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Bücherfreundin :-)
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am Rhein

Bewertungen

Insgesamt 93 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2019
Das Haus der Sehnsucht
Gold, Romina

Das Haus der Sehnsucht


ausgezeichnet

Michelle und Alexander. Liebe auf den ersten Blick, aber eine Liebe die nicht sein darf. Denn Alexander ist verheiratet, hat ein Kind und seine Frau ist die „Chefin“ von Michelle. Und zudem ist sie auch noch schwer krank. Der Kopf sagt nein, aber die Anziehung ist riesig...

Sehr gefühlvoll beschriebt die Autorin die widerstrebenden Gefühle der Protagonisten, eine Liebe die eigentlich „verboten“ ist, aber so stark ist, dass es schon wehtut. Der Schreibstil ist einfach und klar, super zu lesen und sehr bildlich. Es war ein kurzweiliges und sehr emotionales Lesevergnügen. Die Autorin hat mich mit der Geschichte rund um Michelle und Alexander sehr berührt und von der ersten Seite an in den Bahn gezogen.

Auch die Thematik „Depression“ wird sehr authentisch aufbereitet, sowohl aus Sicht der Betroffenen als auch aus Sicht des Umfelds. Das fand ich sehr gelungen.

Fazit: Ich kann das Buch sehr empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne!

Bewertung vom 11.05.2019
Auris / Jula Ansorge Bd.1 (eBook, ePUB)
Kliesch, Vincent

Auris / Jula Ansorge Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Auris“ ist der Spitzname des forensischen Phonetikers Matthias Hegel beim BKA. Kurz nach einem erfolgreichen Einsatz gesteht er einen - zuvor von ihm verübten - Mord an einer Obdachlosen. Jula stößt in ihrer True-Crime-Podcast-Reihe auf den Fall „Hegel“ und ist sich sicher, dass da etwas nicht stimmen kann. Sie beginnt zu „ermitteln“, aber jemand möchte nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und er fährt schwere Geschütze auf. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen: klar, sehr gut verständlich, sehr bildlich und richtig spannend. Die Geschichte hat mich von Anfang an in den Bann gezogen, ich musste einfach immer weiter lesen und zusammen mit Jula rausfinden, was wirklich hinter den Mord an der obdachlosen Frau steckt. Die Spannung wird über das ganze Buch sehr gut gehalten. Die Kapitel sind sehr kurz; das hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere werden super beschrieben, ich konnte mir jeden einzelnen sehr gut vorstellen.

Der Plot und der Ausgang haben mir super gut gefallen; auch das (etwas offene) Ende. Dadurch ist denke ich Potential da, für eine weitere Geschichte mit Jula und Matthias Hegel. Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen und würde gerne weiter von den Beiden lesen!

Der Thriller ist nicht extrem blutig oder grausam. Ich als etwas zartbesaitetere Leserin konnte das Buch ohne Probleme lesen. Das fand ich sehr gut.

Fazit: Ein super spanender Thriller den ich sehr empfehlen kann.

Bewertung vom 25.04.2019
Strandkörbchen und Wellenfunkeln / Lichterhaven Bd.3
Schier, Petra

Strandkörbchen und Wellenfunkeln / Lichterhaven Bd.3


ausgezeichnet

Es handelt sich um einen weiteren Roman der „Lichterhaven-Reihe“; auf das Erscheinen habe ich mich schon sehr gefreut! Das Buch ist in sich abgeschlossen und Vorkenntnisse aus den Vorgänger-Bänden sind nicht erforderlich; aber wenn man die Vorbände kennt, ist es einfach wunderbar, die „alten Bekannten wieder zutreffen“. Das macht einem dieses wunderbare Buch gleich umso vertrauerter.

Lars steht nach über 10 Jahren mit einen schwerverletzten Hundebaby vor Louisa, die zwischenzeitlich Tierärztin geworden ist. Er war Ihre erste große Liebe; ihre Gefühle, die sie eigentlich gut verschlossen halten wollte nach einer großen Enttäuschung damals, kommen richtig durcheinander. Aber nicht nur ihre, wie sich im weiteren Verlauf herausstellt. Louisa und Lars sind einfach füreinander bestimmt; aber merken sie das auch selbst? Lest selbst!

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt super. Einfach, klar und flüssig zu lesen. Sehr bildlich; ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Buch hat mich direkt in den Bann gezogen; ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Der Einstieg in das Buch war sehr emotional mit dem verletzten Hundebaby; aber es ist ja nochmal gut gegangen. Die Gedanken des kleinen Hundes sind in kursiver Schrift immer wieder an passender Stelle eingefügt. Das finde ich so wunderbar; dadurch wächst einem die kleine Fellnase noch mehr ans Herz und man weiß was in ihr vorgeht und warum sie sie reagiert, wie sie reagiert. Außerdem finde ich es teilweise auch wirklich goldig und lustig die Gedanken zu lesen! Musste an so mancher Stelle wirklich schmunzeln und lachen.

Louisa ist mir sehr sympathisch; eine junge ehrgeizige Frau. Lars war mir auch sehr sympathisch; er hatte es nicht einfach und hat sich in der Zeit seiner langen Abwesenheit sehr zum Besten entwickelt. Die Familie von Louisa ist klasse; insbesondere der Großvater gefällt mir gut. Einfach ein Original...

Die Gefühle wurden sehr authentisch beschrieben und kamen auch bei mir an. Ich habe so sehr mitgefiebert, das alles gut wird zwischen Louisa und Lars. Oder auch die Ängste der Geschwister von Louisa, dass sie wieder so verletzt wird. Einfach klasse. Eine Geschichte die direkt ins Herz geht.

Fazit: Ich kann das Buch - wie auch die Vorgänger-Bände - sehr empfehlen. Und warte jetzt gespannt auf den nächsten Band.

Bewertung vom 14.04.2019
Ostseeangst / Pia Korittki Bd.14
Almstädt, Eva

Ostseeangst / Pia Korittki Bd.14


ausgezeichnet

Das war mein erstes Buch mit der Ermittlerin Pia Korittki. Ich kannte die Vorbände der Reihe nicht; da das Buch in sich abgeschlossen ist, war dies kein Problem. Vorwissen wird nicht benötigt, alles wichtige aus der Vergangenheit wird gut erklärt. Ich war von dem Band so begeistert, dass ich zwischenzeitlich schon Band 1 bis 4 gelesen habe. Und ich muss sagen, mir gefällt mir die Reihe richtig gut.

Zum Inhalt verwiese ich auf den Klappentext. Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, da sonst die Spannung genommen wird.

Der Schreibstil ist klasse; gut zu lesen, einfache und klare Sprache. Alles wird super erklärt. Die Schauplätze werden anschaulich beschrieben, ebenso wie die Charaktere. Insgesamt werden recht viele Charaktere eingeführt; es war aber zu keiner Zeit unübersichtlich deshalb. Der Fall ist sehr undurchschaubar; auch aufgrund der vielen Charaktere und Handlungsstränge. Das hat mir super gefallen und die Autorin lässt dem Leser viel Freiraum zum spekulieren und rätseln, was die Hintergründe sind und wer der Täter/die Täterin ist. Die Spannung wird gut gehalten und durch geschickte Wendungen verstärkt sich die Spannung noch mehr. Erst ganz gegen Ende hat sich alles aufgelöst; und mit dieser Auflösung hätte ich nie gerechnet. Richtig gut!

Pia ist mir sehr sympathisch gewesen. Sie hat ihre Ecken und Kanten, macht öfters mal Alleingänge und ist nicht immer berechenbar; auch nicht für ihre Kollegen. Das macht es richtig spannend von ihr zu lesen.

Fazit: Ein Buch, das ich sehr empfehlen kann. Mich hat es direkt in den Bann gezogen. Von mir gibt es 5 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.03.2019
Das bretonische Haus der Lügen
Löw, Mia

Das bretonische Haus der Lügen


ausgezeichnet

In den Buch „Das bretonische Haus der Lügen“ ist ein Buch über ein Familiendrama der besonderen Art. Adrienne - eine junge Ärztin, die gerade traumatisiert von einem Auslandseinsatz in einem Krisengebiet komm - ist nach 10 Jahren Funkstille zum 60. Geburtstag ihrer Adoptivmutter in die Bretagne eingeladen. Dort angekommen, kommen alle Gefühle wieder hoch und viele Lügen und Intrigen ans Tageslicht...

Das Buch hat ein hohes Tempo, immer wieder geschehen neue Dinge oder es kommen Lügen zum Vorschein. Dadurch wurde es mir nie langweilig und das Buch hat mich richtig in den Bann gezogen. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und sehr vielschichtig und gegensätzlich. Das hat es zusätzlich spannend gemacht. Adrienne war mir sehr sympathisch und mir tat das, was ihr widerfahren ist sehr leid. Eva, ihre Adoptivmutter hingegen ist leider eine schreckliche Frau, die wahrscheinlich schon ihr ganzes Leben immer nur geschaut hat, dass sie „gut wegkommt“. Teilweise leider ohne Rücksicht auf Verluste und Gefühle. Ihr Mann, Martin, dagegen ist ein wirklich sehr sympathischer Mensch, der sich aber immer alles hat gefallen lassen; es erst jetzt geschafft hat, seiner Frau Kontra zu geben. Alles wirklich eine sehr verwobene Geschichte, die so manche Überraschung für die Protagonisten bereithält.

Die landschaftlichen Beschreibungen sind toll; am liebsten wäre ich direkt dorthin gefahren und hätte es mir in real angeschaut.

Gegen Ende gibt es noch so manche Überraschung und Versöhnung; über die ich mich für Adrienne sehr gefreut habe. Ich habe Adrienne gerne auf ihrem Weg begleitet.

Fazit: Der Titel macht dem Buch alle Ehre; die Familie basiert auf vielen Lügen und auch Intrigen. Auf jeden Fall lesenswert. Von mir gut es 5 Sterne.

Bewertung vom 26.03.2019
Liebes Kind
Hausmann, Romy

Liebes Kind


ausgezeichnet

„Dieser Thriller beginnt dort, wo andere enden!“ Dieser Satz trifft es genau und macht es gerade auch so spannend: Lena schafft es ihrem Entführer zu entkommen; doch damit scheint es noch nicht zu Ende zu sein. Was alles nach der Flucht passiert müsst ihr allerdings selbst lesen; ich verrate nur soviel: es ist meeeeega spannend.

Ich habe das Buch an einem Abend gelesen; ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Das Buch hat mich dermaßen in den Bann gezogen, ich musste einfach wissen wie die Geschichte endet. Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen. Und sehr spannend. Immer wechselnd wird die Geschichte aus Sicht der geflüchteten Lena, Lenas Tochter Hannah und Matthias, Lenas Vater, erzählt. Dadurch erfährt man sehr viele Informationen und bekommt umfassende Einblicke. Aber erst so nach und nach kommt man darauf was passiert ist. Wer der Täter ist, hätte ich nie erahnt. Wirklich super geschrieben, mit spannenden und überraschenden Wendungen und manchmal scheint es doch ganz anders als es dann im Endeffekt war. Einfach klasse.

Die Emotionen werden sehr authentisch beschrieben, beispielsweise die Panik von Lena, aber auch ihre Gefühle den Kinder gegenüber, die Gefühle der Eltern. Teilweise ist der Thriller etwas blutig oder grausam, insbesondere die Erniedrigungen gegenüber Lena. Aber auch für mich, die ich doch eher zartbesaitet bin, war es (noch) okay.

Fazit: Ein wirklich super Thriller-Debüt von Romy Hausmann; ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Von mir gibt es 5 Sterne. Ich hoffe bald noch mehr von der Autorin lesen zu können.

Bewertung vom 26.03.2019
Immer noch wir
Janus, Elja

Immer noch wir


ausgezeichnet

Sie sehen sich auf einer Ü30-Party und kommen sich vertraut vor: Carolin und Johannes. Nur woher kennen sie sich? Und dann löst sich das Rätsel: Lina und Joe. Sandkastenfreunde. Aber nun stehen sie vor einer Menge Herausforderungen... Werden Lina und Joe diese meistern? Lest selbst.

Das Buch lässt sich super lesen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Es wird alles sehr plastisch beschrieben und ich habe richtig mitgefiebert, wie die Geschichte zwischen Lina und Joe ausgeht. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen Joe und Lina erzählt. Dadurch erhält man umfassende Einblicke in die (Gefühls-)Welt der Beiden. Die vielfältigen Gefühle werden sehr authentisch beschrieben. Die Charaktere sind super herausgearbeitet; sie haben alle ihre Ecken und Kanten; so wie es im wahren Leben nunmal ist. Das macht es sehr interessant. Lina ist eine beeindruckende Frau, mit viel Durchhaltevermögen und starkem Willen. Joe ist sehr verletzlich und eher in sich zurückgezogen. (Zukunfts-)Angst ist ein Thema, bei Beiden; jeweils geprägt durch unterschiedliche Erfahrungen im jungen Alter. Unterschiedlicher könnten Lina und Joe nicht sein und gerade das macht es spannend. Es war interessant zu Lesen, wie beide vom andren profitieren und auch weiterentwickelt haben.

Fazit: Ein interessantes Buch über eine nicht alltägliche Begegnung zweier Menschen, die sich eigentlich kennen, wieder gefunden haben und drohen sich wieder zu verlieren. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Bewertung vom 10.03.2019
Hundeherz und Liebesglück / Lichterhaven (eBook, ePUB)
Schier, Petra

Hundeherz und Liebesglück / Lichterhaven (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Kurzroman „Hundeherz und Liebesglück“ spielt zeitlich parallel zu dem Buch der Autorin „Vier Pfoten am Strand“ ist aber ins sich abgeschlossen und kann unabhängig von den übrigen Romanen der Lichterhaven-Reihe gelesen werden. Aber ich verspreche euch, ihr bereut es nicht, alle zu lesen!

Aber von vorne: Elke, eine gestresste Flugbegleiterin möchte 6 Wochen Wellnessurlaub in Licherhaven machen, doch es kommt ganz anders als erwartet und so landet sie statt im Vier-Sterne-Hotel auf einem Bauernhof. Und das soll ihr ganzes Leben verändern...

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen: in der Gegenwart und 16 Jahre zuvor, als Elke das erste mal nach Lichterhaven kam. Jeder Zeitsprung ist deutlich gekennzeichnet und so gibt es keine Verwirrung. Der Schreibstil ist wunderbar! Einfach zu lesen, die Gefühle werden authentisch vermittelt, humorvoll und romantisch. Elke ist anfangs etwas eigen, aber ganz schnell habe ich - und nicht nur ich - sie in mein Herz geschlossen. Petra Schier arbeitet die Charaktere sehr schön aus, am Ende eines Buches fällt es mir immer etwas schwer Abschied zu nehmen, da es fast so ist, als lasse ich gute Bekannte zurück. Aber da es immer wieder neue Bücher von Lichterhaven gibt, komme ich immer wieder zurück und treffe auf „alte Bekannte“. Das mag ich sehr! Auch die Beschreibung der Landschaft ist traumhaft.

Fazit: Ich habe den kurzen Ausflug nach Lichterhaven sehr genossen; wieder habe ich ein paar Einwohner besser kennengelernt. Ein gelungener Kurzroman; ich vergebe 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Lichterhaven-Band.

Bewertung vom 08.03.2019
Worauf wir hoffen
Mirza, Fatima Farheen

Worauf wir hoffen


gut

Puh, die Rezension fällt mir unheimlich schwer. Es gibt Teile des Buches, durch die ich mich wirklich quälen musste, die zu detailliert und langatmig dargestellt wurden und Teile, die ich sehr gut fand.

Was meinen Lesefluss etwas gestört hat, waren - auch wenn es dadurch vielleicht authentischer wirkte - die einzeln eingebauten arabischen Wörter, die sich leider - zumindest für mich - nicht immer erschlossen haben. Was auch etwas schwierig für mich war, waren die Zeitsprünge, die leider nicht offensichtlich gekennzeichnet waren. Mal spielte es in der Gegenwart, dann waren die Braut und ihre Geschwister wieder Kinder; plötzlich dann volljährig; dann ein Sprung zu Beginn der Ehe der Eltern usw. Ich musste oft zurücklesen, um zu schauen, ob ich jetzt vielleicht einen Zeitwechsel verpasst habe. Das fand ich sehr mühsam. Vom Grundsatz mag ich Zeitsprünge und verschiedene Erzählebenen sehr gerne. Aber für mich sollte ein Wechsel schon kenntlich gemacht sein. Gut gefallen haben mir die Charaktere; sie wurden alle toll beschrieben und ich konnte mir alle super vorstellen. Gefühle wurden sehr authentisch vermittelt. Auch die kulturellen Begebenheiten wurden sehr schön dargestellt; auch die Zerrissenheit der Kinder, die in den USA großwerden und dennoch sehr streng religiös erzogen werden.

Am besten haben mir die Gedanken des Vaters zum Ende des Buches gefallen. Sie haben das Ganze gut abgerundet und manche Begebenheiten nochmal aus seiner Sicht dargestellt.

Fazit: Für mich hatte das Buch zu viele Längen; das sehr gute Ende und die Denkanstöße, die in der Geschichte enthalten sind, wiegen diese leider für mich nicht komplett auf. Von mir erhält das Buch in der Gesamtschau 3 Sterne.

Bewertung vom 07.03.2019
Lago Mortale / Simon Strasser Bd.1
Conti, Giulia

Lago Mortale / Simon Strasser Bd.1


gut

„Lago Mortale“ der Debüt-Krimi der Autorin Giulia Conti, einer deutschen Journalistin und Reisebuchautorin und der Auftakt einer Piemont-Krimireihe rund um den ehemaligen Polizeireporter und Halbitaliener Simon Strasser.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und lässt sich auch gut lesen; über manche - kursiv gedruckten - italienischen Wörter bin ich allerdings gestolpert, die ich nicht gleich verstanden habe. Viele ergeben sich allerdings schnell aus dem Zusammenhang. Der Krimi ist sehr unblutig und nicht grausam. Aber Spannung fand ich etwas wenig; erst so die letzten paar Seiten waren etwas spannender. Vorher ist der Krimi doch etwas vor sich hin geplätschert. Die Personen sind sehr ausführlich und plastisch beschrieben. Strasser ist eine Art Aussteiger und lebt nun in Italien, dem Heimatland seiner Mutter. Er redet nicht viel und wirkt dadurch etwas eigen, hat aber eine gute Spürnase. Die örtlichen Begebenheiten sind fantastisch beschrieben; da kommt wohl die Reisebuchautorin zum Vorschein. Ich habe nach dem Buch jedenfalls riesige Lust gehabt direkt die Koffer zu packen und zum Lago d’Orta aufzubrechen.

Fazit: Etwas mehr Spannung hätte dem Krimi nicht geschadet; dennoch ein solider Krimi, den es sich auch wegen der tollen Landschaftsbeschreibung zu lesen lohnt. Von mir gibt es 3,5 Sterne.