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Benutzername: SLovesBooks
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 99 Bewertungen
Bewertung vom 06.12.2018
Auf ewig mein / Time School Bd.2
Völler, Eva

Auf ewig mein / Time School Bd.2


ausgezeichnet

Bereits der erste Teil dieses Spin-offs hat mir sehr gut gefallen, sodass ich mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut habe. Ein paar Dinge sind im letzten Teil auch noch offen geblieben, von denen ich gehofft hatte, dass sie innerhalb dieses Teils eine Auflösung erfahren würden.

Der Einstieg war sehr gelungen. Die Autorin erleichtert es dem Leser, indem sie geschickt ein paar kleinere Wiederholungen einbaut. Auf diese Art dürfte es auch kein Problem sein wieder einzusteigen, wenn die Lektüre des ersten Bandes schon eine ganze Weile her ist. Auch empfand ich den Einstieg als spannend und flott. Es passiert in kurzer Zeit relativ viel, was mich als Leser ganz schön in Atem gehalten hat.

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin das Thema „in 80 Tagen um die Welt“ ins Buch eingebaut hat. Ich mag diese Geschichte und finde die Umsetzung hier außerordentlich gelungen und kreativ.

Bei den Charakteren hat sich in diesem Band einiges getan. Nicht nur, dass sich gewisse Storylines stark weiterentwickelt haben, sondern auch charakterlich, emotional hat sich bei vielen etwas getan. Anna hat mir in diesem Teil besonders gut gefallen. Sie ist in einer besonderen Situation und scheint daran gewachsen zu sein. Ich finde, dass sie noch mehr Selbstvertrauen und Mut bekommen hat. Gerade was ihre Figur angeht fiebere ich jetzt schon auf den finalen Band hin. Aber selbstverständlich nehmen gerade die Nebencharaktere wieder einen starken Platz ein. Ich möchte sie nicht missen. Gerade was Ole und Fatima angeht habe ich eine klare Hoffnung mit Blick auf das Finale. Beide waren aber auch in diesem Teil wieder großartig. Sie schaffen es einfach jede Situation besonders zu machen, mit ihrem Humor und ihrer Art gerade im Umgang miteinander.
Auch ein paar neue Charaktere machen uns in dieser Episode das Leben schwer. Zum großen Teil sind sie undurchschaubar und man weiß bis zum Ende nicht so ganz wo man sie einordnen soll. Mir hat diese geheimnisvolle Herangehensweise der Autorin sehr gut gefallen.

Die Geschichte an sich empfand ich als durchgehend spannend. Ich glaube dieser Band hat mir sogar noch besser gefallen als der erste. Es gab diesmal besonders viele Überraschungsmomente. Gerade gegen Ende steigert sich alles noch ins unermessliche und mir blieb kurz der Atem weg. Hier dürft ihr euch auf wirklich gute Unterhaltung freuen.

Der Schreibstil hat mir schon bei den Vorgängern zugesagt und so war es auch hier. Das Buch lässt sich leicht weglesen. Der Unterhaltungsfaktor ist groß. Besonders die Dialoge sind klasse.

Ich habe nichts vermisst und blicke jetzt gespannt in die Zukunft, auf das bald der letzte Teil endlich erscheint.

Bewertung vom 06.12.2018
Vicious Love / Sinners of Saint Bd.1
Shen, L. J.

Vicious Love / Sinners of Saint Bd.1


sehr gut

Momentan gibt es eine derartige Masse an Büchern dieses Genres, dass man manchmal das Gefühl hat ein wenig den Überblick zu verlieren. Dieses Buch sticht aber durch sein bezaubernd schönes Cover definitiv heraus. Auch der Klappentext klang sehr interessant.

Die Geschichte hat mich richtig mitgenommen. Sie handelt von zwei Menschen, die innerlich eigentlich so verletzt und kaputt sind, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass sie die wahre Liebe finden und sich darauf einlassen können.

Gerade was den männlichen Protagonisten Vicious angeht war ich nicht von Anfang an von ihm begeistert. Er ist ein äußerst schwieriger Charakter. Gleich von Anfang an ahnte ich, dass er in seiner Vergangenheit etwas erlebt haben musste, dass ihn zu dieser Art Mensch werden ließ. Was genau dahintersteckte erfuhr ich erst wesentlich später. Somit war meiner Fantasie natürlich freien Lauf gelassen worden. Ich habe auch mitgerätselt. Warm geworden bin ich mit ihm relativ spät. Trotzdem war er ein Charakter, der mich stets brennend interessiert hat, weil er mir so viele Rätsel aufgab.

Wäre ich an der Stelle der weiblichen Protagonistin gewesen, dann hätte ich vieles anders gemacht. Emilia musste im Laufe der Geschichte viele Rückschläge und Überraschungen verarbeiten. Sie entwickelte sich zunehmend zu einer reiferen jungen Frau. Diese Wandlung hat mir gut gefallen. Jedoch war es keine lineare Entwicklung. Vielmehr verlief sie antiproportional zur Storyline, was ich sehr gut verstehen kann, denn das Leben verläuft eben nicht immer rund und davon kann Emilia ein Liedchen singen.

Trotz der stetigen Probleme und des Konflikts zwischen den Protagonisten üben sie eine ungemeine Anziehungskraft aufeinander aus, die man als Leser sehr deutlich spürt. Die Autorin hat dieses Auf und Nieder sehr schön erfasst, sodass man wirklich mit ihnen mitfiebert. Diese Liebesgeschichte wird mir aufgrund ihrer außergewöhnlich gefühlsintensiven Ausprägung noch lange im Gedächtnis bleiben.

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Man konnte der Handlung sehr gut folgen. Es gab einen roten Faden. Auch gefallen hat mir, dass die Autorin aus verschiedenen Zeiten geschrieben hat. Sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart wurde aufgegriffen. Das machte den Plot noch um ein Vielfaches spannender.

Ich finde, dass es ein wirklich gelungen Auftakt dieser Reihe ist. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände aus anderen Perspektiven und verspreche mir noch eine Menge. Mir hat es gut gefallen. Ich kann es Liebhabern dieses Genres sehr empfehlen.

Bewertung vom 06.12.2018
Fire Queen / Die Patin Bd.2
Sangue, Vanessa

Fire Queen / Die Patin Bd.2


sehr gut

Fire Queen ist eine gelungene Fortsetzung, soviel vorweg. Dieser zweite Band setzt an der Stelle an, an welcher der erste geendet ist. Man ist also unmittelbar wieder im Geschehen. Vor dem eigentlichen Beginn gibt es wieder eine Warnung der Autorin und auch eine kurze Einleitung „Was bisher geschah….“. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich noch sehr gut im Bilde war, da das erste Buch bei mir noch nicht so lange her ist, kann das eine enorme Hilfe sein und ich wünsche es mir bei anderen Büchern wirklich ziemlich oft.

Was ich direkt sagen möchte ist, dass dieses Buch ganz anders auf mich gewirkt hat als der erste Band. Beim ersten Band wusste man noch nicht so genau auf was man sich dort eingelassen hat. Das Vorwort hat einen dann ein bisschen in die Richtung geschubst aber trotzdem überwog bei mir der Überraschungseffekt. Bei Band zwei hat sich das natürlich grundlegend geändert. Man weiß wie brutal und krass hier einige Szenen geschrieben sein werden und stellt sich schon ein bisschen darauf ein. Was nicht heißen soll, dass ich nicht an der einen oder anderen Stelle überrascht wurde. Jedoch kennt man sich bereits in der Welt aus und von daher verliert es ein wenig an Effekt.

Aber trotzdem hat man hier nicht die Rechnung mit der Autorin gemacht. Sie hält wahrlich Schockermomente bereit und lässt auch die ein oder andere unerwartete Person über die Klinge springen. Auch stellen sich vermeintlich unschuldig wirkende Charaktere als wahre Bösewichte heraus. Das sind alles Dinge, mit denen ich so nicht gerechnet hätte. Gelungen!

Ich habe mir von Anfang an Gedanken darüber gemacht wie es die Autorin schaffen will und ob überhaupt, dass zwischen Saphira und Madox wieder etwas läuft. Zunächst finde ich, dass Saphirs Situation und ihre Gefühle sehr eindringlich beschrieben werden. Ich habe mich gut in ihre Gefühlslage hineinversetzen können. Es gab hier nicht gleich am Anfang einen Gefühlsumschwang der gar nicht nachvollziehbar ist, sondern es wurde sich Stück für Stück der Sache genähert. Ich möchte euch selbstverständlich nicht Spoilern ob sie wieder zusammen sind und wenn wie. Nur so viel: Ich finde, dass die Lösung ganz gut ist. Ich hätte mir zwar insgesamt mehr erwartet und war auch immer hin und her gerissen welches Ende ich jetzt besser finden würde, aber mit dem Finale so wie es ist kann man sich anfreunden. Es ist auch nachvollziehbar. Schade finde ich allerdings, dass es so endgültig ist, denn nun ist die Reihe schon wieder vorbei.

Action, Spannung, Sex und Brutalität gab es auch in diesem Band wieder zu genüge. Einige Stellen waren mir ein wenig zu heftig beschrieben, hier hätte ich mich auch mit weniger zufrieden gegeben.

Die Entwicklung der Charaktere finde ich richtig gut. Es gab ja nur zwei Bände für diese sich zu verändern und das ist bei den meisten auch richtig gut gelungen, nachvollziehbar und nicht übertrieben.

Der Schreibstil hat mir auch im zweiten Band noch gut gefallen. Er ist relativ einfach lesbar und eignet sich hervorragend bei dem schönen Wetter als Ferien- oder Sommerlektüre.

Die Reihe ist perfekt für Freunde von spannenden Büchern mit Anteilen von Erotik, Gewalt und einer Liebesgeschichte geeignet.

Insgesamt finde ich den Abschluss gut. Die Fäden sind zusammengelaufen. Die Charaktere haben einen runden Abschluss gefunden und ich wurde gut unterhalten. Somit sind für meinen Geschmack alle Kriterien an eine gelungene Sommerlektüre erfüllt.

Bewertung vom 06.12.2018
Die Vereinten / Rain Bd.2
Brinkmann, Caroline

Die Vereinten / Rain Bd.2


sehr gut

Nach dem fullminanten Auftakt mit „Die Perfekten“, folgt nun die Fortsetzung. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut. Meine Erinnerungen waren am Anfang gar nicht mehr so frisch, wie ich es geglaubt hatte, aber der Einstieg hat es mir recht einfach gemacht. Die Autorin hat es geschafft, dass man schnell wieder reinfinden kann, durch gezielte Gedächtnisstützen. Klasse ist, dass der Band genau dort ansetzt, wo der vorherige aufgehört hat.

In diesem Band entwickeln sich die Charaktere noch einmal extrem. Rain wird so emotional dargestellt, dass ich ihr alles wirklich abgenommen habe. Streckenweise kam es mir so vor, als ob sie neben mir im Zimmer stehen würde und ich ihre Trauer spüren könnte. Auch werden neue Nebencharaktere eingeführt, die ich sehr passend finde. Sie bringen ihre eigene Dynamik in den Roman.

Man befindet sich im Vergleich mit dem ersten Band einfach in einer ganz anderen Situation, was sich auch auf die Stimmung auswirkt. Dieser Teil schlägt einen anderen Ton an. Rasante Entwicklungen, Verrat und Action sind hier aber auch an der Tagesordnung.

Die Beschreibungen von den Örtlichkeiten finde ich richtig klasse. Sie sind so bildgewaltig, dass vor dem inneren Auge gleich das Kino beginnt. Ich kann mir alles richtig gut vorstellen. Der Schreibstil reißt den Leser sofort mit und eröffnet eine sehr spannende Welt, in der es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Wieder sehr gelungen ist, dass die Autorin unter anderem aus den Perspektiven von Rain und Lark schreibt. Das gibt einfach ein viel umfassenderes Bild. Auch hält sie so die Spannung an einigen Stellen wo es einen Wechsel gibt hoch.

Mir hat das Ende wirklich gut gefallen. Viele meiner offenen Fragen oder auch Unklarheiten wurden gelöst. Ein Dreh in der Handlung hat mir gut gefallen. Damit gerechnet hätte ich nie. Mir ging es aber am Ende ein wenig zu schnell. Ich hätte mir hier gerne ein wenig mehr Erklärungen in einer anderen Ausführlichkeit gewünscht. Es wirkte ein wenig gehetzt im Verhältnis zu den anderen Teilen des Romans. Schnelligkeit war also absolut vorhanden und es kam keine Langeweile auf. Es zieht einen in diesem Abschnitt wirklich mit und ist sehr kurzweilig. Rains Entscheidung am Ende finde ich richtig. Das war gut nachvollziehbar. Die Handlung hat sich meiner Meinung nach gut in diese Richtung entwickelt.

Ich finde es sehr schade, dass die Reihe nun schon zu Ende ist. Meiner Meinung nach gab es da noch viel mehr Potential. Die Idee der Geschichte ist mal was Neues. Sowas habe ich bisher auch noch nicht gelesen. Die Autorin hat hier wirklich coole Ideen. Es bleibt meiner Meinung nach in der Weise offen, dass man sich sogar eine Fortsetzung vorstellen kann.

Bewertung vom 31.07.2018
Rich
Saxx, Sarah

Rich


ausgezeichnet

Dieses Buch ist ein perfektes Buch für den Sommerurlaub. Es ist locker leicht geschrieben. Die erotischen Szenen sind nicht zu heftig. Die Dialoge können durch viel Charme und Humor überzeugen. Unterhaltung steht hier ganz klar an erster Stelle.

Dabei beruft sich die Autorin auf eine Handlung, die so vielleicht nicht neu ist und auch sicherlich schon in diversen Soaps der 70er, 80er und 90er Jahre abgehandelt wurde, hier aber wieder perfekt aufgeht. Ich finde es keinesfalls langweilig. Für einen entspannten Sommertag ist es genau das richtige.

Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Reihe. Ich kenne den Vorgänger nicht. Es ist bei dieser Reihe aber auch nicht nötig, weil jedes Buch in sich abgeschlossen ist.

Die Charaktere bleiben leider etwas oberflächlich. Hier hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Trotzdem versteht man ihre Handlungsmotivik.

Zusammenfassend ein gutes Buch für zwischendurch und für den Urlaub. Es macht gute Laune und vermag zu unterhalten ohne anzustrengen.

Bewertung vom 31.07.2018
Fräulein Apfels Geheimnis / Das Hotel der verzauberten Träume Bd.1
Mayer, Gina

Fräulein Apfels Geheimnis / Das Hotel der verzauberten Träume Bd.1


ausgezeichnet

Eine schöne Geschichte. Uns hat das Kinderbuch sehr gut gefallen. Die Altersangabe von 9-11 Jahre hätte ich so zwar nicht gesetzt, weil ich glaube, dass es auch schon etwas jüngere Kinder gemeinsam mit den Eltern lesen können.

Die Geschichte beinhaltet verschiedene Themenkomplexe wie Freundschaft, Träume, Umgang mit der Vergangenheit etc. Hier ist eine bunte Auswahl getroffen worden, sodass es zu einem schönen Buch wurde, wo jeder etwas für sich rausziehen kann.

Die Kapitel sind kurz, sodass eine Einteilung gut machbar ist. Die Länge passt gut in eine abendliche Gutenachtgeschichte. Die Schrift hat eine angenehme Größe.

Besonders schön sind die Illustrationen. Sie passen gut zur Geschichte und sind aussagekräftig. Farblich wurde auch sehr schön gearbeitet.

An Spannung dürfte es den Kleinen in der Geschichte nicht fehlen. Die Handlung bietet immer neue Anreize, um das Interesse der Kinder hoch zu halten.

Insgesamt finde ich dieses Buch empfehlenswert.

Bewertung vom 29.01.2018
Als dein Blick mich traf
Jacquelyn, Nicole

Als dein Blick mich traf


ausgezeichnet

Es handelt sich bei diesem Buch zwar um den zweiten Teil, jedoch war das eigentlich kein Problem. Ich kenne Band eins nicht, bin aber gut in die Geschichte gekommen. Generell lassen sie sich isoliert lesen.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil es ein sehr wichtiges Thema aufgreift, das in der allgemeinen gesellschaftlichen Diskussion vielleicht viel zu kurz kommt. Es geht darum, wie man als junge Frau damit umgeht sich einer Operation unterziehen zu müssen, die eigene Kinder zu bekommen unmöglich machen wird. Hinzu kommt, dass die Protagonistin in dieser schweren Zeit selbstverständlich auch noch den richtigen Mann kennenlernt, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann, was ihren inneren Konflikt nur noch verstärkt.

Dieser Konflikt wirft noch mehr Themen wie Adoption, Kinderlosigkeit, Selbstwertgefühl und auch Verständnis in einer Partnerschaft in den Raum. Ich hätte mir ein wenig mehr erwartet was das Thema Adoption und Kinderlosigkeit betrifft. Der innere Konflikt der Protagonistin fiel hier etwas sparsam aus, angesichts dessen, dass sie selbst adoptiert ist. Vielleicht habe ich hier aber auch zu viel erwartet, denn das Buch sollte ja kein Sachbuch oder zu deprimierend werden.

So baute die Autorin eine wirklich schöne Geschichte um diese Thematiken, mit der sie mich wirklich treffen konnte. Die Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht ist es auch genau das, was sie zu so einem überzeugenden Paar werden lässt. Bram mochte ich zu Beginn nicht so sehr. Auch während der Geschichte offenbart er nicht immer seine Schokoladenseite, aber irgendwie konnte er mich dann doch kriegen. Ani mochte ich von Anfang an.

Mir gefallen die wechselnden Sichtweisen. So wird die Geschichte viel lebendiger.

Der Schreibstil ist locker und leicht, obgleich der schicksalhaften Stellen und der auch mal gedrückten Stimmung. Mir hat die Liebesgeschichte gefallen. Sie wirkte überzeugend.

Insgesamt ist es ein wirklich schönes Buch. Mir hat es gut gefallen und jetzt kann ich mir auch sehr gut vorstellen auch den zweiten Teil zu lesen.

Bewertung vom 28.12.2017
New York Christmas Baking
Nieschlag, Lisa; Wentrup, Lars; Prus, Agnes

New York Christmas Baking


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Als ich gesehen habe, dass es eine Fortsetzung von New York Christmas geben würde und es sich darin rund ums Backen drehen würde, war ich sofort Feuer und Flamme. Schon der Vorgänger war eines meiner allerliebsten Weihnachtskochbücher. Baking hat es aber geschafft das noch um ein Vielfaches zu toppen.
Die Rezepte und das Buch selbst:
Wenn die Amerikaner etwas können, dann ist es Backen. Bei meiner Amerikareise in diesem Jahr war ich immer wieder begeistert welch tolles Gebäck es dort gibt. Dieses Buch trifft eine ganz tolle Auswahl an Plätzchen, Kuchen und und und. Ich wusste gar nicht mit welchem Rezept ich anfangen sollte die Auswahl war so groß. Bei Rezeptbüchern ist es meiner Ansicht nach oftmals so, dass viele Rezepte so ausgefallen sind, dass man sie innerhalb der Familie nur schwer integrieren kann. Bei diesem Buch ist das gar nicht der Fall. Meine aus diesem Buch gebackenen Kekse kamen in allen Altersklassen durchweg gut an. Ich finde die Zusammenstellung und Auswahl der Rezepte klasse. Es ist alles dabei, was man aus amerikanischen Filmen kennt.
Zur Zubereitung:
Ich muss sagen, so schön die fertigen Kekse auch sind, umso schwieriger hat es sich gestaltet sie herzustellen.
Angefangen mit den Zutaten gab es die erste Schwierigkeit. Amerikaner backen einfach anders als die Deutschen. Es war gar nicht so einfach alle Zutaten zu bekommen. Aber mein Tipp: Geht ins Reformhaus. Dort habe ich fast alles bekommen.
Die meisten Rezepte waren recht einfach zu machen. Bei den Zuckerstangen bin ich aber beinahe verzweifelt. Der Teig wurde einfach sofort warm, sodass man ihn kaum eindrehen konnte.
Ansonsten sind die Rezepte stets verständlich formuliert. Mit Ausnahme der Zuckerstangen haben alle von mir getesteten Rezepte funktioniert.
Gesamteindruck:
Die Rezepte und die Bebilderung ist toll. Die stilvollen Fotos stimmen perfekt auf die Weihnachtszeit ein. Sie sind auf hochwertigem Papier gedruckt. Auch das Cover mit dem Golddruck gefällt mir sehr gut. Die Anleitungen und Zutatenlisten sind übersichtlich und ansprechend gestaltet.
Für mich ist es ein rundum gelungenes Buch, das sowohl aufgrund der Optik einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat, als auch durch die leckeren Plätzchen.

Bewertung vom 11.12.2017
Die Ausersehene / The Chosen One Bd.1 (eBook, ePUB)
May, Isabell

Die Ausersehene / The Chosen One Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Ich finde es super schwer dieses Buch zu bewerten. Es ist mir selten so schwer gefallen. Ich bin die ganze Zeit hin und her gerissen zwischen dem, was ich erwartet habe, was aber bitterlich enttäuscht wurde und dem, was ich bekommen habe, was mich aber wiederum in einen Zwiespalt gebracht hat.

Ich fange mal vorne an. Auf Grund des Covers, der Kurzbeschreibung und der Leseprobe habe ich mit so etwas in Richtung Selection, Juwel etc. getippt. Anders aber irgendwie in diesem Stil. Allein schon das Cover mit diesem coolen Kleid. So war es auch anfangs. Die ersten Kapitel waren exakt das was ich erwartet habe und erinnerten mich stellenweise von der Idee entfernt an "Den Report der Magd", das ich sehr mag. Doch dann leitete die bereits im Klappentext angesprochene Flucht der Protagonistin aus dem goldenen Käfig einen derartigen Umschwung in der Geschichte ein, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Das ganze Konzept veränderte sich. Der Schwerpunkt hat sich nicht nur verlagert, sondern es wurde ein ganz Neuer. Die Problematik der Auserwählten geriet völlig in den Hintergrund. Ab da wurde es eher zu einer trägen Geschichte über Reisende, dessen Sinn und Zweck man noch nicht fassen konnte. Erst im letzten Teil kommt die Komponente Magie hinzu und transformiert die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Jedoch ergibt alles im letzten Teil einen Sinn. Mir hat eigentlich seit der Flucht der Protagonistin stetig etwas gefehlt. Ich wusste aber erst was es war, als ich es gefunden habe, auf den letzten 40 Seiten. Mir fehlte der Rahmen. Man bekommt über die gesamte Länge des Buches immer nur Stücke des Mittelteils des Puzzles, aber nie habe ich verstanden, warum mir die Geschichte so auseinander gebrochen ist. Erst am Ende ergab sich ein Bild. Nun mag es Leser geben, zu denen ich mich üblicherweise auch zähle, die es an Büchern schätzen, wenn sich das Gesamtbild erst im Nachhinein ergibt und man so vor eine große Überraschung/Wendung gestellt wird. Hier war es für mich aber eine Erfahrung des freien Falls. Ich wollte zwar immer wissen wie es weiter geht, aber eher aus der Motivation herauszufinden, was ich nicht verstanden habe oder ob es da etwas zu verstehen gab. Mir ist nach der Flucht die Geschichte komplett weggebrochen. Ich habe mich wie in einem anderen Buch gefühlt. Die Geschichte konnte mich auch nicht mehr fesseln im eigentlichen Sinne. Irgendwie fehlte mir was um mich darauf einlassen zu können. Aber mir war der Mittelteil auch schlichtweg zu langweilig. Erst später wurde es wieder spannend, als auch die Erzählung beschleunigte und Actionszenen ins Spiel kamen.

Insgesamt ging mir die Handlung des ersten Teils zu ruhig und glatt vonstatten. Es gab kaum richtige Highlights, die mich packen konnten. Auch für ein Jugendbuch war es für meinen Geschmack zurückhaltend. Angesichts dessen, dass es in der Geschichte um die Ausnutzung von jungen Mädchen und Frauen als unfreiwillige Gebärmaschine geht, gehe ich eigentlich auf Grund dieser damit zusammenhängenden beziehungsweise sich aufdrängenden Thematiken wie Sex, Vergewaltigung und Ausbeutung von Frauen sowie politischen Machtspielen und Entzug von Grundrechten davon aus, dass sich dieses Buch an ältere Jugendliche ab 15 oder 16 richtet, die somit auch einen anderen Anspruch bezüglich Spannung, Action und Sprachstil haben. Selbst wenn die Auserwählten nur auf den ersten Seiten eine wirkliche Rolle spielen. Deswegen finde ich die Umsetzung enttäuschend. Der Spannungsbogen und Sprachstil erinnerte mich eher an ein Jugendbuch, dass primär an ab 12-jährige gerichtet ist.

Bewertung vom 10.12.2017
Der Sandmaler
Mankell, Henning

Der Sandmaler


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Henning Mankell war mir durchaus ein Begriff, aber eher auf Grund seiner Kriminalgeschichten, die öfter auf dem Ersten oder Zweiten laufen. Dass er auch Afrika Romane geschrieben hat, wusste ich nur grob und erinnerte mich wieder daran als ich dieses Buch sah. Da ich Romane noch eine Spur lieber lese als Krimis, wollte ich sehr gerne mal in seine Arbeit reinschnuppern.

Dieser Roman entführt den Leser in ein Afrika der Gegensätze. Mankell arbeitet die Unterschiede sehr geschickt und mit eindrucksollen Worten heraus. Er macht auf die Armut mit Vergleichen von Luxushotel und Wellblechhütte aufmerksam. Man lernt Afrika in diesem Roman mal abseits der Touristik kennen. Dabei verschweigt er nicht die schrecklichen Seiten. Er zeigt auf, wie die eigene Kultur immer weiter zurückgedrängt wird um dem Westlichen näher zu kommen.

Seine Herangehensweise zwei sehr unterschiedliche und sich ausschließende Protagonisten und Lebensweisen zu beschrieben hat mir gut gefallen. Mit der Protagonistin Elisabeth erkundet man Afrika und lernt viele neue Dinge kennen, während Stefan eine ganz andere Einstellung zu Land und Leuten hat, die mich oftmals ein wenig erbost zurück ließ.

Dieser Roman ist mit seinen 160 Seiten eine wirklich kurze Geschichte, die aber viel Substanz liefert. Gesellschaftskritisch schildert Mankell hier Afrika aus zwei gegensätzlichen Perspektiven. Sein Schreibstil hat mich gleich beeindruckt. Er kann ihr gut mit Worten umgehen und erschafft Distanz und Nähe in nur wenigen Worten. Dabei bringt er quasi nebenbei noch seine Kritik an, die einfach nahtlos in den Roman einfließt und zu seinem festen Bestandteil wird. Ich war gefesselt.

Ich bin begeistert und konnte in ein ganz neues Leseumfeld, Afrika, reinschnuppern.