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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Bücherfreundin :-)
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Bewertungen

Insgesamt 76 Bewertungen
Bewertung vom 10.03.2019
Hundeherz und Liebesglück (eBook, ePUB)
Schier, Petra

Hundeherz und Liebesglück (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Kurzroman „Hundeherz und Liebesglück“ spielt zeitlich parallel zu dem Buch der Autorin „Vier Pfoten am Strand“ ist aber ins sich abgeschlossen und kann unabhängig von den übrigen Romanen der Lichterhaven-Reihe gelesen werden. Aber ich verspreche euch, ihr bereut es nicht, alle zu lesen!

Aber von vorne: Elke, eine gestresste Flugbegleiterin möchte 6 Wochen Wellnessurlaub in Licherhaven machen, doch es kommt ganz anders als erwartet und so landet sie statt im Vier-Sterne-Hotel auf einem Bauernhof. Und das soll ihr ganzes Leben verändern...

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen: in der Gegenwart und 16 Jahre zuvor, als Elke das erste mal nach Lichterhaven kam. Jeder Zeitsprung ist deutlich gekennzeichnet und so gibt es keine Verwirrung. Der Schreibstil ist wunderbar! Einfach zu lesen, die Gefühle werden authentisch vermittelt, humorvoll und romantisch. Elke ist anfangs etwas eigen, aber ganz schnell habe ich - und nicht nur ich - sie in mein Herz geschlossen. Petra Schier arbeitet die Charaktere sehr schön aus, am Ende eines Buches fällt es mir immer etwas schwer Abschied zu nehmen, da es fast so ist, als lasse ich gute Bekannte zurück. Aber da es immer wieder neue Bücher von Lichterhaven gibt, komme ich immer wieder zurück und treffe auf „alte Bekannte“. Das mag ich sehr! Auch die Beschreibung der Landschaft ist traumhaft.

Fazit: Ich habe den kurzen Ausflug nach Lichterhaven sehr genossen; wieder habe ich ein paar Einwohner besser kennengelernt. Ein gelungener Kurzroman; ich vergebe 5 Sterne und freue mich schon auf den nächsten Lichterhaven-Band.

Bewertung vom 08.03.2019
Worauf wir hoffen
Mirza, Fatima Farheen

Worauf wir hoffen


gut

Puh, die Rezension fällt mir unheimlich schwer. Es gibt Teile des Buches, durch die ich mich wirklich quälen musste, die zu detailliert und langatmig dargestellt wurden und Teile, die ich sehr gut fand.

Was meinen Lesefluss etwas gestört hat, waren - auch wenn es dadurch vielleicht authentischer wirkte - die einzeln eingebauten arabischen Wörter, die sich leider - zumindest für mich - nicht immer erschlossen haben. Was auch etwas schwierig für mich war, waren die Zeitsprünge, die leider nicht offensichtlich gekennzeichnet waren. Mal spielte es in der Gegenwart, dann waren die Braut und ihre Geschwister wieder Kinder; plötzlich dann volljährig; dann ein Sprung zu Beginn der Ehe der Eltern usw. Ich musste oft zurücklesen, um zu schauen, ob ich jetzt vielleicht einen Zeitwechsel verpasst habe. Das fand ich sehr mühsam. Vom Grundsatz mag ich Zeitsprünge und verschiedene Erzählebenen sehr gerne. Aber für mich sollte ein Wechsel schon kenntlich gemacht sein. Gut gefallen haben mir die Charaktere; sie wurden alle toll beschrieben und ich konnte mir alle super vorstellen. Gefühle wurden sehr authentisch vermittelt. Auch die kulturellen Begebenheiten wurden sehr schön dargestellt; auch die Zerrissenheit der Kinder, die in den USA großwerden und dennoch sehr streng religiös erzogen werden.

Am besten haben mir die Gedanken des Vaters zum Ende des Buches gefallen. Sie haben das Ganze gut abgerundet und manche Begebenheiten nochmal aus seiner Sicht dargestellt.

Fazit: Für mich hatte das Buch zu viele Längen; das sehr gute Ende und die Denkanstöße, die in der Geschichte enthalten sind, wiegen diese leider für mich nicht komplett auf. Von mir erhält das Buch in der Gesamtschau 3 Sterne.

Bewertung vom 07.03.2019
Lago Mortale
Conti, Giulia

Lago Mortale


gut

„Lago Mortale“ der Debüt-Krimi der Autorin Giulia Conti, einer deutschen Journalistin und Reisebuchautorin und der Auftakt einer Piemont-Krimireihe rund um den ehemaligen Polizeireporter und Halbitaliener Simon Strasser.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und lässt sich auch gut lesen; über manche - kursiv gedruckten - italienischen Wörter bin ich allerdings gestolpert, die ich nicht gleich verstanden habe. Viele ergeben sich allerdings schnell aus dem Zusammenhang. Der Krimi ist sehr unblutig und nicht grausam. Aber Spannung fand ich etwas wenig; erst so die letzten paar Seiten waren etwas spannender. Vorher ist der Krimi doch etwas vor sich hin geplätschert. Die Personen sind sehr ausführlich und plastisch beschrieben. Strasser ist eine Art Aussteiger und lebt nun in Italien, dem Heimatland seiner Mutter. Er redet nicht viel und wirkt dadurch etwas eigen, hat aber eine gute Spürnase. Die örtlichen Begebenheiten sind fantastisch beschrieben; da kommt wohl die Reisebuchautorin zum Vorschein. Ich habe nach dem Buch jedenfalls riesige Lust gehabt direkt die Koffer zu packen und zum Lago d’Orta aufzubrechen.

Fazit: Etwas mehr Spannung hätte dem Krimi nicht geschadet; dennoch ein solider Krimi, den es sich auch wegen der tollen Landschaftsbeschreibung zu lesen lohnt. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

Bewertung vom 23.02.2019
Das Echo der Wahrheit
Chirovici, Eugene

Das Echo der Wahrheit


ausgezeichnet

Dr. Cobb, ein New Yorker Psychiater, erhält überraschend eine Auftrag: Herr Fleischer - ein wohlhabender, aber todsterbenskranker Mann - glaubt in seiner Vergangenheit an einem schlimmen Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Dr. Cobb soll ihm - mittels Hypnotherapie - helfen herauszufinden, was damals geschehen ist. Nach und nach rutscht Dr. Cobb immer weiter in die Sache von damals hinein...

Der Schreibstil ist sehr gut: spannend, super zu lesen und sehr plastisch. Die Emotionen werden sehr gut rübergebracht; die Charaktere sind hervorragend herausgearbeitet. Und die Schauorte sind auch sehr schön beschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen; es war als wäre ich direkt mit dabei. Was mir auch sehr gefallen hat sind die psychologischen Aspekte in den Buch. Diese werden aber so beschrieben, dass sie auch für Laien verständlich sind. Durch Perspektivwechsel und überraschende Wendungen bleibt die Geschichte von Anfang bis Ende total fesselnd und spannend.

Fazit: Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen; ein Meisterwerk. Ich kann es sehr empfehlen.

Bewertung vom 09.02.2019
I can see U
Morgenroth, Matthias

I can see U


sehr gut

Es handelt sich um ein Jugendbuch, welches aber auch von Erwachsenen gut gelesen werden kann. Der Schreibstil ist modern und gut verständlich. Das Buch beginnt mit einem Prolog und dann wird die Geschichte aus Sicht von Marie erzählt. Marie ist in der 10. Klasse. Der Text wird durch Kurznachrichten und e-Mails aufgelockert. Das hat mir gut gefallen. Neben den „normalen“ Teenager-„Problemen“ spielen die sozialen Medien, künstliche Intelligenz und Digitalisierung eine große Rolle in dem Buch. In welche Richtung es geht habe ich erst nach und nach vermutet. Worum es genau geht verrate ich nicht, um die Spannung nicht zu nehmen. Lasst euch überraschen und lest selbst...

Fazit:
Ich kann das Buch empfehlen. Es ist wirklich spannend - nicht nur für Jugendliche. Von mir bekommt es 4 Sterne.

Bewertung vom 07.02.2019
Wer ist Michael Swann?
Reardon, Bryan

Wer ist Michael Swann?


ausgezeichnet

Der Thriller ist sehr spannend geschrieben; Die Story wird aus Sicht von Julia und Michael erzählt. Die Perspektivwechsel haben es noch spannender gemacht. Außerdem gibt es zahlreiche Rückblicke in die Vergangenheit von Julia und Michael, durch die die beiden dem Leser noch Vertrauter werden. Der Autor schafft es auf hervorgegangener Weise Emotionen rüberzubringen: Die Verzweiflung und die anfängliche Ohnmacht bei Julia; dann der Entschluss etwas tun zu müssen. Ich habe richtig mit Julia mitgelitten. Aber auch nach der Explosion: die Leere in Michaels Kopf, der Überlebenstrieb, der ihn antreibt. Die Verzweiflung der Kinder. Dem Autor ist eine authentische Darstellung sehr gelungen.

Die Story ist gut; eine Explosion, viele Tote. Hoffen und Bangen bei den Angehörigen. Plötzlich fällt das Kartenhaus der heilen Familie zusammen. Die Kinder mittendrin, groß genug um schön zu verstehen, was hier passiert. Viele kleine Probleme werden noch zusätzlich eingeflochten: inwieweit darf man die Kinder anlügen in einer solchen Situation, wie verhalten sie plötzlich die „Freunde“, wenn der eigene Mann eines solchen Verbrechens beschuldigt wird und wie verhält man sich der Polizei gegenüber?
Lest selbst, welche spannende und gelungene Story der Autor entwickelt hat und was alles geschieht und natürlich wie sich die Story entwickelt... Ich hätte mit dem Ende nicht gerechnet.

Fazit: Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Mich hat es sehr in den Bann gezogen und berührt.

Bewertung vom 02.02.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


ausgezeichnet

Der Krimiroman hat mir richtig gut gefallen.

Die Autorin Maria Adolfsson erweckt Doggerland - eine Inselgruppe in der Nordsee zwischen Großbritannien und Dänemark, die eigentlich vor 8.000 Jahren versunken ist - wieder zum Leben. Dort spielt der erste Band der Doggerland-Reihe. Vorab: das Buch ist in sich abgeschlossen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut! Die Autorin beschreibt sehr plastisch. Sie schafft es Emotionen sehr gut rüberzubringen. Die Charaktere - allen voran Karen Eiken Hornby - haben alle ihren Ecken und Kanten, was mir super gefallen hat. Ich konnte mir alle sehr gut vorstellen. Auch die Umgebung und Landschaft wird sehr schön beschrieben.

Die Geschichte ist - was mir super gefallen hat - nicht so leicht zu durchschauen, erst ganz gegen Ende habe ich geahnt, wer der Täter sein könnte. Das hat die Spannung super erhalten; ich habe richtig mitgefiebert. Ich bin nur so durch das Buch geflogen, auf der Suche nach dem Täter. Ich mag es sehr, wenn die Bücher nicht so vorhersehbar sind.

Fazit:
Der erste Band der Doggerland-Reihe war fantastisch und hat genau meinen Geschmack getroffen. Von mir gibt es 5 Sterne. Ich freue mich schon auf den zweiten Band!

Bewertung vom 01.01.2019
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


sehr gut

Joe Bausch, der seit knapp dreißig Jahren als Mediziner in einem Hochsicherheitsgefängnis für Schwerverbrecher in Werl arbeitet, veröffentlicht nun mit „Gangsterblues“ einen Nachfolgeband zu „Knast“.

In zwölf Kapiteln berichtet er - in anonymisierter Form - von besonderen Geschehnissen im Strafvollzugsalltag. Die Geschichten werden unaufgeregt erzählt und haben meist ein mehr oder weniger offenes Ende; es bleibt Platz für eigene Interpretationen und Gedanken. Mir persönlich hätte etwas mehr Spannung in den Geschichten gut gefallen. Trotzdem fand ich die Einblicke in den Alltag in einer Strafvollzugsanstalt sehr interessant sowohl aus Sicht der Gefangenen als auch hinsichtlich der täglichen Herausforderungen der Mitarbeiter.

Fazit: Auch wenn ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte, kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Eine interessante Lektüre.

Bewertung vom 05.12.2018
Als das Leben vor uns lag
Santos, Care

Als das Leben vor uns lag


ausgezeichnet

1950 verbringen fünf Freundinnen einen letzten gemeinsamen - das Leben aller verändernden - Abend in der Klosterschule. 30 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen der fünf Frauen, bei welchem so manch Geheimnis zu Tage tritt.

Der Schreibstil ist gut. Das Buch lässt sich schnell und einfach lesen. Es spielt in Spanien. Der erste Abschnitt führt den Leser ins Jahr 1950; der letze Abend der Freundinnen. Danach erfährt man über jede der fünf Frauen, was in der Zeit bis 1981 passiert ist, je in einem extra Kapitel. Die Autorin versteckt viele kleine Hinweise und Details. Der aufmerksame Leser kann schon viele Mosaiksteine zusammensetzen bevor es zum großen Treffen 1981 kommt. Die vielen kleinen Details und Hinweise haben mir gefallen. Das Ende ist recht offen und lässt Platz für Interpretationen und eigene Gedanken. Ein zwei Dinge hätte ich schon noch gerne erfahren.

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und werden schön beschrieben. Olga, die damalige Rädelsführerin fand ich furchtbar, damals schon und beim Treffen erst recht. Aber sie passt mit ihrer „Rolle“ ins Gesamtgefüge.

Fazit: Insgesamt ein gutes Buch, das ich empfehlen kann. Es gibt von mir 4,5 Sterne.

Bewertung vom 28.10.2018
Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder
Schier, Petra

Vier Pfoten für ein Weihnachtswunder


ausgezeichnet

Es handelt sich um den neuesten Band der Santa Claus-Reihe von Petra Schier. Der Band ist in sich abgeschlossen und setzt kein Vorwissen voraus. Jedoch kann ich jedem nur ans Herzen legen, die ganze Reihe zu lesen. Sie ist einfach traumhaft weihnachtlich schön.

Mit dem diesjährigen Buch hat mich die Autorin erneut in eine zauberhafte Weihnachtsgeschichte entführt. Ich liebe die Einblicke in die Arbeit von Santa Claus und seinen Elfen. Aber der Reihe nach: Santa Claus nimmt sich vor, einen Weihnachtshasser davon zu überzeugen, dass Weihnachten eigentlich doch sehr schön ist... Laura ist das Ziel. Sie hasst Weihnachten seit sie 12 ist. Das hat seine Gründe, sehr traurige Gründe, wie sich herausstellen soll. In der Folge stellt sich Laura nicht nur für Santa Claus und seine Helfer als harte Nuss heraus; aber er hat tatkräftige Unterstützung von Lissy, einer überaus süßen Fellnase. Aber was alles geschieht, das müsst ihr selber lesen.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut: flüssig zu lesen, detailreich, gefühlvoll und plastisch. Die Charaktere sind schön beschrieben und man kann sich jeden Einzelnen super vorstellen. Ein Highlight der Geschichte ist Lissy - eine kleine Hundedame, deren Gedanken im Buch zu lesen sind. Das bereichert die Geschichte sehr; einfach toll. Was mir auch super gefallen hat, waren die Einschübe rund um Santa Claus. Zu gerne habe ich meine Nase mal in seine Welt gesteckt und gelesen, wie er so seine Arbeit erledigt. Einfach schön.

Fazit: Eine weihnachtlich-romantische Liebesgeschichte, welche ich sehr empfehlen kann.