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Benutzername: SchuSchu


Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 02.05.2018
Der meistgereiste Mann der Welt
Bown, Mike Spencer

Der meistgereiste Mann der Welt


ausgezeichnet

Das Cover fällt durch eine Ansammlung vieler schöner Urlaubsbilder direkt ins Auge. Mittig ist der Titel des Buches angebracht, der bei dem Ein- oder anderen interessierten Leser sofort das Fernweh wecken dürfte.

Auch ich gehöre leider zu den Leuten, welche nur sehr wenige eigene Reisen unternehmen. Die vorhandenen jährlichen Urlaubstage halten sich leider in Grenzen und jeder einzelnen Tag davon wird gehandelt, wie pures Gold. Dennoch packt mich hin und wieder das Fernweh und ich möchte erfahren, was sich noch so alles auf dem Planeten abspielt. Daher freue ich mich immer sehr über Autoren wie Mike, welche uns an ihren besonderen Momenten im Leben teilhaben lassen.

So wurde auch ich neugierig, was der meistgereiste Mann der Welt zu berichten hatte und warf einen ersten gespannten Blick in dieses doch sehr umfassend aufgearbeitete Buch. Hier stecken viele interessante, spanende, aber euch einzigartige Erlebnisse drin. Von denen wollte natürlich auch ich mehr erfahren und begab mich per Buch auf eine 23 jährige Weltreise, die auch heute noch lange nicht zu Ende ist…

Anfangs etwas distanziert lernen wir den Autor kennen. Er schildert die Erlebnisse seiner ersten Jahre in der Canadischen Wildnis und wie er zum letztendlichen Reisen kam. Doch nach und nach scheint er aufzutauen und auch ich als Leser hatte das Gefühl, ihn Stück für Stück besser kennen zu lernen. Teilweise hatte ich das Gefühl, man würde zusammen mit ihm gemütlich an einem Lagerfeuer verweilen und seinen Geschichten lauschen.

Sein einzigartiger Humor brachte mich des Öfteren zum Schmunzeln und auch seine ganz spezielle Art machte ihn letztendlich sehr sympathisch. Er durfte in seinen Jahren als Backpacker eine Vielzahl von interessanten Persönlichkeiten kennen lernen, was auch sein Auge für den Mensch geschult hat. Natürlich gehört auch eine gewaltige Portion Mut und sicherlich auch etwas Wahnsinn dazu, Kriegsgebiete als Tourist durchreisen zu wollen. Doch mit seinem speziellen Charme und einer inneren Ausgeglichenheit, nimmt er die Dinge wie sie kommen und lässt sich nur sehr schwer aus der Ruhe bringen.

Das Buch dient eher weniger als Reiseführer und präsentiert selten die einzelnen Sehenswürdigkeiten eines Landes. Es lässt den Leser viel mehr ein Stück weit hinter die Kulissen schauen und die einzelnen Völker unserer Erde näher betrachten. Mike Spencer Brown durfte auf seinen Reisen eine Vielzahl bemerkenswerte Persönlichkeiten kennen lernen, wovon noch heute eine breite Palette an Freundschaften besteht, zu denen er auch noch regelmäßig Kontakt pflegt oder sie gar das ein oder andere mal, quer über den Globus gereist, besucht.

Aber auch ganz spezielle Erfahrungen mit einzelnen Kulturen werden hier sehr gut wiedergegeben und dargestellt, wie sie wohl in keinem anderen Reiseführer anzutreffen sein dürften. Sein geschultes Auge und eine, mit der Zeit erlernte, Kombinationsgabe lassen Taschendiebe entlarven aber auch den einen oder anderen Trick bei der Einreise in einige Länder entwickeln. Doch es wird deutlich, dass ihm an vielen Stellen auch einfach nur das Glück hold war. Wie mag man sich wohl vorkommen, wenn man einen Ort besuchte, welcher wenig später einem Terrorangriff zum Opfer fiel!? Auch hiervon weiß Mike einige Begebenheiten zu berichten.

Mittig sind einige seiner wenigen persönlichen Urlaubsbilder zu sehen, welche eine kleine Auswahl der Reisen darstellen und unterstreichen, dass Mike diese Orte tatsächlich besuchen durfte. Denn wer hätte es für möglich gehalten: Mike ist nicht einmal im Besitz einer Kamera und möchte die Momente viel lieber erleben, wie sie sind, als sie verzerrt durch eine kleine Linse zu betrachten. Auch diese Einstellung machte ihn mir sehr sympathisch.

Nachdenklich machten mich u.a. natürlich auch seine Eindrücke der Welt im Wandel der Zeit. Aber auch seine Einschätzungen über die nun neu nachwachsenden Backpacker und „Weltensammler“.

Bewertung vom 05.07.2016
Mit Schlafsack in die Schule / Die Tintenkleckser Bd.1
Geisler, Dagmar

Mit Schlafsack in die Schule / Die Tintenkleckser Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover ist wunderschön gestaltet und sieht aus, wie eines meiner alten Schulhefte. Es zeigt eine fröhliche Schulklasse, die allerlei Abenteuer erlebt. Der Klappentext klingt ebenso interessant und lädt direkt zum Lesen ein:


Zum Inhalt – die Buchbeschreibung:
Band 1»Unsere Klasse ist die beste« – davon sind die Kinder aus der 3a überzeugt. Zwar sind sie alle oft laut und machen Quatsch, jeder ist anders, alle verschieden, aber am Ende halten sie immer zusammen: die 17 Kinder – neun Mädchen und acht Jungen – aus der 3a, genannt die Tintenkleckser. Und heute sind die Tintenkleckser schon ganz zappelig, denn es ist die große Lesenacht. Da behauptet Jana-Ina, ihr weißer Gummi-Tiger sei gestohlen. Ein Dieb in der Klasse – das können Ben und Mia nicht auf ihrer Klasse sitzen lassen und so beginnt eine nächtliche und abenteuerliche Suche durch die Geheimgänge der Schule.


Meine Meinung:
Der Einstieg in das Buch gelingt ohne Probleme. Die Klasse wird bildlich und namentlich dargestellt, so dass man die einzelnen Mitwirkenden kennen lernt und sie so schnell voneinander unterscheiden kann.


Auch die Schriftgröße ist ideal. Hier können auch Erstleser ihre Lernerfolge auskosten. Aber auch die ganz Kleinen finden hier eine lustige Geschichte vor, welche vorgelesen werden muss. Da wächst die Vorfreude auf die Schulzeit noch ein Stückchen mehr!


Die einzelnen Seiten sind wunderschön gestaltet und lockern den Lesefluss zusätzlich auf.


Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und spannend zu verfolgen. Das Ende schließt das Buch rund um ab und lässt keine Fragen offen.


Mein Fazit:
Eine spannende, humorvolle Geschichte für Kinder jedes Alters. Zum Vorlesen oder selber lesen – hier werden die Kids super unterhalten.


Zusätzlich sorgt eine schöne Gestaltung des Buches für Spaß und Überraschungen, denn vieles entdeckte mein Sohn erst auf den zweiten Blick. So kann man das Buch auch noch einmal öfters lesen und anschauen!

Bewertung vom 05.07.2016
Verführt / Calendar Girl Bd.1
Carlan, Audrey

Verführt / Calendar Girl Bd.1


gut

Das Cover ist wirklich sehr schön gewählt. Es ist in einem ansprechenden Rosa und mit Blumenranken verziert. Auch der Klappentext klingt recht vielversprechend. Hier wurde ich direkt neugierig auf den Einstieg in eine neue erotische Buchserie…

Meine Meinung:
Es war einmal ein bildhübsches Mädchen, dass sich vom bösen Wolf übers Ohr hat hauen lassen. (In diesem Fall war es aber der spielsüchtige Vater). Und um ihre Schulden zu bezahlen, musste sie einen teuflischen Pakt mit einer Hexe schließen (In diesem Fall ihre eigene Tante, die einen Escort Service betreibt – alles natürlich ganz seriös versteht sich!) Aber da alle Märchen natürlich wunderschön sind, trifft sie hier einen Märchenprinz nach dem anderen, der schöner und erotischer nicht sein könnte. Alle sind ihr direkt verfallen, stinkreich und zahlen lapidare 100.000 € im Monat. Natürlich nur fürs Begleiten und Gesellschaft leisten! Und so erlebte die Prinzessin drei unvergesslich, erotische Monate, die keinen Wunsch offen ließen….

So könnte man das Buch auch in Kurzform beschreiben. Alles wirkt ein wenig märchenhaft und wunderschön! Die Geschichte ist zwar locker, flockig und lässt sich sehr gut verfolgen, aber irgendwann ist der gewisse Augenrollpunkt erreicht! Den Herr Januar fand ich ja noch ganz ansprechend und zum Träumen animierend. Herr Februar hingegen war mir schon deutlich zu schwülstig. Hier habe ich dann schon angefangen, die Seiten zu überfliegen. Aber die Krönung kommt dann im März! Hier war für mich endgültig die Luft raus und ich war froh, dass Buch endlich hinter mich gebracht zu haben! Ich hätte schon längst eher abgebrochen, aber irgendwie hatte ich immer noch einen Funken Hoffnung, dass noch etwas Interessantes passieren könnte. Leider Fehlanzeige!

Die erotischen Szenen sind zwar sehr ansprechend, aber einen weiteren Teil aus der Serie der „Reichen und Schönen“ müsste ich mir jetzt nicht wirklich antun. Ein Buch hätte für meinen Geschmack ausgereicht! Zumal jetzt schon absehbar ist, was am Ende im Dezember ablaufen könnte!

Mein Fazit:
Eine oberflächliche Erotikstory aus der Märchenwelt. Ein gewisses Prickeln hat sich bei mir leider nicht einstellen können! Eine interessante, kurzweilige Geschichte, aber eine Fortsetzung muss es für mich nicht unbedingt geben. Hier fehlt es leider deutlich an ereignisreicher Handlung und Spannung.

Bewertung vom 05.07.2016
Eine Schildkröte macht noch keine Liebe
Wagner, Emma

Eine Schildkröte macht noch keine Liebe


sehr gut

Das Cover ist einfach nur zum Träumen schön. Ein verliebtes Pärchen steht inmitten wunderbarerer Farben. Es wirkt, als könnte man die Gefühle sprühen und Funken schlagen sehen.
Auch der Klappentext verspricht eine romantische Lovestory, welche keine Wünsche offen lassen dürfte.

Meine Meinung zur Geschichte:
Einen direkten Einstieg gibt es nicht. Man wird eher in die Geschichte geworfen und ist so direkter Zeuge, wie sich unsere beiden Hauptfiguren kennen lernen. Nicht unbedingt der beste Start! Denn beide Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein: Eine junge, bildhübsche, erfolgreiche Musikerin, welche ihre Identität natürlich erst einmal für sich behalten möchte, trift auf einen herzensguten jungen Mann, der hier und da für alle ein offenes Ohr hat, aber seinen Platz im Leben noch nicht so ganz gefunden hat. So prallen erst einmal Welten aufeinander und das spüren beide!

Dennoch kann man sehr gut verfolgen, wie beide von diesen Unterschieden profitieren. Lilly wird etwas lockerer und sieht, dass ein Leben nicht nur aus Arbeit bestehen kann. Vince hingegen möchte vor Lilly nicht als faul gelten und versucht ebenfalls sein Leben zu ordnen…

Diesen Werdegang kann man hier wunderbar verfolgen und miterleben. Es gibt viele humorvolle Momente, welche direkt aus dem Leben gegriffen sind. Aber auch das prickeln und die gegenseitige Anziehungskraft wird von Seite zu Seite deutlicher…Hier verfolgt man die Geschichte mit Freude und verfällt ins Träumen…
Wie wird es wohl mit den beiden Enden? Und wie reagiert Vince auf die wahre Identität seiner neuen Mitbewohnerin!? Lassen sie sich überraschen und verzaubern!

Mein Fazit:
Eine wunderbare lockere Liebesgeschichte, die den Leser direkt in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und detailliert und lässt sich stets gut verfolgen. Kleine Nebengeschichten sorgen für viel Freude und ergeben am Ende ein Gesamtbild. Lilly und Vince muss man einfach mögen, denn jeder hat einen eigenen Charakterzug, der einfach sehr liebeswert ist!

Ein toller, kurzweiliger Frauenroman für zwischendurch!

Bewertung vom 27.05.2016
Hardwired - verführt / Hard Bd.1
Wild, Meredith

Hardwired - verführt / Hard Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover ist zwar recht schlicht gehalten, fällt aber dennoch direkt ins Auge. Dies mag zum einem an diesem auffälligen Titel, zum anderen an der interessanten Hintergrundfarbe liegen. Ich wurde auf jeden Fall neugierig und musste danach greifen! Der Klappentext klingt ebenfalls sehr vielversprechend und lässt eine prickelnde Erotikgeschichte vermuten!
Nun aber erst einmal zum Inhalt per Buchbeschreibung:
Sie musste früh lernen, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie für ihr Internet-Startup einen Investor sucht, trifft sie auf Blake Landon. Blake ist sexy, mächtig und geheimnisvoll – und er schmettert ihre aufwändig vorbereitete Präsentation, ohne mit der Wimper zu zucken, als uninteressant ab. Erica ist außer sich vor Wut. Und doch fühlt sie sich auf magische Weise zu Blake hingezogen. Je mehr Erica über den Self-Made-Milliardär erfährt, desto deutlicher wird, dass er gute Gründe für seine Entscheidung hatte. Und obwohl sie spürt, dass sie besser die Finger von Blake lassen sollte, gibt sie sich ihrem Verlangen hin
Meine Meinung:
Der Einstieg in die Geschichte gelingt problemlos. Und schwupp- ist man mittendrin und wird gebannt! Zwar klingt die ganze Geschichte auf Anhieb etwas Klischeehaft und ist viel zu schön um wahr zu sein, aber dennoch wird man direkt gefesselt! Das Prickeln ist vorhanden und die Anziehung zwischen den beiden sympathischen Protagonisten spürbar! Die Gefühle werden hier somit sehr gut angesprochen und können entsprechend nachempfunden werden. So wird die Geschichte schnell zum Lesevergnügen und man fliegt nur so durch die Seiten.
Das Ende ist hier sehr passend gewählt, macht aber gleichzeitig mehr als neugierig auf die baldige Fortsetzung! Hier muss ich unbedingt weiter lesen um zu erfahren, wie die Geschichte ihren Lauf nehmen wird!
Mein Fazit:
Auch wenn die Geschichte auf den ersten Blick etwas Klischeehaft wirkt, ist sie dennoch zum Träumen schön! Das Buch lässt sich sehr ungern aus der Hand legen und möchte am liebsten am Stück gelesen werden- vorher lässt es nicht mehr los! Und das ist auch gut so!
Ich bin schon sehr gespannt auf die kommende Fortsetzung und vergebe für Fans dieses Genres eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.05.2016
Götter (eBook, ePUB)
Hofmann, Will

Götter (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das Cover zeigt einen Maschendrahtzaun sowie einen vorbeifliegenden Hubschrauber. Alles ist recht düster und grau gehalten und wirkt beklemmend. Wie mag der Titel des Buches in solch ein Bild passen. Dies wollte ich direkt herausfinden, denn auch der Klappentext machte mich mehr als neugierig!


Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch gelingt recht schnell. Man findet sich direkt in einer spannenden Geschichte wieder und möchte schnellstmöglich die dazu gehörigen Hintergründe erfahren!


So bleibt man stets am Ball und wird mehr und mehr gefesselt. Denn kaum wird eine offene Frage beantwortet, ergeben sich an anderer Stelle viele neue Fragezeichen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass ich dieses doch recht dicke Buch innerhalb von 2 Tagen verschlungen habe!


Die Stimmung wirkt recht düster und die Atmosphäre bedrückend. Man lernt die einzelnen Mitwirkeden kennen und hat schnell eigene Bilder vor Augen. Dies liegt natürlich auch hauptsächlich an einem flüssigen, sehr detaillierten Schreibstil, der sich stets gut verfolgen lässt.


Mittels mehreren Stränge wird man hier Zeuge einer schauerlichen Geschichte, die erst ziemlich am Ende des Buches ein stimmige Gesamtbild ergibt. So ist das Finale noch einmal sehr ereignisreich, energiegeladen und mit vielen unvorhersehbaren Überraschungen gespickt. Die letzten Seiten sind ebenfalls passend gewählt und schließen die Geschichte rund um stimmig ab.


Mein Fazit:
Eine spannende, fesselnde Story, welche den Leser direkt in seinen Bann ziehen wird.
Dieses Buch bescherte mir ein interessantes Lesevergnügen und macht neugierig auf weitere Werke des Autors!

Bewertung vom 27.05.2016
Schwarzer Lavendel / Leon Ritter Bd.2
Eyssen, Remy

Schwarzer Lavendel / Leon Ritter Bd.2


ausgezeichnet

Bei diesem Buch handelt es sich bereits um den zweiten Fall des Ermittlerduos. Dennoch gelingt der Einstig in die Geschichte problemlos und Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die einzelnen Figuren werden auch hier sehr authentisch und anschaulich gezeichnet. Man kann sie schnell voneinander unterscheiden, denn jeder besitzt seinen eigenen Charakter.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, so dass der Leser schon nach wenigen Seiten direkt in die Geschichte eintauchen kann. Schnell entwickeln sich einzelne Szenen vor den Augen, was das Verfolgen des Geschehens zusätzlich unterstützt.

Der Spannungsbogen steigt stetig an. Hier und da werden Fährten gestreut, die sich dann aber wieder im Sande verlaufen. So ist man lange nicht sicher, wer hinter den Taten stecken könnte. Am Ende wartet dann jedoch noch einmal eine Überraschung, mit der ich so gar nicht gerechnet hätte. So ist die Geschichte nicht wirklich vorhersehbar und wird durch viele unvermutete Wendungen gezeichnet.

Mein Fazit:
Ein spannender französischer Regionalkrimi, welcher mich stets gut unterhalten hat. Hier möchte man einfach stets weiter lesen um dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Damit dies jedoch nicht al zu schnell geschieht, hat sich die Autorin eine Vielzahl interessanter Überraschungen einfallen lassen.

Bewertung vom 27.05.2016
Der Trick
Bergmann, Emanuel

Der Trick


ausgezeichnet

Das Cover zeigt ein gemaltes Bild eines Mannes, der etwas traurig und in sich gekehrt wirkt. Auf seiner Schulter sitzt ein kleiner Teufel. Das Bild ist zwar schön und passend gewählt, sieht aber aus, wie ein Buch, welches man im Buchregal meiner Oma vorfinden würde. Es wirkt leider etwas altmodisch. Daher hätte ich das Buch im Laden wohl nicht in Betracht gezogen – und so wohl leider auch um Haaresbreite dieses tolle Geschichte verpasst!


Aber erst einmal der Reihe nach… Der Inhalt per Klappentext:
Einst war er der 'Große Zabbatini', der 1939 in Berlin als Bühnenzauberer Erfolge feierte, heute ist er ein mürrischer alter Mann in Los Angeles, der den Glauben an die Magie des Lebens verloren hat. Bis ihn ein kleiner Junge aufsucht, der mit Zauberei die Scheidung seiner Eltern verhindern will. Ein bewegender und aberwitziger Roman über verlorene und wiedergewonnene Illusionen.

Meine Meinung:
Sie lieben Geschichten voller Zauber und Magie? Welche träumen lassen und das Herz berühren? Sodann ist dieses Buch eine gute Wahl. Es verzaubert und berührt auf seine ganz eigene Art!
Der Autor hat hier wirklich eine wunderbare Geschichte geschaffen. Wir lernen gleich zwei Hauptpersonen kennen und verfolgen hier in verschiedenen Erzählsträngen ihren Geschichten. Die Charaktere gewinnen mit Zunahme der Geschichte an tiefe und wirken menschlich.


Die Geschichte berührt und bannt den Leser sofort. Man möchte stetig weiter lesen und erfahren, wie ein schüchterner Junge zu einem unsympathischen, alten Zauberer werden konnte. Aber auch die Erzählungen über den 10 Jährigen Max sind ergreifend. Man wünscht ihm, dass sein größter Traum in Erfüllung gehen mag: Das seine Eltern sich nicht scheiden lassen! Würde der alte, verbitterte Zauberer hier weiterhelfen können, in den Max seine ganz Hoffnung setzt!?


Das Ende der Geschichte war für mich sehr ergreifend und hielt viele unerwartete Wendungen bereit! Es hat mich sehr berührt und sehr zum Nachdenken angeregt. Was wäre alles anders, würden wir einander zuhören und andere ausreden lassen!


Mein Fazit:
Eine wundervolle, zauberhafte Geschichte, die mich sehr berührt hat.
Hier vergebe ich eine ganz klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 19.05.2016
Drei Brüder
Trauboth, Jörg H.

Drei Brüder


ausgezeichnet

Das Cover macht direkt aufmerksam. Die Farben stechen sofort ins Auge, das Gesamtbild einschließlich des Titels verspricht direkt eine abenteuerliche, actiongeladene Geschichte. Dieser Eindruck wird durch den an anregend formulierten Klappentext zusätzlich gestärkt.

Aber erst einmal der Inhalt per Buchbeschreibung:
Marc Anderson und seine beiden Kommandobrüder Thomas und Tim sind Elitesoldaten im geheimnisumwitterten deutschen Kommando Spezialkräfte (KSK). Zusammen mit den amerikanischen Navy Seals retten sie in einem Feuergefecht gegen die Taliban die im Hindukusch abgestürzte US-Crew eines F-15 Kampfflugzeuges. Doch bei der nächsten Rettungsaktion von zwei deutschen Geiseln, die im Nordirak vom Islamischen Staat (IS) entführt wurden, verlässt das Glück die drei Unzertrennlichen. Die perfekt geplante Operation Eagle wird verraten. Die Bundeskanzlerin und ihr Krisenstab in Berlin werden in einer Video-Live-Schaltung Zeugen der Katastrophe, in der Marc, Thomas und Tim nur knapp dem Tod entkommen. Die Jagd des Bundeskriminalamtes nach dem Verräter beginnt…

Meine Meinung:
Der Einstieg gelingt recht einfach. Man lernt direkt die einzelnen Charaktere kennen, welche hier sehr authentisch und menschlich gezeichnet werden. Man kann sie direkt voneinander unterscheiden und merkt schnell, wer sympathisch ist und wer nicht!

Auch der Schreibstil ist angenehm, flüssig und detailliert. Schon nach wenigen Seiten ist man mitten im Geschehen und hat stets Bilder der einzelnen Szenen vor Augen. Das Kopfkino wird während der gesamten Buchreise stets gut angesprochen und mit Informationen versorgt.

Die Geschichte wirkt sehr realistisch, was an einer zum Teil autobiographischen Handlung liegt. Hier und da ist sie mit zusätzlichen Hintergrundinformationen gespickt, welche mir bisher so noch nicht bewusst waren. So lernt man hier auch direkt noch etwas Neues hinzu.

Der Spannungsbogen ist wirklich sehr gut eingeflochten und scheint stetig anzusteigen. Das Ende habe ich dann regelrecht verschlungen. Es kommt nochmals zu einigen unvorhersehbaren Wendungen, welche das Ende bis zu letzt nicht absehbar gestalteten.

Mei Fazit:
Eine spannende Geschichte mit teilweise wahren Begebenheiten. Dies macht das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.

Fans von gut durchdachten, spannenden Geschichten kommen hier voll auf ihre Kosten.

Bewertung vom 26.04.2016
Die Wahrheit sagen
Formánek, Josef

Die Wahrheit sagen


sehr gut

Das Cover zeigt die Umrisse zweier gezeichneter Gesichter, die sich unterhalten. Dies wird mit Satzzeichen dargestellt. Auf Anhieb hätte mich das Cover nicht angesprochen und ich hätte es sicherlich nicht mal aus dem Buchregal gezogen. Neugierig machte mich hier jedoch der Klappentext. Er verspricht eine wahre Lebensgeschichte!


Der Inhalt per Buchbeschreibung:
Was für ein Leben! Geboren in einer Straßenbahn, fast nach Südamerika ausgewandert, beseelt von dem Drang, etwas Großes zu werden, und dann auf dem Weg durch die Niederungen des 20. Jahrhunderts.
Wer ist jener Bernhard Mares, dessen (wahre) Geschichte dieser Roman erzählt? Einer, der immer die Wahrheit sagt. Er zieht als SS-Mann in den Krieg, gerät in Gefangenschaft, wird Parteisekretär in der tschechischen KP und landet erneut in Haft, wo ungeheuerliche Dinge geschehen. Er findet und verliert die unmögliche Liebe seines Lebens, die ihn nie loslässt. Endlich frei, betreibt er eine kleine Bar im Hamburger Hafen, forscht in Venezuela nach seinen Wurzeln, tanzt mit Simon Bolívar, bringt fremde Augen zum Leuchten. Zum Zurückschauen verleitet wird der zornige alte Mann von seinem gegenüber, dem jungen Schriftsteller, der fragt und insistiert und genau hinhört – und schließlich erzählt von diesem Leben, das nur überstehen konnte, wer das Leben liebt. Drastisch erzählt er, verspielt, burlesk, zart und gnadenlos, und zugleich wird das Erzählen für ihn zur Achterbahnfahrt durch die Abgründe des eigenen Lebens.


Meine Meinung:
Wie schon die Beschreibung vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Lebensgeschichte nicht gerade um leichte Kost. Schonungslos und ehrlich wird hier eine sehr schwere Geschichte erzählt, in der nichts ausgelassen wird. So konnte ich das Buch auch nicht direkt am Stück lesen und musste immer mal wieder eine Pause einlegen, in der ich zu einer leichteren Lektüre griff.


Dennoch handelt es sich um eine teils ergreifende Geschichte, die mir sehr nahe ging. Man hat das Gefühl, manche Leute scheinen das Unglück gepachtet zu haben, was mich sehr traurig stimmte. Viele geschichtliche Dinge, die mir bisher so noch nicht bewusst waren, werden hier aufgegriffen und erläutert. So lernte ich beim Lesen des Buches direkt noch einige neue Dinge hinzu.


Mein Fazit:
Es war zwar keine leichte Lektüre, dennoch wollte ich stets erfahren, wie es im Leben der erzählenden Hauptperson weiter gehen würde. Hier und da wünschte ich ihm einfach auch mal etwas Glück!


Man findet hier eine schonungslose, erschreckende und offene Lebensgeschichte vor. Man muss sich schon für solche Geschichte interessieren um hier Zugang zum Buch zu bekommen. Ein Buch für zwischendurch ist es definitiv nicht!