlassen, denn zum Ende hat sich die Autorin noch einmal richtig reingekniet und das Buch mit einem Haufen Emotionen, Spannung und dem gewissen Etwas beendet.

Fazit:
Obwohl ich mir bei den Dämonen und Gargyoles zunächst unschlüssig war, hat mich die Autorin ziemlich schnell von ihnen überzeugt. Dafür musste sie nur allen Fantasyelementen eine Prise Detailreichtum verleihen. Die Spannung und auch die Tiefe der ausschlaggebenden Charakter kamen dann ganz von allein. Besonders überzeugen konnten jedoch die Gefühle und die dadurch entstehende Stimmung, die mich dauerhaft elektrisierte. Aber anstatt diese stückchenweise abzubauen bewahrt sich die Autorin diese für das große Feuerwerk am Schluss auf und trifft genau ins Schwarze.
Damit sollte man definitiv ein Blick in dieses Buch werfen, wenn man auf große Gefühle und großartige Fantasyelemente steht.

Bewertung vom 20.08.2014
Die Achse meiner Welt
Atkins, Dani

Die Achse meiner Welt


sehr gut

'Mein erstes Leben endete am einem eisigen Dezemberabend um 22:37 Uhr auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche.' (Erster Satz)
Der Unfall bei dem Jimmy, Rachel's bester Freund, gestorben ist, ist nun fünf Jahre her. Aber nun heiratet Sarah, eine alte Freundin, und Rachel muss sich ihrem ehemaligen Freundeskreis stellen. Als sie jedoch in ihrer Heimatstadt vor seinem Grab steht bricht sie unter starken Kopfschmerzen zusammen und erwacht daraufhin im Krankenhaus. Und plötzlich steht Jimmy an ihrem Bett, quicklebendig. Zuerst kann sie es nicht fassen, aber später erkennt sie, dass das Leben ihr offenbar eine zweite Chance bietet.

Meinung:
Obwohl das Buch mit einer kleinen Feier unter Freunden beginnt, ist der Einstieg unglaublich hart, denn schon nach wenigen Seiten wird der schöne Abend von einem Unfall überschattet. Aber schon auf diesen ersten Seiten beweist die Autorin ihr Geschick was die Sprache betrifft, denn sie schafft es ihre Sätze sehr einfach zu gestalten, sie aber gleichzeitig auch überaus poetisch wirken zu lassen. Das war unter anderem der Grund, wieso ich das Buch einfach nicht weglegen konnte. Dadurch kommen die überaus ergreifenden Gefühle der Protagonistin so gut heraus, dass ich mich vom ersten Satz an mit ihr identifizieren konnte und deshalb auch mit ihr gelitten habe.
Was Rachel angeht, gibt es einiges zu sagen. Meiner Meinung nach ist sie trotz ihrer Verletzlichkeit, überaus
neugierig, aber auch mutig, weil sie auch wenn es schwer wird, nicht einfach weg läuft. Leider merkt sie aber oft nicht, was sich vor ihrer Nase abspielt und wird zudem vom Pech verfolgt.
Auch ihre Freunde und die anderen Charaktere haben alle einen einzigartigen Charakter, aber gehen im Gegensatz zu Rachel kaum in die Tiefe. Und dafür gibt es einen Grund, denn viele, auch einige wundervolle Charaktere, sind nur kurz ein Thema, da sie nach einigen Szenen kein Teil der Geschichte mehr sind.
Dazu kommt, dass es ein paar wenige Unstimmigkeiten in der Story gibt, bei denen eventuell einige Seiten, oder wenigstens Sätze, mit Erklärungen sehr geholfen hätten. Noch ein paar Erklärungen hätte ich mir auch am Schluss gewünscht, da zum Ende des Buches noch einige Fragen offen stehen. Und da das Stichwort schon gefallen ist, möchte ich noch unbedingt etwas zum Ende des Buches loswerden, denn dieses Ende hat mich nicht nur umgehauen, sondern auch sehr überrascht, obwohl die Autorin einige Andeutungen eingebaut hat. Umso mehr hat mir dieses Ende gefallen.

Fazit:
Trotz einiger Schwächen, was die Nebencharaktere und die Story betrifft, hat mich die Autorin mit ihrem Buch von der ersten Seite an gefesselt. Das ist ihr vor allem durch ihren tollen Schreibstil gelungen, der die Gefühle der Protagonistin direkt auf mich übertragen hat und mir immer wieder die Sprache verschlagen hat. Auch der Schluss konnte mich voll und ganz überzeugen, da er überaus einzigartig realistisch und doch wundervoll ist.
Deshalb kann ich das Buch vor allem an die Menschen empfehlen, die von großen Gefühlen nicht abgeneigt sind, aber sich nicht daran stören, wenn die Geschichte nicht ins kleinste Detail ausgearbeitet ist.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.08.2014
Das wirst du bereuen
Maciel, Amanda

Das wirst du bereuen


gut

Die Geschichte handelt zu zwei verschiedenen Zeiten. Zum einen im Frühling vor Emma's Selbstmord und zum anderen im Herbst als es zur Anklage gegen Sara, die Protagonistin, und einigen ihrer Freunde kommt.
Und obwohl man von der Autorin ohne große Erklärungen in die Handlung geworfen wird, fiel es mir schon nach kurzer Zeit leicht der Handlung zu folgen. Der Aufbau des Buches hat mir dabei sehr gefallen, denn man erfährt zum einen was Emma scheinbar in den Tod getrieben hat und zum anderen was für einen Scherbenhaufen von Gefühlen Emma hinterlassen hat.
Auch dem Schreibstil konnte ich ziemlich gut folgen, da er ganz typisch für ein Jugendbuch sehr einfach gestrickt war und auch die typische Jugendsprache gut getroffen hat, aber leider ansonsten nichts besonderes aufzuweisen hatte.
Erwähnenswert ist außerdem, dass man nicht wie typisch für Bücher, die von Mobbing handeln, die Geschichte aus der Sicht des Opfers erlebt, sondern aus den Augen von Sara, der Täterin. Dies ermöglicht den Leser eine neue Sicht auf dieses empfindliche Thema und zeigt ihnen die Beweg- und Hintergründe für Mobber.
So kommen wir auch schon zu der Protagonistin Sara, die zunächst wie ein normales Mädchen schien. Doch schon bald bemerkte ich, wie sehr ihre Situation sie geprägt hat, denn sie zeigt kaum Gefühle oder wenigstens Interesse am Leben und ihren Mitmenschen. Das war auch einer der Gründe dafür, dass ich so lange gebraucht habe um mit ihr warm zu werden. Deshalb wirkt sie selbst im nachhinein noch sehr blass, auch wenn sie zum Schluss hin etwas auftaut und den Leser an sich heranlässt. Auch ihre Entwicklung konnte ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Denn während dem ganzen Buch bereut Sara keine ihrer Taten und versteht nicht, oder will nicht verstehen, für was sie sich eigentlich entschuldigen soll. Erst am Ende des Buches kommt dann aus dem nichts die Wendung. Als Entwicklung kann ich das nicht ansehen, viel eher benimmt sie sich meiner Meinung wie ein stures Kind. Deshalb hätte mir hier mehr Gefühl und weitere Erklärungen gewünscht, damit ich Sara's Gedanken hätte besser nachvollziehen können.
So habe ich genau wie Sara beim Lesen kaum etwas empfunden und erst recht kein Mitleid mit einem der Charaktere gehabt. Ok, das ist nicht ganz richtig, denn die einzige Person, die tatsächlich etwas Mitleid verdient hat ist meiner Meinung nach Brielle. Jedoch nicht weil sie angeklagt wird, sondern weil sie einfach nicht erkennt, was für eine furchtbare Person sie ist und wie einsam ihr Leben zu sein scheint.
Aber ansonsten geht auch Brielle, sowie die anderen Charaktere, kaum in die Tiefe, so dass alle Charaktere ziemlich blass bleiben und kaum Gefühl vermitteln. Dafür sorgt die Story an einigen Stellen für Spannung und Neugier, wie es mit Emma und später im Herbst mit Sara weitergeht.