Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: büchernarr
Danksagungen: 11 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 320 Bewertungen
Bewertung vom 28.06.2021
Fräulein Mozart und der Klang der Liebe / Ikonen ihrer Zeit Bd.4
Maly, Beate

Fräulein Mozart und der Klang der Liebe / Ikonen ihrer Zeit Bd.4


ausgezeichnet

Mir gefallen historische Romane, die sich mit realen Persönlichkeiten aus der Geschichte befassen, besonders gut, denn dadurch lerne ich sehr viel Interessantes und Informatives ohne ein oftmals etwas trockenes Sachbuch studieren zu müssen.
So auch hier, wo ich mit der Geschichte von Mozarts Schwester konfrontiert wurde, Maria Anna Mozart (1751-1829)das allbekannte Nannerl.
Die Schwester des legendären Komponisten war selbst Pianistin, die trotz der Tatsache dass sie immer im Schatten ihres Bruders stand, selbst auch einer imposante und starke Frauenfigur war. Die Beziehung der Geschwister war eng und und die haben einander immer geholfen und unterstützt. Vor allem als das Musikgenie große Geldsorgen hatte, stand Nannerl immer an seiner Seite und hat sich mitunter auch selbst ruiniert. Darüber hinaus konnte sie dem großen Genie nie folgen, trotz der Tatsache dass es ihr an Talent nicht mangelte, dennoch musste sie sich im heiratsfähigen Alter mit Klavierunterricht zufriedengeben.
Der wunderbare Schreibstil der Autorin erlaubt es dem Leser ins 17. Jahrhundert einzutauchen und die bildhaften Beschreibungen der einzelnen Schauplätze runden das Kopfkino ab.
Eine absolute Leseempfehlung für Fans der historischen Romane und nicht nur für sie.

Bewertung vom 18.05.2021
Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang
Kucher, Lutz

Auf fliegender Mission 1 - Ein stürmischer Anfang


ausgezeichnet

Von büchernarr

Kasimir ist ein fliegender, sprechender Teppich der nach vielen turbulenten Abenteuer auch in unserem Hier und Jetzt ein Zuhause findet. Stella, Matteo und Hanna machen mit ihm Bekanntschaft und erfahren so Einiges über ihren neuen Freund. Mit einem kleiner Rückblick erklärt Kasimir seine Geschichte und vor allem wie es dazu kam, dass er bei den Geschwistern gelandet ist. Nun gilt es das nächste Abenteuer zu überstehen und die Geschwister sind diesmal aktiv mit dabei.
In dem Buch geht es unter anderem um wichtige Themen wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Klimawandel, Umweltschutz. Ich fand es sehr gut, dass das Buch über solche Themen spricht/schreibt und gleichzeitig aber auch Spannung enthält, dies gibt Anregungen sich auch nach dem Lesen des Buches damit weiter zu beschäftigen.
Das Buch ist ab einer Altersgruppe von acht Jahren ausgeschrieben. Die Sprache und der Schreibstil sind somit leicht verständlich. Die Illustrationen sind schön gestaltet, dennoch hätte ich mir ein wenig mehr Farbe gewünscht.
Das Ende des Buches deutet schon auf das nächste Abenteuer hin, so dass der Leser schon mal eine Kostprobe bekommt. Wir werden die Reihe gerne weiterverfolgen und freuen uns schon auf Band zwei.

Bewertung vom 18.05.2021
Der Himmel ist hier weiter als anderswo
Pauling, Valerie

Der Himmel ist hier weiter als anderswo


ausgezeichnet

Fee ist eine alleinerziehende Mutter mit vier Kindern, ihr Mann, mit dem sie eine glückliche Ehe verband, starb von ein paar Jahren und seitdem versucht sie immer noch mit dem Verlust zurechtzukommen. Als sie noch ihre Wohnung und ihren Job verliert, ist die Katastrophe vollständig. Doch es kommt anders und zweitens als man denkt. Sie kauft von Jans Lebensversicherung einen leer stehenden Gasthof, über den sie durch Zufall mehr schlecht als recht stolpert inmitten einer traumhaften Umgebung umgeben von der Natur.
Trotzdem erweist sich ihr neuen Vorhaben nicht ohne Schwierigkeiten, denn das Haus ist renovierungsbedürftig und die Kosten häufen sich. Darüber hinaus sind die Dorfbewohner des neuen Gegend alles andere als hilfsbereit. Wird es Fee schaffen, ihre Familie zusammenzuhalten und ihnen das glückliche Zuhause zu bieten, das sich sich nach den Schicksalsschlägen erhofft hat? Und wird sie ihrem leben eine zweite Chance geben, sich wieder zu verlieben?
All das wird natürlich nicht verraten, nur so viel ist klar: der Roman liest sich im Handumdrehen mit der einfühlsamen und verträumten Schreibart der Autorin. Nach den idyllischen Beschreibungen und den rührenden Szenen hat man das Bedürfnis direkt dorthin zu reisen und auf genau so ein schönes Café zu hoffen, dass Fee eröffnet. Ein richtiges Wohlfühlbuch!

Bewertung vom 18.05.2021
Wie Träume im Sommerwind
Herzog, Katharina

Wie Träume im Sommerwind


ausgezeichnet

Bei diesem Buch muss man einfach erstmal ein paar worte zu dem wunderschönen Cover sagen Die herrlichen bunten, in seichten Pastellfarben abgebildeten Blumen lassen der ihren Duft erahnen und man möchte direkt mit dem Lesen beginnen. So ist es mir auch ergangen als ich das Buch in die Hände genommen habe.
Die Geschichte ist wunderbar für einen Sommerurlaub gedacht und treffend zu dieser Jahreszeit erschienen.
Nun ein wenig zu Inhalt: Die Geschichte handelt über zwei Schwestern und beschreibt die Familienverhältnisse in guten wie in schlechten Zeiten, aber auch die Liebe kommt bei diesem gefühlvollen Roman nicht zu kurz. Emilia lebt in Paris, ist jedoch als Kind mit ihrer Schwester Clara auf dem Rosenhof in Usedom aufgewachsen. Als Clara einen schweren Unfall erleidet und im künstlichen Koma liegt beschließt Emilia kurzerhand ihr leben in Frankreich stehen zu lassen und sich um Claras Kinder zu kümmern als auch den Hof zu retten. Beides sind keine einfachen Entscheidungen, zumal der Hof auch seine eigenen Probleme aufweist. Und dann ist da auch noch das Wiedertreffen mit Josh, der Emilia einmal sehr ans Herz gelegen hat. Gibt es für die beiden eine zweite Chance?
neben der sympathischen und romantischen Geschichte sind auch die Gärten Beschreibungen einfach himmlisch und man möchte direkt nach England reisen um sich diese Pracht in ihrer ganzen Größe anzuschauen. Entspannte Lesestunden garantiert!

Bewertung vom 18.05.2021
Viktor
Fanto, Judith

Viktor


sehr gut

Das Buch ist die Familiengeschichte einer jüdischen Familie. Es handelt sich um einen interessanten Roman, jedoch verlangen die viele Zeitsprünge und Namen die im der Geschichte vorkommen, große Aufmerksamkeit und genaues Lesen, wenn man nicht durcheinander kommen soll. der Familienstammbaum am Anfang des Buches tut sein Gutes dabei und ich fand ich sehr hilfreich.
Das Buch ist sowieso kein Urlaubsschmöker, die Erzählung der jüdischen Familie gibt tiefen Einblicke in die jeweiligen Geschehen der damaligen Zeit (das Buch spielt auf zwei Zeitebenen in Wien des Jahres 1914 und in Nimwegen des Jahres 1994). Es ist eine wahre Geschichte, was mich noch mehr angesprochen hat, obwohl es auch viele fiktive Geschichten dieser Zeit gibt, die äußerst real klingen und es wahrscheinlich mehr oder weniger sind.
Die junge Studentin Judith wird mit ihrer Vergangenheit und dem Judentum konfrontiert und erfährt, dass ihre Großeltern während des Zweiten Weltkrieges aus ihrer Heimatstadt Wien flohen und über Belgien in die Niederlande, ausgewandert sind. Seitdem verschweigen alle in der Familie das Thema Jüdischsein und erst die vielen Recherchen aus Judiths Seite lassen geben ihr neue Einblicke in dieser Religion und Lebensweise. Dabei lernt sie durch das Geschriebenen auch Viktor kennen, den Bruder ihres Großvaters der als schwarzes Schaf der Familie galt. Doch dieser hatte auch eine ganz andere Seite, die Judith in Nachhinein klar wird.
Das Buch ist eine weitere tragische Familiengeschichte von Juden, die auf ihre eigene Art versuchten mit den ganzen Geschehnissen damals zurechtzukommen und obwohl sie es schafften, die Katastrophe zu überwinden waren doch ihre verschütteten Wurzeln immer tief in sie miteingebunden.

Bewertung vom 03.05.2021
Fertig ist die Laube / Online-Omi Bd.15
Bergmann, Renate

Fertig ist die Laube / Online-Omi Bd.15


ausgezeichnet

Renate Bergmann ist zurück und wir alle freuen uns. Dieses Mal muss sich die sympathische alte Dame gemeinsam mit ihrer Freundin Gertrud um den Kleingarten von deren Lebensgefährten Gunter kümmern, der wegen einer Operation mit anschließender Reha sich erstmal ausruhen muss. Die Kleingartensiedlung wird dabei regelrecht unsicher gemacht. Gleichzeitig werden den Lesern hilfreiche Tipps und Tricks zur Kleingärtnerei gegeben. Mit ihrer lockeren und unbeschwerten Art, erzählt die Online Oma Renate Bergmann von ihrem neusten Erlebnis, das nicht so einfach ist wie es anfangs scheint. Eine angenehme Unterhaltung, bei der man sich immer wieder selber beim Schmunzeln erwischt, zwar leichte Kost durch und durch aber es muss ja nicht immer zu anspruchsvoll sein. Gerade jetzt für die Sommerzeit eignet sich das Buch sehr.
Wer Renate Bergmann kennt und mag, wird auch dieses Buch mögen und ich bin jetzt schon gespannt, welche Abenteuer Renate als Nächstes erleben wird.

Bewertung vom 03.05.2021
Zeit für Träume / Senfblütensaga Bd.1
Langenbach, Clara

Zeit für Träume / Senfblütensaga Bd.1


sehr gut

Die Senfblütensaga ist der erste Band einer neuen aufregenden dreiteiligen Familiensaga. Wir schreiben das Jahr 1905 in Strasbourg: Emma Bergmann möchte gerne studieren doch das war damals für Frauen leider keine Option. Ihre Eltern wollen sie mit dem Sohn eines Fuhrunternehmers verheiraten um ihr ein sorgenfreies Leben zu sichern. Emma ist anfangs nicht glücklich darüber, doch als sie sich kennenlernen und sie Carl auch sympathisch findet stellt sich als positive Überraschung heraus. Zusammen schmieden sie Pläne und träumen von einer Senffabrik. Doch als Emma merkt, dass Carls Freund Antoine sich nicht unberührt lässt, gerät sie zwischen zwei Fronten..
Trotz der guten Aufmachung hat das Buch mich nicht so ganz überzeugen können. Die Geschichte wirkte manchmal etwas zu gekünstelt und die Schreibstil konnte mich nicht in die damalige Zeit versetzen. Der Wunsch nach Freiheit und Anerkennung wurde jedoch gut ausgearbeitet, obwohl der Enthusiasmus manchmal ein wenig übertrieben war. Fazit: weniger ist mehr, ich hoffe dass die kleinen Fehler im zweiten Teil behoben werden und man die Geschichte weiterhin genießen kann.

Bewertung vom 03.05.2021
Die Geschichte von Kat und Easy
Pásztor, Susann

Die Geschichte von Kat und Easy


ausgezeichnet

Das Buch erzählt eine Geschichte in zwei Zeitebenen. Als erstes kommt der Leser mit dem Jahr 1973 in Kontakt. In Laustedt erfahren wir über das Leben zweier teenager, Katharina und Isolde, welche als Kat und Easy ein unschlagbares Team sind. Sie teilen alle Geheimnisse miteinander und gehen durch dick und dünn. Doch ein tragischer Unfall beendet ihre Freundschaft obwohl nicht einmal die Tatsache, dass sie sich in den gleichen Jungen verliebten, dies konnte.
Doch nach fast 50 Jahren verabreden sich die beiden Frauen zu einem Treffen in einem alten Haus auf der griechischen Insel Kreta. Wird jetzt endlich Klarheit über die Verhältnisse von damals geschaffen? Die Autorin hat mit ihrem Roman einen tiefgründigen Roman präsentiert, der neben das Thema Freundschaft auch die malerische Insel Kreta bildlich sehr lebendig beschreibt. Der Leser hat den Eindruck mittendrin im Geschehen zu sein, die Meeresluft einzuatmen und die Olivenhaine zu riechen. Auch die 70er Jahre werden wieder ausgesprochen lebendig und wer schon etwas älter ist und das Buch liest, wird sich in so einigen Situation wiederfinden.
Was mitunter auch sehr interessant war zu lesen, ist der Wandel den die zwei Frauen als Persönlichkeiten durchgehen und durch den ständigen Perspektivwechsel leibt die Spannung auf hohem Niveau. Schade, dass das Buch so schnell zu Ende war. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 25.04.2021
Die dritte Frau
Fleischhauer, Wolfram

Die dritte Frau


weniger gut

Dieses Buch hat mich nicht so sehr fesseln können und selbst vom Cover her, hätte ich es nur schwer zur Hand genommen. es war aber ein Geschenk und somit habe ich es gelesen. Ich denke, das lag zum größten Teil daran, dass ich die historischen Personen, die darin vorkommen, nicht kannte und auch nicht recht warm werden konnte mit ihnen.
Die Geschichte handelt von einem Autor, der vor mehr als zwanzig Jahren sein Erstlingswerk über ein eher unbekanntes Gemälde im Louvre geschrieben hat. Jetzt bekommt er einen Brief von einem der Nachfahren einer der Frauen auf dem Gemälde, der ihn zu einem Besuch einlädt. Doch als sich der Autor tatsächlich dazu entscheidet und sich auf den Weg nach Frankreich macht, ist der Mann bereits verstorben und er trifft auf seine Nichte, Camille Balzac. Er ist fasziniert von der mysteriösen, wunderschönen Frau und es beginnt ein Wechselbad aus Verführung und Zurückweisung. Doch Camille hütet ein dunkles Geheimnis.
Die Sprache des Romans ist recht kompliziert und gewöhnungsbedürftig. es kommen auch oft Wörter aus dem Französischen vor. Die vielen Informationen, Personen und historischen Ereignisse sind teilweise sehr verwirrend sodass ich nicht immer mit der Handlung mitkam.
Leider fand ich den Schluss auch nicht schlüssig und die Geschichte lies mich insgesamt etwas enttäuscht zurück.

Bewertung vom 25.04.2021
Das Flüstern der Bienen
Segovia, Sofia

Das Flüstern der Bienen


ausgezeichnet

Das Flüstern der Bienen erzählt die Geschichte einer Familie im Nordosten Mexikos. Simonopio wird als Kind mit der Hasenscharte geboren. Kurz nach nach seiner Geburt schwirren die Bienen um ihn umher und seine Verbundenheit zur Natur ist aussergewöhnlich. Er wächst als Findelkind im Schutz der Großgrundbesitzerfamilie Morales auf. Während im Laufe eines Jahrhunderts Epidemien, Kriege, Revolutionen und mehr über das Land hereinbrechen, geht das das Dorfleben von Linares, auf La Amistad, dem Gut der Familie Morales, Generation für Generation seinen Gang.
Darüber hinaus werden auch andere Charaktere im Buch zum Leben erweckt, jeder mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen Ecken und Kanten.
Sofía Segovia ist eine wirklich große Geschichtenerzählerin. Mit dem Auftreten der Spanischen Grippe fühlt man sich sofort an die heutige Corona-Pandemie erinnert, daher ist das Buch auch aktueller denn je. Mir hat das Buch mit seiner ungewöhnlichen Geschichte sehr gut gefallen und ich vergebe gerne die volle Punktzahl dafür.