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Benutzername: juli.buecher
Wohnort: Jena
Über mich: Ich bin Juliane, 22 Jahre alt und leidenschaftliche Leserin. Seit etwas mehr als einem Jahr, führe ich einen Instagram-Buch-Account (https://www.instagram.com/juli.buecher/?hl=de) auf dem ich über Bücher schreibe, meine Meinung vertrete und mich mit anderen austausche. Außerdem schreibe ich gern Rezensionen zu einem Teil meiner gelesenen Bücher. Am liebsten lese ich Thriller, aber auch Fantasy-Bücher oder ein Roman kommt mir mal zwischen die Finger.


Bewertungen

Insgesamt 37 Bewertungen
Bewertung vom 08.10.2017
Das Gesicht meines Mörders
Kendrick, Sophie

Das Gesicht meines Mörders


ausgezeichnet

Clara wacht nach einem Überfall, bei dem ihr Haus komplett niederbrannte, aus dem Koma auf & kann sich an nichts erinnern. Sie hat keine einzige Erinnerung aus ihrem Leben vor dem Überfall. Lediglich ihr Ehemann Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Sie erfährt wer sie ist und wie sie gelebt hat.
Doch schon bald versucht irgendjemand Clara umzubringen. Nun begibt sie sich auf eine gewagte Recherche-Reise in ihre Vergangenheit. Denn sie denkt, nur wenn sie sich erinnert kann sie überleben.

Meine Meinung:

Das Buch ist in 7 Abschnitte eingeteilt. Die "Kapitel" sind daher recht lang. Dies nimmt der Spannung aber keinen Abbruch. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nachvollziehbar. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Die Situation von Clara mit ihrer Amnesie ist sehr logisch und echt beschrieben. Als Leser weiß man nicht mehr als die Protagonisten selbst, was die Geschichte noch spannender macht. Ihre Recherche in ihre Vergangenheit schließt auch die deutsch-deutsche Geschichte mit ein. Das fand ich toll. Wie die Autoren selbst am Ende erwähnt "Hier ist die Vergangenheit allgegenwärtig". Die Handlung in Berlin spielen zu lassen, passt daher wirklich sehr gut zur Geschichte. Alles war sie selbst aus ihrer Vergangenheit herausfindet wirft sowohl bei Clara als auch beim Leser neue Fragen auf.
Ich war dauerhaft am spekulieren und mitfiebern.

Roland, Claras Mann, war mir von Anfang an unsympathisch und ich habe viele Vermutungen über ihn angestellt. Aber auch die anderen Charaktere waren keine unbeschriebenen Blätter. Ich habe sehr viel spekuliert: Wer ist der Mörder? Warum will er Clara umbringen? Was ist in ihrer Vergangenheit passiert?
Doch auf das Ende wäre ich nicht gekommen. Es hat mich sehr überrascht und war wirklich perfekt gelungen.

Fazit:
Für mich war die Geschichte neu und vor allem echt. Es war nicht aufgesetzt, sondern direkt aus dem Leben geholt. Was wären wir ohne unsere Erinnerungen?
Es lässt sich auf jeden Fall gut und flüssig lesen und bleibt von Anfang bis Ende spannend.
Besondern, dass man als Leser nicht mehr weiß als die Protagonisten ist super gemacht.

Bewertung vom 08.10.2017
Der unerbittliche Gegner / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.5
Voosen, Roman;Danielsson, Kerstin Signe

Der unerbittliche Gegner / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.5


sehr gut

Dies war mein erster Krimi des Autoren-Duos und das Buch lässt sich auch sehr gut lesen, ohne die vorherigen Bände zu kennen.

Zunächst zum Inhalt:

In Schweden wird eine junge Frau tot unter der Eisdecke des Sees in der Nähe ihres Hauses gefunden. Sie wurde außerdem brutal verstümmelt und zugerichtet. Die Ermittler rund um Stina Forss und Ingrid Nyström ermitteln auf Hochtouren. Kurze Zeit später wird ein junger Familienvater tot im Wald gefunden. Zunächst scheinen beide Morde keinen Zusammenhang zu haben. Doch es ergeben sich sehr schnell neue Spuren. Nun gegen die Ermittler von einem Doppelmord aus. Sie stoßen aus Verrat, Hass und Rache. Und die Jagt nach dem Mörder beginnt...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. Außerdem ist das Buch spannend geschrieben. Es wurde in unterschiedlichen Perspektiven geschrieben und auch Rückblenden in das Leben eines Jungen aus Kongo werden beschrieben. Diese Rückblenden scheinen erst ohne jeden Zusammenhang. Dieser ergibt sich aber im Laufe des Buches.

Die Beschreibung "Ein Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss" fand ich nicht ganz zutreffend. Ich habe mit einem tollen Ermittler-Duo gerechnet, die sich vllt mal streiten aber sonst perfekt zusammen arbeiten.
In dem Buch ist Nyström aber die Chefin und unter ihr stehen einige Ermittler. Unter anderen Stina Forss. Über sie werden zwar einige Kapitel geschrieben (aus ihrere Sicht), aber beide Frauen ermitteln nur selten direkt zusammen. Das hat mich etwas gestört.

Sonst ist die Story toll. Sehr spannende und grausame Morde. Der Hintergrund der Morde ist sehr gut beschrieben und nachvollziehbar.
Mit dem Mörder habe ich nicht gerechte. Letztendlich wurde mir der Mörder aber trotzdem zu wenig beleuchtet. Das Ende kam recht schnell. Der Mörder stand fest und fertig. Fand ich etwas schade.

Das Thema Flüchtlingskrise und die Probleme die damit einhergehen ist sehr aktuell. Trotzdem wurde es nicht zu übertrieben beleuchtet. Dies fand ich sehr angenehm. Zuerst war ich skeptisch, da dieses Thema ja auch in unserer Gesellschaft sehr umstritten ist. Die Autoren haben es aber gut umgesetzt.

Fazit:
Die Geschichte ist toll, die Hintergründe für die Morde grausam und menschen verachtend. Die Morde sind brutal aber spannend beschrieben. Unterschiedliche Perspektiven machen es noch spannender.

Der Thriller ist nicht einfach nur ein Thriller sondern regt auch zum Nachdenken über das Thema "Flüchtlinge" an und ist somit sehr aktuell.

Bewertung vom 08.10.2017
Die Totentänzerin / Nils Trojan Bd.3
Bentow, Max

Die Totentänzerin / Nils Trojan Bd.3


gut

Dies ist der 3. Teil der Nils-Trojan-Reihe von Max Bentow.
Für mich ist dieser Teil schlechter als die ersten beiden. Da ich die ersten beiden mit 4 Sternen bewertet habe, gibt es hier leider nur 3.

Zuerst zum Inhalt:

Eine Frau und ihr deutlich älterer Freund werden tot und zusammengefesselt, wie bei einer letzten Umarmung, aufgefunden. Überall ist Blut und die Nachtwäsche der Opfer wurde ordentlich drapiert. Nils Trojan und dein Team ermitteln. Schnell gelangt Theresa Landsberg, die Frau des Chefs, ins Visier der Ermittler. Hat sie etwas mit den Morden zu tun? Es kommt zum Mord eines weiteren Liebespaares. Der Mörder scheint ein Muster zu haben. Nils Trojan geht jeder Spur nach und stößt auf unterschiedliche Hinweise und Verdächtige...

Meine Meinung:

Der Schreibstil von Max Bentow ist gewohnt flüssig und leicht. Auch die unterschiedlichen Perspektiven sind eine tolle Abwechselung. Es gibt auch Kapitel aus der Sicht des vermeintlichen Mörders, was sehr interessant ist.
Der Titel passt für mich nicht wirklich. Zumin passt der Begriff "Tänzerin" meiner Meinung nach nicht zum Inhalt.

Nils Trojan ist dieses Mal leider etwas zurückhaltender beschrieben. Sein Privatleben steht mehr im Hintergrund. Das fand ich etwas schade, da es in den vorherigen Bänden öfter beleuchtet wurde & somit einen kleinen "Kontrast" zu den Ermittlungen gab.

Auch die Ermittlungen fand ich diesmal etwas träge. Ein Paar wurde ermordet. Die Ermittlungen begannen. Nach einiger Zeit ergab sich nichts neues & schon stirbt das nächste Paar. Es war etwas vorhersehbar.

Die Story rund um Theresa Landsberg war sehr verwirrend. Ich habe als Leser selbst teils nicht durchgeblickt was wirklich passiert oder was nur Phantasie ist.

Allgemein finde ich die Überlegungen zur Story aber sehr gut. Warum genau diese Paare sterben mussten erscheint logisch. Aber auch hier wurde mir das etwas zu wenig ausgeführt.

Fazit:
Die Story an sich finde ich super. Die Umsetzung ist leider teils verwirrend und oberflächlich. Trotzdem habe ich das Buch gemocht. Es war Spannung da & auch mit dem Mörder habe ich letztendlich nicht gerechnet. Die Charaktere (außer Theresa Landsberg) waren sehr gut und nachvollzierbar beschrieben.

Bewertung vom 08.10.2017
Der Proband
Guido Kniesel

Der Proband


ausgezeichnet

"Der Proband" ist mal ein anderer Thriller. Es ist kein typischer Ermittlerthriller.

Inhalt:
Paul Amon sein Leben läuft definitiv falsch. Er ist mit seiner Alkoholsucht so tief gesunken, wie es nur möglich ist. Er hat, außer dem Bar-Mann in seiner Stammkneipe, keine sozialen Kontakte und auch die Beziehung zu seiner Ex-Frau und Tochter ist extrem gestört.
Jeden Morgen erwacht er mit riesigen Erinnerungslücken und glaubt sogar in seinem Rausch ein junges Mädchen vergewaltigt zu haben. Dies ist der Moment, in dem Paul merkt, er muss definitiv etwas ändern.
Da fällt ihm eine Zeitungsannonce auf, die scheinbar seine letzte Hoffnung darstellt. Ein Team von Hirnforschern hat eine Therapie entwickelt, die Menschen komplett von ihrer Sucht befreien kann.
Paul lässt sich in seiner Verzweiflung auf dieses vielversprechende Projekt ein & wird "der Proband" des Forschungsteams. Das Experiment zeigt verblüffende Folgen, die allerdings nicht nur positiv sind, sondern schlimmer als alles was Paul je erlebt hat.

Meinung:
"Der Proband" war mein zweiter Thriller des Autors. Im Buch "Kein Wille geschehe" habe ich das psychologische Gequatsche des Mörders kritisiert. Daher war ich hier etwas skeptisch. Allerdings wurde das Thema, also die Forschungsarbeit, hier wirklich verständlich erklärt. Es gab eine Stelle, wo wieder sehr viel psychologische und auch neurologisches erklärt wurde, was sich sehr gezogen hat. Allerdings war es an dieser Stelle auch passend zur Story.

Als Leser kann man die Arbeit der Forscher sehr gut nachvollziehen & versteht was scheinbar im Kopf des Probanden passiert.

Ich finde das Thema äußerst interessant. Wie auch im Buch erwähnt, wäre so eine Therapie in unsere Welt ein riesen Durchbruch der Forschung.

Die Personen sind alle toll charakterisiert. Man liest Pauls Verzweiflung während seiner Sucht sehr deutlich heraus und fühlt mit ihm. Auch seine Veränderung nach der Therapie ist sehr interessant.

Der Schreibstil ist sehr angenehm & ich habe das Buch wirklich schnell durchgelesen.

Das Ende hat mich etwas verstört. Es ist nicht direkt ein Happy-End aber in gewissen Hinsichten schon. Das Ende ist leicht offen gelassen und somit total spannend gehalten.

Fazit:
Es ist schwer dieses Buch ohne Spoiler zu beschreiben. Da das Thema meiner Meinung nach sehr komplex ist und mit wenigen Worten nicht ausgedrückt werden kann.

Ich fand es aber sehr interessant dieses Buch zu lesen und war positiv überrascht.

Von mir eine Leseempfehlung wenn man mal einen anderen Thriller lesen möchte. :)

Bewertung vom 08.10.2017
Cupido / C.J. Townsend Bd.1
Hoffman, Jilliane

Cupido / C.J. Townsend Bd.1


gut

Inhalt:

Die junge Jurastudentin Chloe wird eines Nachts in ihrer Wohnung von einem maskiertem Mann überfallen und brutal vergewaltigt. Der Täter wird nie gefasst. & auch anderen Frauen passiert das selbe.
12 Jahre später trifft die Staatsanwältin C.J.Townsend auf William Rupert Bantling, dem vermeintlichen Mörder von mindestens 10 Frauen.
Die Staatsanwältin versucht mit allen Mittel diesen Mann in die Todeszelle zu bringen, doch scheinbar sind die Morde nicht der einzige Grund dazu...

Meine Meinung:

Das Buch beginnt äußerst grauenhaft. Die Beschreibung der jungen Jurastudentin wird recht detailreich und spannend geschrieben.

Dann kommt es zu einem Zeitsprung von 12 Jahren. Dieser kam für mich recht plötzlich und ich habe den Zusammenhang nicht verstanden. Dies klärt sich aber später auf.

Die Staatsanwältin C.J.Townsend ist sehr sympathisch und man kann sich in sie hineinversetzen. Die scheint eine starke Frau zu sein, die aber aus ihrere Vergangenheit einige Wunden zu tragen hat. Ihre Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar.
Auch die Ermittler und alle anderen Personen sind sehr authentisch.

Während der Ermittlungen bezüglich der Morde gibt es ein großes Hin und Her. Vorallem vor Gericht und bei der Arbeit der Polizei. Mir hat dabei etwas die Spannung gefehlt und es hat sich etwas gezogen. Es ist nicht mehr wirklich ein Thriller. Die Ermittlungen sind recht oberflächlich und wirklich grausam und spannend ist es nicht.

Außerdem fand ich es schade, dass der Mörder so früh feststand. Meiner Meinung nach war die Story etwas vorhersehbar. Das Ende hingegen war wieder überraschend. Das hat es bei mir nochmal ein bisschen spannender gemacht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht.

Fazit:
Allgemein hat mir etwas die Spannung gefehlt. Es ist meiner Meinung nach nicht wirklich ein Thriller. Es wird sehr viel Wert auf die Sicht der Staatsanwaltschaft gelegt, aber nicht auf die Morde oder den Mörder selbst.
Das Ende war wieder spannend, da es überraschend kam.

Die Geschichte war super gedacht, nur etwas in de Länge gezogen und im größten Teil fehlt die Spannung.

Bewertung vom 08.10.2017
Fastenopfer / Kommissar Max Kramer & Nonne Maria Evita Bd.2
Leiss-Huber, Anton

Fastenopfer / Kommissar Max Kramer & Nonne Maria Evita Bd.2


gut

"Fastenopfer" ist ein toller Unterhaltungsroman. Für mich eher weniger ein Krimi.

Die Charaktere, besonders der Kommisar Max Kramer, seine unerwiderte Liebe Maria Evita, die attraktive Staatsanwältin Tina Rasske und die Haushälterin Schosi haben alle ihren besonderen Charme. Schosi ist wirklich ein Unikat und dem Autor sehr gut gelungen. Die schon im Klappentext erwähnte Staatsanwältin kam mir dagegen etwas zu kurz.

Durch die Story zieht sich wie ein roter Faden der Humor. Nicht nur die teilweise eingebaute bayrische Sprache sondern auch die zahlreiche lustigen Szenen machen das Buch zu einer tollen Unterhaltung.

Spannung fehlt allerdings an vielen Ecken. Den Anfang fand ich spannend. Der Mord wird sehr gut beschrieben, leider rückt er dann etwas in den Hintergrund.
Die Frage nach dem Mörder ist zwar allgegenwärtig. Allerdings wirken die Ermittler und alle anderen Personen eher gelangweilt darüber.

Es wird schnell klar, das es scheinbar bei einigen beteiligen Personen Geheimnisse gibt. Das ist toll gemacht. Allerdings konnte ich weniger "mitermitteln" da ich das Gefühl hatte, die Ermittler selbst und die Geschichten der Bewohner im Dorf sind wichtiger.

Am Ende wurde alles aufgeklärt, doch auch nicht übermäßig. Gerade am Ende hätte die Story noch mehr ausgeschmückt werden können.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und trotz bayrischer Phasen sehr gut zu lesen.

Fazit:
Für einen Krimi fehlt die Spannung. Allerdings haben die Charaktere sehr viel Witz und Charme.
Ab und an kam auch einmal eine kleine Überraschung, so dass der Autor immer wieder zum weiterlesen anregt.
Allgemein hätte die Story mehr Tiefe und etwas Spannung vertragen können. Man merkt leider das es nur 248 Seiten sind.

Wer aber auf die Spannung nicht so viel Wert legt und ein leichtes Buch zur Unterhaltung und auch zum Mitlachen sucht, der ist bei "Fastenopfer" genau richtig.

Bewertung vom 08.10.2017
Milchgeld / Kommissar Kluftinger Bd.1
Klüpfel, Volker; Kobr, Michael

Milchgeld / Kommissar Kluftinger Bd.1


sehr gut

Milchgeld ist ein Kriminalroman der im Allgäu spielt.
Das Wort Roman trifft es ganz gut.
Allgemein fehlt etwas die Spannung und es nicht gruslig oder ähnliches.

Inhalt:
Ein Lebensmittelchemiker des Milchwerks in Altusried wies stranguliert aufgefunden. Diese Nachricht verdirbt dem Kommissar Kluftinger sein Kässpatzenessen. Mit eigenwilligen Ermittlungsmethoden riskiert der liebeswert-kantige Kommissar einen Blick hinter die Fassade der Allgäuer Postkartenidylle - und entdeckt einen scheinbar vergessenen Verrat, dunkle Machenschaften und einen handfesten Skandal.

Story:
Die Story rund um den Mord des Lebensmittelchemikers Philip Wachter dreht sich hauptsächlich um die Ermittlungsarbeit. Während der Ermittlung deckt Kommissar Kluftinger und sein Team unterschiedliche Geheimnisse und Skandale.
Die Ermittlungen sind teils etwas langatmig beschrieben und nicht sonderlich spannend. Es zeiht sich also besonders im Mittelteil ein bisschen.
Die Skandale und Machenschaften am Ende sind jedoch wieder spannend. Das Ende ist gut gemacht und die Geheimnisse werden toll aufgeklärt.

Charaktere:
Die Charaktere sind alle toll beschrieben. Vorallem der Ermittler Kluftinger ist sehr authentisch. Ich konnte mir ihn sehr gut und bildlich vorstellen. Trotzdem seiner teils merkwürdiger und bisschen schroffer Art ist er eine tolle Hauptfigur und mir ans Herz gewaschen.
Die anderen Charaktere stehen zwar etwas im Hintergrund, spielen aber teils trotzdem wichtige Rollen. Alle Nebencharaktere sind gut vorstellbar.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht und locker. Alles lässt sich gut lesen & auch die bayrischen Ausdrücke sind kein Problem.

Fazit:
"Milchgeld" ist trotz ein bisschen weniger Spannung ein toller Unterhaltungsroman, mit einem Toten, Verrat, Skandalen und Geheimnissen.
Die Spannung kommt am Ende und die Story wird toll aufgeklärt.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.10.2017
Totenfang / David Hunter Bd.5
Beckett, Simon

Totenfang / David Hunter Bd.5


ausgezeichnet

"Totenfang" ist der 5. und langersehnte Teil der David Hunter Reihe von Simon Beckett.
Meiner Meinung nach ein typischer Hunter, an dem ich nichts zu bemängeln habe.

Inhalt:
Die Gezeiten spülen einen Toten auf eine schlammige Sandbank in den Backwaters, einem abgelegenen Mündungsgebiet in Essex. Die Wasserleiche ist stark verwest, Hände und Füße fehlen. Das Gesicht ist nicht mehr zu erkennen. Trotzdem glaubt die Polizei zu wissen, um wen es sich handelt: Ein junger Mann aus dem Ort ist seit Wochen verschwunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Doch dem forensischen Anthropologen Dr. David Hunter kommen Zweifel, als am nächsten Tag ein Fuß geborgen wird. Denn der gehört zu einer anderen Leiche, da ist er sich sicher. Kurz darauf treibt ein weiterer Toter im Wasser...

Story:
Die Geschichte ist Simon Beckett wieder sehr gut gelungen. Die Gegend, die Backwaters, in denen die Story spielt ist perfekt gewählt und beschrieben. Wie für Simon Beckett typisch hat er sich auch hier eine besondere Gegend ausgesucht.
Die ständige Angst vor der Flut, welche droht beweise zu vernichten hält die Spannung immer wieder aufrecht.
Die Beschreibungen sind unglaublich gut gelungen und ich konnte mir ein super Bild machen.
Die Geschichte rund um die gefundene Leiche ist verwirrend aber spannend zu gleich. Ständig tauchen neue Hinweise und Geheimnisse auf. Dadurch ist das Buch durchgängig spannend.

Das Ende:
Das Ende des Buches hat mich total begeistert. Ich habe wirklich bis zum Schluss nicht gewusst wer der Mörder war. Außerdem kamen noch mehr Geheimnisse, auch aus der Vergangenheit ans Licht. Die Aufklärung des Mordes erfolgt auch toll. Der Mörder wird nichts einfach nur präsentiert, sondern die Hintergründe dazu erläutert.

Charaktere:
David Hunter hat sich nicht verändert. Auch alle anderen Charaktere sind toll beschrieben. Ich konnte mir jeden Charakter gut vorstellen.

Schreibstil:
Auch Simon Becketts Schreibstil hat sich nicht verändert.

Fazit:
Für mich ein super 5. Band zur David Hunter Reihe. Simon Beckett ist es gelungen trotz langer Zeit an die vorherigen Bände heranzukommen. Meiner Meinung nach besser als beispielsweise Teil 3.
Das Ende war super und bleibt ein bisschen offen. Ich hoffe also es geht weiter mit David Hunter. Aber bitte nicht erst in 6 Jahren.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.10.2017
Zeit im Wind
Sparks, Nicholas

Zeit im Wind


gut

Zeit im Wind ist eine tolle Liebesgeschichte. Die Umsetzung ist Nicholas Sparks allerdings nicht so gut gelungen.

Inhalt:
Beaufort, North Carolina, im Jahre 1958. Es ist das letzte Highschool-Jahr für Landon, als er sich beim Schulball notgedrungen mit der Außenseiterin Jamie arrangieren muss. Doch zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich eine ungewöhnlich intensive Liebesbeziehung, die auch von einem schweren Schicksalsschlag nicht erschüttert werden kann.

Story:
Die Liebesgeschichte ist sehr schön gedacht. Am Anfang etwas langweilig, wird sie zum Ende hin doch etwas spannender und romantisch.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen und als Leser kann man sie sich gut vorstellen. Auch die Gefühle zwischen beiden kommen deutlich zum Vorschein. Der Schicksalsschlag, der beide erschüttert, ist äußerst traurig, passt aber super in die Story.

Leider fehlt es im allgemeinen an Tiefe. Die Geschichte wird recht oberflächlich und "lahm" erzählt. Man merkt die Gefühle und die Emotionen, allerdings konnte ich nicht wirklich eintauchen. Sie haben mich nicht mitgerissen. Das Buch ist einfach zu kurz. Ein paar mehr Seiten hätten der Story durchaus gut getan.

Erzählweise:
Die Geschichte wird aus der Sicht des nun älteren Landon erzählt. Er denkt also an seine Vergangenheit und erzählt seine Geschichte.
Leider bleibt man aber in der Zeit des älteren Landon. Ich konnte nicht wirklich in die Zeit von 1958 eintauchen. Ein Zeitsprung hätte viel besser gepasst.
Es kommt teilweise zu Zeitsprüngen innerhalb von zwei Sätzen. Danach ist man wieder in der anderen. Mich hat das ziemlich gestört.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht und locker. Ich habe das Buch schnell durchgelesen. Allerdings ist es eher was zum zwischendurch lesen & wie schon erwähnt nicht zu richtigen Abtauchen in die Story.

Fazit:
Die Idee der Geschichte hinter "Zeit im Wind" ist sehr toll. Es sollte eine romantische und gleichzeitig tragische Liebesgeschichte werden. Allerdings fehlt es etwas an der Umsetzung. Die Story ist recht oberflächlich ohne Tiefe.
Trotzdem am kleine Liebesstory für zwischendurch nicht schlecht.

Bewertung vom 08.10.2017
Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
Trunko, Emily

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...


ausgezeichnet

In dem Buch "Ich wollte nur, dass du noch weißt" sind kleine unverschickte Briefe von vielen verschiedenen Menschen abgedruckt.
Emily Trunko, die "Autorin des Buches, hat vor einigen Jahren einen Tumblr-Blog erstellt. Auf diesem haben all Menschen, die unverschickte Briefe haben, oder einfach anonym ihre Gedanken äußern wollen, die Chance ihre Texte zu veröffentlichen.

In dem Buch gibt es eine kleine Auswahl von Briefen die eingereicht wurden. Es ist also kein Roman und somit toll für zwischendurch.

Die Briefe sind in mehrere Abschnitte eingeteilt:
Liebes Ich, Liebe Welt, Liebe, Freunde, Familie, Herzschmerz, Unerwiderte Liebe, Verrat, Verlust und Danke.

Meine Meinung:
Jeder einzelen Brief ist voller Emotionen und als Leser kann man dies auch spüren. Mir haben besonders die Abschnitte "Verlust" und "Liebe" gefallen. Ich fand die Briefe sehr herzzerreißend und sie haben mich teils zum weinen gebracht.

Auch auch texte zum Schmunzeln, Kopfschütteln oder zum Nachdenken sind dabei.

Ich glaube jeder Leser wird sich in dem ein oder anderem Brief selbst wiederfinden und genau verstehen was der/die BriefschreiberIn damit sagen wollte.
Außerdem wird jeder Mensch Gedanken haben, die er sich nie traut auszusprechen. Solche Briefe, oder vorallem auch der Blog, bietet die Möglichkeit die Gedanken loszuwerden ohne das jeder gleich weiß von wem sie kommen.

Die Idee hinter dem Blog ist einfach klasse & ich finde es toll, dass wir auch durch das Buch einen kleinen Einblick bekommen. Natürlich werde ich auch auf dem Blog vorbeischauen.

Gestaltung:
Die Gestaltung und Illustrationen sind recht kitschig gemacht, dies finde ich aber sehr passend. Die Farben finde ich nicht zu übertrieben, da es sich hauptsächlich auf weiß, orange und blau/türkis beschränkt. Auch die unterschiedlichen Schriftarten der Briefe finde ich super und lockert das ganze etwas auf.

Fazit:
Ein sehr gelungenes emotionales Buch für zwischendurch. Die kurzen Briefe bringen sehr viel Emotionen mit und jeder Leser wird sich darin selbst erkennen. Von mir definitiv eine Leseempfehlung.