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jellyhead

Bewertungen

Insgesamt 110 Bewertungen
Bewertung vom 05.01.2026
Hensley, Alta

He Sees You When You´re Sleeping


gut

Da ich bisher kaum Berührungspunkte mit Dark Romance hatte, war ich besonders neugierig auf „He Sees You When You’re Sleeping“ von Alta Hensley. Dass die Geschichte in der Weihnachtszeit spielt, hat zusätzlich perfekt zur Jahreszeit gepasst, und auch das Cover hat mich direkt angesprochen.

Leider konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Ich habe gemerkt, dass Dark Romance (zumindest in dieser Form) wohl nicht so richtig mein Genre ist. Vor allem die Figuren sind mir leider nicht sympathisch geworden. Besonders der Feuerwehrmann konnte mich überhaupt nicht für sich gewinnen, was es mir schwer gemacht hat, wirklich mitzufiebern oder eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.

Auch das Thema Stalking war für mich eher schwierig. Es nimmt einen sehr großen Raum ein und hat bei mir weniger für Spannung als vielmehr für Unbehagen gesorgt. Dadurch konnte ich mich emotional nicht wirklich auf die Geschichte einlassen.

Trotzdem lässt sich das Buch gut lesen und passt atmosphärisch durch das weihnachtliche Setting zur Jahreszeit. Für Leser*innen, die Dark Romance mögen und mit diesen Themen kein Problem haben, könnte es durchaus interessant sein.

Für mich war es eher ein solides Leseerlebnis, aber kein Highlight. Ich würde dem Buch dennoch 3 von 5 Sternen geben.

Bewertung vom 05.01.2026
Xander, Iliana

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie?


gut

Natalies beste Freundin lernt beim gemeinsamen Feiern einen attraktiven Mann kennen. Am nächsten Morgen wird sie bewusstlos aufgefunden und liegt kurz darauf im Krankenhaus im Koma. Was ist in dieser Nacht wirklich passiert?
Als Natalie auf einem Zeitschriftencover das Gesicht eines Mannes entdeckt, erkennt sie ihn sofort wieder. Es ist genau der Mann, mit dem ihre Freundin damals verschwunden ist. Reich, charmant, erfolgreich und gerade zum „Man of the Year“ gekürt. Um herauszufinden, was er mit ihrer Freundin angestellt hat, bewirbt sich Natalie als Hausangestellte bei ihm. Doch schnell merkt sie: Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht...

Das Buch hat mir insgesamt ganz gut gefallen. Ich habe es in nur zwei Tagen durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Es war ein spannender Pageturner für zwischendurch. Leicht zu lesen und unterhaltsam.
Allerdings hat mich das Ende leider nicht ganz überzeugt. Ich hatte mir etwas mehr Spannung oder Überraschung erhofft.
Wer Lust auf eine schnell gelesene Geschichte mit einer interessanten Grundidee hat, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.

Bewertung vom 11.11.2025
Bouslair, Patricia

The Seoul Season


sehr gut

„The Seoul Season“ von Patricia Bouslair kommt mit einem wirklich wunderschönen Cover daher. Die lilafarbenen und orangenen Töne harmonieren toll miteinander, und der Titel wirkt mit seinen Pinselstrichen fast wie gemalt. Besonders schön finde ich die Umschlagklappen mit der Karte und das herausnehmbare Lesezeichen. Der Farbschnitt ist ein echter Hingucker, auch wenn ich nicht ganz verstanden habe, warum so viele Vögel darauf zu sehen sind.. Trotzdem ist das Buch insgesamt wirklich liebevoll und hochwertig gestaltet.

Aber worum geht’s eigentlich?
Maya arbeitet als Location Scout und soll für das neue K-Drama „Echoes of Seoul“ geeignete Drehorte in Seoul finden. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn die Koreaner sind gegenüber Hollywood-Produktionen nicht gerade aufgeschlossen. Zum Glück lernt Maya schon bald Jae-ho kennen, einen aufstrebenden Künstler, der ihr bei ihrer Suche hilft. Während Maya offen, neugierig und optimistisch ist, steckt Jae-ho in einer kreativen Krise und wirkt verschlossener. Doch schon bald merken beide, dass sie nicht nur beruflich voneinander profitieren. Da scheint noch etwas anderes zwischen ihnen zu entstehen …

Was mich an diesem Buch besonders begeistert hat, ist, wie lebendig Patricia Bouslair Seoul beschreibt. Ich war selbst noch nie dort, hatte aber beim Lesen das Gefühl, mitten in den Straßen zu stehen und die Stadt zu erleben. Man spürt auf jeder Seite, wie viel Liebe und Detailarbeit in der Geschichte steckt.

Die Erzählung wechselt zwischen Mayas und Jae-hos Perspektive, was ich immer sehr mag, da man beide Charaktere besser versteht und emotional näher an ihnen dran ist. Die Kapitel sind eher kurz, was einerseits für ein angenehmes Lesetempo sorgt, andererseits aber manchmal den Lesefluss etwas unterbricht, vor allem in ruhigeren Passagen, in denen nicht allzu viel passiert.

Mit Maya musste ich anfangs ein wenig warm werden, weil sie ihren Job, in meinen Augen, oft etwas zu locker genommen hat. Doch im Verlauf des Buches mochte ich sie immer mehr. Jae-ho dagegen hatte schon früh mein Herz gewonnen.

Auch wenn sich die Geschichte stellenweise etwas gezogen hat, habe ich sie insgesamt sehr gerne gelesen. Besonders die Beschreibungen von Seoul haben mir richtig gut gefallen. Ein wunderschönes Buch über Begegnungen, Kunst und eine Stadt, die man danach unbedingt selbst erleben möchte.

Bewertung vom 14.10.2025
Hart, Marisa;Hart, Lillian;Dörstel, Juliana

Der große magische Haus-Test. Das inoffizielle Harry Potter Testbuch


ausgezeichnet

Auf dieses Buch habe ich wirklich schon lange gewartet! Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals auf Pottermore den Häusertest gemacht habe, aber so richtig zufrieden war ich mit dem Ergebnis nie. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, als „Der große magische Haus-Test“ erschienen ist. Endlich konnte ich herausfinden, in welchem Hogwarts-Haus ich „wirklich“ gelandet wäre, wenn mein Brief aus Hogwarts mal eingetroffen wäre.

Das Buch enthält über 150 Fragen, die man ehrlich beantworten sollte, um am Ende herauszufinden, welchem Haus man angehört. Doch das ist längst nicht alles. Man kann auch erfahren, welcher Zauberstab und welcher Besen am besten zu einem passen, welches Tier der eigene Patronus oder die Animagus-Gestalt wäre, welche/n magische Bestie man hätte und sogar, welchen Beruf man in der Zaubererwelt hätte.

Das Beantworten der Fragen hat mir richtig viel Spaß gemacht! Besonders schön fand ich, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wie das Ergebnis ausfallen wird. Erst nach dem Zusammenrechnen der Punkte zeigt sich, in welchem Haus man steckt. Was das Ganze noch spannender macht.

Auch optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Liebevoll gestaltet, mit vielen kleinen Illustrationen und sogar einem Lesebändchen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es noch mehr Freude macht, den Test gemeinsam mit anderen Harry-Potter-Fans zu machen und danach die Ergebnisse zu vergleichen.

Für mich ist das Buch ein absolutes Muss für alle Potterheads. Wunderschön gestaltet, unterhaltsam und magisch bis zur letzten Seite. Und jetzt weiß ich endlich, in welchem Haus ich bin! :D

Bewertung vom 14.10.2025
Orso, Kathrin Lena

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen Zählen - ab 18 Monate


ausgezeichnet

„Komm, wir lernen Zählen“ von Kathrin Lena Orso ist ein richtig schönes Mitmachbuch für Kinder ab etwa 1,5 Jahren.
Neben den liebevoll illustrierten Doppelseiten enthält das Buch sechs kleine Magnete, die vorne auf dem Cover in einem Fach untergebracht sind. Das ist praktisch, denn so sind sie immer direkt griffbereit. Mit diesen Magneten können Kinder spielerisch zählen lernen und die passenden Magnete an die richtige Stelle setzen. Die kurzen, einfachen Texte unterstützen dabei wunderbar und regen zum Mitmachen an.
Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen und meinem kleinen Neffen ebenfalls. Er hatte richtig viel Freude daran, die Magnete immer wieder an die passenden Stellen zu setzen, und wollte das Buch gleich mehrfach hintereinander anschauen.
Ein liebevoll gestaltetes, interaktives Kinderbuch, das spielerisch Wissen vermittelt und dabei richtig viel Spaß macht!

Bewertung vom 14.10.2025
Orso, Kathrin Lena

Play+ Mein Spiel mit-Magnetbuch Komm, wir lernen die Farben - ab 18 Monate


ausgezeichnet

„Komm, wir lernen die Farben“ von Kathrin Lena Orso ist ein richtig schönes Mitmachbuch für Kinder ab etwa 1,5 Jahren.
Neben den liebevoll illustrierten Doppelseiten enthält das Buch sechs kleine Magnete, die vorne auf dem Cover in einem Fach untergebracht sind. Das ist praktisch, denn so sind sie immer direkt griffbereit. Mit diesen Magneten können Kinder spielerisch die passenden Kleidungsstücke an die richtige Stelle setzen und dabei die Farben kennenlernen. Die kurzen, einfachen Texte unterstützen dabei wunderbar und regen zum Mitmachen an. Auf jeder Seite steht eine bestimmte Farbe im Mittelpunkt, und es macht Spaß, gemeinsam mit den Kindern zu entdecken, was zum Beispiel alles Gelb oder Grün ist.
Mir hat dieses Buch unheimlich gut gefallen und meinem kleinen Neffen ebenfalls. Er hatte richtig viel Freude daran, die Magnete immer wieder an die passenden Stellen zu setzen, und wollte das Buch gleich mehrfach hintereinander anschauen.
Ein liebevoll gestaltetes, interaktives Kinderbuch, das spielerisch Wissen vermittelt und dabei richtig viel Spaß macht!

Bewertung vom 08.10.2025
Fairbanks, Ivy

Morbidly Yours / Love in Galway Bd.1


sehr gut

Das Cover von „Morbidly Yours“ hat mich sofort angesprochen. Die Illustration ist einfach unglaublich niedlich, auch wenn die Themen im Buch teilweise alles andere als niedlich sind.

Callum ist Bestatter. Er ist schüchtern, stottert und verbringt seine Zeit am liebsten allein. Doch um das Familienunternehmen erben zu dürfen, muss er eine Frau finden und heiraten. Für Callum kommt allerdings kein Fake Dating infrage. Er wünscht sich eine echte Verbindung und eine Familie. Nur ist das gar nicht so einfach.
Dann taucht Lark auf. Das komplette Gegenteil von ihm. Sie ist Animationsdesignerin, offen, fröhlich und voller Lebensfreude, auch wenn sie selbst bereits einen schweren Schicksalsschlag hinter sich hat.

Ich mochte Callum wirklich sehr. Seine ruhige, liebenswerte Art war eine tolle Abwechslung zu den sonst oft dominanten männlichen Hauptfiguren in Liebesgeschichten. Auch Lark war mir von Anfang an sympathisch. Ich fand es schön zu sehen, wie sich Callum Schritt für Schritt öffnet und die beiden sich aufeinander einlassen.

An den Schreibstil musste ich mich anfangs ein bisschen gewöhnen, aber nach einiger Zeit war ich völlig in der Geschichte drin. Ich vermute, das lag etwas an der Übersetzung, denn insgesamt war das Buch wirklich schön zu lesen.
„Morbidly Yours“ ist eine ruhige, einfühlsame Slow-Burn-Romance mit viel Herz, Humor und einer besonderen Atmosphäre. Eine Geschichte, die mich oft zum Schmunzeln gebracht und gleichzeitig sehr berührt hat.

Bewertung vom 28.09.2025
Quinn, Meghan

How My Neighbor Stole Christmas


sehr gut

Dieses Cover schreit ja förmlich nach einer kitschigen Weihnachts-Liebesromanze. Genau das, was ich gesucht habe :D Aber steckt auch drin, was draufsteht?

Storee Taylor zieht über Weihnachten zurück nach Kringletown, um sich um ihre Großtante zu kümmern. Als diese nach einem Unfall nicht beim jährlichen Weihnachtskringle-Wettbewerb teilnehmen kann, springt Storee kurzerhand ein. Ein Problem gibt es aber, denn ihr größter Konkurrent ist Cole Black, ihr ehemaliger bester Freund und heutiger Erzfeind und der größte Weihnachtsmuffel der Stadt. Beide wollen unbedingt gewinnen, koste es, was es wolle.

Ich musste mich anfangs erst in den Schreibstil und die Geschichte hineinfinden, aber dann hat mich das Buch total mitgerissen. Meghan Quinn hat einen sehr speziellen Humor, den man mögen muss. Ich fand ihn klasse und habe oft herzlich gelacht (auch wenn ich manchmal die Augen verdreht habe). Dazu kommen viele liebenswerte Nebenfiguren und der herrliche Kleinstadt-Flair, bei dem jeder jeden kennt und es ordentlich Gerede und Tratsch gibt.

Etwa ab 60 % kam eine Wendung, die für mich nicht ganz gepasst hat und den Wohlfühlcharakter etwas gebrochen hat. Trotzdem hatte ich insgesamt sehr viel Spaß mit dem Buch. Es war witzig, charmant und voller Weihnachtsatmosphäre, wie ein Weihnachtsfilm in Buchform, perfekt für kuschelige Lesestunden mit einer Tasse Kakao.

Bewertung vom 28.09.2025
Yagisawa, Satoshi

Die Tage im Café Torunka


sehr gut

Nachdem ich „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“ von Satoshi Yagisawa gelesen und geliebt habe, war für mich klar, dass ich auch „Die Tage im Café Torunka“ lesen muss. Wie auch bei seinen anderen Büchern hat dieses wieder ein wunderschön illustriertes Cover, auf dem das Café Torunka zu sehen ist und das die Stimmung des Buches perfekt einfängt. Natürlich dürfen in japanischer Literatur auch die Katzen nicht fehlen, die sowohl auf dem Cover als auch in der Geschichte eine Rolle spielen.

Satoshi Yagisawa erzählt ruhige, unaufgeregte Geschichten, die einfach schön sind und einen berühren. In diesem Buch finden sich mehrere kurze Erzählungen, die alle miteinander verwoben sind. Die Figuren tauchen in jeder Geschichte auf, wachsen einem dabei immer mehr ans Herz und lassen einen das Gefühl haben, selbst Gast im Café Torunka zu sein.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, gleichzeitig aber so ruhig, dass man nicht durch die knapp 300 Seiten hetzt, sondern sich treiben lässt und vollkommen in diese besondere Atmosphäre eintauchen kann.

Mir hat auch dieses Buch wieder sehr gut gefallen. An „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“ reicht es für mich zwar nicht ganz heran, aber dennoch ist es ein warmes, einfühlsames Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte.

Bewertung vom 14.08.2025
Murata, Sayaka

Schwindende Welt


sehr gut

„Schwindende Welt“ ist das zweite Buch, das ich von Sayaka Murata gelesen habe. Schon „Die Ladenhüterin“ hat mir sehr gut gefallen, aber auch „Schwindende Welt“ war ein wirklich starkes Buch. Es wäre für mich sogar ein echtes Highlight geworden, wenn das Ende nicht so gewesen wäre, wie es ist.

Wir begleiten Amane, die in einer Welt lebt, in der das klassische Liebes- und Familienleben, wie wir es kennen, nicht mehr existiert. Zwar kann man sich noch in Menschen (oder auch in Fantasiewesen) verlieben, doch Sex gilt als unnormal und wird gesellschaftlich nicht mehr praktiziert. Kinder entstehen ausschließlich durch künstliche Befruchtung.
Amane ist überrascht, als sie erfährt, dass sie selbst noch auf natürliche Weise gezeugt und geboren wurde.
Wenn sich zwei Menschen dazu entscheiden, zusammenzuleben, heißt das nicht, dass sie einander treu sind. Im Gegenteil, es ist völlig normal, dass beide auch andere Beziehungen oder Verbindungen eingehen. Und auch Männer können inzwischen Kinder austragen.

Das Buch ist mit seinen knapp 200 Seiten eine emotionale Achterbahnfahrt. Ich habe es zwar schon vor ein paar Tagen beendet, aber ich muss immer wieder an die Geschichte zurückdenken. Beim Lesen habe ich viele unterschiedliche Gefühle durchlebt. Einerseits fand ich es faszinierend, mir vorzustellen, wie so ein alternatives Gesellschaftsmodell aussehen könnte. Ohne feste Bindungen, ohne Körperlichkeit, mit völliger emotionaler und physischer Distanz. Andererseits hat es mich auch traurig gemacht. Vieles wirkte kalt, fast schon wie ein „Roboterleben“, ohne echte Nähe.

Die Geschichte ist wirklich originell und regt stark zum Nachdenken an. Sie lässt sich flüssig lesen, aber ich habe immer wieder innegehalten, um über das Gelesene zu reflektieren.

Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende der Geschichte. Es hat mich ziemlich schockiert und mir das Leseerlebnis etwas getrübt. Gleichzeitig glaube ich aber, dass dieser Schockmoment von der Autorin ganz bewusst gesetzt wurde. Vielleicht soll genau das dazu führen, dass man die Geschichte noch einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.