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Benutzername: Bücherfreundin :-)
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Bewertungen

Insgesamt 80 Bewertungen
Bewertung vom 02.02.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


ausgezeichnet

Der Krimiroman hat mir richtig gut gefallen.

Die Autorin Maria Adolfsson erweckt Doggerland - eine Inselgruppe in der Nordsee zwischen Großbritannien und Dänemark, die eigentlich vor 8.000 Jahren versunken ist - wieder zum Leben. Dort spielt der erste Band der Doggerland-Reihe. Vorab: das Buch ist in sich abgeschlossen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut! Die Autorin beschreibt sehr plastisch. Sie schafft es Emotionen sehr gut rüberzubringen. Die Charaktere - allen voran Karen Eiken Hornby - haben alle ihren Ecken und Kanten, was mir super gefallen hat. Ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Auch die Umgebung und Landschaft wird sehr schön beschrieben.

Die Geschichte ist - was mir super gefallen hat - nicht so leicht zu durchschauen, erst ganz gegen Ende habe ich geahnt, wer der Täter sein könnte. Das hat die Spannung super erhalten; ich habe richtig mitgefiebert. Ich bin nur so durch das Buch geflogen, auf der Suche nach dem Täter. Ich mag es sehr, wenn die Bücher nicht so vorhersehbar sind.

Fazit:
Der erste Band der Doggerland-Reihe war fantastisch und hat genau meinen Geschmack getroffen. Von mir gibt es 5 Sterne. Ich freue mich schon auf den zweiten Band!

Bewertung vom 01.01.2019
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


sehr gut

Joe Bausch, der seit knapp dreißig Jahren als Mediziner in einem Hochsicherheitsgefängnis für Schwerverbrecher in Werl arbeitet, veröffentlicht nun mit „Gangsterblues“ einen Nachfolgeband zu „Knast“.

In zwölf Kapiteln berichtet er - in anonymisierter Form - von besonderen Geschehnissen im Strafvollzugsalltag. Die Geschichten werden unaufgeregt erzählt und haben meist ein mehr oder weniger offenes Ende; es bleibt Platz für eigene Interpretationen und Gedanken. Mir persönlich hätte etwas mehr Spannung in den Geschichten gut gefallen. Trotzdem fand ich die Einblicke in den Alltag in einer Strafvollzugsanstalt sehr interessant sowohl aus Sicht der Gefangenen als auch hinsichtlich der täglichen Herausforderungen der Mitarbeiter.

Fazit: Auch wenn ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Eine interessante Lektüre.

Bewertung vom 05.12.2018
Als das Leben vor uns lag
Santos, Care

Als das Leben vor uns lag


ausgezeichnet

1950 verbringen fünf Freundinnen einen letzten gemeinsamen - das Leben aller verändernden - Abend in der Klosterschule. 30 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen der fünf Frauen, bei welchem so manch Geheimnis zu Tage tritt.

Der Schreibstil ist gut. Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Es spielt in Spanien. Der erste Abschnitt führt den Leser ins Jahr 1950; der letze Abend der Freundinnen. Danach erfährt man über jede der fünf Frauen, was in der Zeit bis 1981 passiert ist, je in einem extra Kapitel. Die Autorin versteckt viele kleine Hinweise und Details. Der aufmerksame Leser kann schon viele Mosaiksteine zusammensetzen bevor es zum großen Treffen 1981 kommt. Die vielen kleinen Details und Hinweise haben mir gefallen. Das Ende ist recht offen und lässt Platz für Interpretationen und eigene Gedanken. Ein zwei Dinge hätte ich schon noch gerne erfahren.

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und werden schön beschrieben. Olga, die damalige Rädelsführerin fand ich furchtbar, damals schon und beim Treffen erst recht. Aber sie passt mit ihrer „Rolle“ ins Gesamtgefüge.

Fazit: Insgesamt ein gutes Buch, das ich empfehlen kann. Es gibt von mir 4,5 Sterne.

Bewertung vom 28.10.2018
Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder
Schier, Petra

Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder


ausgezeichnet

Es handelt sich um den neuesten Band der Santa Claus-Reihe von Petra Schier. Der Band ist in sich abgeschlossen und setzt kein Vorwissen voraus. Jedoch kann ich jedem nur ans Herzen legen, die ganze Reihe zu lesen. Sie ist einfach traumhaft weihnachtlich schön.

Mit dem diesjährigen Buch hat mich die Autorin erneut in eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte entführt. Ich liebe die Einblicke in die Arbeit von Santa Claus und seinen Elfen. Aber der Reihe nach: Santa Claus nimmt sich vor, einen Weihnachtshasser davon zu überzeugen, dass Weihnachten eigentlich doch sehr schön ist... Laura ist das Ziel. Sie hasst Weihnachten seit sie 12 ist. Das hat seine Gründe, sehr traurige Gründe, wie sich herausstellen soll. In der Folge stellt sich Laura nicht nur für Santa Claus und seine Helfer als harte Nuss heraus; aber er hat tatkräftige Unterstützung von Lissy, einer überaus süßen Fellnase. Aber was alles geschieht, das müsst ihr selber lesen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut: flüssig zu lesen, detailreich, gefühlvoll und plastisch. Die Charaktere sind schön beschrieben und man kann sich jeden Einzelnen super vorstellen. Ein Highlight der Geschichte ist Lissy - eine kleine Hundedame, deren Gedanken im Buch zu lesen sind. Das bereichert die Geschichte sehr; einfach toll. Was mir auch super gefallen hat, waren die Einschübe rund um Santa Claus. Zu gerne habe ich meine Nase mal in seine Welt gesteckt und gelesen, wie er so seine Arbeit erledigt. Einfach schön.

Fazit: Eine weihnachtlich-romantische Liebesgeschichte, welche ich sehr empfehlen kann.

Bewertung vom 12.10.2018
Nein ist das neue Ja
Nick, Désirée

Nein ist das neue Ja


weniger gut

Ich musste ich mich wirklich von Kapitel zu Kapitel quälen. Es handelt sich hier nicht wirklich um einen Ratgeber, sondern um - meines Erachtens - wahllos aneinander gereihte Lebensbereiche, in denen Frau Nick überwiegend von sich selbst und ihren Ansichten berichtet und von Begebenheiten bei welchen sie ihrer Ansicht nach super agiert hat und „nein“ gesagt hat. Leider kam ich mit dem Schreibstil oder besser gesagt dem Slang nicht so gut zu recht; mir ging es wirklich teilweise zu sehr unter die Gürtellinie. Nicht wirklich etwas, das ich lesen möchte. Ich habe etwas ganz anderes erwartet. Das einzigste was mir gefallen hat, waren die Zitate. Die waren ganz interessant.

Fazit: Wer einen Ratgeber erwartet, der sollte zu einem andren Buch greifen. Fans von Frau Nick werden bestimmt Freude an dem Buch haben. Von mir gibt es nur 1,5 Sterne; für mich war das Lesen des Buches reine Zeitverschwendung.

Bewertung vom 11.10.2018
Bösland
Aichner, Bernhard

Bösland


ausgezeichnet

Ben, der in seiner Kindheit unter seinem tyrannischen Vater leiden musste, hat seine Jugendzeit in der Psychiatrie verbracht. Er soll ein Mädchen brutal erschlagen haben. Dann viele viele Jahre später versucht er das Geschehene mit Hilfe einer Therapeutin aufzuarbeiten. Es ist extrem spannend, was ans Tageslicht kommt und was in der Folge alles passieren wird...

Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut: kurz, prägnant und spannend. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Buch hat mich total in den Bann gezogen; ich wollte immer wissen wie es weitergeht. Die Story wird von Ben - als Ich-Erzähler - in einzelnen recht kurzen Kapiteln erzählt; danach kommt immer ein Kapitel mit Dialogen zwischen Ben und einer weiteren Person. Die Dialoge sind mit Aufzählungszeichen versehen; das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Aber man hat immer schnell gemerkt, mit wem Ben spricht und wer welche Sätze sagt. Das ist wirklich gut gemacht.

Die Story ist wirklich sehr spannend und war für mich nicht vorhersehbar. Es kommt so manche überraschende Wendung. Die Protagonisten, Handlungen und Gefühle sind - meines Erachtens - authentisch dargestellt.

Fazit: Ich habe das Buch an einen Abend gelesen und kann es sehr empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne.

Bewertung vom 04.10.2018
Die Frauen der Kamelien-Insel / Kamelien Insel Saga Bd.2
Bach, Tabea

Die Frauen der Kamelien-Insel / Kamelien Insel Saga Bd.2


ausgezeichnet

Es handelt sich bei „Die Frauen der Kamelien-Insel“ um die Fortsetzung des Buches „Die Kamelien-Insel“. Man braucht das erste Buch allerdings nicht zu kennen. Dieses Buch ist quasi in sich abgeschlossen; die wichtigsten Ereignisse des ersten Bandes werden auch nochmals angesprochen.

Sylvia lebt mit Maël auf der Kamelien-Insel. Sie wünschen sich nach einer traumhaften Hochzeit nun ein Baby. Es will nicht richtig klappen und plötzlich kommt allerdings alles anders: Chloé, mit der Maël vor 8 Jahren ein Verhältnis hatte, steht plötzlich vor der Tür. Im Schlepptau angeblich Maëls Sohn Noah.... Das Ganze sorgt für große Aufregung und so einige Verwicklungen. Doch es geschieht noch viel mehr, aber lest selbst.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen: sehr detailliert und einfühlsam. Was mir auch sehr gefallen hat, waren die bretonischen Wörter, die immer wieder eingebaut wurden. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und hat mich direkt in den Bann gezogen. Teilweise habe ich sehr mitgefiebert und mich aber auch über Maëls Verhalten Sylvia gegenüber geärgert. Er hat teilweise sehr rücksichtslos agiert. Gegen Ende hat er dann allerdings die Kurve doch nochmal bekommen. Er ist eigentlich ja sehr sympathisch, aber die Sache mit Chloé hat ihn völlig aus der Bahn geworfen. Sylvia kam mir an manchen Stellen, insbesondere bei den Investitionen in die Kamelien-Insel sehr naiv vor. Aber mit Hilfe ihrer Anwältin wurde doch so Einiges wieder in die richtige Bahn gelenkt. Ich habe Maël und Sylvia gerne in dem Buch begleitet und freue mich nun schon sehr auf den dritten Band!

Fazit: Ich kann das Buch sehr empfehlen. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

Bewertung vom 17.09.2018
Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen! / Helikopter-Eltern Bd.2
Greiner, Lena; Padtberg-Kruse, Carola

Ich muss mit auf Klassenfahrt - meine Tochter kann sonst nicht schlafen! / Helikopter-Eltern Bd.2


sehr gut

Das Buch beleuchtet das - doch mitunter sehr seltsame - Verhalten von sogenannten Helikopter-Eltern. Von der Schwangerschaft bis zum Universitätsbesuchs des Sprösslings gibt es hier jede Menge Lustiges über die Helikopter-Eltern zu lesen. Jedem Kapitel ist ein kurzer Einleitungstext vorangestellt; daran schließen sich Anekdoten und kurze Geschichten an. Am Ende des Buches gibt es noch Schilderungen aus der Sicht der überbehüteten Kindern. Bereichert wird das Ganze durch lustige Illustrationen.

Für mich war das Buch eine lustige und unterhaltsame Leseauszeit. Es lässt sich schnell lesen und ist kurzweilig. Manche Situationen kamen mir durchaus bekannt vor, was mir dann das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat. Ich denke jeder wird ein paar Helikopter-Eltern kennen und weiß was ich meine.... Ich hätte mir allerdings etwas mehr von den Autorinnen selbst gewünscht; die Einleitungen bzw. Anmerkungen empfand ich als etwas kurz. Größtenteils besteht das Buch aus den kurzen Geschichten und Anekdoten, welche nacheinander im jeweiligen passenderen Kapitel zu lesen sind.

Fazit: Ein kurzweiliges, lustiges Buch für zwischendurch, welches mich gut unterhalten hat. Von mir gibt es 4 Sterne.

Bewertung vom 06.09.2018
Meeresrauschen und Inselträume
Mallery, Susan

Meeresrauschen und Inselträume


ausgezeichnet

In dem dritten Band der Reihe geht es um Nina. Nina ist Arzthelferin und lebt und arbeitet auf Blackberry Island. Sie hat den Absprung von dort nie geschafft; auch aufgrund ihrer etwas ungewöhnlichen Familie, durch die es zuweilen doch sehr turbulent zugeht. Als plötzlich - nach langen Jahren - ihr Ex-Freund Dylan auftaucht und ein zweiter Mann seinen Hut in den Ring schmeißt wird es erst richtig verzwickt für Nina. Was alles passiert müsst ihr allerdings selber lesen...

Der Schreibstil der Autorin ist ganz wunderbar: leicht, locker und mit der nötigen Portion Humor versehen. Die Seiten verfliegen nur so. Die Autorin schafft es die doch recht schweren Themen (unverwirklichte Träume, sitzengelassen werden sowie eine schwierige Kindheit durch eine Mutter die keine Verantwortung übernehmen wollte) auf sehr feinfühlige Art zu beleuchten. Die Geschichte ist tiefgründig und doch zugleich leicht zu lesen. Das Buch hält für den Leser eine breite Palette an Gefühlen bereit; manches mal musste ich dann doch mal zu den Taschentüchern greifen, aber auch Humor kommt nicht zu kurz. Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen und mitzuerleben, wie Nina es doch noch schafft ihre Träume zu verwirklichen und sich endlich von der Insel, ihrer Mutter und Schwester und ihrer Verantwortung, die sie immer übernehmen musste, lösen kann.

Die Charaktere und die Umgebung werden sehr detailliert und bildhaft beschrieben. So hat der Leser eine genaue Vorstellung davon.

Der dritte Band ist, wie auch die beiden Vorgängerbände, sich abgeschlossen. Vorkenntnisse braucht man keine; aber es ist total schön, die „alten Bekannten“ wieder zu treffen und zu erfahren, wie es ihnen so ergangen ist. Das was klasse!

Fazit:
Ein tolles Buch, welches ich ganz klar empfehlen kann. Die Geschichte hat mich so schnell nicht losgelassen und erhält von mir 5 Sterne!

Bewertung vom 30.08.2018
Das andere Haus
Fleet, Rebecca

Das andere Haus


ausgezeichnet

Caroline und ihr Mann Francis nehmen an einem Haustausch teil. Sie freuen sich auf eine gemeinsame Auszeit; doch bald merkt Carolin, dass hier etwas nicht stimmt. Die Vergangenheit ist dabei sie einzuholen, dabei hatte sie diese doch so tief vergraben...

Der Schreibstil ist super: einfach, klar, sehr bildlich und flüssig. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Überwiegend wird die Geschichte aus Carolines Sicht erzählt, aber es finden regelmäßig Perspektivwechsel zu Francis und dem Eigentümer der Wohnung statt; dadurch bekommt man ein umfassendes Bild. Das hat mir gefallen.

Die Autorin schafft es eine gute Spannung aufzubauen. Durch falsche Fährten und überraschende Wendungen bleibt es auch immer spannend. Ich wollte immer wissen wie es weitergeht und habe gerätselt, was da wirklich dahinter steckt. Da die Geschichte - zumindest für mich - nicht vorhersehbar war, ist es dauerhaft sehr spannend.

Für alle zartbesaiteten Leser noch der Hinweis: der Thriller ist nicht grausam oder blutig. Aber trotzdem richtig spannend.

Fazit: Sehr gelungener Thriller, dem ich auf jeden Fall empfehlen kann. Von mir gibt es 5 Sterne.