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Benutzername: juli.buecher
Wohnort: Jena
Über mich: Ich bin Juliane, 22 Jahre alt und leidenschaftliche Leserin. Seit etwas mehr als einem Jahr, führe ich einen Instagram-Buch-Account (https://www.instagram.com/juli.buecher/?hl=de) auf dem ich über Bücher schreibe, meine Meinung vertrete und mich mit anderen austausche. Außerdem schreibe ich gern Rezensionen zu einem Teil meiner gelesenen Bücher. Am liebsten lese ich Thriller, aber auch Fantasy-Bücher oder ein Roman kommt mir mal zwischen die Finger.


Bewertungen

Insgesamt 36 Bewertungen
Bewertung vom 07.01.2018
The Woman in Cabin 10
Ware, Ruth

The Woman in Cabin 10


ausgezeichnet

"Woman in Cabin 10" ist ein super Thriller, der nicht sehr brutal, aber trotzdem spannungs- und actiongeladen ist.

Inhalt:
Die junge Reisejournalistin Lo sieht eine Chance auf ihrer Karriereleiter nach oben zu klettern, als sie auf der Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffes teilnehmen darf. Schnell wird sie dort Zeugin eines Mordes und ihr Aufenthalt auf See wird zu einem ganz anderen Abenteuer als sie es sich vorgestellt hat. Doch niemand glaubt Lo. Es gibt keine Spuren zu diesem Versprechen, alle Passagiere sind an Bord, keiner wird vermisst und bald beginnt selbst Lo an sich zu zweifeln.
Aber wenn sie sich nicht alles nur eingebildet hat, befindet sich ein Mörder auf dem Schiff- der es jetzt auf sie abgesehen hat.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt sofort spannend mit einem Einbruch bei Lo, wo man sich als Leser direkt die Frage stellt, was hat dies jetzt mit der Reise mit dem Kreuzfahrtschiff auf sich.
Diese Spannung wird im gesamten Buch beibehalten. Sie ist zwar nicht übermäßig da, aber befindet sich immer im Hintergrund und es gibt einige Spannungshöhepunkte. Dies wird durch den sehr schönen Schreibstil der Autorin unterstützt, welcher sich locker lesen lässt. Die Autorin kann den Leser sehr gut mitreißen und die Seiten fliegen nur so dahin.

Lo als Protagonisten legt im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung hin. Der Fokus liegt nicht auf den Charakteren selbst, sondern auf den Geschehnissen drumherum. Trotzdem kommen sie nicht zu kurz.

Der Kreis der Verdächtigen auf den Schiff, bezüglich des Verbrechens, ist recht gering. Trotzdem gelingt es der Autorin, dass man als Leser anfängt wild zu spekulieren. Durch das bruchstückenhafte Hinwerfen von neuen Erkenntnissen und Hinweisen, fasst man selbst immer wieder neue Personen in den Kreis der Verdächtigen ein. Dadurch wird es nie langweilig.
Trotz großen Mitspekulieren habe ich die Auflösung nicht erwartet und war positiv überrascht.

Auch am Ende hört die Spannung nicht auf und es kommt immer wieder zu neuen Erkenntnissen und Geschehnissen.

Zwischen den einzelnen Abschnitten, gibt die Autorin durch Chatverläufe, Zeitungsartikeln oder ähnlichen einen Ausblick auf die Zukunft. Trotz diesem leichten Vorhergreifen nimmt dies nicht die Spannung. Man will immer wissen wie es weiter geht und was es genau mit diesen Zeitungsartikeln auf sich hat.

Am Ende bleiben zwar einige Fragen offen. Dies störte mich aber gar nicht, da so ein bisschen die Fantasie von uns Lesern angeregt wird und jeder die Geschehnisse für sich selbst vervollständigen kann.

Fazit:
Das Buch "Woman in Cabin 10" hat eine permanente Grundspannung, die einige Höhepunkte hat. Die Story wirkt teils verwirrend und läd den Leser ein mit zu ermitteln. Außerdem hält sie einige Wendungen und Überraschungen bereit und ergibt am Ende ein recht klaren Bild. Die offenen Fragen ab Ende stören mich nicht, sondern machen die Geschichte mit meinen eigenen Ideen zu etwas Besonderem.

Bewertung vom 01.01.2018
Hangman. Das Spiel des Mörders
Cole, Daniel

Hangman. Das Spiel des Mörders


gut

„Hangman“ ist der zweite Teil zu „Ragdoll“. Er lässt sich zwar unabhängig davon lese, jedoch gibt es sehr viele Anspielungen auf Teil 1.

Um was geht’s:
In New York wird eine Leiche mit dem Wort „Körder“ in die Brust geritzt, hängend an der Brookyln Bridge gefunden. Den Ermittlern ist klar, dass es sich um eine Kopie des spektakulären Londoner Ragdoll-Falls ist. Chief Inspector Emily Baxter, welche den Ragdoll-Fall löste, wird nach New York geordet um FBI und CIA zu unterstützen. Die Ermittler werden zum Spielball des grausamen Täters…

Meine Meinung:
Das Cover ist wieder recht schlicht und trotzdem aussagekräftig. Mit der Grundfarbe schwarz und der düsteren Stimmung passt es sehr gut zu Teil 1.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, allerdings etwas weniger spannend. An manchen Stellen überspringt der Autor einige Aspekte, sodass ich öfter mal Zeilen doppelt gelesen habe um den Inhalt zu verstehen. Auch liegen teils zwischen dem Ende eines Kapitels und dem Anfang des nächsten wichtige Aspekte der Geschichte, die nicht beleuchtet werden, sodass mir da der Zusammenhang fehlte.

Wie die Morde ist auch das ganze Buch mehr oder weniger eine Kopie des Vorgängers. Der Aufbau und die Art der Story ist dieselbe. Allerdings ist „Hangman“ um einiges komplexer, was nicht immer ein Vorteil ist.
Das Buch spielt auf zwei Kontinenten zwischen denen die Protagonisten hin und her wandern. Es gibt nicht nur Opfer in London sondern auch in New York. Da es sehr viele Opfer sind bin ich schnell durcheinander gekommen. Die Morde an sich bekommen hier auch nicht so viel Aufmerksamkeit wie ich es mir gewünscht habe. Die Beschreibung ist zwar recht brutal aber auch sehr schnell abgehandelt. Auf die Morde und die Grausamkeiten dahinter wird nicht wirklich eingegangen, da die Charaktere damit beschäftigt sind von einem zu anderen Ort zu rennen.
Die Charaktere bekommen in diesem Buch einen höheren Stellenwert als in Teil 1, trotzdem würde mich in einem Thriller eher die Morde und die Arbeit der Polizei interessieren, als die Saufgelagen der Protagonistin Baxter. Mit Rouche wird ein toller neuer Charakter eingeführt, der Charakter Wolf aus Teil 1 hingegen, rückt sehr weit in den Hintergrund. Alle Charaktere passen sehr gut in die Geschichte und jeder ist auf seine eigene Art besonders. Der Autor schafft mit der Protagonisten Baxter eine sehr eigenwillige Person, bei der es schwerfällt sie zu mögen. Doch genau dies macht sie zu etwas Besonderem. Ebenfalls die beiden Ermittler Curtis und Rouche sind toll beschrieben.

Durch die teils übersprungenen Aspekte und oberflächlichen Beschreibungen fand ich das Buch nicht ganz so spannend. Die Spannung entstand erst im letzten Drittel, wo dann wirklich die grausamen Taten in den Vordergrund und die Charaktere in den Hintergrund rückten. Als es zum Höhepunkt der Jagd auf den Mörder kam, konnte ich das Buch kaum weglegen.

Auch in diesem Buch kam mir die Aufklärung des ganzen Falls etwas zu schnell und zu kurz. Der Täter wurde plötzlich präsentiert und gut wars.
Allgemein ist die Story gut gedacht und voller Action. Für einen Thriller typisch gibt es einige Morde, welche teils sehr brutal sind. Die Geschichte wird durch starke Charaktere geprägt und hält einige schockierende Überraschungen bereit, mit denen man als Leser nicht rechnet.

Fazit:
Der Schreibstil ist angenehm, wenn auch teils etwas oberflächlich. In „Hangman“ wie auch in „Ragdoll“ hatte ich das Gefühl, dass der Autor sehr viel in das Buch packen wollte, etwas weniger tut es auch. Das letzte Drittel war sehr spannend. Die Morde waren sehr brutal und für einen Thriller optimal gewählt.
„Hangman“ ist eine gute Fortsetzung, allerdings mit sehr großen Ähnlichkeiten zu Teil 1, wobei hier noch mehr in die Story verpackt wurde. Für mich leider schwächer als Teil 1.
Wer einen actiongeladenen Thriller sucht ist hier genau richtig (jedoch empfehle ist vorher Teil 1 zu lesen).

Bewertung vom 08.10.2017
Sieben minus eins / Berger & Blom Bd.1
Dahl, Arne

Sieben minus eins / Berger & Blom Bd.1


sehr gut

Der Kriminalkommisar Sam Berger findet in einem Kellerverlies Blutspuren einer Fünfzehnjährigen, die vor einigen Wochen entführt wurde. Ihm ist klar, dass es einen Zusammenhang mit früherern Fällen von entführten 15-Jährigen Mädchen gibt. Doch keiner glaubt ein seine Serienmörder-Theorie. Berger entdeckt eine Spur, die weit in seine Vergangenheit führt. Er glaubt den Täter zu kennen, der sich nun nach langer Seit an Sam rächen will. Zusammen mit Molly Blom, einer Undercover-Polizistin jagt er den Täter. Denn nur die beiden kennen ihn und glauben zu wissen wie grauenhaft er sein kann. Beide ermitteln ohne ihre Kollegen einzuweihen.

Sieben minus eins ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe des Autors Arne Dahl. Und dieser Auftakt ist ihm durchaus gelungen.

Meinung zum Inhalt:
Der Einstieg ins Buch ist sehr rasant. Man ist sofort im Geschehen. Das Ermittler-Duo ist etwas ganz besonderes. Nicht nur wie beide "zueinander gefunden" haben, sondern auch wie sie zusammen ermitteln. Das der Täter scheinbar aus der Vergangenheit der beiden stammt finde ich sehr interessant. In welcher Verbindung sie direkt zu ihm stehen (sage ich natürlich nicht), ist sowohl grausam also auch traurig und verstrickt. Die Handlungsweise der beiden Ermittler war für mich nicht immer sofort nachvollziehbar, da sie teilweise sehr sprunghaft neuen Ideen oder Hinweisen nachgejagt sind, trotzdem hat genau das die beiden besonders gemacht. Immer wieder gab es neue Ideen und Anhaltspunkte. Der Mörder steht schon recht früh im Buch fest, trotzdem kann man sich als Leser ein ganz eigenes Bild machen. Es gibt keinen Perspektivwechel zum Täter, sodass man seine Gefühle nicht erfährt. Allerdings liest man sehr viel aus unterschiedlichen Erzählungen über ihn und genau das macht es spannend. Die gerissene und spontane Zusammenarbeit von Berger und Blom zeigt sich vorallem am Ende des Buches. Auch hier ging alles wieder sehr schnell. Auch den Titel des Buches versteht man erst am Ende.

Meinung zum Schreibstil:
Der Schreibstil von Arne Dahl ist im großen und ganzen sehr angenehm. Zwischendurch (so ging es zumindest mir) waren die Beschreibungen, vorallem der Aktionen oder Denkweisen des Ermittlerduos, etwas kompliziert, sodass ich sie zweimal gelesen habe. Auch das Lesen der schwedischen Städte- oder Straßenbezeichnungen, von denen oft viele in einem Satz untergebracht wurden, gestalteten sich etwas schwierig.

Fazit:
positiv: + tolle Story + außergewöhnliche Ermittler + der Titel erklärt sich erst am Ende von selbst + das Ende bleibt offen und macht Lust auf mehr + spannend von Anfang bis Ende

negativ: - schwedische Begriffe schwer zu lesen - teils sehr rasante Handlung, ein bisschen verwirrend und schwer hinterherzukommen

Von mir definitiv eine Leseempfehlung und nicht mein letztes Arne Dahl. :)

Bewertung vom 08.10.2017
Anton hat kein Glück
Johansson, Lars Vasa

Anton hat kein Glück


sehr gut

Inhalt:
Anton ist ein Berufszauberer mit mittelmäßigem Erfolg. Seine Auftritte beschränken sich hauptsächlich auf Altersheime und Einkaufszentrum. An seinem 45. Geburtstag gratulieren ihm lediglich seine Eltern und ein Elektrodiscounter. Sein ehemaliger bester und einziger Freund Sebastian hingegen tourt mit Antons Ex-Freundin Charlotta als erfolgreiche Zauberer durch Schweden. In Antons Leben läuft es alles andere als rund. Auf dem Rückweg von einem schlechten Auftritt verirrt er sich eines Nachts im Wald des Nationalparks Tiveden. Dort trifft er auf ein kleines seltsames Mädchen. Daraufhin ist Anton scheinbar vom Pech verfolgt. Er als ernsthafter Zauberer glaubt natürlich nicht an Magie. Durch einige seltsame Erlebnisse dämmert es Anton, dass sich sein Leben definitiv ändern muss….

Meinung zum Schreibstil:
Der Schreibstil von Lars Vasa Johansson ist sehr angenehm. Er ließt sich flüssig und unterhaltsam. Allerdings ist er nicht sehr tiefsinnig oder sprachlich sehr anspruchsvoll. Man merkt, dass es der erste Roman des Autor ist. Es ist eben ein schöner Unterhaltungsroman, bei dem man nicht so viel denken oder sich anstrengen muss beim Lesen.

Meinung zur Story:
Die Geschichte ist eine skurrile und trotzdem schöne Geschichte. Es ist sehr viel Wahres dran und zwischendurch ein bisschen Fantasie. Das Buch ist kein Fantasy-Roman bei dem alles aus der Fantasy des Autor entstanden ist, sondern ist realistisch. Die Grundgeschichte und die Hauptperson ist ganz normal aus dem Alltag geholt. Zusammen mit kleinen fantasiereichen Ausschmückungen ist das eine sehr schöne Kombination.

Die Beschreibungen bezüglich des Nationalparks Tiveden sind sehr schön gelungen. Ich konnte mich wirklich hineinversetzen. Vorallem auch die magischen Wesen und magischen Bereiche des Waldes konnte ich mir sehr gut vorstellen.

Die Hauptfigur Anton macht in diesem Buch eine gewisse Entwicklung durch. Am Anfang ist er ein egoistischer Mann, der lieber über sein Leben schimpft als etwas zu ändern. Aber im Laufe des Buches ist es schön zu beobachten/lesen wie er sich, besonders auf die magischen Dinge an die er eig nicht glaubt, einlässt.
Am Ende erhält man sozusagen eine Weisheit fürs Leben.

Fazit:
Der Roman ist eine schöne Unterhaltung für zwischendurch, allerdings nicht sonderlich ausdrucksstark oder tiefsinnig, Mit ein bisschen Fantasie erzählt der Autor eine schöne Geschichte.

Bewertung vom 08.10.2017
Blutige Fesseln / Georgia Bd.6
Slaughter, Karin

Blutige Fesseln / Georgia Bd.6


ausgezeichnet

Wow!!! Das ist das perfekte Wort, wenn man diesen Thriller gelesen hat.

Inhalt:
"Blutige Fesseln" ist der 7. und somit neuste Teil der "Will-Trent-Georgia"-Reihe von Karin Slaughter. Diesmal ist es ein sehr persönlicher Fall für den Ermittler Will Trent. Denn in seinen neusten Fall ist ausgerechnet seine Noch-Ehefrau Angie in irgendeiner Weise verwickelt. Nur von ihr fehlt jede Spur. In einem Club, der bald eröffnet werden soll, wird eine Leiche gefunden. Die eines Ex-Cops. Eine spannende Verfolgungsjagt beginnt für das Team rund um Will. Denn seine Noch-Frau ist äußerst gerissen und weiß wie sie mit der Polizei umgehen muss.

Meinung:
WOW. Die Story ist unglaublich gut gelungen. Es gibt viele Intrigen, Ungereimtheiten, Verwirrungen und trotzdem noch schöne Augenblicke. Die Mischung aus allem passt perfekt zusammen. Der Charakter Will trennt erscheint zuerst als ein sehr starker Mann. Doch in diesem Buch lernt man viel von seiner Vergangenheit. Besonders was seine Noch-Frau Angie und ihre gemeinsame Vergangenheit betrifft. Man fühlt sowohl mit Will als auch mit Angie mit. Ich habe richtig begonnen Angie zu verabscheuen, weil ihr Charakter so gut beschrieben wurde. Alle anderen Charakter haben jeder seine eigene Persönlichkeit und wirken sehr lebendig. Die Gerissenheit der Autorin, bestimmt Charaktere in unterschiedlichen Lichtern zu zeigen, ist perfekt gelungen.
Die Autorin lässt den Leser, genau wie die Ermittler im Dunkeln laufen, bis sich am Ende alles wie von selbst zusammenfügt.

Schreibstil:
Karin Slaughter schreibt von der ersten Seite an mit einer unglaublichen Spannung. In jeder Situation taucht man als Leser komplett ein. Die Beschreibungen der Autorin sind sehr detailreich und bildhaft. Die Wörter und Seiten fliegen teils nur so dahin. Man stolpert regelrecht über die Sätze. Mir bleib oft, nicht nur inhaltlich fast der Atem weg.
Es gibt Zeitsprünge und Perspektivwechsel die sehr gut gelungen wurden. Gerade an einer der spannensten Stellen, gibt es einen Zeitsprung. Man wird aus dem Geschehnis herausgezogen, und sofort ins nächste hineingeworfen. Trotz dem Spannungsabbruch der einen Situation, geht die nächste sofort voller Spannung weiter.

Fazit: -Perfekt-
- die Geschichte ist sehr gerissen und perfekt umschmückt
- die Spannung bleibt von Anfang bis Ende erhalten
- die Charaktere werden sehr gut beschrieben
- Zeitsprünge und Perspektivwechsel genau zum richtigen Zeitpunkt

Viel besser kann man ein Buch nicht schreiben.

Bewertung vom 08.10.2017
Zeit der Asche / Post Mortem Bd.2
Roderick, Mark

Zeit der Asche / Post Mortem Bd.2


sehr gut

Dies ist der zweite Teil der "Post Mortem Reihe" von Marc Roderick. Wieder dreht sich die Geschichte rund um Emilia Ness, die Interpol-Agentin, und Avram Kuyper, dem Profikiller.
Der zweite Teil ist wirklich gut gelungen, allerdings lässt hier die Brutalität, und damit leider auch die Spannung etwas nach.

Inhalt:
Die Interpol-Agentin Emilia Ness ist gerade über den bestialischen Fall aus dem ersten band hinweg. Da erhält sie einen anonymen Hinweis, das das Morden scheinbar noch nicht vorbei ist. Eine grausam zugerichtete Leiche taucht auf, mit einer Handschrift die die Agentin sehr gut kennt. Auch Avram Kuyper erhält neue Informationen zu dem Fall, bei dem sein Sohn und sein Bruder ums Leben kamen. Neue, diesmal ungeschnittene Videos tauchen auf. Beide begeben sich auf ihre eigene Weise auf Spurensuche. Doch schon bald merken sie, dass sie nicht alleine weiterkommen. Sie brauchen einander. Sie gelangen hinter die Geheimnisse eines ganzen Netzwerkes und versuchen nun die Mörder in einem zweiten Anlauf zur Strecke zu bringen. Emilia will sie lebend, Avram tot.

Meinung zur Story:
Die Geschichte baut auf der des ersten Buches auf. Es werden allerdings nur wenige Details aus dem Vorgängerbuch wiederholt. Es ist also ratsam Teil 1 vorher zu lesen.
Außerdem fehlt es der Story, im Gegensatz zu Teil 1 an Brutalität. Diesmal wurden wenige Details genannt. Besonders zu den brisanten Filmen, die eigentlich eine sehr große Rolle spielen, fehlen die Details. Die Story wird recht oberflächlich beschrieben. Vorallem die Morde. Dies fand ich etwas schade. Es fehlt somit teils leider an Spannung.
Avram ermittelt wieder auf seine eigene Weise, wobei er auch über Leichen geht. Emilia dagegen will sowohl menschlich als auch rechtlich für Ordnung sorgen. Beides ist sehr gegensätzlich trotzdem gelangen sie zu gleichen Ergebnissen. Und vorallem ist eine Teamarbeit wichtig. Die Perspektivwechsel zwischen Avram und Emilia sind sehr interessant zu lesen. Da jeder auf seine Art an Informationen kommt aber trotzdem bei jedem Fragen offen bleiben, die der andere beantworten könnte.

Charaktere:
Die Charaktere sind wieder super. Auch fand ich es super diesmal mehr von den Leuten um den Mörder aus Teil 1 zu erfahren. Es ist ein ganzes Netzwerk mit vielen Personen, die auch unter mehreren Namen leben. Trotzdem war dies nicht kompliziert sondern klar zu unterscheiden. Auch konnte man etwas von Emilias familiären Hintergrund erfahren. :)

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Kapitel sind sehr kurz und enden oft an spannenden Stellen. Außerdem wechselt in jedem Kapitel die Perspektive. Der Wechsel ist sehr gut gelungen und lässt sich super lesen.

Fazit:
Die Story ist sehr unterhaltsam, allerdings weniger Brutal. Trotzdem war es schön wieder die selben Charaktere und vorallem auch das selbe Netzwerk an Mördern zuerleben/erlesen.
Außerdem fehlt es ein bisschen an Spannung, da hier auch nicht so detailreich erzählt wurde. Dafür einen Punkt Abzug.
Auch das "Ergebniss" des Falls am Ende ging mit etwas zu schnell. Auf den letzen Seiten wird wieder ein bisschen Spannung aufgebaut und lässt Fragen offen für Teil 3.

Bewertung vom 08.10.2017
Kein Wille geschehe
Kniesel, Guido

Kein Wille geschehe


sehr gut

Der Autor schreibt locker und flüssig. Es lässt sich gut lesen.
Das Buch ist in recht kurze Kapitel eingeteilt. Zwischen den Kapiteln kommt es zu Perspektivwechseln. Dadurch steigt die Spannung,
Die Kapitel in denen der Mörder spricht sind allerdings meiner Meinung nach etwas langatmig. Der Mörder ist ein Psychopat, dies merkt man als Leser sehr deutlich. Es ist dem Autor daher gut gelungen. Allerdings waren dieses psychologisches Gerede für mich etwas zu ausführlich und ich habe die teils gar nicht richtig gelesen.

Story:
Das Buch beginnt sofort mit zwei Morden kurz nacheinander. Der Leser wird also sofort in die Geschichte geworfen. Finde ich super. Der Mörder steht sehr früh fest. Als Leser weiß man sowohl seinen Namen als auch genau was er gerade macht. Trotzdem gab es dadurch bei der Spannung keinen Abbruch. Auch das die Morde direkt am Anfang passiert sind war nicht schlimm. Da das ganze Buch über weitere grausame Moment kamen. Die Polizeiarbeit war mehr im Hintergrund, es ist also kein klassischer Ermittler-thriller. Das fand super. Man lerne somit dem Mörder und seine kranken Vorstellungen besser kennen.
Es ist wirklich faszinierend was in dem Gehirn von Mördern vorgehen kann. Diese Beschreibungen sind dem Autor wirklich gut gelungen.

Charaktere:
Hendrik ist ein toller Familienvater der gleichzeitig seinen Job liebt. Er und deine Familie wurden toll beschrieben.
Der Mörder ist einfach nur krank. Die Beschreibung ist wie gesagt äußerst gut gelungen. Man konnte sich richtig vorstellen wie krank dieser Mensch im Kopf ist.

Fazit:
Die Geschichte und die Beschreibung der Personen ist wirklich super. Für mich waren es allerdings das kranke Denken des Mörders etwas zu ausführlich, psychologisch. Daher ein Pünktchen Abzug. Wer sich allerdings für die Psychologie etwas mehr interessiert als ich, für den wäre das sicher eine tolle Mischung.

Bewertung vom 08.10.2017
Märchenwald / Kommissar Kalkbrenner Bd.5
Krist, Martin

Märchenwald / Kommissar Kalkbrenner Bd.5


sehr gut

Martin Krist schreibt vom Märchenwald.

Der Ermittler Paul Kalkbrenner und seine Kollegen ermitteln in einem Fall, bei dem ein Mann an einem Herzinfarkt gestorben ist. Dies wäre allerdings kein Fall für die Mordkommision. Beim Auffinden der Leiche wurden noch einige andere grausame Sachen entdeckt, in der Gefriertruhe....
Zwei Kinder werden von ihrer Mutter nachts geweckt und in den Wandschrank gesperrt. Mamas letzte Worte waren: "Geht zu Opa...". Allein machen sich die beiden auf den Weg....
Gleichzeitig taucht auf dem Alexanderplatz eine junge Frau auf, sie ist voller Blut, aber ohne Gedächtnis...
Wie hängt das alles zusammen?

Meine Meinung:
Die Geschichte ist besonders grauenvoll und brutal. Mir wurde teilweise richtig schlecht. Trotzdem konnte ich das Buch nicht weglegen, da ich immer weiter wissen wollte, was passiert.

Das Buch ist in unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Es gibt verschiedene Handlungsstränge die gleichzeitig in Berlin ablaufen. Ständig passieren neue Dinge, neue Personen tauchen auf, und neue grausame Dinge werden aufgedeckt. Teils waren es mir dann zu viele neue und zu viele Sachen gleichzeitig.


Bei den Ermittlungen tauchen immer neue Hinweise aus. Unter anderen Videos. Hier hat mir leider ein bisschen die genaue Beschreibung gefehlt. Ich hätte wirklich gern gewusst, was alles dort zu sehen ist.
Man konnte sich zwar vorstellen, wie grausam, oder eher merkwürdig die ganzen Videos sind, trotzdem hätte ich gern noch mehr erfahren.

Die Aufklärung am Ende hat mir leider ganz gefehlt. Teils konnte man sich zwar denken, das höchstwahrscheinlich das oder das passiert ist. Allerdings wird es vom Autor nicht beschrieben. Das finde ich etwas schade. Da bei mir dann doch noch ein paar Fragen offen wären.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Ich habe es recht schnell durchgelesen.

Fazit:
Die Story ist mal etwas anderes. Zumin habe ich noch nicht viel davon geredet. Es ist zwar äußerst grauenhaft und wirklich eklig, trotzdem finde ich es für einen Thriller super.
Ich habe ein paar Kritikpunkte bezüglich der Details. Wie oben beschrieben was das Ende so schnell und ohne wirkliche Erklärung da. (Daher einen Punkt Abzug.)
Trotzdem war es ein super Thriller.

Bewertung vom 08.10.2017
Verstummt / Atlanta Police Department Bd.1
Slaughter, Karin

Verstummt / Atlanta Police Department Bd.1


sehr gut

In dem Buch "Verstummt" von Karin Slaughter ist der Polizist Michael Ormewood gezwungen mit dem Spezial Agent Will Trent zusammenzuarbeiten. Es wurde eine ermordete Frau gefunden, deren Zunge abgebissen wurde. Leider ist dies nicht der erste Fall einer abgebissenen Zunge und somit scheint es sich um einen Serientäter zu handeln. Auch ein jungen Mädchen aus dem Umfeld den Ermittlers Michael scheint diesem Mörder zum Opfer geworden zu sein. Die Vergangenheit verschmilzt mit der Gegenwart.

Meine Meinung:

Die Story um die ermordeten Personen, besonders die Art, ist sehr grausam. Die Morde, bzw. Tatorte werden sehr gut beschrieben. Allgemein ist der Thriller auf jeder Seite spannend.
Zwischen den einzelnen Kapiteln kommt es nicht nur zu Perspektivwechseln sondern auch zu Zeitsprünge. Leider hat mir das nicht so gut gefallen. Zuerst wurde die Story rund um die ermordete Frau aufgebaut und plötzlich war man viele Jahre in der Vergangenheit. Diese Zeitsprünge erklären dem Leser nach und nach wer der eigentliche Mörder ist. Leider verschwindet diese Person dann erstmal mehr oder weniger aus der Geschichte (ich möchte nicht zu viel verraten, da dies schon ein Spoiler wäre).

Das Ende ist wieder sehr spannend geschrieben. Wie der Mörder gefasst wird und vor allem wie grausam er wirklich ist.
Karin Slaughter schreibt sehr gut und vorstellbar. Die Charaktere kommen sehr echt rüber. Besonders Angie Polaski und ihre gestörte Persönlichkeit kann man sich gut vorstellen. Auch der Spezial Agent Will Trent wird toll beschrieben. Besonders seine Vergangenheit, die nur hin und wieder durch einzelne Sätze beleuchtet wird.
Auf jeden Fall lesenswert.

Fazit:
- mich haben die Zeitsprünge und das "Verschwinden" des Mörders etwas gestört.
+ sehr guter Schreibstil, sehr spannend
+ tolle Story (wer auch grausame Dinge lesen möchte, für den ist es richtig)
+ sehr gute Beschreibung der Situationen und Personen

Bewertung vom 08.10.2017
Das Gesicht meines Mörders
Kendrick, Sophie

Das Gesicht meines Mörders


ausgezeichnet

Clara wacht nach einem Überfall, bei dem ihr Haus komplett niederbrannte, aus dem Koma auf & kann sich an nichts erinnern. Sie hat keine einzige Erinnerung aus ihrem Leben vor dem Überfall. Lediglich ihr Ehemann Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Sie erfährt wer sie ist und wie sie gelebt hat.
Doch schon bald versucht irgendjemand Clara umzubringen. Nun begibt sie sich auf eine gewagte Recherche-Reise in ihre Vergangenheit. Denn sie denkt, nur wenn sie sich erinnert kann sie überleben.

Meine Meinung:

Das Buch ist in 7 Abschnitte eingeteilt. Die "Kapitel" sind daher recht lang. Dies nimmt der Spannung aber keinen Abbruch. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend. Der Schreibstil ist sehr flüssig und nachvollziehbar. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Die Situation von Clara mit ihrer Amnesie ist sehr logisch und echt beschrieben. Als Leser weiß man nicht mehr als die Protagonisten selbst, was die Geschichte noch spannender macht. Ihre Recherche in ihre Vergangenheit schließt auch die deutsch-deutsche Geschichte mit ein. Das fand ich toll. Wie die Autoren selbst am Ende erwähnt "Hier ist die Vergangenheit allgegenwärtig". Die Handlung in Berlin spielen zu lassen, passt daher wirklich sehr gut zur Geschichte. Alles war sie selbst aus ihrer Vergangenheit herausfindet wirft sowohl bei Clara als auch beim Leser neue Fragen auf.
Ich war dauerhaft am spekulieren und mitfiebern.

Roland, Claras Mann, war mir von Anfang an unsympathisch und ich habe viele Vermutungen über ihn angestellt. Aber auch die anderen Charaktere waren keine unbeschriebenen Blätter. Ich habe sehr viel spekuliert: Wer ist der Mörder? Warum will er Clara umbringen? Was ist in ihrer Vergangenheit passiert?
Doch auf das Ende wäre ich nicht gekommen. Es hat mich sehr überrascht und war wirklich perfekt gelungen.

Fazit:
Für mich war die Geschichte neu und vor allem echt. Es war nicht aufgesetzt, sondern direkt aus dem Leben geholt. Was wären wir ohne unsere Erinnerungen?
Es lässt sich auf jeden Fall gut und flüssig lesen und bleibt von Anfang bis Ende spannend.
Besondern, dass man als Leser nicht mehr weiß als die Protagonisten ist super gemacht.