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Benutzername: Teer25
Wohnort: Ebelsbach
Über mich: Bin eine echte Leseratte, liebe spannende Thriller, die einen bis zur letzten Seite fesseln.


Bewertungen

Insgesamt 13 Bewertungen
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Bewertung vom 03.04.2019
Das Haus meiner Eltern hat viele Räume
Ott, Ursula

Das Haus meiner Eltern hat viele Räume


sehr gut

Ursula Ott greift mit ihrem Buch "Das Haus meiner Eltern hat viele Räume" ein Thema auf, mit dem sich meine Generation aktuell befassen muss. Wir waren vor ein paar Jahren in der gleichen Situation, deshalb hat mich der Titel auch sofort angesprochen.
Die Autorin erzählt sehr gefühlvoll die Geschichte ihrer Familie, die nach dem Tod des Vaters entschieden hat, das Elternhaus zu verkaufen, weil die Mutter mit 87 Jahren in eine seniorengerechte Wohnung umzieht. Alle bewundern den Mut der Mutter Neues zu wagen, aber das Abschiednehmen vom Elternhaus - und damit auch von der eigenen Kindheit und einem großen Stück Geborgenheit - fällt schwer. Das habe ich am eigenen Leib erlebt. Beim Ausräumen der vielen Zimmer wird einem erst einmal klar, was sich im Laufe der Zeit so alles angesammelt hat. Vieles ist unnützer Kram, der aber mit vielen Erinnerungen verbunden ist. Was tun damit - wegwerfen oder aufheben? All das sind Fragen, die Ursula Ott versucht zu beantworten. Letztendlich sind das sehr persönliche Entscheidungen, die jeder ganz persönlich für sich treffen muss, je nachdem wie wichtig einem die verschiedenen Dinge sind.

Gestolpert bin ich ein wenig über den Ausdruck "Kriegsenkel" , so würde ich mich nie bezeichnen, aber im Grunde genommen hat die Autorin damit recht: auch meine Eltern sind im Krieg aufgewachsen, mein Opa ist im Krieg gefallen; ihn durfte ich nie persönlich kennenlernen. Ich bin ein Kriegsenkel. Das ist mir jetzt erst so richtig bewusst geworden.

Das Buch ist schön geschrieben, es lässt sich flüssig lesen. Ich habe mich mit der Autorin gut identifizieren können. In vielen Beschreibungen habe ich meine eigene Familie wiedererkannt. Ein lesenswertes Werk, das unterhält und zum Nachdenken anregt.

Bewertung vom 24.03.2019
Die Angehörigen
Dion, Katharine

Die Angehörigen


ausgezeichnet

Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau Maida blickt Gene zurück auf ihr gemeinsames Leben und hinterfragt Vieles. War Maida wirklich glücklich? War sie zufrieden mit ihrem Leben? Wie wäre das Leben verlaufen, hätte er jemand anderen geheiratet? Alles sehr menschliche Fragen, auf die Gene versucht Antworten zu finden... 47 gemeinsame Jahre haben ihr Leben geprägt, der Verlust ist groß, die Angst vorm Alleinsein auch. Er schwelgt in Erinnerungen und muss erkennen, das er seine eigene Frau vielleicht doch nicht richtig gekannt hat. Manches erscheint plötzlich ganz anders als es in Wirklichkeit war.

Der Autorin Katherine Dion gelingt es, den Leser durch die lebendige und bildhafte Sprache mit auf die Reise in die Vergangenheit des Ehepaares zu nehmen. Das Buch ist gut lesbar, ich hatte den Eindruck, ich spaziere neben Gene den Strand entlang und bin mittendrin im Geschehen. Überhaupt ist der Leser sehr nah am Hautprotagonisten Gene, der auf sehr ehrliche Art und Weise seine Gedanken und Gefühle entblößt. Das macht ihn sehr sympathisch.

Durch die besondere Erzählweise - mal rückblickend, mal in der Gegenwart - erfährt man von Seite zu Seite immer mehr von Gene und Maida, von deren Tochter Dary und von Gayle und Ed, die schon viele Jahre eine enge Freundschaft verbindet. So manche Geheimnisse der Familien werden angesprochen, aber auch die Freuden des Lebens, Sehnsüchte und das Glück. Über die Erinnerungen bekommt man auch einen recht guten Einblick in den Charakter von Maida.

"Die Angehörigen" hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte ist sehr emotional und berührend. Es ist ein Buch voller Gefühle, voller Freude und Trauer, ein Roman, der den Leser zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig bringen kann.
Der Schluss hinterlässt zwar viele Fragen, aber ich denke, das ist so gewollt. Denn gerade dadurch wirkt das Buch noch längere Zeit nach und regt zum Nachdenken an.

Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

Bewertung vom 16.03.2019
Kaschmirgefühl
Aichner, Bernhard

Kaschmirgefühl


ausgezeichnet

Bernhard Aichner kann auch anders: wer die Thriller des Autors kennt, wird überrascht sein - zumindest war ich es. "Kaschmirgefühl" ist ein wundervolles Buch, der Beginn einer Liebesgeschichte. Humorvoll, gefühlvoll und erfrischend.

Der Leser hat das Vergnügen, Telefongesprächen zwischen zwei unterschiedlichen Menschen zu lauschen, die ausgerechnet über eine Sexhotline aufeinandertreffen. Das erste Gespräch läuft zwar keineswegs so, wie es sich Frau und Mann gewünscht haben, aber irgendwie weckt der, bzw. die Unbekannte am anderen Hörer die Neugierde aufeinander. Von Anruf zu Anruf nähern sich die beiden durch ihre teils abenteuerlichen und erfundenen Lebensgeschichten, die sie sich gegenseitig erzählen, mehr und mehr an. Der Leser fiebert förmlich mit und ist gespannt, wie sich das stundenlange Telefonat mit kurzen Unterbrechungen entwickelt. Wird mehr draus? Treffen sich die beiden irgendwann? Gibt es ein Happyend?

Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Es liest sich leicht, die Sprache ist flüssig und bildhaft. Die Dialoge haben mich köstlich amüsiert, ich finde es spannend Marie und Joe, der eigentlich Gottlieb heißt, zuzuhören und mitzuerleben, wie sich die beiden kennenlernen und dem anderen mehr und mehr von ihrer Identität preisgeben.
Das Ende der Story ist überraschend, aber das passt zu Bernhard Aichner, der gerne für unerwartete Wendungen sorgt. Ich bin mit dem Ausgang sehr zufrieden.

Der Autor hat den Faden der Story einfühlsam gespannt und die Nadeln geschickt bewegt - der Leser ist in nullkommanichts mit den beiden Hauptpersonen und deren Emotionen verstrickt. Ich habe die zwei unterschiedlichen Charaktere sofort ins Herz geschlossen habe. Ich danke Bernd Aichinger für dieses gelungene Werk, das hohen Unterhaltungswert hat. Ich kann nur sagen: Daumen hoch und vergebe die volle Punktzahl!

Bewertung vom 11.03.2019
Ein Tropfen vom Glück
Laurain, Antoine

Ein Tropfen vom Glück


ausgezeichnet

„Ein Tropfen vom Glück“ ist ein wundervolles Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Der Autor Antoine Laurain nimmt den Leser mit auf eine spannende Zeitreise in das alte Paris.

Drei Nachbarn - Hubert, Abby, Julien - und der amerikanische Tourist Bob trinken gemeinsam eine alte Flasche Wein aus dem Jahr 1954 - und am nächsten Morgen ist nichts mehr wie es war. Nach und nach wird den vier Hauptprotagonisten bewusst, dass sie in das Jahr des Weines zurückversetzt wurden - es beginnt nicht nur ein außergewöhnliches Abenteuer, sondern auch eine wunderbare Freundschaft.

Dank der bildhaften und ausdrucksstarken Sprache des Autors fühlt man sich mittendrin im Geschehen. Man kann den Cocktail in Harry’s Bar förmlich schmecken, man schlendert durch die verwinkelten Gassen, stöbert in alten Läden, die nach Mottenpulver riechen - man freut sich einfach mit dabei zu sein in diesem wundersamen Geschehen. Im Kopf läuft ein lebendiger bunter Film ab, weil es der Autor auf besondere Art und Weise versteht, den Leser mit Worten in eine andere Welt zu entführen.

Es war für mich ein echtes Vergnügen das Buch zu lesen und zusammen mit Hubert, Abby, Julien und Bob zu erleben, wie sich die Zeit und das Leben und auch die Menschen verändert haben.
Echt schade, dass die Geschichte und die Zeitreise nach 251 Seiten schon vorrüber ist, ich wäre gern noch etwas länger in Paris und in der Vergangenheit geblieben.

Ein großes Dankeschön an Antoine Laurin für so ein großartiges Werk, das mich total berührt hat. Ich habe beim Lesen gelacht, geschmunzelt, geträumt, nachgedacht und geweint.

„Ein Tropfen vom Glück“ ist ein außergewöhnliches Leseerlebnis, das ich nur weiterempfehlen kann! Denn:
Wer das Buch liest, bekommt ein paar Tropfen vom Glück ab - und das ist einfach wunderschön!

Bewertung vom 20.02.2019
Die Leben danach
Pierce, Thomas

Die Leben danach


ausgezeichnet

Dem Autor Thomas Pierce ist mit dem „Die Leben danach“ ein zutiefst menschlicher Roman mit hohem Unterhaltungswerk gelungen, der aber auch zum Nachdenken anregt. Zum Nachdenken über das Leben nach dem Tod. Ein ernstes Thema, mit dem sich der Hauptprotoganist Jim befasst, nachdem er mit nur 33 Jahren einen Herzstillstand erleidet. Das er keine Nahtoderfahrung erlebt hat, gibt ihm zu denken. Dank eines Heart Net, eines medizinischen Gerätes, das den Herzschlag überwacht, findet Jim allmählich wieder zurück ins Leben. Aber die Frage, was nach dem Tod kommt, bleibt.

Zusammen mit Annie, einer alten Schulfreundin, begibt er sich auf die Suche nach Antworten. Dabei trifft das Liebespaar auf eine geheimnisvolle Kirche der Suchenden, auf Hologramme, Geister und eine Physikerin, die eine Wiedervereinigungsmaschine erfunden hat. Es ist spannend mit Jim und Annie auf Spurensuche zu gehen. Doch die Antworten sind kompliziert, denn nicht nur das Leben, sondern auch der Tod geben Rätsel auf...

Das Buch „Die Leben danach“ hat meine Erwartungen voll übertroffen. Die Geschichte ist faszinierend menschlich erzählt. Die Gefühle, Gedanken und Fragen, die Jim bewegen - ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen.

Clever verpackt der Autor das Thema Tod und was kommt danach in eine Geschichte voller Leben und Rätsel. Kein Wunder, dass es hier dann auch manchmal mystisch zugeht.

Die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln zu dem alten spukenden Haus mit der Wendeltreppe und dem brennenden Hund verwirren zunächst ein wenig und geben zusätzlich Rätsel auf, doch am Ende laufen die losen Fäden der Geschichte zusammen und alles ergibt seinen Sinn.

Ich finde es einfach großartig, wie der Autor in bildhafter und humorvoller Sprache so menschlich vom Leben und Tod schreibt. Das Buch steckt voller Emotionen und hat mich berührt.

Auch das Buchcover gefällt mir sehr gut - der Hund auf dem Weg zum Himmel, verbunden mit dem Titel "Die Leben danach", macht neugierig.

Alles in allem: ein außergewöhnliches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann!

Bewertung vom 05.02.2019
Sind wir noch ganz sauber?
Tügel, Hanne

Sind wir noch ganz sauber?


ausgezeichnet

Sind wir noch ganz sauber? Ja, dies ist wirklich eine Frage, mit der sich Jeder einmal intensiver beschäftigen sollte. Das neue Buch von Hanne Tügel gibt Gelegenheit dazu und regt zum Nachdenken an.
Die Autorin zeichnet ein gutes Spiegelbild unserer heutigen Gesellschaft. Wir Verbraucher bewegen uns zwischen Putzwahn, Feinstaub, Mikroplastik und Allergien und fegen den Umweltgedanken viel zu oft leichtsinnig weg. Doch letztendlich sind wir Menschen es sind, die Verantwortung für unser Handeln übernehmen sollten, weil wir Verantwortung für unsere Erde tragen. Auch kleine Veränderungen in unserem Tun können dazu beitragen, die Natur und unsere Umwelt zu schützen und zukunftsweisend zu handeln.
Ich habe beim Lesen sehr viel gelernt. Zum Beispiel, dass es wichtig ist, sich nicht nur beim Putzen mit Schmutz und Staub intensiv auseinanderzusetzen.
Hanne Tügel ist ein kluger Ratgeber gelungen, der ohne den erhobenen Zeigefinger auskommt und zur Aufklärung beiträgt. Auf unterhaltsame Weise und sehr einprägsam vermittelt die Autorin sehr viel wertvolles Wissen über Schmutz und Staub. Und obendrein liefert sie eine Fülle an praktischen Tipps, was man besser machen kann, um die Umwelt zu schonen.
Der Schreibstil ist ansprechend, flüssig und sehr bildhaft. Es macht einfach Spaß, das Buch zu lesen. Das Buchcover ist zum Thema passend gewählt und macht neugierig auf das Werk.
Ich kann „Sind wir noch ganz sauber“ nur uneingeschränkt weiter empfehlen – es lohnt sich in jeder Hinsicht das Buch zu lesen und sich mit dem brisanten Thema zu befassen. Daumen hoch für einen solch tollen Ratgeber!

Bewertung vom 02.02.2019
Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2
Katzenbach, John

Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2


sehr gut

Der Verfolger von John Katzenbach ist eine raffinierte Fortsetzung des Bestsellers „Der Patient“. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Psychiater Dr. Frederick Starks, der vor fünf Jahren dem mörderischen Katz-und-Maus-Spiel eines Psychopathen namens „Rumpelstilzchen“ ein Schnippchen geschlagen hat. Inzwischen hat der Arzt in Miami ein neues Leben begonnen bis der Albtraum von vorne beginnt: der totgeglaubte Auftragskiller „Rumpelstilzchen“ taucht plötzlich wieder in seiner Praxis auf und zwingt ihn dazu, ihm zu helfen, den Unbekannten zu finden, der ihn und seine Geschwister Merlin und Virgil bedroht. Starks hat keine andere Wahl und lässt sich auf das perfide Geschäft ein, er begibt sich damit in Lebensgefahr, aber am Ende lockt die Freiheit. Oder sollte er sich da gewaltig getäuscht haben? Es beginnt eine spannende Verfolgungsjagd mit überraschenden Wendungen. Nichts ist wie es scheint…..

John Katzenbach ist ein Meister der Spannung. Er versteht es, seine Leser in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist fesselnd. Schon nach den ersten Seiten ist man mitten im Geschehen drin und findet sich in einer Spirale grausamen Wahnsinns wieder. Hautnah kann man miterleben, wie Psychoanalytiker Dr. Frederick Starks vom Gejagten zum Jäger wird und dabei immer mehr selbst in die Rolle eines Psychopathen schlüpft. Sehr gut gefallen mir die individuellen Charakterzüge von Charlie, Roxanne und der 87-jährigen Mrs. Heath. Mit ihren besonderen Eigenarten bereichern sie die Handlung um interessante Facetten.

Das Buchcover ist passend gewählt: das Spiel mit der Zeit hält den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in Atem. Das Finale hätte ich mir zwar ein Stück raffinierter gewünscht, dennoch überrascht das Ende. Auch wenn "Der Verfolger" nicht ganz an die Vorgängergeschichte "Der Patient" herankommt - das neue Werk von John Katzenbach garantiert spannende Lesestunden. Ich kann das Buch allen Thriller-Fans nur empfehlen.

Bewertung vom 20.02.2009
Der Junge im gestreiften Pyjama
Boyne, John

Der Junge im gestreiften Pyjama


ausgezeichnet

Die Geschichte des grausigen Hollocausts einmal aus einer etwas anderen Perspektive. NIcht nur ein ausgezeichnetes Kinderbuch, sondern auch für Erwachsene sehr empfehlenswert. Die Geschichte rüttelt auf und ist sehr traurig. Ein Buch, dass man so schnell nicht wieder vergisst.

6 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.02.2009
Drachensaat
Weiler, Jan

Drachensaat


ausgezeichnet

Ein bisschen verrückt, wie eben das Leben machmal so ist. "Drachensaat" von Jan Weiler ist zwar völlig anders als "Maria mir schmeckts nicht" und "Antonio im Wunderland" - aber ein wirklich witziges Buch voller irrer Charaktere. Eine komische Geschichte, die Lesespaß vom Feinsten garantiert. Jan Weiler zeigt uns: Irgendwie sind wir Menschen alle ein bisschen crazy.

5 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.02.2009
Maria, ihm schmeckt's nicht!
Weiler, Jan

Maria, ihm schmeckt's nicht!


ausgezeichnet

"Maria mir schmeckts nicht" ist genau der richtige Lesestoff für humorvolle Menschen. Ein echter Genuss, das Buch zu lesen. Am liebsten möchte man Jan Weiler mit samt seiner italienischen Familie persönlich kennen lernen und ist schon ein bisschen neidisch, keine italienischen Verwandten dieser Art zu haben. Schade, dass man das Buch so schnell zu Ende gelesen hat - man wird regelrecht süchtig nach Antonio und seinen lustigen Erlebnissen. Jan Weiler - bitte bitte mehr davon!!!

4 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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