Benutzername: büchernarr
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Bewertungen

Insgesamt 59 Bewertungen
Bewertung vom 27.08.2017
Bea macht blau
Hennig, Tessa

Bea macht blau


sehr gut

Bea ist als verheiratete Mutter einer rebellischen Studentin doch nicht so glücklich wie sie dachte. Zuerst will ihre Tochter mit einem Mann zusammenziehen, den sie alles andere als geeignet findet anstatt ihr Studium nach dem Abi fortzusetzen und zweitens erfährt sie, dass ihr Mann sie mit einer jüngeren Kollegin betrügt. Kurzerhand wird ihr alles ein bischen zu viel und sie beschliesst in Urlaub zu fahren und zwar nach San Sebastian, wo sie als Kind ihre Urlaube verbracht hat. Dort bei der Pension von Maria erhofft sie sich zur Ruhe zu kommen aber es erwarten sie überraschende Neuigkeiten. Hinzu kommt das Wiedersehen mir ihrer Schwester, die sich fünfzehn Jahre lang nicht gesehen haben und welche verschiedener nicht sein können. Bea die Perfektionistin versus Karin die Weltenbummlerin. Na, wenn das mal gut geht... 
Der Stil des Buches ist schon vom Cover her klar. Leicht und lustig, gut geeignet für den Strandurlaub und genau so hab ichs von vornerein beurteilt und wurde nicht enttäuscht. Sicherlich nicht das Richtige für Leserinnen, die tiegründigere Themen bevorzugen. Mich entspannt so ein Buch ab und zu und dieses hat sein Ziel erreicht. Ich fühlte mich gut unterhalten und vergebe dafür vier Sterne.

Bewertung vom 26.08.2017
Der Sandmaler
Mankell, Henning

Der Sandmaler


gut

Das Buch versucht mithilfe einer Story uns die Situation Afrikas zu beschreiben, die positiven als auch die negativen Seiten. Im Grossen und Ganzen schafft es auch sein Ziel, man ist bedrückt von der Armut und der grossen gesselschaftlichen Schichtunterschiede und beeindruckt von den atemberaubenden Landschaften und der Wärme der Menschen. Eigentlich verläuft alles im Buch so wie es man sich vorstellt, was heisst, das Buch bietet keine interessante Überraschungen. 
Die zwei Protagonisten sind als Charaktere sehr unterschiedlich. Da ist einmal Stefan, Kind aus reichem Hause und Elisabeth, die die Privilegien eines aus der Oberschicht stammenden nicht erlebt hat. Beide finden sich nach eine Beziehung in der Schulzeit in Afrika wieder. Durch ihre Erlebnisse spiegelt der Autor die verschiedenen Perspektiven des Landes sowie seine politische Lage. Der eine ist oberflächlich und desintiressiert and dem Ganzen, die andere saugt alles in sich rein und ändert an vieles ihre Denkweise. 
Das Buch hat micht trotz des namenhaften Autors nicht sehr beeindruckt, es war für mich einfach zu vorhersehbar und ohne einen gewissen Charme. Zudem fand ich den Preis für die 160 Seiten etwas happig.

Bewertung vom 26.08.2017
Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3
Ferrante, Elena

Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3


ausgezeichnet

Endlich geht die Napolitanische Saga weiter und für jeden der den zweiten Band schon vor einiger Zeit gelesen hat, gibt es am Anfang noch eine kurze Personenbeschreibung, da in den Ferrante Büchern immer so viele Namen vorkommen. Weiter geht es mit den mittlerweile Erwachsenen Freundinnen Lila und Elena, die beide ihre Schwierigkeiten zu meistern haben. Lila hat sich von ihrem reichen Mann getrennt und versucht nun ihren Lebensunterhalt als Arbeiterin in einer Wurstfabrik zu gewinnen unter schwierigen Konditionen. Deshalb ist sie auch im Vordergrund als die Gewerkschaften versuchen die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu verbessern. 
Elena ist durch ihr Buch erfolgreich, erntet jedoch in Neapel gute und schlechte Kritik. Sie wird im Laufe der Jahre heiraten und eine Familie gründen, was sie jedoch von ihrer Eifer des Schreibens entfernen wird. 
In dritten Buch der Saga merken wir, dass das Leben wie so oft seine sonnige und weniger sonnige Tage hat und so ergeht es auch den beiden Freundinnen. Ihre merkwürdige, teils liebevolle, teils voller Eifersucht beladene Freundschaft bleibt auch hier im gleichen Schema erhalten und jeder von uns mag natürlich jetzt gespannt sein auf den vierten und letzten Teil der Tetralogie.

Bewertung vom 26.08.2017
Ein Gentleman in Moskau
Towles, Amor

Ein Gentleman in Moskau


ausgezeichnet

Graf Alexander Rostov wird im Moskau der 20er Jahre verhaftet und zu einem lebenslangen Hausarrest in seinem geliebten Hotel Metropole verurteilt. Der immer charmante und optimistische Graf räumt ohne Widerstand seine geräumige Suite und zieht in ein Dienstbotenzimmer unter dem Dach des Hotels, von dem er durch das Fenster das Geschehen der Außenwelt beobachtet. Nie aus der Ruhe kommend, freundet er sich mit dem Personal des Hotels an und erfährt alle Geschehnisse dieser bewegten Epoche aus all den wichtigen Persönlichkeiten der damaligen Zeit, die zu ihm kommen und ihn besuchen, seien es Spione, Männer der Politik, Journalisten, Schauspieler. Somit wird kein Tag wie der andere. Jedoch nimmt sein Leben eine interessante Wendung als ihm die Obhut eines Mädchens gegeben wird und er sich durch sie weiterhin zum besseren wendet und vieles dazu lernt. 
Das besondere an diesem Buch ist der wunderbare Schreibstil des Autors, der uns in eine andere Welt eintauchen lässt aus die wir gar nicht wieder auftauchen möchten.

Bewertung vom 20.08.2017
Mord im Cottage (eBook, ePUB)
Bednorz, Anna

Mord im Cottage (eBook, ePUB)


gut

Wer hier einen atemberaubenden, spannungsbeladenen Krimi sucht, ist fehlt am Platz. Der Begriff Krimi ist etwas weit hergeholt, es passieren weder blutüberströmte Morde noch hat hier ein Seriemörder sein Spiel. Einzig und allein geht es hier um eine Stadtliebhaberin und Autorin Namens Aoife, die nach der Trennung ihres Freundes in einer Schreibblokade gerät und Αusweg sucht. Ihr Verleger rät ihr in ein Cottage zu ziehen und so findet sie sich in ein irisches Dorf Namens Ard Carraig zusammen mit ihrem Kater Dr. Jingles wieder.
Doch gleich am nächsten Tag findet sie eines ihrer Bücher zerstört im Garten. Als darauf noch weitere folgen, ist ihr klar dass es jemand auf sie abgesehen hat. Bei der Suche nach dem Täter hilft ihr die Dorfgemeinschaft und vor allem der Barbesitzer Tom.
Alles in allem handlt es sich hier um eine angenehme Lektüre, die keine grosse Anstrengung erwartet, gut geeignet für den Sommer aber ohne das gewisse Etwas. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt.

Bewertung vom 20.08.2017
Sommer unseres Lebens
Wulf, Kirsten

Sommer unseres Lebens


gut

Ein Frauenbuch, das Urlaubsstimmung vermittelt mit einer interessanten Idee, die jedoch in der Umsetzung auf ein paar Schwierigkeiten gestossen ist.
Miriam, Hanne und Claude, alle mitsamt 25 Jahre jung lernen sich im Urlaub auf Portugal kennen und verbringen gemeinsam einen tollen Sommer. Das gegenseitige Versprechen sich mit 50 wiederzusehen wird pünktlich verwirklicht und die Reise nach Portugal wird wiederholt. Doch 25 Jahre sind eine lange Zeit und die drei Frauen haben alle ihre Lasten zu schleppen, die peau a peau an die Oberfläche kommen. Sei es die karrieresüchtige Miriam, die droht an all dem Stress krank zu werden, die Lokalbesitzerin Claude, deren Hip Lokal seine besten Zeiten hinter sich hat oder die Yogalehrerin und Mutter Hanne, die auch ihre Geheimnisse hat, alle Frauen verändern sich und ihr Leben nach dieser erneuten Begegnung.
Das Buch liess sich flüssig jedoch wird es nach der Hälfte etwas langatmig und somit langweilig.
Eine angenehme Urlaubslektüre ohne grosse Überraschungen. Mittelmässig, drei Sterne.

Bewertung vom 19.08.2017
Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf / Henkerstochter Bd.7
Pötzsch, Oliver

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf / Henkerstochter Bd.7


ausgezeichnet

Band Sieben der Henkerstochter Reihe und diesmal verschlägt es die Familie von Jakob Kuisl nach München, wo sie zum Rat der Zwölf gerufen werden, zu einem Scharfrichtertreffen der Oberliga. Insgeheim will er dort für seine jüngste Tochter einen passenden Bräutigam finden, doch es kommt anders als geplannt. Und obwohl die meisten Familienmitglieder anfangs eher verstimmt sind, beginnen alle eifrig sofort mit den Spekulationen als eine Reihe von Morden and jüngere Frauen die Stadt in Auffuhr bringt. Alle Frauen werden nach Henkersart ermordet somit sind die Henker als erste Verdächtige und Kuisl setzt alles drauf und dran der Täter ausfindig zu machen. 
Auch dieses Band der Henkerstochter Reihe macht seinem Namen alle Ehre und liest sich atemlos. Die Auflösung des Falles ist schlüssig wenn auch überraschend und die Schauplätze sind allersamt toll beschrieben, sodass man meint man ist im mittelalterlichen München present. 
Grosse Vorfreude jetzt schon auf dem nächsten Band!

Bewertung vom 01.08.2017
Der Freund der Toten
Kidd, Jess

Der Freund der Toten


ausgezeichnet

Ein wirklich lesenswertes Buch mit einem aussergewöhnlichen, besonderen Schreibstil, der Jess Kidd sicherlich zu einer Schrifstellerin ernennen wird über die noch in Zukunft viel gesprochen wird. 
Mahony, in einem Waisenhaus aufgewachsen macht sich auf der Suchen nach den Spuren seiner Mutter, als er erfährt, dass er aus einen irischen Dorf namens Mulderrig stam. Doch die Dorfbewohner sind alles andere als erfreut über sein Erscheinen. Geheimnisse werden gut gehütet und die einzige die zu ihm hält ist die etwas eigenartige Mrs. Cauley, mit der er sich aber letztendlich anfreundet. 
Ausser ihr sind da aber boch die Toten, die sich mit Mahony ihre Scherze erlauben, ihm aber doch im Endeffekt helfen. Denn Mahony hat die Gabe mit den Toten in Kontakt treten zu können. 
Ungewöhnlich, skurril und mit einer Prise schwarzen Humor wird dieses Buch zu einen einmaligem Erlebnis!

Bewertung vom 30.07.2017
Glaube Liebe Tod / Martin Bauer Bd.1
Gallert, Peter; Reiter, Jörg

Glaube Liebe Tod / Martin Bauer Bd.1


ausgezeichnet

Ein Polizeipfarrer als Ermittler. Diese innovative Idee hatte das Autoren Duo Peter Gallert und Jörg Reiter und hat damit eine gute Story erfunden. Als der Polizist Walter Keunert von der Duisburger Rheinbrücke springen will, weil man ihn wegen Korruption verdächtigt, versucht der Polizeipfarrer Martin Bauer ihn zu retten und springt selbst von der Brücke. Obwohl Keunert so gerettet wird wird er Stunden später ermordet aufgefunden.
Bauer beginnt zu ermitteln und stösst auf kriminelle Machenschaften, die sogar Mädchenhandel beinhalten. Als Mensch ist Bauer nicht fehlerfrei, obwohl ein Pfarrer und das macht ihn gerade sympathisch. Weitere wichtige Personen im Buch die eine ausschlaggebende Rolle spielen ist der Sohn des Opfers aber auch eines der Mädchen die zur Prostitution gezwungen werden.
Das Ende des Falles ist schlüssig und logisch aufgebaut. Der Schreibstil ist einfach und passend zu einem Regionalkrimi, wenn auch manchmal ein wenig trocken. Gerne lese ich auch Band zwei der Reihe.

Bewertung vom 28.07.2017
Tiefe Schuld / Toni Stieglitz Bd.2
Obermeier, Manuela

Tiefe Schuld / Toni Stieglitz Bd.2


sehr gut

Tiefe Schuld ist der zweiter Teil einer Krimireihe mit der Ermittlerin Toni Stieglitz als Protagonistin. Der erste Teil war mir bislang nicht bekannt, dies hat aber keineswegs den Lesefluss gestört. 
Zwei Jugendliche finden im Wald eine weibliche Leiche. Ihr Körper weist Misshandlungen auf, die schon vor längerer Zeit an ihr verübt worden waren. Stieglitz verdächtigt den Ehemann, nicht zuletzt weil ihr ehemaliger Freund sie auch misshandelte. Ist sie aber deshalb voreingenommen oder verfolgt sie letztendlich die richtige Spur? 
Der Krimi ist logisch aufgebaut, die Schlussfolgerungen stichfest und der Schreibstil einfach und auf den Punkt gebracht, wie es für einen Krimi sein sollte. 
Vielleicht ragt er nicht aus der Masse der Krimis als einer der Besten aus, ist aber auf jeden Fall lesenswert. Eine Leseenpfehlung von mir und vier von fünf Sternen vergebe ich.