Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Teer25
Wohnort: Ebelsbach
Über mich: Bin eine echte Leseratte, liebe spannende Thriller, die einen bis zur letzten Seite fesseln.
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 09.02.2020
Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte
Hammond, Joe

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte


ausgezeichnet

Die kurze Geschichte vom Fallen hat mich sehr berührt. Joe Hammond - schade, dass der Autor nicht mehr erleben kann, was die Leser über sein Buch denken - erzählt auf ehrliche und gefühlvolle Weise von seiner Krankheit, die nicht nur sein Leben, sondern das seiner ganzen Familie verändert.

Aber nicht nur das, Joe Hammond blickt in dem Buch auch in die Vergangenheit, auf sein bisheriges Leben, auf all die Höhen und Tiefen, und auf die Menschen zurück, die ihn auf gewisse Art und Weise geprägt haben. Der Autor berichtet von seiner schlimmen Diagnose und gibt obendrein sehr intime Einblicke, wie man sich fühlt, wenn man die Kontrolle über seinen eigenen Körper verliert und selbst bei den kleinsten Dingen auf fremde Hilfe angewiesen ist. Das Schicksal schlägt brutal zu, während die Träume von einer gemeinsamen Zukunft mit Gill und den beiden Söhnen Tom und Jimmy nach und nach wie Seifenblasen zerplatzen. Seite für Seite ist die traurige Geschichte vom langsamen Sterben gleichzeitig eine Liebeserklärung an das Leben, mit einer klaren Botschaft, vor allem die kleinen Augenblicke des Lebens bewusst zu genießen und dafür dankbar zu sein.

Ich ziehe meinen Hut vor Joe Hammond, der mich mit seiner Geschichte zum Lachen und Weinen gebracht hat und vor allem auch zum Nachdenken. Auch wenn das Buch teilweise schwere Kost ist, kann ich es nur weiter empfehlen. Absolut lesenswert! Und für die lebendige bildhafte Sprache vergebe ich noch einen Stern extra! Ich verneige mich vor dem Autor, in einer solchen Situation, noch so humorvoll, hintersinnig und lebensbejahend schreiben zu können.

Das Cover ist gut gewählt, denn das Buch kommt ohne auffälliges Cover aus - der Titel und die Geschichte sprechen für sich. Joe Hammond hat sich mit der Geschichte ein literarisches Denkmal gesetzt!

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.12.2019
Rachs Rezepte für jeden Tag
Rach, Christian

Rachs Rezepte für jeden Tag


ausgezeichnet

So muss ein Kochbuch sein: große Bilder, die allein schon Appetit auf mehr machen, gewürzt mit einer übersichtlichen Beschreibung und wirklich leckeren, sehr kreativen Rezepten.
Rachs Rezepte für jeden Tag hat mich vollends überzeugt. Das Konzept - große Küche für kleines Geld geht auf. Ich bin begeistert, vor allem auch, weil ich berufstätig binbund nicht viel Zeit habe.
Ich habe für die Zubereitung zwar immer ein bisschen länger gebraucht wie angegeben, aber das geht mir bei jedem Kochbuch so. Einem Profi geht das alles schneller von der Hand, aber damit kann ich leben.
Besonders gefällt mir die Rezeptvielfalt - ein schöner Mix aus frischem Gemüse, Fleisch und Fisch. Ausprobiert habe ich zum Beispiel die Frittata mit Erbsen und Tomaten-Brot-Salat und die Hackbällchen mit Rahmwirsing und Petersilienwurzel-Stampf - ich kann nur sagen: alles gelungen und die Gerichte haben richtig gut geschmeckt.
Das Buch hat bei mir wieder mehr Lust zum Kochen geweckt, es rentiert sich, selbst an den Herd zu stellen. Danke Herr Rach für dieses wundervolle Buch! Gefällt mir sehr gut! Deswegen kann ich es nur weiter empfehlen!
Auch das Cover ist gelungen: ein gut gelaunter Christian Rach genießt sein Essen. Kochen macht Spaß - dem kann ich nur zustimmen!

Bewertung vom 03.11.2019
Wann wird diese Hölle enden?
Berg, Mary

Wann wird diese Hölle enden?


ausgezeichnet

Unfassbar, was eine 15-Jährige hat alles ertragen und erleben hat müssen: Das Tagebuch von Mary Berg ist ein wertvolles Stück Zeitgeschichte, das unter die Haut geht. Eindrucksvoll und ungeschönt werden in dem Tagebuch die grauenvollen Erlebnisse der Nazizeit im Warschauer Ghetto geschildert. Kaum vorstellbar, wie man eine solche Hölle überleben konnte. Mary schreibt über das alltägliche Grauen und dem täglichen Überlebenskamf. Bewundernswert die Hoffnung, die das junge Mädchen nie verliert, aus dieser Hölle zu entfliehen.
Schreckliche Geschichte, die sich hoffentlich niemals mehr wiederholt. Und darum würde ich mir wünschen, dass es dieses Buch in ganz viele Schulen und Klassenzimmer schafft und Diskussionen anstößt und vor allem zur Aufklärung beiträgt. Ich ziehe meinen Hut vor Mary Berg und Danke ihr von ganzem Herzen, dass sie trotz der schlimmen Erlebnisse im Ghetto den Mut nie verloren hat und uns mit ihrem Tagebuch ein historisches Dokument hinterlassen hat.

Das Buch liest sich flüssig, es ist leicht verständlich geschrieben. Das Cover passt zur Geschichte - ein Mädchen, das trotz des düsteren Hintergrundes, Hoffnung und Zuversicht versprüht.
Das Buch ist absolut lesenswert - für alt und Jung!

Bewertung vom 05.10.2019
Laufen
Bogdan, Isabel

Laufen


ausgezeichnet

„Laufen“ ist ein sehr gefühlvoller Roman, der mich sehr berührt hat. Im Mittelpunkt steht eine 40-jährige Frau, die einen Schicksalsschlag - den Tod ihres Freundes - verarbeiten muss. Dazu fängt sie zum Laufen an.

Isabel Bogdan‘s Erzählweise aus der Ich-Perspektive gefällt mir sehr gut. Dadurch erfährt der Leser hautnah, wie die Hauptprotagonistin fühlt und was sie denkt. Während sie ihre Runden dreht, bekommt der Leser hautnah mit, wie weh ihr der Verlust tut und wie schwer es für sie ist, sich ins Leben zurück zu kämpfen. Sie spricht viel mit sich selbst oder führt in Gedanken Dialoge mit ihrem toten Freund. Von Kapitel zu Kapitel, oder besser von Runde zu Runde, die sie um die Alster läuft, erfährt man mehr davon, was genau passiert ist und was die Frau aus der Bahn geworfen hat.

Isabel Bogdan verwendet lange Schachtelsätze, die passen, wie ich finde, genial zum Lauftempo, man fühlt förmlich mit, was die Hauptprotagonistin durchmacht, und man spürt auch wie beschwerlich das Laufen - zumindest am Anfang der Geschichte fällt. Man leidet richtig mit. Einatmen, ausatmen, ausatmen.... Schritt für Schritt hilft ihr das Laufen und sie findet langsam ins Leben zurück.

Gut gefällt mir, dass man am Ende des Buches auch den Namen des verstorbenen Freundes erfährt; dadurch wird die Geschichte noch ein Stück persönlicher. Die Story berührt und trifft genau ins Herz.

Die Autorin schreibt sehr gefühlvoll und mit klaren, ausdrucksstarken Worten. Schön ist, dass das doch sehr ernste Thema auch mit einer Prise Humor gewürzt ist. Die Protagonisten ist mir sehr sympathisch, man kann gut nachvollziehen, was sie durchlebt und man würde sie am liebsten in den Arm nehmen und ihr helfen - aber ohne kluge Ratschläge.

Das Cover passt ideal zum Titel, es skizziert die Wege, bzw. Laufbahnen, die nicht immer gerade, sondern eben auch zickzack verlaufen können.

Ein großartiger Roman, der nicht nur nahe geht, sondern bei mir auch die Lust geweckt hat, wieder mal die Laufschuhe anzuziehen und zu Laufen. Einatmen, ausatmen, ausatmen ... ich bin dank Isabel Bogdan schon in Übung...
Ein Buch, das ich voll Überzeugung weiter empfehlen kann!

Bewertung vom 03.10.2019
Über die Grenze
Lunde, Maja

Über die Grenze


ausgezeichnet

Mit dem Buch „Über die Grenze“ arbetet Maja Lunde ein wichtiges Kapitel der Geschichte auf. Die Autorin schafft das auf eine wundervolle Art, sie weiß genau, wie Kinder fühlen, denken, sprechen und was sie bewegt. Der Sprachstil der Autorin ist wortgewaltig, gefühlvoll und voller Bilder. Man fühlt sich gleich mittendrin und taucht tief ins Geschehen ein. Man fiebert und fühlt mit den vier Kindern förmlich mit, die sich auf den Weg von Norwegen über die Grenze nach Schweden machen.

Die 10-jährige Gerda wächst einem sofort ans Herz; sie ist mutig und abenteuerlustig wie die drei Musketiere, von denen sie sich inspirieren lässt. Zusammen mit ihrem Bruder Otto stolpert sie ungewollt in die Wirren des Krieges. In der Geschichte geht es Insbesondere auch um Zusammenhalt, Zuversicht, Menschlichkeit und Mut.

Sehr gut gefallen mir die Zeichnungen am Anfang jedes Kapitel, sie bereichern das spannende Leseabenteuer. Die Kapitel sind schön kurz, überfordern auch die jungen Leser nicht.

Das Buchcover ist düster und passt zum Titel; es vermittelt die Angst und Ungewissheit der Kinder.

Ich kann nur sagen: Daumen hoch für ein großartiges Buch, das voller Emotionen steckt und auf beeindruckende Weise einen hautnahen Einblick in die Geschichte gibt.
Absolut lesenswert - nicht nur für kleine Leseratten, sondern auch für alle Erwachsenen.

Bewertung vom 24.09.2019
Drei
Mishani, Dror A.

Drei


ausgezeichnet

Mit „Drei“ ist Dror Mishani ein äußerst raffinierter Roman mit überraschenden Wendungen gelungen. Es fällt wirklich schwer, über den Inhalt etwas zu erzählen, weil die Gefahr groß ist, Vieles im Vorfeld zu verraten, was sehr schade wäre. „Drei“ ist ein Buch, das man selbst lesen und auf sich wirken lassen muss. Nur so viel:
Mit ganz viel Feingefühl gibt der Autor Einblick in die Lebensgeschichten von drei Frauen. Alle drei treffen aus ganz verschiedenen Gründen ein und denselben Mann.
Ein Mann, der recht sonderbar ist. Ich finde es einfach genial, wie Dror Mishani die Spannung von Seite zu Seite aufbaut. Die Geschichte steckt voller Emotionen, Sehnsüchten und Geheimnissen. Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich, aber sehr packend. Man möchte immer weiter lesen, fiebert mit und wird tief hineingezogen in die Seelen- und Gefühlswelten der vier Hauptprotagonisten. Das Buchcover wirkt geheimnisvoll und versprüht einen Hauch von Erotik – also sehr passend zum Inhalt.
Ich kann „Drei“ nur wärmstens weiter empfehlen – ein großartiges Leseerlebnis mit viel Gefühl und Spannung.

Bewertung vom 09.09.2019
Verratenes Land
Iles, Greg

Verratenes Land


ausgezeichnet

Ich liebe die Bücher von Greg Iles. Der Autor ist ein spannender Erzähler, er weiß genau, wie er Sprache richtig einsetzt, um den Leser tief in die Geschichte eintauchen zu lassen. Die fast 900 Seiten waren für mich jetzt zwar eine kleine Herausforderung, weil ich nicht viel Zeit zum Lesen hatte, aber die Geschichte um den Pulitzerpreis gekrönten Journalisten Marshall McEwan und Buck Ferris, einem Archäologen, der bei Grabungen ermordet wird, hat mich überzeugt. Wer steckt hinter der Tat? Was hat es mit dem machtgierigen Poker-Club auf sich? Was hat der Archäologe gefunden, das den Bau der geplanten Papierfabrik hätte verhindern können? Hat sich Buck Ferris durch seine Grabungen sein eigenes Grab geschaufelt?

Die Handlung spielt in Bienville, Mississippi. Detailreich und bildhaft werden Landschaft, die Ortschaften und auch die politische Lage beschrieben. Dadurch kann sich der Leser gut in die Story hineinversetzen, man hat das Gefühl, dass vor dem inneren Auge ein Film abläuft. Als Leser ist man mittendrin im Geschehen und das ist teilweise sehr aufregend, wenn ich da zum Beispiel nur an die beschriebenen Erlebnisse im Irak-Krieg denke. Schonungslos und hautnah wird der Leser mit brutalen Machenschaften, Korruption, Mord, Gier, Betrug, Verrat, Intrigen und so manchen Familienkonflikten konfrontiert. In dem Buch geht es aber auch um Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt und um Gerechtigkeit - also eine sehr abwechslungsreiche und vielschichtige Geschichte.

Auch wenn das Buch so dick ist, ich habe Seite für Seite förmlich verschlungen und bis zum Ende mitgefiebert. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, der Wechsel zwischen der Gegenwart und Vergangenheit und vor allem auch die persönlichen Gedankengänge des Hauptprotagonisten McEwan helfen, die aktuellen Ereignisse besser zu verstehen. Auch lernt man durch die Rückblicke die einzelnen Personen näher kennen und man kann erahnen, wer gut und wer böse ist. Die Charaktere werden sehr gut skizziert. Vor allem McEwan und Jet sind mir sehr sympathisch.

Das Buchcover ist ideal gewählt, es symbolisiert eine düstere, gefährliche Stimmung und macht neugierig auf den Inhalt.

Ich ziehe meinen Hut vor Greg Iles, dem mit "Verratenes Land" wieder ein brillantes hochspannendes Werk gelungen ist - Erzählkunst auf höchstem Niveau!

Bewertung vom 25.08.2019
Die letzte Witwe / Georgia Bd.7
Slaughter, Karin

Die letzte Witwe / Georgia Bd.7


ausgezeichnet

Karin Slaughter zählt seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen und auch ihr neues Werk "Die letzte Spinne" hat mich in keinster Weise enttäuscht. Das Cover passt genial zum Titel, die Spinne wirkt bedrohlich und man denkt automatisch an die Schwarze Witwe, die in der Tierwelt dafür bekannt ist, dass sie ihren Sexualpartner frisst.

Die Gefahr lauert also überall, das merkt der Leser schon nach den ersten Seiten. In dem Buch geht aber nicht um Spinnen, sondern um eine gewalttätige rassistische Terrorgruppe, die einen menschenvernichtenden Plan hat und der es wirklich vor nichts graut. Mehr möchte ich inhaltlich nicht verraten, ich empfehle das Buch zu lesen.

Der Erzählstil mit dem immer wiederkehrenden Perspektivenwechsel gefällt mir sehr gut, auch wenn sich inhaltlich einiges wiederholt. Ich finde es spannend die verschiedenen Situationen aus Sicht der Hauptprotagonisten zu erleben, denn dadurch erfährt man einige wichtige Details mehr und man kann so noch besser mitfühlen, was die Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara und Ihr Partner Special-Agent Will erleben.

Der Autorin ist es gelungen eine wirklich raffinierte Geschichte mit hochaktuellem Bezug zu stricken. Von Kapitel zu Kapitel nimmt die Spannung bis zum Finale zu. Ich bewundere Karin Slaugter, wie sie es immer wieder schafft, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Der Schreibstil ist flüssig und reich an Bildern. Dadurch ist der Leser mittendrin im Geschehen und erlebt die Story wie in einem Film hautnah mit.

Ich liebe die sehr eigenen Charaktere von Sara, ihren Eltern, ihre Schwester Tessa sowie von Will, Faith und Amanda. Alle Personen werden wunderbar beschrieben, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen.

Ich vergebe die volle Punktzahl für diesen gelungenen Thriller, der nicht nur raffiniert und nervenaufreibend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Daumen hoch für ein absolut lesenswertes Buch!

Bewertung vom 12.08.2019
Wir von der anderen Seite
Decker, Anika

Wir von der anderen Seite


ausgezeichnet

Was für ein wundervolles Werk: Anika Decker hat mit „Wir von der anderen Seite“ eine Geschichte geschrieben, die das Herz berührt und zum Nachdenken anregt. Die Autorin hat einen herzerfrischenden Schreibstil, man leidet förmlich mit der Hauptprotagonistin Rahel mit, die im Krankenhaus auf der Intensivstation aus dem Koma aufwacht und nicht weiß, was passiert ist. Umgeben von ihrer „irren“ Familie, wie sie selbst sagt, kehrt sie von Tag zu Tag wieder ein Stück mehr und mehr ins Leben zurück.
Die Art, wie Anika Decker, die Gedanken und das Leben von Rahel beschreibt - schonungslos, direkt und grundehrlich, gefällt mir sehr gut. Man fühlt mit, lacht und weint an manchen Stellen.
Wunderbar skizziert wird vor allem auch die Mutter von Rahel, die ihre herzkranke Tochter wie selbstverständlich zur Reha begleitet, ich würde sie gerne persönlich kennenlernen. Die Charaktere der einzelnen Personen in dem Buch sind so schön beschrieben, die Personen muss man einfach mögen.
Anika Decker steht ab sofort auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen - einfach großartig!
Das Buch ist absolut empfehlenswert! Für den humorvollen und erfrischenden Sprachstil vergebe ich einen Punkt extra! Danke für dieses wundervolle Buch! Rahels Geschichte steckt voller Gefühle und macht Mut, das Leben einmal aus ganz anderer Sicht zu sehen.

Bewertung vom 30.07.2019
Kalte Wasser
Golding, Melanie

Kalte Wasser


sehr gut

Kalte Wasser ist so spannend geschrieben, das man das Buch erst aus der Hand legt, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Melanie Golding hat einen schönen Schreibstil, der einen fesselt. Das Cover wirkt mystisch, ist passend zum Titel gewählt. Die Geschichte dreht sich um Lauren, die Zwillinge zur Welt bringt und im Krankenhaus gruselige Sachen erlebt. Eine Frau möchte ein Baby gegen ihr eigenes tauschen. Die junge Mutter - wie auch der Leser - ist verwirrt. Was steckt hinter der Sache? Einbildung? Wochenbettdepression? Keiner glaubt Lauren so richtig, vor allem auch ihr Mann Patrick nicht. Nur die junge Polizistin Harper zeigt Interesse an der Geschichte, die Lauren ihr anvertraut. Jemand scheint es auf die Zwillinge abgesehen zu haben, aber Warum?
Und plötzlich stellt Lauren fest, dass ihre Babys sich verändert haben. Würden ihre beiden Söhne ausgetauscht? Die Autorin hat die Story clever gestrickt. Sehr gut gefallen mir die kurzen Verse und Sprüche jeweils am Anfang der Kapitel, die die rätselhafte Geschichte perfekt ergänzen und den Leser tief eintauchen lassen in die Welt der Sagen rund um das Thema Kinderraub und Kindertausch.
Die Haptprotagonisten haben sehr eigene Charaktere. Mit Lauren bekommt man schnell Mitleid, weil sie sich für ihre Familie aufopfert. Ihr Mann Patrick denkt fast nur an sich, aus ihm wird man nicht recht schlau. Sehr sympathisch ist mir die junge Polizistin Harper.
Am Überlegen bin ich noch, ob ich mit dem Ende des Buches so richtig zufrieden bin. Aber ich denke, Ja, der Schluss passt trotzdem.
Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert. Sehr Spannend und verwirrend!